Einzelbild herunterladen
 

AA-sstMEtG» ^«H:

Mbriich S Mart. Heibj.E.SOPfg. Vi<vrel jährlich

O Mark 515 Pfg. Kür auswärtige Abonnenten

«rr Lem berreffen- ^^ OsstMfschlag. D«r rinKslne Wum- mer 10 Pfg.

Zugleich Amtliches Hvgcm für SLcröt- und Lanökveis Kcrncru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

fefettiene«

Pre»:

Lie Ispaltige Garmondzeile »d, deren Raum

10 Pfg

Sie zipalt. Zeile 20 Pi

LtelllpaltigeZcile 30 Pfg

Montag den 4. Juli

SLr. 152.

WWMWWMWW««------. . . .

Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.

Gefunden: Am 13. Juni d. J. ist in dem Lamboywald ein Tisch stehen gebieben; Empfangnahme bei Herrn Oberförster Menger zu Forsthaus-Neuhof.

Hanau am 4. Juli 1887.___________________________________

Tagesscha«

Berlin, 2. Juli. Der ,,R. u. St. A." Nr. 152 veröffentlicht: Gesetz, betreffend den Verkehr mit blei- und zinkhaltigen Gegenständen, vom 25. Juni 1887.

Berlin, 2. Juli. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin- Mutter von Mecklenburg-Schwerin ist heute früh nach Schwerin zurück­gereist.

Berlin, 2. Juli. Kaiser Wilhelm empfing heute Vormittag den deutschen Militärbevollmächtigten in Petersburg, Oberstlieutenant von Villaume, hörte darauf den Vortrag des Chefs des Militärkabinetes, Ge­neral von Albedyll, und machte Nachmittags eine Spazierfahrt. Die Abreise des Kaisers nach Ems ist nunmehr definitiv auf Montag Abend 10 Uhr festgesetzt; die Ankunft in Ems erfolgt Dienstag, Vormittags 11 Uhr. (RH. K.)

Berlin, 2. Juli. Der DampferPreußen" mit dem Ablösungs­kommando für S. M. ÄbtWolf" ist am 1. Juli cr. in Colombo ein­getroffen und hat an demselben Tage Die Reise fortgesetzt.

Berlin, 2. Juli. Eine amtliche Warnung ergeht gegen die Ver­leitung zur Auswanderung nach Brasilien durch einen Advokaten da Costa Pinta in Rio, der sich gegen die dortige Regierung verpflichtet habe, 5000 nordeuropäische Auswanderer nach Brasilien einzuführen. Nach den gleich in Markwährung abgeschloffenen Zahlungsbedingungen des Vertrags scheint es vorzugsweise auf Anlockung Deutscher abgesehen zu sein.

Der Vorstand des Deutschen Kriegerbundes hatte bekannt­lich am 30. November v. I. an alle Kameraden und deutschen Patrioten einen Aufruf erlassen, um zu Ehren des einzig in der Geschichte dastehen­den Tages, an welchem unser geliebter Kaiser sein 90. Lebensjahr vollendete, eine Geldsammlung zu veranstalten, deren Ertrag hülfsbe- dürftigen ehemaligen Soloaten zugute kommen sollte. Dieser Aufforde­rung ist in wahrhaft erhebender Weise entsprochen worden; das deutsche Volk hat dadurch gezeigt, daß es seinem Kaiser nicht nur mit dem Munde zujubelt, sondern thatkräftig seinem Gefühle der Dankbarkeit dadurch Ausdruck zu verleihen weiß, daß es Sr. Majestät ehemaligen Soldaten die alten Tage und die Zeiten der Noth zu erleichtern hilft. Vor allem haben die Deutschen des Auslandes durch bedeutende Summen ihren lebendigen Antheil an dem Ehrentage ihres glorreichen Kaisers und Vaterlandes bewiesen. Es sind etwa 46,000 M. eingegangen. Diese Summe ist Sr. Majestät zu Füßen gelegt und ein Vorschlag zur Verwendung dieser Summe zum Vortheil der Kameraden und des Bundes Höchstdemselben unterbreitet. (ü. Z)

Die deutsche Torpedoflotille, welche dem Kronprinzen das Ehrengeleite gegeben hatte, hat bei den englischen Marine-Offizieren großes Interesse erregt. Das schneidige Aussehen und Auftreten der Mannschaften, die Schnelligkeit und Sicherheit der ausgeführten Be­wegungen fand allgemeine Anerkennung. Die englischen Zeitungen machen mit Recht darauf aufmerksam, daß in der deutschen Marine der Dienst auf den Torpedobooten, für den die Mannschaften besonders ausgebildet werden, von dem Dienst auf den Kriegsschiffen geschieden ist, was in England nicht der Fall. Deutschland besitzt augenblicklich 59, Frankreich 57 und England 61 Torpedoboote. (Dfz.^.

Bonn, 1. Juli. Bei dem heute Nachmittag, anläßlich der 60jäh- rigen Sliitungsfeier des Corps Boruffia, stattgehabten Festessen brächte Se. Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm den Trinkspruch auf das Corps Borussia aus. Der General von Loö, ein altes Mitglied des Corps, er­widerte dankend mit einem Toast auf Se. Königliche Hoheit den Prinzen Wilhelm.

