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AugLeictz Amtliches Kvgan für Stcröt- und Lcrnökveis Kcrncru.

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Nr. 244.

Montag den 18. Oktober

1886.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.

Bei der heute in Gegenwart eines Notars öffentlich bewirkten Ver« loosung von Schuldverschreibungen der 4procentigen Staatsanleihen von 1850, 1852 und 1853 sind die in der Anlage verzeichneten Nummern gezogen worden.

Dieselben werden den Besitzern mit der Aufforderung gekündigt, die in den ausgeloosten Nummern verschriebenen Kapitalbeträge vom 1. April 1887 ab gegen Quittung und Rückgabe der Schuldverschreibungen und der nach dem 1. April fällig werdenden Zinsscheine nebst Zinsanweisungen bei der Staatsschulden-Tilgungskaffe, Taubenstraße Nr. 29 hierselbst, zu erheben.

Die Zahlung erfolgt von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nach­mittags, mit Ausschluß der Sonn- und Festtage und der letzten drei Ge­schäftstage eines jeden Monats.

Die Einlösung geschieht auch bei den Regierungshauptkaffen und in Frankfurt a. M. bei der Kreiskaffe. Zu diesem Zwecke können die Effekten einer dieser Kassen schon vom 1, März k. M. ab eingereicht werden, welche ste der Staatsschulden-Tilgungskaffe zur Prüfung vorzu- legen hat und nach erfolgter Feststellung die Auszahlung vom 1. April 1887 ab bewirkt.

Mit den verloosten Schuldverschreibungen sind unentgeltlich abzu- liefern und zwar: von der Anleihe von 1850 die Zinsscheine Reihe X Nr. 2 bis 5, von der Anleihe von 1852 die Zinsscheine Reihe X Nr. 2 bis 7 und von der Anleihe von 1853 die Zinsscheine Reihe IX Nr. 5 bis 8 und Anweisung zur Abhebung der Reihe X.

Der- Betrag der etwa fehlenden Zinsscheine wird von dem Kapitale zurückbehalten.

Mit dem 1. April 1887 hört die Verzinsung der verloosten Schuld­verschreibungen auf.

Zugleich werden die bereits früher ausgeloosten, auf der Anlage ver­zeichneten, noch rückständigen Schuldverschreibungen wiederholt und mit dem Beinerken aufgerufen, daß die Verzinsung derselben mit den einzelnen Kündigungsterminen aufgehört hat.

Die Staatsschulden-Tilgungskaffe kann sich in einen Schriftwechsel mit den Inhabern der Schuldverschreibungen über die Zahlungsleistung nicht einlaffen.

Formulare zu den Quittungen werden von den sämmtlichen oben­gedachten Kassen unentgeltlich verabfolgt.

Berlin, den 14. September 1886.

Hauptverwaltung der Staatsschulden.

Hanau, am 12. Oktober 1886.

Wird hierdurch veröffentlicht mit dem Hinzufügen, daß die vorstehend erwähnte Nummernliste dahier eingesehen werden kann, auch in den Ge­schäftslokalen der Königlichen Steuerkaffen offen gelegt ist.

V 6541 Der Königliche Landrath

Gf. Bismarck.

Beka«»tmachu«g.

Die diesjährige Stutenbesichtigung, zu welcher diejenigen Stuten, welche im nächsten Jahre zur Zucht verwandt werden sollen, vorzuführen sind, werde ich an den nachverzeichneten Orten und Terminen vornehmen und ersuche ich die Herren Bürgermeister die Stutenbesitzer hiervon gefälligst in Kenntniß setzen zu wollen.

Am 21. Oktober, Vorniittags 8 Uhr in Hochstadt, um 9 Uhr in Bischofsheim, um 11 Uhr in Bergen mit Enkheim, um 2^ Uhr Nach­mittags in Fechenheim mit Mainkur und um 3^2 Uhr in Dörnigheim.

Am 2 3. Oktober, Vormittags 8 Uhr in Mittelbuchen, um 10 Uhr in Kilianstädten, um 11 Uhr in Oberdorfelden, um 12 Uhr Mittags in Niederdorfelden, um 1 Uhr Nachmittags in Gronau, wo auch die betr. Stuten von dem Gronauer- und Dottenfelder Hof vorzuführen sind, und um 31/s Uhr in Wachenbuchen.

