in der „Krone". — Geflügelzucht Verein: Monatsversammlung im Ve» «inslokal; Tagesordnung: Cassa-Abend. — Verein zu Förderung des Hanauer Kunstgewerbes: Abends 9 Uhr Monatsversammlung. — Turn- gemeinde: Aoenos 9r/a Uhr Monatsversammlung; Tagesordnung: Bericht über den Feldberg, Turntag, Auflage.
— Schlüchtern, 2. Mai. Am hiesigen Seminar beginnt die diesjährige Lehrerprüfung zur Erlangung der definitiven Anstellung am 24. Mar.
— Wächtersbach, 4. Mai. Ein bedauerlicher Verlust steht der hiesigen Bevölkerung bevor, indem der seit Oktober 1866 hier funk- tionirende einzige Arzt, Herr Amtsphysikus Dr. Knatz, in Folge seiner Ernennung zum KreiSwundarzt mit dem Wohnsitz in Gelnhausen, in einigen Tagen dorthin übersiedelt. Der genannte Arzt hat sich während seiner beinahe 18jährigen Dienstzeit hier durch sein schlichtes bürgerliches und uneigennütziges Benehmen gegen Vermögende und Arme und die aufmerk>ame Behandlung der Patient^u die allgemeine Achtung und Liebe erworven, weshalb die Aufgabe seiner Stellung hier aufs Lebhafteste bedauert wird. ES bleibt nur der Wunsch, daß sich ein tüchtiger Nach- solger baloigst hier niederlassen möge. (Fr. I)
— Frankenberg, 4. Mai. Vor einigen Tagen verunglückte in Frankenau ein 2^/rjähriges Kind auf seltene und traurige Weise. Die Mutter hat ihren Liebling zur Ruhe in das Bett gebracht und geht ihrer nothwendigen häuslichen Beschäftigung nach. Dieser muß nun nach Kinderwerse im Bett sich überworfen haben und ist mit seinem Köpfchen so unglücklich zwischen Bett und Wand gerathen, daß der Erstickungstod eintrat.
— Darmstadt, 5. Mai. Die Königin Victoria von England hat heute Abend in einem Extrazug die Rückreise nach England via Btngen angetreten. Die Königin soll eine namhafte Summe für die Armen unserer Stadt geschenkt haben.
— Aus Rheinhessen, 3. Mai. In den ziemlich umfangreichen Gemarkungen Laubenheim und Bodenheim hat der neuliche Frost so viel wie gar keinen Schaden angerichtet und sehen die Weinberge so» gar vielversprechend aus, in Nierstein, Rackenheim und Oppenheim ist der Schaden ein geringer und nur hier und da gewahrt man in den Weinbergen einige erfrorene „Potten", desto schöner stehen aber die verschont gebliebenen Weinberge. Aus einer ganzen Reihe anderer Wein- orte hören wir, daß der Frost allerdings ab und zu einigen Schaden angerichtet, allein ohne großen Belang.
Fortsetzung dieser Rubrik in der Beilage.
Marktbericht.
Frankfurt a. M., 6. Mai. Auf dem gestrigen Viehmarkt waren angetrieben: 406 Ochsen und Stiere, 299 Kühe und Rinder,
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(Produkten-Markt vom 5. Mai.) Heimischer Waizen galt Mark 19 60—20.—, bei den Producenten abzunehmen, Mark 19 75 — 20 25 kostenfrei an die nahen Bahnstationen und hierher zu liefern. Ausländischer Waizen Mark 19—20.50. Roggen, hiesiger Mark 15 25 —16.25, ausländischer Mark 15.25—16.75. Gerste, Braugut Mark 17 —20.50, Mahlgut 12 50—14 50. Hafer, gering bis mittel Mark 14 — 15.25, feiner Mark 15.50—16.50. Rüböl, per 50 Kilo Mark 31.50.
Literarisches.
Von Emil Peschkau, dem beliebten Humoristen und Novellisten, der erst vor kurzem mit seinem Roman „Die Reichsgrafen von Walbeck" einen außergewöhnlichen Erfolg errang, sind soeben zwei neue Sammlungen erschienen. „Sommersprossen" sind gesammelte Humoresken, „Miniaturen" Novelletten ernster und humo-istischer Art. Durch den ausnehmend billigen Preis — eine Mark pro Band — hat sie die Verlagshandlung von I. D. Sauerländer in Frankfurt a. M. den weitesten Kreisen zugänglich gemacht und sie werden gewiß überall willkommen sein. Als Humorist hat ja Peschkau gegenwärtig in Deutschland keinen gleichwerthigen Concurrenten; keiner versteht es wie er, in knappen Novelleten von vollendeter künstlerischer Abrundung, so treffend zu spotten, so liebenswürdig zu scherzen, so angenehm zu erheitern. Bald erzählt er eine Liebesgeschichte voll reizender Schalkhaftigkeit, bald plaudert er mit seiner Ironie über gesellschafiliche Zustände; dann finden wir wieder einen urkomischen Schwank, ein „Märchen" voll Schelmerei und Laune, eine lustige und treffende Satire, eine gemüthvolle Charakterskizze, beseelt von jenem echten Humor, der zwischen Tgränen lächelt. Die beiden Sammlungen verdienen jeder Hausbibliothek einver- leibt zu werden. Man wird gern wieder und wieder zu einem der Bände greifen, um sich die Grillen durch einen Humoristen vertreiben zu lassen, der, wenn seine Schöpfungen auch neben jenen von Charles Dickens und Fritz Reuter genannt zu werden verdienen, doch keinen der beiden nachahmt, vielmehr eine durchaus originelle Physiognomie hat.
Thermometer st and.
5 Mai Mittags 2 Uhr 4- 9°, Abends 7 Uhr > 7°; 6 Mai Morgens 7 Uhr + 7°. Vormittags 10 Uhr + 93/4°
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Frankfurter Opernhaus.
Mittwoch den 7. Mai: Das Nachtlager in Granada.
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Mittwoch den 7. Mai: Amerikanisch.