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Nr. 126. l^MSMNWMiMSM
Donnerstag den 2. Juni
Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.
für die diesjährigen Impfungen in den nachstehenden Gemeinden:
1. Fechenheim: Erstimpfung am
8.
Juni, Mittags
3
Uhr,
Revision „
15.
//
//
3
//
Wiederimpfung,,
22.
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//
3
FF
Revision „
29.
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3
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2. Bergen: . Erstimpfung „
9.
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3
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Wiederimpfung,,
9.
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4
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Revision „
16.
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ff
3
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3. Enkheim: Erstimpfung „
10.
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4
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Wiederimpfung „
10.
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Revision „
17.
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4. Bischofsheim r Erstimpfung „
13.
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Vormittags
10
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Wiederimpfung „
13.
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Revision „
20.
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10
FF
5, Gronan: Erstimpfung „
14.
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Mittags
2
Wiederimpfung,,
14.
2
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Revision „
21.
2
6. Niederdorfelden: Erstimpfung
am
14.
Juni, Mittags 3
Uhr,
Wiederimpfung „
14.
3^2 „
Revision
n
21.
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3
//
7. Oberdorfelden: Erstimpfung
//
14.
5
Wiederimpfung „
14.
5
Revision
H
21.
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5
Die Herren Bürgermeister der vorstehend genannten Orte mache ich
aufmerksam auf die genaue Befolgung der Vorschriften, insbesondere des §. 3, für die Ortspolizeibehörden bei der Ausübung des Jmpfgeschäfts.
Hanau am 1. Juni 1887.
Der Königliche Landrath
A. 1215 Gf. Bismarck.
Nachstehendes Ausschreiben wird veröffentlicht.
Hanau am 1. Juni 1887.
Der Königliche Landrath
P. 3242 Gf. Bismarck.
Ausschreiben.
Hausbursche Michael Friedrich aus Stimhorn, seither bei Bautz & Hoffmann dahier bedienstet, wird seit 26. d. Mts. vermißt und vermuthet, daß derselbe aus Furcht vor Strafe sich ein Leid angethan habe.
Derselbe ist am 28. XII. 1870 geboren, ca. 1,50 m groß, hat rundes, frisches Gesicht, dunkele Haare und braune Augen. Bekleidet war derselbe mit gewöhnlichen grauen Arbeitskleidern, farbigem Hemd und Stoffmütze.
Um Anordnung geeigneter Recherchen nach dem Verbleib des Friedrich und Mittheilung vom etwaigen Resultat wird ergebenst ersucht.
Darmstadt, den 31. Mai 1887.
Großh. Polizeiamt.
Dem Herrn Pfarrer Strobel zu Rückingen ist die Lokalschulin- spektion daselbst übertragen worden.
Hanau am 27. Mai 1887.
Der Königliche Landrath
V. 2558 Gf. Bismarck.
T a g ess ch a «.
Berlin, 1. Juni. Der „R. u. St.-A." veröffentlicht: 1) Ueber- finkunft zwischen Deutschland und Frankreich über die Einführung eines Zollsystems in den beiderseitigen Gebieten an der Sklavenküste. — 2) Gesetz, betr. Ergänzungen des Ausführungsgesetzes vom 24. April 1878 jum Deutschen Gerichtsverfaffungsgesetz, vom 16. Mai 1887.
Berlin, 1. Juni. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen heute den General-Inspekteur des Ingenieur-Corps und der Festungen, General - Adjutanten v. Stichle, und arbeiteten mit dem Chef des
1887.
Civilkabinets. Demnächst ertheilten Se. Majestät dem Gesandten, Legationsrath Stumm, vor dessen Abreise nach Madrid eine längere Audienz.
Berlin, 31. Mai. Der ausgezeichnete Bildhauer Prof. Wilhelm Wolff ist gestern Abend im Alter von 71 Jahren einem Schlaganfall erlegen.
Wilhelmshaven, 31. Mai. Das Ablösungskommando für S. M. Kanonenboot „Wolf" ist heute Vormittag in der Stärke von 2 Offi- cieren, 36 Unterosficieren und Mannschaften unter dem Commando des Lieutenants z. S. Kittsteiner (ein Hanauer. D. Red.) mit dem Marinedampfer Boreas nach Bremerhaven übergeführt worden, um noch heute an Bord des Lloyddampfers Preußen eingeschifft zu werden. Der Subventionsdampfer Preußen verläßt am morgenden Tage Bremerhaven und wird am 19. Juli in Schanghai eintreffen. Das abgelöste Commando vom „Wolf" wirb- mit demselben Dampfer am 31. Juli Schanghai verlassen und voraussichtlich am 21. September in Bremerhaven eintreffen.
