SB*mt*mc*tB*
*ttH:
Htbittch 9 «Matt. <*iSi.4W. 50$tB.
Bikrteijäbrltch 1 Siact üb Psg. gär aueroctttge
Rcmr,elften Si: dem betreffen« »iL Psstaujschlaz. $u «nj»ine Summer 10 P fg.
Hmiamr Anzeiger.
Drrgteictz Amtliches Kvgan für SLaöL- und Lcrnök-rrsis Kancru.
SWfetHettS«
PreiSe
Sie ifpattige Garmondzeile ob deren Raum
10 Plg.
Sie SjPalt. Zeile 20 Psg.
Sie SspaltigeZerl- 30 Psg
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Air. 200. Freitag den
Amtliches.
Auf Grund des §. 2 des Gesetzes über die Schonzeit des Wildes vom 26. Februar 1870 resp, auf Grund des §. 107 des Zuständigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 wird hierdurch bestimmt, daß die Jagd auf Rebhühner den 31. August und die Jagd auf Hasen den 15. September d. J. ihren Anfang nimmt.
Cassel, den 19. August 1886.
Namens des Bezirks-Ausschufses: Der Vorsitzende. I. V. Göbel.
Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.
Zugelaufen: Ein schwarzer Ziegenbock; Empfangnahme bei dem Schweinehirten Wolf zu Wachenbuchen.
Hanau am 27. August 1886.
Aus Königl. Landrathsamt.
Die hierorts nach dem Gesetz vom 18. Juni 1884 bestellte Prü- fungs-Commission für Hufschmiede wird die diesjährige Herbstprüfungen am 27. September, Vormittags 8 Uhr beginnend, in der Werkstätte des Hufschmiedes M. Wilscheck dahier abhalten.
Meldungen zu den Prüfungen sind bis zum 11. September d. J. unter Einreichung des Geburtsscheines und etwaiger Zeugnisse über die erlangte technische Ausbildung, sowie unter Einsendung der Prüfungsgebühr, welche 10 Mark beträgt, an den Unterzeichneten zu richten, worauf dann die Prüflinge von hier aus direkt zur Prüfung einberufen werden.
Das erforderliche Handwerkszeug haben die Prüflinge selbst mitzu- bringen.
Zur Vorbereitung auf die Prüfung empfehle ich das Buch: „Anleitung zum Bestehen der Hufschmiedeprüfung von Professer Dr. Möller Berlin, bei Paul Parey. Preis 1 Mark."
Hanau, den 9. August 1886.
Der Vorsitzende der Prüfungs - Commission
(gez.): Collmann, Königl. Kreisthierarzt.
Tagesschau.
— Der „R. u. St.-A." veröffentlicht: Uebereinkommen zwischen Deutschland und England wegen weiterer Abgrenzung ihrer westafrikani- schen Schutzgebiete am Golf von Guinea und wegen Gewährung gegenseitiger Handels- und Verkehrs-Freiheit daselbst.
— Berlin, 25. August. Am Hofe, wo Prinz Wilhelm gestern Abend eingetroffen ist, wird Alles für den Empfang des Königs von Portugal vorbereitet. Der Kaiser will seinen königlichen Gast persönlich mit großem Gefolge am Bahnhof erwarten. Es soll hier Gala-Oper und eine Fahrt durch die Gärten in Potsdam vorbereitet sein. Der König von Portugal wird schon am Samstag am Hoflager des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha zu Reinhardsbrunn erwartet. Eine Rückkehr des Königs nach Berlin zur großen Herbstparade wird nicht erfolgen. — Die Mitglieder des preußischen Staatsministeriums werden in 8 bis 10 Tagen wieder vollständig in Berlin anwesend sein. Der Minister des Innern und Vicepräsident des Staatsministeriums, v. Puttkamer, der sich auf der Rückreise von der Schweiz gestern in München befand, wird morgen hier erwartet. Um die Mitte des nächsten Monats beginnen die Berathungen des Staatsministeriums zur Feststellung der Arbeiten für Reichstag und Landtag.
— Berlin, 26. August. Se. Majestät der König von Portugal sind heute Mittag hier eingetroffen und im Königlichen Schlosse abgestiegen.
— Berlin, 26. Aug. Heute Mittag 1 Uhr empfingen Se. Majestät der Kaiser und König, Allerhöchstwelche Morgens 9'/r Uhr aus Babelsberg im hiesigen Palais eingetroffen waren, mit Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit dem Kronprinzen und anderen anwesenden Prinzen des Königlichen Hauses Se. Majestät den König von Portugal auf dem Lehrter Bahnhof und geleiteten Allerhöchstdenselben nach dem Königlichen Schlosse, wo Ihre Majestät die Kaiserin und Königin den Erlauchten Gast empfing. Das Familiendiner fand bei den Kaiserlichen Majestäten im Königlichen Palais statt.
