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Nr. 273.

Montag den 22. November

1886.

Amtliches.

Bekanntmachung.

Zulässigkeit von Postpacketen im Verkehr mit Gibraltar und mit ver­schiedenen außereuropäischen Britischen Besitzungen.

Fortan können Postpackete im Gewicht bis zu 3 kg gegen ermäßigte Taxen nach Gibraltar, Labuan, Britisch-Guyana, und nach folgenden In­seln von Britisch Westindien: Antigua, Barbados, Dominica, Grenada, Montserrat, Nevis, St. Kitts, St. Lucia, St. Vincent, Tobago, Tortola und Trinidad auf dem Wege über England versandt werden. Ueber die Versendungsbedingungen und Taxen ertheilen die Postanstalten auf Ver­langen Auskunft.

Berlin W., 14. November 1886.

Der Staatsfecretair des Reichs-Postamts.

v. Stephan.

Bekanntmachungen Königl. Landrsthsamts.

Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher benachrichtige ich ergebenst, daß ich heute die den einzelnen Gemeinde- und Gutsbezirken von der dem Landkreise Hanau aus den landwirthschasten Kornzöllen pro 1885/86 überwiesenen Summe zufallenden Einzelbeträge an die betreffenden Herren Vorsteher abgesandt habe. Der Maßstab der Ver- theilung ist der im § 4,3 des Gesetzes vom 14. Mai 1885 vorge­schriebene. Der Berechnungsplan liegt im Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen.

Hanau, am 16. November 1886.

A. 1573. Der Königliche Landrath

Gf. Bismarck.

Anläßlich der Zusammenlegung in der Gemarkung Langendiebach ist der sogenannte Wiesendammweg, am Fußpfad von Langendiebach nach Rückingen, hinfällig geworden und soll längs der Gemarkung Langendie­bach als öffentlicher Weg eingezogen worden. Einsprüche hiergegen sind bei Vermeidung des Ausschlusses innerhalb 4 Wochen bei dem Unterzeich­neten anzubringen.

Hanau am 16. November 1886.

Der Königliche Landrath

A. 1588. Gf. Bismarck.

Verloren: Eine goldene Broche (roh) mit Amethyststein.

Gefunden: Ein Gesindedienstbuch auf den Namen Ernestine Jacke! lautend. Ein katholischer Katechismus. Vor ca. 10 Tagen in einem hiesigen Laden stehen geblieben: ein schwarzer Regenschirm.

Hanau am 22. November 1886.

Aus Königl. Landrathsamt.

Tagesscha«.

Berlin, 20. November. Se. Majestät der Kaiser und König hörten heute den Vortrag des Chefs des Militärkabinets, Generals von Albedyll.

Berlin, 20. Novbr. Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz empfing gestern Morgen 73/* Uhr Ihre Kaiserliche und König­liche Hoheit die Kronprinzessin sowie, Ihre Königliche Hoheit die Prin­zessin Victoria bei Ihrer Rückkehr nach Berlin auf dem Anhalter Bahn­hof. Um 2 Uhr statteten die Kronprinzlichen Herrschaften Sr. Majestät dem Kaiser und König einen Besuch ab.

Berlin, 19. November. In seiner heutigen Sitzung nahm der Bundesrath die Vorlage über die Abänderung des Servistarifs und die Klasseneintheilung der Orte, sowie über die'Errichtung eines orientalischen Seminars an. Außerdem wurden die noch übrigen Specialetats und das Etatsgesetz genehmigt. Der Bundesrath hat an den Etatsentwürfen einzelne kleinere Abstriche vorgenommen, darunter drei Millionen beim Militäretat durch Ansehung niedrigerer Preise für die Naturalien. Ins­gesammt betragen die Abstriche 4,300,000 Mark und um diesen Betrag

ermäßigen sich die ursprünglich auf 172,394,940 Mark veranschlagten Matrikularbeiträge.

Berlin, 20. November. Das von einigen Abendzeitungen ge­brachte Gerücht vom Rücktritt des Kriegsministers und Ersetzung desselben durch den Admiralitätschef Caprivi, an dessen Stelle Viceadmiral Graf Monts trete, ist in allen Punkten völlig unbegründet.

