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, Kurt 25 Pfg. Für auswärtige Abonnenten

Mit dem betreffen­den Postauf ich lag. Die sinzelne Nuin- wr 10 Pfg.

Zugleich Amtliches girgan für Stuör- unö Lcrnökrreis Kcrrrcru.

Erscheint täglich niit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

AnsertionS- Preis:

Die ifpaltige Garmondzeile ob. deren Raum

10 Pfg.

Die 2ipatt. Zeile

20 Pfg.

DleSjPaliigeZeile

30 Psg

VLr 301

Dienstag den 27. Dezember

1887.

Abonkements-Einladung.

Mit dem 1. Januar 1888 beginnt ein neues Abonnement auf den Hanauer Anzeiger", gleich amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau.

Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekanntmachungen für den Stadt- und Landkreis Hanau, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigsten politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden, bietet Cours- und Marktberichte, kirchliche, lokale und provinzielle N-chrichten, Auszüge aus den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Provinziallandtags, die Protokolle der Sitzungen der Handelskammer sowie des Gemeinde- Ausschusses, Fremdenliste, ferner Geschäfts- und Privat-An- zeigen. Das Unterhaltungsblatt enthält neben spannenden Er­zählungen reiches Mannigfaltige.

Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der Hanauer Anzeiger" seiner starken Verbreitung halber ganz besonders und kostet die ifpaltige Zeile nur 10 Pf.

Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.

Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.

Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeltlich.

Die Expedition des Hanauer Anzeigers.

Amtliches.

Bekanntmachung.

Postanweisungen im Verkehr mit Salvador

Vom 1. Januar 1888 ab können nach San Salvador, der Hauptstadt der Republik Salvador, Zahlungen bis zum Betrage von 100 Pesos Gold im Wege der Postanweisung durch die Deutschen Postanstalten vermittelt werden.

Auf den Postanweisungen, zu deren Ausstellung Formulare der für den internationalen Postanweisungsverkehr vorgeschriebenen Art zu ver­wenden sind, ist der dem Empfänger zu zahlende Betrag vom Absender in Pesos und Centavos (Goldgelv) anzugeben; die Umrechnung auf den hierfür in der Markwährung einzuzahlenven Betrag wird durch die AufgabePostanstalt bewirkt.

Die Postanweisungsgebühr beträgt 20 Pf. für je 20 M., mindestens jedoch 40 Pf. Der Abschnitt kann zu Mittheilungen jeder Art benutzt werden. Die Postanwersungszahlungen können auch tele­graphisch, gegen Entrichtung der Telegrammgebühren neben den Post- anweisungsgebühren, überwiesen werden. Ueber die sonstigen Versendungs­bedingungen ertheilen die Postanstalten auf Erfordern Auskunft.

Berlin W., 16. Dezember 1887.

Der Staatssekretair des Reichs-Postamts.

von S t e p HP n._______

BekarmiMLchrmgen KönigU LaKdrathsamts.

In Folge des eingetretenen Schneesalles werden die Herren Bürger­meister, Gutsvorsteher und Kreiseingesessenen auf den §. 1 zu 7 des Kur- hessischen Gesetzes vom 31. Oktober 1833 aufmerksam gemacht, wonach Landsolgedienste und zwar Fuhr- und Handdienste gefordert werden können zur Verhütung, Entfernung oder Verminderung von Gefahren und Nach­theilen, welche durch außerordentliche Naturereignisse herbeigeführt werden, namentlich an den Lanvstraßen und Flüssen durch ungewöhnliche Schnee- und Eis-Anhäufungen und Wafferfluthen rc-- sowie auch sonst zu polizei­lichen Zwecken in außerorventlichen Fällen.

Hanau am 24. Dezember 1887.

Der Königliche Landrath

V. 6796 Gs. Bismarck.

Gefunden: Eine getragene Knabenjacke. Eine kleine Schelle. An grauer Kragen.

Zugelaufen: Ein schwarzer Schäferhund m. Geschl.

Verloren: Eine Brille von Nickel mit Futteral.

Hanau am 27. Dezember 1887.

likreiben, Kömgt. KiaaisrmiMlMafi M fcanUfnct a. M.

B. 23930. 0. 348/87. Ueber den Aufenthalt des Cigarren- machers Nikolaus Brod von Hanau wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a/M., den 22. Dezember 1887.

J. 3838/87. Ueber den Aufenthalt des Küfers Karl Joseph Winkler, geb. 6. Oktober 1854 zu Birnheim, wird Auskunft begehrt.

