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Zugleich Amtliches gtrgan für Ktcröt- unö Lcruökreis Kerncru.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Nr. 198.
Mittwoch den 25. August
1886.
Amtliches.
Bekanntmachung wegen Ausreichung der Zinsscheine Reihe X zu den Schuldverschreibungen der Preußischen Staatsanleihen von 1850 und 1852.
Die letzten Zinsscheine zu den Schuldverschreibungen der Preußischen Staatsanleihe vom Jahre 1850 Reihe X Nr. 1 bis 7 über die Zinsen für die Zeit vom 1. Oktober 1886 bis 31. März 1889 bezw. bis 31. März 1890 werden vom 13. September d. Js. ab von der Kontrolle der Staatspapiere Hierselbst, Oranienstraße 92 unten rechts, Vormittags von 9 bis 1 Uhr, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage und der letzten drei Geschäftstage jeden Monats, ausgereicht werden.
Die Zinsscheine können bei der Kontrolle selbst in Empfang genommen oder durch die Regierungs-Hauptkassen, sowie ■ durch die Kreiskasse in Frankfurt a. M. bezogen werden. Wer die Empfangnahme bei der Kontrolle selbst wünscht, hat derselben persönlich oder durch einen Beauftragten die zur Abhebung der neuen Reihe berechtigenden Zinsscheinanweisungen mit einem Verzeichnisse zu übergeben, zu welchem Formulare ebenda und in Hamburg bei dem Kaiserlichen Postamts Nr. 2 unentgeltlich zu haben sind. Genügt dem Einreicher eine numerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist das Verzeichniß einfach, wünscht er eine ausdrückliche Bescheinigung, so ist es doppelt vorzulegen. Im letzteren Falle erhalten die Einreicher das eine Exemplar mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sofort zurück. Die Marke oder Empfangsbescheinigung ist bei der Ausreichung der neuen Zinsscheine zurückzugeben.
In Schriftwechsel kann die Kontrolle der Staatspapiere sich mit den Inhabern der Zinsscheinanweisungen nicht einlassen. Wer die Zinsscheine durch eine der oben genannten Provinzialkaffen beziehen will, hat derselben die Anweisungen mit einem doppelten Verzeichnisse einzureichen.
Das eine Verzeichniß wird mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der Zinsscheine wieder abzuliefern. Formulare zu diesen Verzeichnisien sind bei den gedachten Provinzialkassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsblättern zu bezeichnenden sonstigen Kassen unentgeltlich zu haben.
Der Einreichung der Schuldverschreibung bedarf es zur Erlangung der neuen Zinsscheine nur dann, wenn die Zinsscheinanweisungen abhanden gekommen sind; in diesem Falle sind die Schuldverschreibungen an die Kontrolle der Staatspapiere oder an eine der genannten Provinzialkassen mittels besonderer Eingabe einzureichen.
Berlin den 6. August 1886.
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
I. 1780 gez. Merleker.
Cafsel, den 12. August 1886.
Die vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Formulare zu den Verzeichnissen über die zur Empfangnahme der neuen Zinsscheine nebst Zinsschein- Anweisungen Unzureichenden derartigen Anweisungen bei der hiesigen Re- gierungs-Hauptkasse und den sämmtlichen Steuerkassen unseres Bezirks unentgeltlich" zu haben sind.
Königliche Regierung.
CI K. 3728 I. V. Schwarzenberg.
Bekanntmachung.
Uebersichtskarte der überseeischen Post-Dampfschiffslinien im Weltpostverkehr.
Im Reichs - Postamt ist die Uebersichtskarte der überseeischen Post- Dampfschiffslinien im Weltpostverkehr, unter Berücksichtigung der neuen Deutschen Post-Dampferlinien nach Asien und Australien, in einer neuen Auflage bearbeitet worden, welche ein Bild des gegenwärtigen Umfanges des Weltpostvereins und der Postverbindungen nach den außereuropäischen Teutschen Konsulatsorten liefert.