Berlin, 20. November. DieNordd. Allg. Ztg." erklärt die Mittheilung ultramontaner Blätter, Bischof Kopp sei bei seiner angeblichen jüngsten Anwesenheit in Berlin von dem Staatssecretär Grafen Bismarck empfangen worden, für vollständig aus der Lust gegriffen; beide Herren hätten sich seit dem Frühjahr überhaupt nicht gesehen.

Berlin, 20. November. Großfürst Wladimir von Rußland trifft heute in Berlin zu kurzem Aufenthalte ein.

Berlin, 20. Novbr (K. Ztg.) Der chinesische Gesandte Hsü- Tsching-Tscheng ist zum Winteraufenthalt aus Paris hier eingetroffen.

Der Hauptlehrer Schulze aus Kotten in Oberschlesien reist am 1. April k. I. mit Frau und Kindern nach Kamerun ab, um dort als Lehrer zu wirken. Er erhält außer kostenfreier Ueberfahrt ein jährliches Gehalt von 5000 Mark und freie Wohnung, mußte sich aber verpflichten, mindestens 2 Jahre in Kamerun zu bleiben.

Stuttgart, 20. November. Wie der Staatsanzeiger für Würt­temberg erfährt, werden die Geschäfte der württembergischen Gesandtschaft in Berlin bis auf Weiteres von dem früheren Militärbevollmächtigten Grafen Zegelin geführt werden. Die Stimmführung im Bundesrath hat in Abwesenheit des ersten Bevollmächtigten Ministers Mittnacht Staatsrath Schmid.

Ulm, 20. Novbr. Der 17jährige Sohn des Gießers Wittich ist ist heute früh, nach derK. Z." in der Nähe der elterlichen Wohnung erschossen, mit einem Knebel im Munde aufgefunden worden. Es liegt ein Raubmord vor.

Karlsruhe, 19. November. DieKr. Ztg." ist in der Lage mitzutheilen, daß II. KK. HH. der Großherzog und die Gtoßherzogin sich an der 300jährigen Jubelfeier des Karlsruher Gymnasiums per­sönlich zu betheiligen gedenken.

Wien, 20. November. (K. Z.) Graf Kalnoky trifft heute auf zwei Tage in Wien ein. Der deutsche Gesandte in Griechenland, Frhr. von den Brincken, ist aus Berlin hier angekommen. Man spricht von Anstrengungen, die Türkei zu Schritten behufs Regelung der bulgarischen Frage zu veranlassen.

Brüssel, 20. November. Das russischerseits inspirirte Journal Le Nord" bespricht die Abreise des General Kaulbars aus Bulgarien und meint, dieselbe sei kein Rückzug, sondern ein Abbruch der diplomati­schen Beziehungen. Diese Entscheidung bedeute keinesfalls, daß Rußland sich mit der bulgarischen Frage ferner nicht mehr befassen werde, noch eben so wenig, daß es eines seiner besonderen und internationalen Rechte aufgebe

Paris, 19. Oktober. Die neueste australische Post bringt über­einstimmend schlimme Nachrichten aus Madagaskar. Der dortige General- Refivent Le Myre de Vilers kommt um einen Urlaub ein, um der Re­gierung mündlich die schwierigen und verwickelten Verhältnisse darlegen zu können. Die Hovas - Regierung so wird allen Blättern von ihren Korrespondenten gemeldet weiß nicht, was es heißen will einem gege­benen Worte treu zu bleiben, und handelt unaufhörlich den geschlossenen Uebereinkünften und Verträgen zuwider, begünstigt die Engländer, beein­trächtigt die Franzosen und verweigert diesen, wenn sie persönlich geschä­digt werden, jede Genugthuung. Als die Seele der Opposition der offe­nen und geheimen Feindseligkeit wird der Premierminister Rainilaiarivony genannt, welcher im Grunde Alleinherrscher auf Madagaskar sein soll und seit einem Vierteljahrhundert sich auf seinem Posten zu behaupten ver­mochte.

Paris, 20. Nov. Der Zollausschuß behielt sich sein Urtheil über die vorgeschlagene Erhöhung des Alkoholzolles von 30 auf 60 Frcs. bis nach Vernehmung der Minister vor. Die Regierung ist der Erhöhung des Alkoholzolles günstig, doch nicht bis zur Verdoppelung.

Paris, 20. November. Im heutigen Ministerrathe theilte Freycinet