Duisburg, 2. Juli. Heute Morgen 61/» Uhr fand auf dem Hofe des hiesigen Gerichtsgesängniffes die Hinrichtung des vom Schwur­gerichte am 11. Febr. c. wegen Mordes zum Tode verurtheilten Schreiners Johann Overkamp aus Wesel statt und zwar mittelst des Beiles durch den Scharsrichter Krauts aus Berlin. (F- Z-)

1887.

Stratzburg, 2. Juli. Heute Nachmittag fand die feierliche Ein­weihung des Denkmals für König Ludwig den Ersten von Bayern statt. Die Festrede hielt der Universitätssenatssekretär Schricker. Der frühere Unterstaatssekretär Mayr übergab das von den in Elsaß-Lothringen sich aufhaltenden Bayern gestiftete Denkmal der Stadt Straßburg. Die Ueber­nahme erfolgte durch den Beigeordneten Hochapfel.

Wien, 2. Juli. (K. Z.) Prinz Ferdinand von Coburg ist soeben von Schloß Ebenthal im Marchfeld hier eingetroffen; von seiner Throncandidatur in Bulgarien ist hier nichts bekannt. Aleko Pascha wohnt seit gestern im Hotel Jmpörial. Die Meldungen über eine Candi- datur des Königs Milan für eine Personalunion zwischen Serbien und Bulgarien werden in unterrichteten Kreisen belächelt; jedoch wird hinzu­gefügt, man könne im Voraus nicht dementiren, was etwa die Sobranje möglicherweise Fabelhaftes beschließen könnte. Wahrscheinlich bleibt, daß Bulgarien doch schließlich den Rathschlägen Europas folgen und Ruhe halten wird.

Pest, 2. Juli. (K. Z.) Tisza kehrt heute Nacht aus Wien zu­rück. Seine Anwesenheit in Wien galt der Berathung innerer und lau­fender militärischer Angelegenheiten. Die Aufhebung des Pferde-Ausfuhr- verbots dürste in nächster Zeit erfolgen. Zwischen den beiden Regierungen ist ein volles Einverständniß bezüglich der Reform der Spritsteuer im Zusammenhang mit der Zuckersteuer erzielt.

Paris. Das amtliche Blatt veröffentlicht ein Dekret des Präsi­denten der Republik, durch welches die sämmtlichen Generalräthe Frankreichs auf den 25. Juli zur fünftägigen Sommersession einberufen werden.

Paris, 2. Juli. Der Ministerrath beschäftigte sich heute wiederum mit der durch das deutsche Branntweinsteuergesetz geschaffenen Lage der Spiritusindustrie und wird auch in der nächsten Sitzung darüber berathen. Der Ministerrath soll geneigt sein, den Zoll zu erhöhen.

Paris, 2. Juli. DerFrance" zufolge würde die Vorlage wegen versuchsweiser Mobilisirung eines Armeekorps vertagt, resp, auf nächstes Jahr zurückgestellt worden.

London, 2. Juli. Aus Kreta liegen hier recht unerfreuliche Nachrichten vor. Die Reibereien zwischen der christlichen und mohame- danischen Bevölkerung sollen zu mehrfachen erheblichen und blutigen Zu­sammenstößen geführt haben. Die christliche Bevölkerung zieht sich in den Bergen zusammen, die mohamedanische Bevölkerung flüchtet in die Städte. Die Kretische Frage scheint von neuem die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu sollen.

Wenn sich Rutzland, so schließen dieNowosti", einer Inter­vention in die bulgarischen Angelegenheiten enthalten hat, so ist lies noch lange kein Beweis dafür, daß es eine Einmischung Oesterreichs in die inneren Angelegenheiten der übrigen Balkanstaaten zulassen werde.

Spezial-Telegramme desDeutschen Montags-Blatt."

Wien, 3. Juli, 10 Uhr 30 Min. Vorm. Allseitig wird heute bestätigt, daß die Sobranje den Prinzen Ferdinand von Koburg zum Fürsten wählen werde; nur darüber gehen die Meinungen noch auseinan­der, ob die Wahl bereits in der heutigen ersten oder in einer späteren Sitzung der Sobrenje zu erwarten ist.

Paris, 3. Juli, 10 Uhr 50 Min. Vorm. Die Sippe Clemenceau bereitet einen neuen Versuch vor, das Kabinet zu stürzen; sie verlangte gestern privatim vom Ministerpräsidenten Rouvier das definitive Ver­sprechen, daß die Abstimmung über das Militärgesetz vor den Ferien un­fehlbar stattfinde. Rouvier antwortete ausweichend und verschanzte sich hinter dem Recht Grevys, die Kammer zu vertagen. Die Opposition be­schloß, wenn das Ministerium nicht sofort Stellung nimmt, eine bezüg­liche Interpellation einzubringen.

Aus Stadt, Provinz und Umgegend.

Markenschntzgesctz. (Mitgeiheilt durch die Handelskammer.) Von dem Herrn Mimster für Handel und Gewerbe ist d. d. Berlin, 21. Juni 1887 der Handelskammer folgender Erlaß zugegangen:

Die Handelskammer benachrichtige ich, baß die Herausgabe ei­ner Nach w eil u ng der gesetzlich g es ch ützt en Wa a r enze ich en nunmehr gesichert ist. Der Inhaber der Firma P. Stantliewwz Buch-