27. August 1886.
— Berlin, 26. August. Der Prinz und die Prinzessin Wilhelm sind mit ihren Kindern nach ihrem Sommersitze, dem Marmor-Palais, zurückgekehrt; der Prinz ist daselbst vorgestern Abend, die Frau Prinzessin diesen Morgen eingetroffen. Von Bayreuth aus hatte der Prinz noch die Hohenzollernburg, die Wiege seines Geschlechtes besucht, die er vordem noch nicht gekannt hatte.
— S. M. Kreuzer - Fregatte „Gneisenau", Kommandant Kapitän zur See Valois, ist am 25. August cr. in Port Said eingetroffen und beabsichtigt am 27. August cr. die Heimreise fortzusetzen.
— Die preußische Eisenbahnverstaatlichungs-Action soll nunmehr wieder mit acht weiteren Strecken ausgenommen werden. Nachdem die preußische Eisenbahnverstaatlichung der Hauptsache nach durchgeführt ist, wird man nur wünschen können, daß der geringe noch bestehende Rest von Privatbahnen bald auch verschwinde.
— Wilhelmshaven, 26. August. (K. Z.) Das Kanonenboot Iltis ist nach sechsjähriger Reise von Ostasien wohlbehalten hier eingetroffen.
— Hamburg, 25. August. Die sechs Salutgeschütze, welche der deutsche Kaiser dem Sultan von Zanzibar zum Geschenk macht, werden Anfang September mit dem Dampfer Zanzibar der Firma W. O'Swald u. Co. von Hamburg verladen werden.
— Wien, 26. Aug. Hier wird jetzt an amtlichen Stellen betont, daß es nicht erforderlich sei, Stellung zu den bulgarischen Ereignissen zu nehmen, bevor die Thatsache der wirklichen Abdankung, nicht bloß die der versuchten Absetzung vorliege.
— Franzensbad, 26. August. Fürst Bismarck ist heute Nachmittag 2^4 Uhr hier eingetroffen und wurde am Bahnhöfe von Minister v. Giers und dessen Familie begrüßt. Fürst Bismarck fuhr mit Herrn v. Giers, die Fürstin Bismarck mit Frau v. Giers nach dem mit österreichischen und deutschen Flaggen unv mit Blumen reich geschmückten Hotel Hübner, wo für den Fürsten Bismarck und dessen Gefolge der erste und zweite Stock reservirt ist. Das Diner um 5 Uhr Nachmittags nahm der Fürst bei v. Giers ein. Außer dem Botschafter Staal sind auch der Botschafter Mohrenheim, sowie die russischen Gesandten von Kopenhagen und Washington hier eingetroffen. — Fürst Bismarck, welchem Herr v. Giers bis Eger entgegenreiste, hatte gleich nach seiner Ankunft eine längere Besprechung mit Giers. Um fünf Uhr begaben sich Fürst und Fürstin Bismarck im offenen Wagen zu Giers zum Diner und verweilten nach dem Diner längere Zeit mit der Familie Giers auf dem Balkon; sie kehrten erst nach sieben Uhr in ihre Wohnung zurück. (F. N.)
— Haag, 26. August. Die Erste Kammer hat den Gesetzentwurf betreffend die Erhöhung der Verbrauchssteuer auf fremden Zucker, Sorte b um 4 fl pr. 100 kg, sowie die weitere Herabsetzung der Steuer auf Colonialzuckerabfall angenommen.
— Paris. Acht Parke für die Militär-Luftschiffahrt: in Epinal, Toul, Gard und Belfort und in den vier Regimentsschulen des Geniekorps in Montpellier, Grenoble, Arras und Versailles, werden errichtet. Die Gesammtsumme der Auslagen soll, wie Havas meldet, drei Millionen Francs nicht übersteigen; der Kriegsminister hat die Absicht, diese Summe von dem Budgetausschuß zu verlangen. Mit den lenkbaren Ballons sollen dieses Jahr keine neuen Versuche mehr gemacht werden.
— London, 26. August. Die Morgenblätter besprechen wiederholt die Vorgänge in Bulgarien und betonen, daß eine militärische Besetzung Bulgariens, da sowohl dort wie in Ostrümelien vollkommene Ruhe herrsche, nicht geboten sei. Die Times bemerkt, unter solchen Umständen würde eine fremde Einmischung ohne Vorwand beispiellos sein. Die Haltung des bulgarischen Volkes, seine Anhänglichkeit an den Fürsten und die Thatkraft, mit welcher es den Versuch, das Land fremden Einflüssen zu überliefern, vereitelt habe, müsse ihm die Achtung Europas sichern.
— London, 26. August. Meldung der „Agentur Havas": Karawelloff bildete eine neue Regierung mit Stambuloff (Präsident der Sobranje) und Nikiforoff (bisher Kriegsminister) als Regenten. Minister sind Stoiloff (Aeußeres), Radoslawoff (Inneres), Geschoff (Finanzen), Oroschakoff (Justiz), Panoff (Krieg), Jovanokoff (Unterricht). In einer von Karaweloff erlassenen Proclamation heißt es: In Folge ber; jüngsten