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Nr. 25.
Zugleich Amtliches Kvgan für Stcröt- und LcrnöKreis Kcrncru.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Moutaq den 31. Januar
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Preis:
Die Ifpatttge •etmonbjdle »1. deren Raum
10 *fg.
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Pi-SspnltigeZcil- 30 Pfg
1887.
Amtliches.
Bekanntmachung.
Fahrplan der Deutschen Reichs-Postdampfer.
In Folge Aufhebung der Quarantaine - Maßregeln in den Mittelmeerhäfen werden die Fahrten auf der D e u t s ch e n P o st d a m p f e r- linie im Mittelmeer vom 26. Januar ab, gemäß des früher veröffentlichten Fahrplans, von Trieft über Brindisi nach Alexandrien sta -finden. Die Abfahrt der"Deutschen Reichs-Postdampfer von Brin disi erfolgt danach nicht, wie bisher, Donnerstags, sondern Freitags früh, zum ersten Mal am 28." Januar. Briefsendungen, welche diesen Postdampfern in Brindisi zugeführt werden sollen, müssen so zeitig zur Einluferung gelangen, daß sie spätestens mit den Bahnposten in den nachbezeichneten Zügen versandt werden können:
1. aus München an jedem zweiten Mittwoch um 10.45 Vormittags nach Kufstein (zum ersten Mal nach Ostasien am 26. Januar, nach Australien am 9. Februar),
2. aus Frankfurt (Main) an jedem zweiten Dienstag um 9.40 Abends nach Basel (zum ersten Mal am 25. Januar bez. 8. Februar),
3. aus Straßburg (Elsaß) an jedem zweiten Mittwoch um 3.47 früh nach Basel (zum ersten $ial am 26. Januar bez. 9. Februar).
Die Absendung aus Berlin muß hiernach spätestens an jedem zweiten Dienstag um 8.0 Abends erfolgen (zum ersten Mal am 25. Januar bez. 8. Februar).
Berlin Wv 22. Januar 1887.
Der Staatssekretair des Reichs-Postamts. von Stephan.
Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.
Auf Grund des § 24 des Wahlreglements vom 28. Mai 1870 zur Ausführung des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 w.rd der Königliche Landrath, Geheime Regierungs-Rath Graf von Bismarck hiermit zum Wahlcommissar für den 8ten Wahlkreis und zum Stellvertreter im Behinderungsfalle der Oberbürgermeister Rauch zu Hanau ernannt.
Caffel, den 19. Januar 1887.
Der Königl. Regierungs-Präsident.
Indem ich die vorstehende, bereits in Nr. 18 des diesjährigen Kreisblattes mitgetheilte Bekanntmachung des KöniglichenMegierungs- Prästdenten vom 19. Januar d. J. hiermit nochmals zur öffentlichen Kenntniß bringe, veranlasse ich die Herren Wahlvorsteher des Kreises, resp, den Herrn Gutsvorsteher zu Pulverfabrik, unter Bezugnahme auf meine Verfügung vom 24. d. Mts. (Nr. 22 des Kreisblattes), den Herren Stellvertretern (resp. bei Pulverfabrik auch dem Herrn Wahlvorsteher) hiervon Mittheilung zu machen.
Hanau am 28. Januar 1887.
Der Königliche Landrath.
V. 370. I. V.: L. von Deines.
Nachstehende Bestimmungen, betreffend die Nachsuchung der Berech- tigung zum einjährig-freiwilligen Dienste, werden hierdurch wiederholt bekannt gemacht.
Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre nachgesucht werden. Der Nachweis derselben itt bei Verlust d«s Anrechtes spätestens bis zum 1. April des ersten Militairpflichtjahres zu erbringen.
Wer die Berechtigung nachsuchen will, hat sich bei der PrüfungsCommission, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist, spätestens bis zum 1. Februar des ersten Militairpflichtjahres schriftlich zu melden.
Alljährlich finden zwei Prüfungen statt, die eine im Frühjahr, di andere im Herbst.
Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Frühjahrsprüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüfung spätestens bis zum 1. August angebracht werden.
Hanau am 3. Januar 1887.
Der Königliche Landrath.
M. 46. J. V.: L. v. Deines.
T a g e s s ch a u.
