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schen Fakultät, Geheime Medizinalrath Dr. Lieberkühn, 2) der Phy­siologie : der ordentliche Professor in derselben Fakultät, Dr. Külz, 3) der Physik: der ordentliche Profeffor in der philosophischen Fakultät, Dr. Melde, 4) der Chemie: der ordentliche Professor in derselben Fakultät, Dr. Zincke, 5) der Botanik: der ordentliche Profeffor in derselben Fa­kultät, Geheime Regierungsrath Dr. Wigand, und auf die Dauer der Behindernng desselben in Folge seiner Erkrankung als dessen Stellvertreter der Privatdozent Dr. Kohl, 6) der Zoologie: der ordentliche Pro­fessor in derselben Fakultät, Dr. Greeff.

(Verbanostag.) Am 6. und 7. September er. findet in Frankfurt a. M. der vierte Verbandstag gewerbetreibender Bäckermeister aus Hessen-Nassau und Waldeck im zoologischen Garten statt.

Schlierbach, 24. August. Gestern Nachmittag gegen 6 Uhr ereignete sich im Hofe der hiesigen Steingutfabrik ein schwerer Unglücksfall. Der 13jährige Sohn des Materialien-Verwalters Winter dahier hatte sich während der Fahrt auf einen Rollwagen, welcher auf einem kleinen Schienenstrang läuft, setzen wollen, kam aber dabei unter die Räder des Wagens. Beide Beine wurden schrecklich zerfleischt. Der eine Fabrikarzt, welcher gücklicher Weise zur Stelle war, ordnete das Nöthige an, während der andere Fabrikarzt sofort telegraphisch requirirt wurde. Leider mußten die beiden Aerzte das linke Bein amputiren, während das rechte, welches nicht erheblich verletzt war, sorgfältig verbunden wurde. Der Knabe war vor der Operation bei vollständigem Bewußtsein. Der Fall erregt hier allgemeine Theilnahme. (F. T.)

Cassel, 24. August. Der zum Nachfolger des verstorbenen Ersten Staatsanwalts Herrn Wilhelmy nach hier versetzte Erste Staats­anwalt Herr Klingelhöffer hat seine Funktionen bei hiesigem Landgericht übernommen.

Wehlheiden, 24. August. Unter den in Chicago am ver­gangenen Freitag zum Tode verurtheilten Anarchisten befindet sich auch einer Namens Georg Engel von hier. Derselbe ging gleich nach be­endeter Schulzeit in die Frenide und zwar bald nach Amerika, wo er sich in Chicago niederließ und z. Z. ein ansehnliches Kaufmannsgeschäft betrieb. Engel kann ungefähr 50 Jahre alt sein. Es gibt noch zwei weitere Personen gleichen Namens, ebenfalls geborene Wehlheidener, in Chicago, doch haben diese, von denen der eine erst 20, der andere 23 Jahre alt ist, durchaus nichts mit der Anarchistenaffaire zu schaffen, was verbreiteten irrigen Gerüchten gegenüber hier bemerkt sein mag.

Aus Oberhessen, 23. August. Die Wittwe des beim Würzburger Eisenbahnunglück verunglückten Kaufmanns H. von Butzbach hat von einer Unfallversicherungsgesellschaft 30,000 Mark, von einer Lebensversicherungsgesellschaft 10,000 Mark Versicherungssumme erhalten. Bei der Eisenbahnverwaltung soll eine Entschädigungssumme von be­deutend höherem Betrage angemeldet sein.

Klein-Krotzenburg, 24. August. Wiederum hat der Main ein Opfer gefordert. Der 16jährige Sohn des hiesigen Bürgers und .Landwirths Simon ertrank beim Baden. Er kam einer tiefen Stelle zu nahe, versank und konnte trotz des mehrmaligen Emporkommens nicht mehr gerettet werden, da seine Kameraden sämmtlich des Schwimmens unkundig waren. Die Familie ist untröstlich. (O. Z.)

Offenbach, 24. August. Heute Nachmittag gegen 4 Uhr schlug der Blitz in das Haus Bieberergaffe 87 und richtete daselbst trotz Blitz­ableiter nicht unbedeutende Zerstörungen an. Im oberen Stock sind in einer Wand 2 Sprünge zu bemerken, im mittleren wurde an der Decke in der Küche der Mörtel, in einem Zimmer die Tapete theilweise abge­rissen. Außen ist neben der Dachrinne ein etwa tellergroßes Loch zu sehen, wo der Verputz und theilweise die Mauersteine herausgeriffen wurden. Menschen sind glücklicherweise nicht verletzt worden. (O.Z )

MB** Fortsetzung dieser Rubrik in der Beilage. *Äg

Sprechsaa L*)

II Vor einigen Monaten beschloß eine Anzahl hiesiger Bürger in

Hanau Viehmärkte zu errichten, weil dadurch in Antracht des allge­mein schlechten Geschäftsganges etwas geschaffen, was der Stadt einen ersprießlichen Nutzen bringen würde. Das vielfach angeseindete Unterneh­men dieser Männer war von Erfolg gekrönt. Der erste Viehmarkt fiel über Erwarten glänzend aus, brächte der Stadt viel Verkehr und waren Alle, die den Markt besucht, namentlich fremde Händler, zufrieden.

