Einzelbild herunterladen
 

ViomtementS* Preis:

Iäbrlich 9 Mark. H-lbj.E.LOPfg.

Bierteijährlich * Mark 25 Psg.

Für auswärtige Abounenten mit dem betreffen« »er. Poftausschlag. Lieein-etue Num­mer 10 Pfg.

JugLeicH Amtliches girgan für SLcröt- und LcmöKveis Kcrrrcru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Anfertiens.

Preis:

Die lspaltige Earmondzeile ob beten Raum

10 PK

Die Lspalt. Beile 20 Pfz.

Ste3fpaftige>ietii 30 Psg

Nr. 141.

Samstag den 19. Juni

1886.

Abonnements-Einladung.

Mit dem 1. Juli 1886 beginnt ein neues Abonnement auf den Hanauer Anzeiger", zugleich amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau.

Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekanntmachungen für den Stadt- und Landkreis Hanau, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigsten politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden, bietet Cours- und Marktberichte, kirchliche, lokale und provinzielle Nachrichten, Auszüge aus den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Provinziallandtags, die Protokolle der Sitzungen der Handelskammer sowie des Gemeinde- Ausschusses, ferner Geschäfts- und Privat - Anzeigen. Das Unterhaltungsblatt enthält neben spannenden Erzählungen reiches Mannigfaltige.

Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der Hanauer Anzeiger" seiner starken Verbreitung halber ganz besonders und kostet die lspaltige Zeile nur 10 Pf.

Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.

Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.

Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeldlich.

Die Expedition des Hanauer Anzeigers.

Amtliches.

VekanuLmachungen auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878.

Auf Grund der §§. 1 und 6 des Gesetzes vom 21. Oktober 1878 gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie ist der unter dem NamenArbeiterwahlverein" dahier gegründete und unter dem Vorsitz des Schreinergesellen Peter Steinmetz I. aus Trier bestehende Verein durch die unterzeichnete Landes-Polizeibehörde heute ver­boten worden.

Gleichzeitig wird auf die nachstehenden §§. 17 und 18 des erwähn­ten Gesetzes verwiesen.

Mainz den 10. Juni 1886.

Großherzoglich hessisches Kreisamt Mainz.

Küchler._____

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.

Bezugnehmend auf die in letzterer Zeit mehrfach zur Sprache gebrachten Bortheile der lokalen Viehversicherungsvereine mache ich die Herren Bürger­meister noch besonders darauf aufmerksam, wie nach den allseits gemachten Erfahrungen besonders für die Versicherung des Rindviehbestandes die auf einen Ort beschränkten Vereine von Nutzen sind und bisher eine gedeihliche Wirksamkeit entwickelt haben. Als besondere Vortheile werden dabei hervorgehoben die geringen Kosten, welche die Verwaltung erfordert, und die scharfe Kontrole, welche bezüglich der sorgfältigen Wartung der versicherten Thiere durch die Vereinsmitglieder ausgeübt wird und be- ! trügerische Handlungen, wie sie größeren Gesellschaften gegenüber wohl versucht werden, fast unmöglich macht. Außerdem wird durch die Ver­sicherung des Viehstandes erfahrungsmäßig die Creditfähigkeit der Ver­einsmitglieder in erheblichem Maaße erhöht, was einen nicht zu ver­kennenden günstigen Einfluß auf die gesammte Lage der betheiligten Vieh- desitzer ausübt. Ich kann deshalb den Herrn Bürgermeistern, in deren Gemeinden Rindviehversicherungsvereine noch nicht bestehen, nur dringend 'mpfehlen, die Bildung eines solchen Vereins herbeizuführen.