Der Karte ist ein Verzeichniß der in Betracht kommenden Post- Tampfschiffslinien unter Angabe der den Betrieb wahrnehmenden Schiff- fatzrtsgesellschaften, der Anlegehäfen, der Entfernungen in Seemeilen von
Hafen zu Hafen und der planmäßigen Ueberfahrtsdauer beigegeben. Die Dampferlinien sind je nach der Nationalität der Schiffe mit verschiedenartigen Zeichen angegeben, und zwar diejenigen der Deutschen Reichs- Postdampfer roth, die der fremden Schiffe schwarz.
Die Karte kann durch Vermittelung der Postanstalten des Reichs- Postgebiets von dem Kursbüreau des Reichs - Postamts, sowie im Wege des Buchhandels von der Verlagsbuchhandlung von Julius Springer in Berlin N., Monbijouplatz Nr. 3, zum Preise von 1 Mk. für das Exemplar bezogen werden.
Berlin W., 18. August 1886.
Der Staatssecretair des Reichs-Postamts.
______________v. Stephan._______
Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.
Der Feldschütz Wilhelm Sauer zu Kilianstädten ist als Vieh- und Fleischbeschauer, einschließlich der Untersuchung des Schweinefleisches auf Trichinen, auf Widerruf bestellt und vereidigt worden.
Hanau am 20. August 1886.
Der Königliche Landrath
A. 936. Gf. Bismarck.
Die Verpflegungsstation Bergen geht mit dem 1. September d. J. ein.
Hanau am 21. August 1886.
Der Königliche Landrath
A. 873. Gf. Bismarck.
Verloren: Ein braunes Umhängetuch. Eine graue Jacke mit grünem Kragen.
Gefunden: Ein brauner Damenhandschuh (linker). Ein schwarzer Glacehandschuh (rechter). Drei Sonnenschirme. Eine schwarze Orlean- schürze. Ein Portemonnaie mit etwas Geld. ca. sk Meter rothes Band.
Zugelaufen: Ein schwarzer großer Glattpinscher mit weißen Abzeichen w. Geschl. Auf dem gestrigen Viehmarkt: Ein schwarz und weißes Kalb.
Hanau am 25. August 1886. ____________________Aus Königl. Landrathsamt.
Tagesscha«.
— Berlin, 24. August. Kaiser Wilhelm verlieh dem französischen Botschafter Baron Courcel die Jnsignien des Schwarzen Adler- Ordens.
— Berlin, 24. August. 1500 Tons Stahlschienen für die chinesische Regierung sind bereits am letzten Samstag auf einem Kruppschen Separatdampfer nach China abgegangen.
— Berlin, 24. August. Wie der Polizeibericht meldet, sprang am letzten Freitag hinter dem Strahlauer Thor ein Gymnasiast aus einem Boote ins Wasser und ertrank. Ueber den Grund zu diesem Selbstmorde wird mitgetheilt: Der Claffenlehrer hatte den erst 15 Jahre zählenden Jungen wiederholt beim Rauchen auf der Straße betroffen und diese Unsitte ernstlich gerügt. Als er trotzdem eines Tages der vorigen Woche denselben abermals bei diesem verbotenen Vergnügen ertappte, glaubte er den Vater aufmerksam machen zu müssen und ließ diesen zu einer Unterredung zu sich bitten. Inzwischen hatte der Sohn allen Weiterungen durch einen Sprung ins Wasser ein für allemal ein Ende gemacht,
A^ Oberschlesien wird berichtet, daß dort Agenten von Hamburger und Bremer Kaffeeversandtgeschäften in den Dörfern von Haus zu Haus gehen und unter dem Versprechen von besonderen Vortheilen die Landleute zum Bezug von Kaffee in 10-Pfundpacketen veranlassen. Wie die „Reißer Ztg." erzählt, erhielt durch einen Zufall ein Besteller eines solchen Packeis zu 7 Mark seine Sendung früher als seine Nachbarn und fand das darin enthaltene Sammelsurium der vorgezeigteu Probe in keiner Weise ähnlich. Er benachrichtigte schleunig die übrigen Besteller, die nun die Annahme verweigerten. Umgehend trafen nun de- und wehmüthige Schreiben aus Hamburg ein mit je einer Mark Einlage, in dem die Besteller gebeten werden, den Kaffee mit der Vergütung von