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Erscheint täglich imt Ausnahme der SsM- und Feiertage, mit belletristtfcher Beilage.
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Montag den 21. Februar ramiMiWIWMiiiWBWJMlil™™
Amtliches.
Äekanntmachungeu auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878.
Der in Druck und Verlag von Wörlein u. Comp. zu Nürnberg erschienene Wahlaufruf d. d. Greiz, 3. Februar 1887, mit der Ueberschrift:
„An die Reichstagswähler des Fürstenthums Reuß ältere Linie" ist von dem unterzeichneten Amt auf Grund §§ 11 und 12 des Gesetzes, vom 21. Oktober 1878 gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie verboten worden.
Greiz, den 7. Februar 1887.
Fürstlich Reuß Plauisches Landrathsamt.
Th. Dietel.
Die unterfertigte Stelle hat durch Beschluß vom Heutigen die nachbezeichneten Druckschriften auf Grund der §§ 11 und 12 des Reichs- Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 verboten:
1) Eine Broschüre mit der Ueberschrift: „Vier Reichstagsreden. Das Handwerk und die modernen Zünstler. Rede des Abg. Grillenberger zu den Anträgen Ackermann-Biehl in der Reichstagssitzung vom 30. Januar 1886. — Zur Kranken- und Unfallversicherung land- und forstwirthschaftlicher Arbeiter. Rede des Abg. Frohme in der Reichs- tagssttzung vom 3. Februar 1886. — Deutschland und die russischen Anlehen. Rede des Abg. Liebknecht in der Reichstagssitzung vom 8. Februar 1886. — Der Kampf um die Währung. Rede des Abg. Auer in der ReichstagSsitzung vom 10. Februar 1886. Nürnberg. 1886. Druck und Verlag von Wörlein u. Comp."
2) Eine Broschüre mit der Aufschrift: „Salzsteuer, Petroleumzoll und Börsensteuer Stenographischer Bericht über die Reichstagsverhandlungen von Mittwoch den 6. Mai 1885. Nürnberg. Dx.ct und Verlag von Wörlein u. Comp."
Augsburg, den 5. Februar 1887.
Königlich bayerische Regierung von Schwaben und Neuburg, Kammer des Innern.
Auf Grund des 8 12 des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Flugblatt mit der Ueberschrift: „Arbeiter, Handwerker, Gewerbetreibende des 6. Berliner Reichstags-Wahlkreises!" Für Redaction und Verlag verantwortlich: E. Domerow, Neue Hochstraße 14, und H. Grunert, Lottumstraße 1 b. Druck von W. Röwer, Berlin N., nach 8 11 des gedachten Gesetzes durch den Unterzeichneten von Landespolizeiwegen verboten worden ist.
Berlin den 12. Februar 1887.
Der Königliche Polizei-Präsident.
Freiherr von N i ch t h o f e n.
Die unterzeichnete Königliche Kreishauptmannschaft hat auf Grund der Bestimmung in § 11 Abs. 1 des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 das zu Gunsten des Cigarrenarbeiters
Reinhold Postelt in Dresden erlassene, an die Wähler des II. sächsischen Reichstags-Wahlkreises Löbau-Ebersbach (Stadt Löbau und die Amtsgerichtsbezirke Bernstadt, £obau, Schirgiswalde, Neusalza und Ebersbach) gerichtete, von dem Redacteur Paul Jsaak in Dresden herausgegebene, in der Druckerei von Schoenfeld und Harnisch in Dresden gedruckte Flugblatt verboten.
Bautzen, am 12. Februar 1887.
Ti- Königlich sächsische Kreishauptmannschaft.
_______________von Salzn und Lichten«u._________
KMrmHmLchun.gen Könipl. LknLrkchskMld.