Daß aber eine solch massenhafte Zufuhr nicht ohne ein bischen Ge­räusch abgehen kann versteht sich von selbst; ein guter Bürger läßt sich z. B. dieses Blöcken der Rinder, Schafe rc. gerne gefallen, ist dieses ja auch nicht besonders störend, das Vieh wird ja auch nur auf der Fahr­straße transportirt, nicht auf Trottoir, und diese nach dem Markt als­bald gereingt.

Ein Zubringen von Vieh über die Kinzig ist schon aus dem Grunde nicht zulässig, weil alles Vieh, welches in den Rayon der Stadt verbracht wird, eine städtische Accisestelle passieren muß.

Was die Verweisung des Einsenders von gestern auf Frankfurt und Offenbach anbelangt, so erwiedere ich demselben, daß in Frankfurt früher die Viehmärkte in den Promenaden abgehalten wurden, und daß in Frank­furt von jeher jedes Unternehmen, das i;n Interesse der Stadt ausgeführt, sowohl von Seiten der Stadt Frankfurt als deren Bürger des größten Entgegenkommens sich zu erfreuen hatte.

):( Der geehrte Einsender im gestrigen Sprechsaal, der so ein willi­ges Ohr für die Bewohner der schönen Villa's in den türkischen Gärten hat, wird hiermit höflichst gebeten, sein so williges Ohr doch ein­mal dem hiesigen geschäftstreibenden und arbeitenden resp, arbeitsuchenden Publikum zu leihen; da wird er ganz andere herzergreifende Töne hören als das Schreien einer Kuh oder eines Ochsen, er wird hören, wie durch die zu bedauernde Niederlage unserer Industrie viele in ihrer Existenz bedroht sind und kömmt ihm vielleicht der Gedanke, daß es an der Zeit ist, unserer so sehr bedrohten Vaterstadt neue Erwerbsmittel zu schaffen und daß es am Ende doch erträglicher, das Geschrei eines Rindviehes, als das hungernder Menschen zu hören. Den Gedanken einer Ueber- brückung der Kinzig an der Kinzigstraße halte ich nicht für verwerflich, jedoch keine hölzerne, sondern eine massive Brücke. Bis zu eventueller Fertigstellung einer solchen Brücke muß Einsender aber schon im allge­meinen Interesse die Bewohner der fragl. Straßen bitten, die durch den Markt entstehenden durchaus nicht unerträglichen und überhaupt nicht lange andauernden Unbequemlichkeiten, wie dies an anderen Orten auch der Fall ist, sich gefallen zu lassen.

n. Jetzt hawe mer mit vieler Müh'

Endlich mal an Viehmarkt hie;

Da kömmt schon Aener im Sprechsaal, Der hält den Markt für große Qual! Der Mann haßt das liebe Vieh, Weil es ankömmt gar zu früh', Und daß es brüllt und Eppes mecht Hält der Mann für groß' Unrecht! Dem Mann dem muß geholfe wer'n, Denn wohl begründ't ist sein Beschwer'«. Selbst schlägt er vor e Kinzigbrick, Die mecht er gleich mit groß Geschick: Von Holz erbauet man sie fix, Dann leid't die ganze Haingass' nix.

*) Für die unter dieser Rubrik veröffentlichten eingesandten Notizen über- ni-nmt die Redaktion keine Verantwortung.

Thermometerstand.

25. August. Mittags 2 Uhr + 19°, Abends 7 Uhr + 18«;

26. Aug. Morgens 7 Uhr + ISVs0, Vormittags 10 Uhr + 18^4°.

Mainwasserwärme heute Vormittag 10 Uhr 18° R.

Königliche Zeichen-Akademie.

, Die Ausstellung kunstgewerblicher Gegenstände rn der Aula der Akademie wird bis

Sonntag 29 August verlängert.

Der Akademie-Direktor

I. V.

7839______M. Wiese, Professor._________

Habanna-Äusschnß!!!

Die so sehr beliebte Ausschuß-Cigarre ist heute wieder eingetroffen und empfehle solche zu bevorstehender Festlichkeit ä Stück 4 Pfg.

Oottfr. Brög,

7943 Marktstr. 7 (Altstadt).

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Die

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