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Preis:

-Lhriich 9 Mark. Halbj.E. SOPfg.

BierteljLhrlich * Mark 35 $fg. gür auswärtige Abonnenten mit dem betreffen­den Postausschlag. Die einzelne Num­mer 10 Psg.

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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Preis:

Die ispaltige Varmondzeile ob.

deren Raum

10 Psg.

Die Sspalt. Zetl- 20 Pig.

LieSipalttüe'ieile 30 Psg

Nr. 68. Montag den 22. März 1886.

AbormemeKts-Mnlgdrmg.

Mit dem 1. April 1886 beginnt ein neues Abonnement auf den Hanauer Anzeiger", amtliches Organ für Kreis und StaM Hanau.

Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekanntmachungen, die wichtigsten politischen und Tagesereignisse, Cours- und Markt­berichte, kirchliche, lokale und provinzielle Nachrichten, Ge­schäfts- und Privat-Anzeigen. Das Unterhaltungsblatt enthält neben spannenden Erzählungen reiches Mannichfaltige.

Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der Hananer Anzeiger" seiner starken Verbreitung halber ganz besonders und kostet die ispaltige Zeile nur 10 Pf.

Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.

Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.

Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeldlich.

Die Expedition des Hanau er Anzeiger".

Amtliches.

Bekanntmachung.

Erweiterung des Postanweisungsverkehrs mit Japan.

Vom 1. April ab können nach Japan, und zwar nach den Orten Hiogo oder Kobe, Hokodate, Kioto, Nagasaki, Osaka, Tokio und Ioko- hama, durch die Deutschen Postanstalten Zahlungen bis zum Betrage von

500 Franken im Wege der Postanweisung vermittelt werden. Der einzuzahlende Betrag ist auf dem Postanweisungsformular in der Frankenwährung anzugeben; die Umwandlung in die Markrechnung wird durch die Einlieferungs-Postanstalt bewirkt. Die Gebühr beträgt 20 Pf. für je 20 Mark oder einen Theil von 20 Mark, mindestens jedoch 40 Pf. Der Abschnitt kann zu schriftlichen Mittheilungen jeder Art benutzt werden. Nach Tokio und Pokohama können die Postanweisungs­zahlungen auch telegraphisch, gegen Entrichtung der Telegrammge­bühren überwiesen werden.

Berlin W 14. März 1886.

Der Staatssekretair des Reichs-Postamts.

von Stephan.

Bekanntmachungen Königl. LandraLhsamts.

Der Direktor der landwirthschaftlichen Winterschule in Marburg Herr Dr. Hesse wird zufolge Auftrags der Königlichen Regierung

Dienstag den 2 3. März, Nachmittags 2 Uhr, in Hochstadt,

Mittwoch 24. Vormittags 11 Bergen,

Nachmittags 4 Seckbach, belehrende Vorträge über die Reblauskrankheit halten.

Die Bewohner der genannten Orte und deren Umgebung werden zur Theilnahme hiermit aufgefördert.

Die Herren Bürgermeister haben für die Bekanntmachung in ihren Orten zu sorgen.

Hanau am 17. März 1886.

Der Königliche Landrath

V. 2252 Gf. Bismarck.

Zum 22. März 1886.

Kaiser Wilhelm steht an der Schwelle des neunzigsten Lebensjahres, ein erhabenes Lebensalter, das nur wenigen Sterblichen zu erreichen vergönnt ist und welches den, der es erreicht, als einen von Gott beson­ders Begnadeten erscheinen läßt. Wenn Kaiser Wilhelm mit seltener Irische des Geistes und des Körpers in dieses Lebensalter tritt, wenn er in so hohen Jahren das Scepter in Kraft und Weisheit führt, um noch, so lange es Tag ist, unablässig für die innere Sicherheit und die äußere Befestigung des von ihm wieder aufgerichteten Reiches zu sorgen, so offen­bart sich darin eine Fülle der Gnade Gottes, welche nicht nur der er­habenen Person des greisen Monarchen, sondern auch dem preußischen und deutschen Volke widerfährt.