Der im Jahre 188 2 zuletzt gedruckte ,S ta a t s d i en st ka len d er für den Regierungsbezirk Cassel auf das Jahr 1887 wird bis zum Mo
1887.
nat April d. I. im Verlage des reformirten Waisenhauses hier erscheinen. Mit Rücksicht auf die im vorigen Jahr zur Durchführung gebrachte Verwaltungsorganisation dürste das Buch allgemeines Interesse haben und können schon jetzt Bestellungen auf dasselbe entgegengenommen werden. Preis: das ungebundene Exemplar 3,50 Mk., das gebundene 4 Mk,
Cassel, den 7. Februar 1887.
Waisenhaus-Verlags-Verwaltung.
Wird veröffentlicht.
Hanau am 16. Februar 1887.
Der Königliche Landrath
V. 738. Gf. Bismarck.
Verloren: Eine silberne Ankeruhr. Eine goldene Vorstecknadel mit Camoekopf. Eine hohe Filzkappe; dem Wiederbringer eine Belohnung.
Gefunden: Ein schwarzer Handschuh (linker). Eine Peitsche. Ein Taschenmeffer mit mehreren Klingen.
Hanau am 21. Februar 1887.
Aus Königl. Landrathsamt.
Für den am 4. Februar 1870 geborenen Anton Christian Schien, Sohn des verlebten Gastwirths Schien dahier, ist um Entlassung aus dem Preußischen Staatsverband behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht.
Hanau am 19. Februar 1887.
Der Oberbürgermeister ________________ Rauch.
T a g es s H a u.
Berlin, 19. Februar. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen heute vor dem Vortrage des Militärkabinets militärische Meldungen. Nachmittags ertheilten Se. Majestät im Beisein des Ministers der geistlichen rc. Angelegenheiten dem Bischof Dr. Redner von Kulm eine Audienz.
Berlin, 19. Februar. In Folge der Ausführung des Vertrags zwischen Frankreich und Madagaskar seitens des letzteren wurden sämmtliche französische Truppen, vier in Diego Suarez verbleibende Compagnien ausgenommen, zurückberufen.
In der Zeit vom 6. bis 12. Febrnar sind 360 Wagenladungen Balken und Bretter über der elsaß-lothringischen Grenzstationen nach Frankreich gegangen, darunter nach Nancy 162 Wagenladungen, nach Toul 54, nach Verdun 25, nach St. Diö 12, nach Commercy 21, nach Luneville 15, nach Epinal 2, nach St. Michel 2, nach St. Mihiel 2, nach Arches 2, nach Belfort 6 Wagenladungen. Vom 9. Januar bis zum 12. Februar d. I. belaufen sich diese Transporte nunmehr im ganzen auf 1118 Wagenladungen.
Kalk, 19. Febr. Eine große Anzahl der bedeutendsten Firmen hat an ihre Arbeiter einen Aufruf gerichtet, worin klar und richtig der Satz ausgeführt wird: „Eure sonstige politische Ueberzeugung kommt diesmal bei den Wahlen nicht in Frage: es handelt sich barunt, dem Auslande gegenüber einig zu sein in den Maßregeln zur Vertheidigung des Vaterlandes." Mögen daher nur Männer in den Reichstag gewählt werden, welche die Militärvorlage in ihrem ganzen Umfange zu bewilligen sich bereit erklärt haben. Das sei von den für den Landkreis Köln ausgestellten Candidaten nur der Landrath Graf Nesselrode in Deutz. (K. Z.)
Sftßfj6«tg, 19. Februar. Se. Majestät der Kaiser spendeten für die Abgebrannten von Tagsburg 2000 M., Ihre Majestät die Kaiserin 600 M.
SLrasfbnrg, 19. Februar. Der Coadjutor Stumpf erklärt in einem Schreiben an die Pfarrer, das Wahlmanifest des bisherigen Abgeordneten Simonis entspreche weder den Gedanken des Papstes, noch den Jnstructicnen, welche der Coadjutor auf den Befehl des Papstes erlassen habe.
Wien, 19. Februar. Der Budgetausschuß bewilligte in seiner gestrigen vertraulichen Sitzung, in welcher der Landesvertheidigungsminister Graf Welsersheim eingehende Auskünfte zumeist militärischer Natur