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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Nr. 223.

Donnerstag den 23. September

1886.

Abonnements-Einladung.

Mit dem 1. Oktober 1886 beginnt ein neues Abonnement auf den

Hanauer Anzeiger", zugleich amtliches Organ für Stabs- und Landkreis Hanan.

Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekanntmachungen für den Stadt- und Landkreis Hanau, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigsten politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden, bietet Cours- und Marktberichte, kirchliche,' lokale und provinzielle Nachrichten, Auszüge aus den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Provinziallandtags, die Protokolle der Sitzungen der Handelskammer sowie des Gemeinde- Ausschusses, ferner Geschäfts- und Privat - Anzeigen. Das Unterhaltungsblatt enthält neben spannenden Erzählungen reiches Mannigfaltige.

Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der Hananer Anzeiger" seiner starken Verbreitung halber ganz besonders und kostet die ispaltige Zeile nur 10 Pf.

Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.

Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.

Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeldlich.

__________Die Expedition des Hanauer Anzeigers.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.

Entlausen: Am 13. d. Mts. in der Nähe von Ravolzhausen: Ein kleiner weißer Hund mit schwarzen Abzeichen an Kopf und Ruthe, auf den NamenSport" hörend. Derselbe war mit Halsband versehen, woraufDragoner-Regiment Nr. 23 rc." stand. Dem Wiederbringer ist eine Belohnung von 5 Mk. zugesichert.

Zugelaufen: Ein junger schwarz und weißer Hund.

Zugeflogen: Ein Kanarienvogel.

Hanau am 23. September 1886.

_____________________Aus Königl. Landrathsamt.______________________

Tagesschau.

Berlin, 22. Septbr. Dem zum schwedisch-norwegischen Vize- Konsul in Wpk auf Führ ernannten Kaufmann Hugo Heymann ist das Exequatur Namens des Reichs ertheilt worden.

Berlin, 22. Septbr. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen, wie derR. u. St.-A." meldet, gestern Vormittag in Baden- Baden die Vorträge des Militär- und Civilkabinets entgegen, machten Mittags eine Spazierfahrt und statteten der Herzogin Hamilton einen Be­such ab Vor dem Diner empfingen Se. Majestät den Besuch des Groß- Herzogs, der Großherzogin und des Erbgroßherzogs von Baden. Zu dem Diner waren 14 Personen geladen. Abends 9 Uhr wollten Se. Majestät bei Ihrer Majestät der Kaiserin den Thee einnehmen.

Berlin, 22. Sept. Die Auswechselung der Ratifikationen des Vertrages wegen Verlängerung des deutsch-spanischen Handelsver­trages fand am 20. ds. in Madrid statt.

Berlin, 22. Sept. In der zweiten allgemeinen Sitzung der Naturforscherversammlung dankte Dr. Pohlmanu (Newyork) namens der cheunehmenden Amerikaner für die freundliche Aufnahme und lud zur Bethemgung an dem nächstjährigen medizinischen Congreffe in Washington em. Nach den Vorträgen von Kohn (Breslau) und Schweinfurt (Kairo) sotgte der Antrag auf Wahl einer Commission zur Vorberathung even­tueller Aenderungen der Statuten für die nächstjährige Versammlung. Es Mann ^ Mitglieder gewählt, darunter Kußmaul, Virchow und Hof- , Berlin, 21. Sept. Die ordentliche Wintersession des Reichs- rages wrrd nach Mittheilungen, welche den Abgeordneten während ihres eu ^chen Beisammenseins auf Anfrage an maßgebenden Stellen gemacht wurden, nicht vor Mitte November beginnen.

Berlin, 22. Sept. Ein Magistrat hatte den an einer

städtischen höheren Schulanstalt angestellten Lehrern eröffnen lassen, daß sie zu militärischen Uebungen, die sie als Reserve- oder Landwehr-Offiziere ablehnen könnten, keinen Urlaub mehr erhalten würden. Die Minister des Innern und des Unterrichts haben die Magistratsverfügung als ungesetzlich aufgehoben und gleichzeitig die Bemerkung hinzugefügt, daß wenn der Magistrat beabsichtigt haben sollte, die in Rede stehenden Offiziere zur Herbeiführung ihrer Verabschiedung zu veranlassen, sobald sie ihrer gesetzlichen Dienstpflicht genügt haben, demselben, im Auftrage der Minister zu bedeuten ist, daß der Versuch einer solchen Einwirkung mit dem Geiste unserer Staatseinrichtung im Widerspruch stehe und ge­eignet sein würde,die militärischen Interessen und hiermit die Interessen des Landes zu schädigen, demselben also mit aller Entschiedenheit ent- gegenzutreten ist."