Hamburg, 1. Juni. Gestern Abend kurz nach 9 Uhr brach im Hafen Feuer aus. Binnen einer halben Stunde standen sechs Schuppen am Strand- und Hübener-Quai mit den vor ihnen zum Löschen der Ladung liegenden Schiffen in hellen Flammen. Zwei Seedampfer sind vollständig ausgebrannt, und mehrere andere Schiffe haben durch das Feuer Masten und Takelage verloren. Enorme Mengen von Baumwolle, Kaffee u. s. w. sind ein Raub der Flammen geworden. Das Feuer konnte erst heute Nachmittag vollständig gelöscht werben. Vermuthlich ist es durch Selbstentzündung von Baumwolle entstanden und durch 5 vor den Baumwollenschuppen stehende, mit Stroh gefüllte Eisenbahnwagen weiter verbreitet worden. Hierbei erlitt auch der Dampfer „Progreß", welcher Stroh verladen sollte, bedeutenden Schaden. 20 mit Gütern beladene Eisenbahn-Wagen sind verbrannt; ein Ingenieur des Dampfers „City of Dortmund" ist, erheblich verletzt, nach dem Hospital geschafft worden. Die Frau und ein Kind eines Everführers sind ertrunken. Die Höhe des Schadens ist noch nicht genau festzustellen. (F. N.)
Bremen, 31. Mai. Die Rettungsstation Heisternest der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphirt: Am 31. Mai von der deutschen Kuff Marianne, Capitän Bischoff, gestrandet auf der Halbinsel Hela, vier Personen gerettet durch den Raketenapparat.
Gotha, 31. Mai. Die allgemeine deutsche Lehrerversammlung wurde heute durch Oberlehrer Mörle eröffnet und durch Staatsrath Geb- hard und Oberbürgermeister Hünerdorf begrüßt. 900 Theilnehmer aus allen Theilen Deutschlands haben sich zu derselben eingefunden.
Brüffel, 1. Juni. Gestern Abend durchzogen mehrere Haufen Sozialisten die Stadt. Es entstand dabei ein Handgemenge mit der Polizei, welche mehrere Verhaftungen vornahm. Dem Vernehmen nach beschloß der Bürgermeister, die Verfügung, wonach Ansammlungen von mehr als fünf Personen verboten sind, nachdrücklich zu handhaben.
Lüttich, 1. Juni. Der Ausstand im Becken von Seraing und an beiden Ufern der Maas erscheint beendigt. In allen Kohlengruben ist die Arbeit wieder ausgenommen worden.
Catonia, 31. Mai, Abends. Heute hat ein Ausbruch des Cen- tralkraters des Aetna stattgefunden.
Paris, 1. Juni. Die radikalen Blätter führen auch heute gegen das neue Kabinet dieselbe feindliche Sprache, wie gestern. Die gemäßigte Presse verhält sich reservirt, sie erwartet weitere Schritte von der Regierung. Die konservativen Blätter konstatiren mit Genugthuung den Bruch zwischen den Radikalen und Opportunisten, woraus sie einen Nutzen für ihre Partei erhoffen.
Paris, 1. Juni. Der Kriegsminister erließ die Verordnung, daß bis zum Schluß der Herbstmanöver keine Beurlaubungen von längerer Dauer zu bewilligen seien.
Paris, 1. Juni. Fast die ganze Nacht hindurch wurde das Elysöe von mehreren Hundert Stadtsergeanten und Pariser Garden zu Pferde bewacht. Auf dem Eintrachtsp'atze war Polizei und Reiterei stark vertreten, desgleichen in dem Theile der Rue be Alle, wo das deurfche Botschaftsgebäude liegt. Bis gegen 3 Uhr Nachts durchzogen Banden die Stadt und riefen: „Boulanger hoch! Weg mit Gravy! Entlassung!" Bei der Zersprengung der Bande, die vor dem Elysee ihre Kundgebung machen wollte, wurden mehrere Personen schwer verwundet.