Am 2 7. Oktober, Vormittags 8 Uhr in Bruchköbel mit Kinzig- Heimer Hof, um 9 Uhr in Niederissigheim, um 10 Uhr in Oberissigheim, um 11 Uhr in Rüdigheim, um 1 Uhr Nachmittags in Marköbel, wo auch die betr. Stuten von den Hirzbacher Höfen und dem Baiersröder Hof vorzuführen sind, und um 3^ Uhr in Ravolzhausen. i

Am 3 0. Oktober, Vormittags 8 Uhr in Langendiebach, um

10 Uhr in Langenselbold mit Bruderdiebacher Hof, um 12 Uhr Mittags in Hüttengesäß mit Neuwiedermuß und dem Baumwieser Hof und um 3l/a Uhr Nachmittags in Rückingen.

Am 3. November, Vormittags 8 Uhr in Roßdorf mit Butter­städter Höfen, um 9/a Uhr in Windecken, um 11 Uhr in Ostheim, um 1 Uhr Nachmittags in Eichen und um 21/» Uhr in Erbstadt.

Am 6. November Vormittags 8 Uhr in Niederrodenbach, um 9 Uhr in Oberrodenbach, um 3 Uhr Nachmittags in Großauheim und um 4 Uhr in Großkrotzenburg.

Am 10. November, Vormittags 8 Uhr in Keffelstadt, um 9 Uhr in Wilhelmsbad und um 11 Uhr in Hanau vor meiner Wohnung Schirnstraße Nr. 9, in den Orten, an den von den Herrn Bürgermeistern zu bestimmenden Plätzen. Außerdem können auch in den vorbezeichneten Terminen Hunde, welche zum Ziehen benutzt werden sollen, mir zur Be­sichtigung vorgeführt werden und wollen auch hiervon die Herren Bürger­meister die Hundebesitzer gefälligst in Kenntniß setzen lassen.

Hanau, den 14. Oktober 1886.

Der Königliche Kreisthierarzt C o l l m a n n.

Wird veröffentlicht

Hanau am 15. Oktober 1886.

Der Königliche Landrath

V. 6724. Gf. Bismarck.

Die Lieferung der Fourage für das letzte Viertel des Etatsjahres 1886/87 (Monate Januar Februar und März 1887) für die in Hanau, Bruchköbel und Dörnigheim stationirten Gensdarmeriepferde, soll

Dienstag den 19. d. Mts.,

Vormittags 9 Uhr, auf dem landräthlichen Bureau verdungen werden.

Reflektanten werden zur Abgabe des mündlichen Gebots hierzu ein­geladen.

Hanau am 8. Oktober 1886.

Der Königliche Landrath

M. 4786. In Vertr.: Baabe.

Gefunden: Ein altes Portemonnaie mit etwas Geld. Ein weißes Taschentuch. Graues Neffelfutter. Ein Hammer. Eine Häckel- nadel. Ein Kinder - Regenmantel. Ein schwarzer Damen - Sonnenschirm. Ein Kinderstrohhut.

Aufgefangen: Ein braunes Huhn.

Hanau am 18. Oktober 1886.

Aus Königl. Landrathsamt.

t Unser Kronprinz

begeht heute am 18. Okt. im Kreise seiner Familie seinen fünfundfünfzigsten Geburtstag. Weilt er auch an diesem Tage «n fernen Gestaden und in fremdem Lande, so gibt es doch keinen Deutschen, der nicht den herz­lichsten Antheil nimmt an der Feier des Tages, an welchem der erlauchte Sohn unseres Kaisers das Licht der Welt erblickte.

Unser Kronprinz weiß sich in dem Besitz der Liebe des ganzen Volks. Erst jüngst noch jubelte ihm Süddeutschland zu, als er, seinen militairi- schen Pflichten genügend, die Wehrkraft unserer Bundesgenossen erprobte. Und auch in den Reichslanden war er bei den letzten Manövern, sowohl als Vertreter des Kaisers wie für seine Person, fortwährend Gegenstand warmer patriotischer Kundgebungen. In den alten brandenburgisch- preußischen Stammlanden hat sich die Liebe und Verehrung für den Er­ben des Thrones, der als Kriegsmann und Held sich des alten Ruhmes der Hohenzollern so würdig gemacht hat, bis auf den heutigen Tag in gleicher Wärme erhalten.

Das preußische und deutsche Volk, stolz auf diesen Heldenfürsten, der auch den Staatsgeschäften wie den Künsten des Friedens eine gleiche Theilnahme .widmet, vereinigt, sich an dem Feste seiner Geburt zu der Bitte, daß der Allmächtige unserem Kronprinzen die Kraft der Gesund? heit, deren er sich erfreut, und das Glück des Familienlebens, in welchem er die Stärkung zu den Aufgaben seines hohen Berufes findet, «nge- schwächt erhalten möge, und daß er ihn vor allen Gefahren schirme und erfrischt durch den Aufenthalt an der Riviero mietet in die Heimath zu-