B. 23958. J. 3401/87. Ueber den Aufenthalt des Backstein­meisters Josef Weber, geb. 14. Sept. 1855 zu Zitters, wird Auskunft begehrt.

23235 A. J. 559/87. Ueber den Aufenthalt des Metzgers Gottlieb Max Ultsch, angeblich von Gunzenhausen, wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a/M., den 23. Dezember 1887.

J. 3478/87. Gegen den unten beschriebenen Handelsmann Andreas Noll, geboren am 16. September 1858 in Carlsberg, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Unterschlagung verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und die Unterzeichnete von der erfolgten Festnahme unverzüglich in Kenntniß zu setzen.

Frankfurt a/M, den 23. Dezember 1887.

Königliche Staatsanwaltschaft.

Beschreibung: Alter 29 Jahre, Größe Mittel, Statur untersetzt, Haare schwarz, Bart braunen Schnur- und gescheitelten Kinnbart; Kleidung: dunklen Sackrock, schwarze Hose, 1 Paar Zugstiefel und steifen grauen Filzhut.

Tagesschau.

Berlin, 24 Dezember. Se. Majestät der Kaiser und König haben Allerngnädigst geruht den Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Grafen v. Bismarck Schönhausen, zum Wirklichen Geheimen Rath mit dem Prädikat Excellenz zu ernennen

Berlin, 26. Dezbr. Se. Majestät der Kaiser machten heute Nach­mittag eine Spazierfahrt.

Berlin, 26. Dez. Gelegentlich einer von der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland erbetenen Entscheidung hat der Kronprinz nach derK. Z." an die Große Landesloge ein eigenhändiges Schreiben gerichtet, an dessen Schluß es heißt:Gleichzeitig spreche ich Ihnen, dem Landes-Großmeister, den übrigen Unterzeichneten sowie den Brüdern meinen aufrichtigen Dank für die mir ausgesprochene Theilnahme an meiner Er­krankung, ebenso aber auch für die freudige Kundgebung angesichts der eingetretenen günstigen Wendung in meinem Befinden hiermit aus. San Remo, 10. Dezember 1887. Friedrich Wilhelm."

Berlin, 26. Dez. Das Socialistengesetz ist dem Reichstag nun­mehr zugegangen. Es enthält die beiden bekannten Verschärfungen: fünfjährige Dauer und Ausweisung Gemeingefährlicher aus dem Reichs­gebiet. Die ultramontanen Blätter fahren fort, dagegen zu eifern. Das war aber auch das vorigemal so. Schließlich kam doch das Gesetz mit Hülfe der nöthigen Centrumsstimmen zu Stande.

Berlin, 24. Dez. DasDeutsche Tageblatt" konstatirt betreffs verschiedener Zeitung-besprechungen über die Versammlung für Zwecke der Stadtmission, woran Stöcker theilgenommen, Prinz Wilhelm habe in ent­schiedener Weise die Worte gebraucht:Ich bin kein Antisemit."

In Aachen hat sogar eine große Prozession von 5000 Männern und Frauen nach dem Wallfahrtsort Moresnet stattgefunden, um durch Gebet die Genesung des Kronprinzen zu erflehen Je 8 weißgekleidete Mädchen trugen zwei weiße Riesenkerzen, deren jede 57 Pfund wog, so viele als der Kronprinz Jahre zählt.

Straszburg, 24. Dezbr. Auch dieLandeszeitung für Elsaß- Lothringen" bestätigt gegenüber der gegenteiligen Meldung französischer Blätter die Mittheilung, daß die Einstellung des gerichtlichen Verfahrens gegen den Jäger Kauffmann nicht beabsichtigt sei. Kuuffmann sei nach Abschluß der Voruntersuchung vor ein Kriegsgericht gestellt worden.

Aus den verschiedensten Gegenden kommen jetzt Nachrichten über heftiges Schneetreiben. Aus Sachsen werden größere Verkehrsstockungen berichtet; trotz umfassender Vorsichtsmaßregeln der sächsischen Staatsbahn- verwaltung treffen einzelne Züge schon mit Verspätungen ein und im obe­ren Erzgebirge soll der Verkehr zwischen einzelnen Orten abgeschnitten sein. In England liegt der Schnee in Derbystzire und Staffordshire mehrere Fuß hoch. Auf sämmtlichen Linien der ungarischen Staatsbahnen und