Am 22. März sei daher aller Preußen und Deutschen Erstgefühl Preis und Dank für die göttliche Gnade, die Kaiser Wilhelm bis hierher geleitet und welche auch in dem verfloffenen Lebensjahre über ihn gewaltet, aber auch Preis und Dank, daß das preußische und deutsche Volk des Segens seines milden und gerechten Regiments theilhaftig ist und in Glück und Frieden an den Aufgaben mitwirken kann, die ihm von der Vor­sehung gestellt sind. Auch in dem verflossenen Lebensjahre hat es nicht an Ereignissen gefehlt, deren Verlauf von Neuem das Volk und alle Welt überzeugt hat, wie Kaiser Wilhelm Dank seines hohen Ansehens in Europa die Aufgabe zu lösen vermag, die er sich und seinen Nachfolgern in Ver­sailles gestellt,allezeit Mehrer des deutschen Reichs zu sein, nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung." Die Wolken, die im fernen Osten und in Südwesten den Horizont verdüsterten, haben sich zerstreut, in der inneren Politik ist es dem Kaiser vergönnt gewesen, ein Hauptwerk der Socialreform in Kraft treten zu sehen, welches den arbeitende» Klassen größere Sicherheit ihrer Existenz bringen soll, und

Tagesschau.

P. Aus den Parlamenten. Berlin, 19. März. Der Reichstag genehmigte nach längerer Debatte den Gesetzentwurf, be­treffend die Erhebung einer Schifffahrtsabgabe auf der Unterweser, in dritter Lesung und setzte dann die zweite Berathung des Gesetzentwurfs,

soeben bricht die Sonne des kirchlichen Friedens durch, welchen Kaiser Wilhelm für seine Lande erstrebt.

Mit dem Dank für die göttliche Gnade, welcher aus aller Teutschen Herz und Mund quillt, vereinigt sich der Wunsch und das Gebet, daß Kaiser Wilhelm seinem Volke noch lange erhalten bleibe und auch noch die Früchte der Arbeit genieße, die er noch jetzt in Angriff genommen. Dazu gehört vor Allem aber, daß sich das deutsche Volk in allen seinen Theilen, Schichten und Parteien auch würdig der Gnade erzeige, die ihm von der Vorsehung in einem Maße zu Theil geworden ist, welches in der Geschichte kaum seines Gleichen findet. Fast scheint es so, als ob das deutsche Volk schon zu sehr verwöhnt sei: Hader, Zank und Streit erfüllt das öffentliche Leben und die Größe und das Glück der Nation ist nicht mehr die ausschließliche Triebfeder in dem politischen Denken und Trach­ten; Mißmuth und Egoismus lassen nicht überall die rechte Freude an dem Besitz und der Größe des geeinigten Vaterlandes aufkommen. Ein Blick auf unseren erhabenen Heltzenkaiser, auf sein unermüdliches Wirken und Schaffen bis zum heutigen Tage, auf seine unablässige Fürsorge für die Wohlfahrt und Größe der Nation ist geeignet, den mancherlei Ver- irrungen den rechten Weg zu zeigen: er heißt die Einigkeit zwischen König und Volk, die Liebe zum Kaiser. Am heutigen Tage das dürfen wir mit Genugthuung sagen besteht diese Einigkeit, offenbart sich diese Liebe allenthalben. Möge dieselbe aber auch aus der Feier des 90. Ge­burtstages unseres Kaisers Kraft, Stärke und Dauer schöpfen, daß sie alle Schichten des Volkes auch in dem alltäglichen Leben des praktisch- politischen Berufs mehr und mehr durchdringe: das erst würde ein Zeichen dafür sein, daß das deutsche Volk auch würdig der Gnade ist, welche aus dem freudigen Ereigniß der Feier des 90. Geburtstages Kaiser Wilhelms so deutlich hervorleuchtet.

betr. die Besteuerung des Zuckers, fort. Abg. Gehlert (Reichspartei) erklärte sich sehr entschieden gegen das System der Materialienbesteuerung. Abg. Graf v. Hacke (fraktionslos) trat für die Melassebesteuerung ein, sofern man keinen anderen Ausgleich finden sollte. Abg. Dr. Müller- Sangerhausen (nat.-lib.) hielt gleichfalls die Besteuerung der Melasse in