Der „R. u. St.-A." veröffentlicht: Erlaß, betr. die Ausdehnung von Vertilgungen des Reichskanzlers auf die zu dem Schutzgebiet der Neu-Guinea Compagnie gehörigen Inseln der Salomonsgruppe.
Berlin, 29. Jan Ihre Königliche Hoheit die Frau Prinzessin Wilhelm, Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Preußen Königliche Hoheit, ist heute früh 1 Uhr zur Freude Sr. Majestät des Kaisers und Königs, Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin und des ganzen Königlichen Hauses von einem Prinzen glücklich entbunden worden. Dies erfreuliche Ereigniß wurde der hiesigen Einwohnerschaft durch Lösung der üblichen Kanonenschüsse bekannt gemacht. Die Hohe Wöchnerin und der neugeborene Prinz befinden Sich im besten Wohlsein.
Berlin, 29. Januar. Anläßlich der Geburt des vierten Sohnes des Prinzen Wilhelm hatte sich Vormittags lO'/z Uhr eine nach Tausenden zählende Menschenmasse vor dem kaiserlichen Palais angesammelt. Als die Artillerie vom Lustgarten, wo sie die Geburt des Prinzen mit 101 Kanonenschüssen begrüßt hatte, unter den Klängen der „Wacht am Rhein" am kaiserlichen Palais »orüberzog, trat der Kaiser an das Fenster. Die Menschenmasse empfing den Kaiser mit stürmischen Jubelrufen und stimmte die Nationalhymne an. Der Kaiser verweilte während des Gesanges tiefbewegt am Fenster und dankte darauf lebhaft grüßend nach allen Seiten, während die Hurrah- und Hochrufe sich immer wieder erneuten. (Rh. K.)
Berlin, 29 Januar. (K. Z.) Die gestern gemeldete Einberufung von über 70,000 Reservisten zur Schießübung mit dem neuen Repetirgewehr wird heute allseitig bestätigt. Ich kann die Nachricht jetzt dahin ergänzen, daß sich diese Maßregel voraussichtlich zunächst auf die sieben westlichen Provinzen beschränken wird. Der Einberufung kann man schon für die nächsten acht Tage entgegensehen.
Berlin, 29. Januar. Unter Bezugnahme auf die Londoner Meldung, daß die chinesische Regierung eine erste Anleihe in Reichmark mit deutschen Bankfirmen abgeschlossen hat, sagt die „Nordd. Allg. Ztg.": Diese Thatsache ist für den deutschen Handel bemerkenswerth, da dieselbe als erstes positives Resultat langjähriger Bestrebungen zu betrachten ist, welche darauf abzielten, unter günstigen Verhältnissen den begonnenen Beziehungen Chinas zur deutschen Industrie die unerläßliche finanzielle Basis zu verschaffen. In diesem Jahre gelangen noch zwei von dem Stettiner „Vulkan" für China gebaute Kriegs-Corvetten zur Ablieferung.
Berlin, 29. Jan. Die „K. Z " schreibt: Wenn auch das Wahl- cartell der reichstreuen Parteien ausdrücklich nur zum Zweck der Sicherung unserer Wehrkraft abgeschlossen wurde, so ist doch in Folge desselben eine wilde Wuth bei der bisherigen Versagungsmehrheit ausgebrochen, daß es den Anschein gewinnt, als ob an eine spätere Zusammenführung der conservativen und der ultramontanen Partei nicht mehr gedacht werde; daß vielmehr die Verständigung der gemäßigten conservativen Parteien mit den Nationalliberalen der nächsten Zeit überhaupt das politische Gepräge geben solle. Daß die „Germania' sich gegen die Conservativen in Ausdrücken ergeht, wie „mitleiderregende Menschen, die sich moralisch prügeln lassen und den Stock noch küssen", sie mit den Türken vergleicht, die sich auf den Befehl des Herrschers aushängen, und mit den Japanern, die sich auf hohen Wink selber den Bauch aufschlitzen — diese Unanständigkeiten schlagen wir nicht hoch an, denn die „Germania" hat sie bei minder wichtigen Anlässen gegen die Kreuzzeitungspartei angewandt und ihr nach einigen Tagen wieder Weihrauch gespendet. Dagegen verdient es Beachtung, daß auf der andern Seite in der „Conservativen Correspondenz" dem Centrum die Absage in einer Form und Entschieden-