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Hospital verbracht werden mußte. Wie ein Lauffeuer hatte sich unter seinen Collegen das Gerücht verbreitet, der Mensch habe die Cholera. Erst das Bekanntwerden der Thatsache, daß der Patient kurz vorher eine volle Schüssel Gurkensalat gegessen und unmittelbar darauf ver. schieden? Gläser A pfelwein und Bier getrunken hatte, vermochte die er­regten Gemüther einigermaßen zu beruhigen. — Am Sonntag Abend wurde von einem patrouillirenden Schutzmanne bemerkt, wie das Wasser aus einem Hause des Großen Kornmarktes herauss'.römte. Da die Be­wohner des Hauses sämmtlich abwesend waren, so mußte die verschlossene Hausthüre durch einen Schlosser geöffnet werden. Es ergab sich nun, daß ein im dritten Stock wohnender Schneider beim Fortgehen vergessen hatte, den Krahnen der Wasserleitung in seiner Küche zuzudrehen. Nach, dem das Wasser schon großen Schaden angerichtet hatte, wurde es vom Wasserarme abgestellt. — Der seit zwei Jahren im Güterschuppen des Bebraer Bahnhofes in Sachsenhausen beschäftigte Arbeiter Heinsch war

am Samstag Nachmittag damit beschäftigt, einen einzelnen Wagen auf den Schienen fortzurücken, als eine in Hanau stationirte Lokomotive aus den Westbahnhöfen daher gefahren kam. Heinsch wollte nun über das Geleise springen, um wieder zum Schuppen zurückzukehren, stürzte jedoch und kam mit dem rechten Arm unter die Maschine, welche denselben derart zerquetschte, daß er gestern im Hospital, wohin der Verunglückte sofort verbracht worden war, amputirt werden mußte. (Fr. N.)

— Offenbach, 11. Aug. Obgleich unser Turnersängerchor mit anerkennenswerthem Fleiße sich der Ernstudirung des beim Gesangswett­streit in Bonn zum Vortrag gelangten Preischors: „Gesang der Geister über den Wassern", sowie des selbstgewählten Chors „Morgenlied" von Rietz, unterzogen hatte, so gelang es demselben doch nicht, bei 'der gestrigen schweren Concurrenz, welche derselbe gegen Frankfurt, Köln, Nacken und Crefeld zu bestehen hatte, einen Preis zu erringen. (O. Z.)

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