Es ist fernerhin die Ansicht laut geworden, daß für die Ver- yrung der Pferde wegen des größeren Risicos und der höheren Micherungswerthe, die dabei in Frage kommen, größere Verbände, etwa ^risversicherungsvereine sich empfehlen würden. Von dieser Ansicht ge- M hat auch der landwirthschaftliche Kreisverein hier in seiner letzten .'tog den Wunsch ausgesprochen, eine Pferdeversicherung für den ge- Mmten Kreis Hanau zu gründen, und seine Bereitwilligkeit erklärt, einen 'Wn Verein ins Leben zu rufen, sobald durch eine entsprechende Anzabl

von Theilnehmern das Bedürfniß hierzu nachgewiesen ist. Die Herren Bürgermeister ersuche ich daher, sich mit den Viehbesitzern ihrer Gemeinden dieserhalb zu benehmen, denselben ev. die Nothwendigkeit der Vereine dar- zustellen, und mir binnen 2 Monaten zu berichten, zu welchem Resultat diese Besprechungen geführt haben, und welche Dispositionen dort etwa bereits in dieser Angelegenheit getroffen worden sind.

Hanau den 17. Juni 1886.

Der Königliche Landrath

V. 4588. G f. Bismarck.

Am 15. Juni cr. sind in den Orten Niederrodenbach und Rückingen Postagenturen in Wirksamkeit gesetzt worden.

Die Postsachenbeförderung nach und von Niederrodenbach und Rückingen findet durch Vermittelung der Bahnposten der Linie Bebra- Frankfurt (Main) statt. Die Postagentur in Rückingen wird zum Zwecke des Austausches der Postsendungen mit bieten Bahnposten durch eine täg­lich dreimal verkehrende Botenpost mit dem Bahnhöfe Niederrodenbach in Verbindung gesetzt werden.

Dem Landbestellbezirk der Postagentur in Niederrodenbach werden die WohnstättenForsthaus bei Niederrodenbach und Oberrodenbach mit Mühle" zugetheilt werden. Die Postagentur in Rückingen wird einen Landbestellbezirk nicht erhalten.

Hanau am 15. Juni 1886.

Der Königliche Landrath

V. 4495 Gf. Bismarck.

Am 15. Juni cr. ist in dem Orte Kilianstädten eine Postagentur in Wirksamkeit gesetzt.

Die Postsachenbeförderung nach und von Kilianstädten findet durch eine wochentäglich zweimalige und sonntäglich einmalige Botenpost zwischen Kilianstädten und Windecken statt.

Hanau am 15. Juni 1886.

Der Königliche Landrath

V. 4494 Gf. Bismarck.

Der Kataster - Kontroleur Döhrmann zu Hanau ist zum 1. k. Mts. nach Hannover versetzt und an seiner Stelle der bisher in Diepholz stationirt gewesene Kataster-Kontroleur Fetz zur Verwaltung des Kataster­amtes Hanau I berufen worden.

Hanau am 15. Juni 1886.

Der Königliche Landrath

V. 4506 Gf. Bismarck.

Wegen der Neupflasterung der Frankfurterstraße ist die Absperrung der Straßenstrecke von der Sterngasse bis zum Frankfurterthor angeordnet.

Die Absperrung wird voraussichtlich bis Ende dieses Monats dauern.

Hanau am 18. Juni 1886.

Der Königliche Landrath

G f. Bismarck.

Gefunden: Am 12. d. M. auf der Straße bei Gronau ein Sack mit mehreren Stück Zinktafeln, Drahtstücken, zwei eisernen Rollen und sonstigen Gegenständen; Empfangnahme bei Fuhrmann Vielmeter zu Niederdorfelden. Ein evang. Gesangbuch mit der InschriftI. Jaeger." Ein Zollstock.

Zugelaufen: Ein grau-gelber Pinscher m. Geschl mit Hals­band; Empfangnahme bei Oekonom Carl Rsichert zu Kesselstadt.

Hanau am 19. Juni 1886.

____________________Aus Königl. Landrathsamt._____________________

Tagesschau.

Berlin, 18. Juni. Se. Majestät der Kaiser und König emfingen im Laufe des heutigen Vormitags den Besuch Sr. Hoheit des Erbprinzen, sowie Ihrer Königlichen Hoheit der Erbprinzessin von Sachsen- Meiningen, Höchstwelche Letztere Sich vor Ihrer Abreise bei Sr.-Majestät verabschiedete.