Hamburg, 20. Sept. Abgehende Seminaristen sind ver­schiedentlich aufgefordert worden, sich zur Uebernahme von Schulstellen in Kamerun zu melden. Es wurde ihnen bekanntlich ein Gehalt von 5000 Mark, freie Wohnung und freie Hin- und Rückfahrt angeboten, wogegen die jungen Leute sich auf zwei Jahre verpflichten sollten. Mecklen­burgische Seminaristen, welche ebenfalls eine Aufforderung erhielten, wandten sich, wie dieKöln. Ztg" schreibt, um Rath und Auskunft an unsern Reichstagsabgeordneten Woermann, der gewiß als Kenner der in Frage kommenden Verhältnisse gelten darf. Sie erhielten die Antwort, daß weder zu- noch abzurathen sei. Das Klima sei ungesund, an der Küste dürfe kein Europäer wagen, die Nacht auf dem Lande zuzubringen, ohne sich der größten Fiebergefahr auszusetzen. Die Kosten der Ver­pflegung hat Herr Woermann auf 45 Mark angegeben.

Leipzig, 22. Sept. (K. Z.) Die feierliche Einweihung des neuen Börsengebäudes findet am 29. September statt. König Albert, in dessen Begleitung sich die Minister der Finanzen und des Innern sowie der Generaldirektor der sächsischen Staatsbahn befinden werden, hat sein Erscheinen zugesagt.

Fr ei bürg i. B., 21. Septbr. Nach der kirchlichen Feier der Inthronisation des Erzbischof Dr. Roos fand um 1^/»Uhr in der Kunst- und Festhalle das Festdiner statt, an welchem 600 Personen theilnahmen. Der Erzbischof brächte einen Toast aus auf Se. Majestät den Kaiser, Se. Heiligkeit den Papst und Se. Königliche Hoheit den Großherzog, und hob darin die Harmonie der staatlichen und der Kirchengewalt hervor. Minister Nock toastete auf den Erzbischof, indem er der Hoffnung auf Herstellung eines vollkommenen Einvernehmens zwischen Kirche uud Staat Ausdruck gab. Abends fand in der Festhalle ein Bankett statt. Als Vertreter des Großherzogs waren der Oberst-Kammerherr Freiherr von und zu Gemmingen, sowie die Kammerherrn von Kleiser und Boecklin er­schienen.

Wien, 22. Sept. Kaulbars reist heute nach Sofia ab, von den besten Hoffnungen auf das Gelingen seiner Sendung erfüllt, die, wie verlautet, auf die friedliche Gewinnung der Bulgaren durch bedeutende Geldmittel und vorsichtige Behandlung ausgeht. Nach der Deutschen Zeitung ist ihm die Stelle des Militär-Attachtzs an der hiesigen Botschaft vorbehalten.

Wien, 22. Sept. Das officiöseFremdenblatt" findet die Kundgebungen ungarischer Parlamentarier insofern beachtenswerth, als sie dem Gefühle banger Erwartung Ausdruck gäben, welches nahezu ganz Europa, auch die ungarischen politischen Kreise, ergriffen hätte. Indeß könne nicht dringend genug empfohlen werden, das Verhältniß zu Deutsch­land, welches bereits in den Völkern feste Wurzeln geschlagen habe, vor einer Behandlung zu bewahren, die das Verständniß des Werthes dieses Verhältnisses beeinträchtigen müßte. Es sei schwierig, heute, ohne in die Geheimnisse der letzten Jahre eingeweiht zu sein, zu beurtheilen, welche Dienste der Erhaltung des Friedens das Bündniß mit Deutschland bereits geleistet habe. Die naturgemäße Bundesgenossenschaft sei heute allein eine denkbare und dauerhafte, sowie die einzige, von der erwartet werden könne, daß sie den Reichsinteressen Oesterreich-Ungarns gerecht werde. Durch eine Verletzung der Reichsinteressen würden die Kraft der Allianz, die in ihr vereinte Macht und das politische Gewicht eine Beeinträchtignng erleiden, welche nicht ohne Rückwirkung auf die großen Ziele des mächtigen Friedensbündnisses bleiben könnte. Es sei zu hoffen, daß gerade in dieser