die Untersuchungen der Weinpflanzungen im Regierungsbezirk Wiesbaden, soweit solche nicht bereits im vorigen Jahre untersucht worden sind. Hier i» Frankfurt kommen die Weinberge am Röderberge und in Sachsenhausen zur Untersuchung. (F. N.)
— Nassau, 7. Juli. Eine verständige Verfügung gegen anonyme Denunciationen hat dem „Nass. B." zufolge der Landrath des Rheingaukreises erlassen. Die Verfügung betrifft die in letzter Zeit sich mehrenden Denunciationen anonymen Ursprungs. Die Behörden, bei welchen derartige anonyme Schreiben einlaufen, sollen selbige als feige Verleumdungen ansehen und sie nicht beachten. Gleichzeitig werden die Bürgermeister ersucht, diese Verfügung bekannt zu machen, damit Alle wissen, was anonyme Denunciationen zu gewärtigen haben. Liegen gegen irgend eine dienstliche Person Beschwerden vor, so soll eine Beschwerdeschrift mit Namensunterschrift versehen sein, wenn sie ihren Zweck erreichen soll.
— Ems, 8. Juli. Die Abreise Sr. Maj. des Kaisers aus unserem Bade erfolgt nach genau dreiwöchigem Curaufenthalte nächsten Sonntag, 11. Juli, Nachmittags 4 Uhr. Von hier begibt sich der Kaiser zunächst auf einige Tage nach Coblenz zu I. Maj. der Kaiserin. Das Befinden Sr. Majestät ist andauernd ein ganz vortreffliches. Ohne jede Begleitung seitens eines Flügel-Adjutanten begab sich der Kaiser an den letzten Tagen in den Mittagsstunden mehrere Male zu Fuß in die Stadt, um distinguirten Persönlichkeiten Besuche abzustatten. Auch Abends vor dem Theaterbesuche pflegt der Kaiser öfters noch längere Zeit, wie in früheren Jahren, in dem Curgarten und in den Anlagen zu promeniren. Zum gestrigen Diner bei Sr. Majestät waren auch der bayerische Gesandte in Berlin, Graf von Lerchenfeld, und der Chef des Stabes der 8. Armee-Jnspection, Oberst v. d. Planitz, geladen. Zum heutigen Diner hatten ferner der General v. Schlotheim, sowie Graf und Gräfin Hohenau Einladungen erhalten. Die fürstlich Wied'sche Familie, welche heute Nachmittag gegen 4 Uhr zum Besuche des Kaisers hier eintraf und am kaiserlichen Diner Theil nahm, reiste heute Abend 7 Uhr 21 Min. mit der Bahn wieder nach Neuwied zurück. Der Kaiser geleitete den hohen Besuch nach dem Bahnhöfe und machte dann eine Spazierfahrt. (RH.K.)
Die Lieferung von 400 Centner Coaks, bester Qualität, für das hiesige Gymnasium frei in den Gymnasialhof, soll an den Mindestfordernden vergeben werden. Reflektanten wollen ihre Forderungen bis zum 17. d. Mts. Mittags 12 Uhr versiegelt an den Unterzeichneten einreichen. Hanau am 3. Juli 1886. 6446
Der Königliche Gymnasial-Director __________Prof. Dr. Hartwig.__________
Bekanntmachung.
Von morgen den 1. Juli er. ab werden von der ständischen Leihbank Kapitalien nur zu 3 Procent jährlicher Zinsen bei sechsmonatlicher Kündigungszeit entgegengenommen; die bereits angelegten Kapitalien werden dagegen zu S'/z Procent fortverzinst. Hanau, den 30. Juni 1886. 6295
Die Leihbank-Direktion ___________Weishaupt-___
Montag den 12. d. Mts. werden die Stadtgraben behufs Reinigung und Durchströmung abgelassen sein und wird dieses von da an, bis auf Weiteres, sich alle 4 Wochen wiederholen. Hanau am 5. Juli 1886. 6431
Der Oberbürgermeister ____________Rauch._____________
Bekanntmachung.
Montag den 12. Juli er.,
Vormittags 9 Uhr, soll der diesjährige Weidenschnitt in den Bahn- grabcn in der Nähe des Nordbahnhofs öffentlich meistbietend an Ort und Stelle verpachtet werden.
Der Bahnmeister _____________Rüge.__6591
Danksagung.
Für die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme während dem Kranksein sowie bei dem Begräb- niß unseres lieben Kindes
Gustav Adolph sagen mir herzlichen Dank.
6621 Hermann Kießling u. Frau.
Hotel-Verkauf.
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H""LU, den 10. Juli, O1^ Uhr Morgens. Viktualienpreise folgende: Geflügel: Tauben, das Pärchen 50—60 Pfein junger Hahn 80—90 Pf., ein alter Hahn 60—70 Pf.; ein junges Huhn 80—90 Pf.; ein altes Huhn 60—70 Pf.; eine Ente 1,40—50 M.; eine junge Gans 2,80—3 M.; Fische: gewöhnliche Sorte 20-25 Pf-, bessere Sorte 40—50 Pf., Aal 1,15—20 M., Hecht 1,20—25 M., Bresem 60—70 Pf., Barben 50—60 Pf., Barsch 50—60 Pf. = ^ kg; Gemüse: Blumenkohl, das Stück 50—60 Pf.; Kopfsalat, das Stück 2-3 Pf.; Rettig, das Stück 3—5 Pf.; Kohlrabi, das Stück 3—6 Pf.; Wirsing, das Stück 12—15 Pf. ; Weißkraut, das Stück 15 bls 18 Pf.; Sellerie, das Stück 8—10 Pf.; Gurken das Stück 10 - 12 Pf-; Gurken, zum Einmachen das Hundert 5 Mk.; Gelberüben, das Bund 6—8 Pf.; neue Erbsen, ^ kg 15—18 Pf.; neue Bohnen, V2 kg 20—25 Pf.; Kartoffeln, alte, das Doppelliter 8-9 Pf.; neue Kartoffeln 12—14 Pf.; Obst: Kirschen 10—12 Pf., Stachelbeeren 16—18 Pf., Johannistrauben 16—18 Pf. > kg; Erdbeeren 12—15 Pf., Himbeeren 15—16 Pf., Heidelbeeren 5—6 Pf., V, Liter; Birnen, 1 Stück 2—3 Pf-; Citronen, das Stück 7—9 Pf.; Butter (um 10 Uhr) ^2 kg 85 bis 95 Pf.; Käse, das Stück 3—5 Pf.; Eier, das Stück 5—7 Pf.; Welschkorn, das Doppelliter 25 Pf.; Radieschen, das Bündel 3—5 Pf.; Waizenmehl 1. Sorte 21—22 Pf., 2. Sorte 18—20 Pf., 3. Sorte 15—16 Pf. und 4. Sorte 14—15 Pf. — V2 kg; Stroh 2,10—20 M. und Heu (altes) 3,10—20 M., (neues) 2,10—20 Mk. = 50 kg: Buchenholz, der Meter 7,50 bis 8 Mark.
Thermometer st and.
9. Juli. Mittags 2 Uhr + I2V20, Abends 7 Uhr + IP/20:
10. Juli. Morgens 7 Uhr + 12°, Vormittags 10 Uhr + 13°.
— Mainwafferwärme heute Vormittag 10 Uhr 16° R,
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Meiner werthen Nachbarschaft und einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen das in meinem Hause Gärtnergasse 35 u. 37 bestehende, von meinem seel. Vater gegründete
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