— Zur Abhaltung der 2. (praktischen) Lehrerprüfung im Königl. Schuld hrer. Seminar in Schlüchtern hat Königl. Prov.- Schulkollegium zu Kassel Termin auf den 24. Mai d. I. und die folgenden Tage und die diesjährige Entlassungs*Prüfung in dem Königlichen Schullehrer- Seminar zu Fulda auf den 19. März d. I. und die folgenden Tage angesetzt.
— Fulda, 16. Jan. Am 7. d. M., Morgens gegen 6 Uhr hat die 36 Jahre alte, ledige Anna Katharina Enders zu Eiters in Folge eines Sturzes von der Bodentreppe im Hause ihres Vaters so schwere Kopfverletzungen erlitten, daß dieselbe an den Folgen derselben an bem- jelben Tage Abends gestorben ist. (F. K.)
— Frankfurt a. M., 16. Januar. (Der Frankfurter Dynamit-Attentäter.) Im Anschluß an unsere Mittheilungen bringt die Nat.-Ztg. noch Folgendes: „Wir erfahren, daß der muthmaßliche Urheber der in dem Gebäude der Polizeidirektion von Frankfurt a. M. vor zwei Monaten stattgefundenen Explosion gestern in Hamburg verhaftet worden ist. Der Name der verhafteten Persönlichkeit, an deren Identität mit dem Frankfurter Verbrecher kaum gezweifelt wird, ist Rahlsdorf. Die Entdeckung erfolgte auf Grund einer von dem Berliner Polizeipräsidium gelieferten Photographie, welche sich unter dem Material dieser Behörde befand. Man hatte nämlich Rahlsdorf in Zusam- menbang gebracht mit ähnlichen Verbrechen, die früher gegen ein Fabrikgebäude in Elberfeld und dann auch anderwärts verübt worden sind, ohne daß es gelungen wäre, ihm die Schuld mit Sicherheit nachzuwei- sen. Rahlsdorf ist ein Socialdemokrat von der äußersten Linken dieser Partei, sein Zusammenhang mit Most ist polizeibekannt." — Die braune Bärin des Zoologischen Gartens hat drei Jungen geboren. Eine weitere Vermehrung d,s Thierbestandes hat der Zoologische Garten dem Landgrafen Friedrich von Hessen zu verdanken, der dem Garten eine prächtige Wildkatze zum Geschenk machte. Dieselbe wurde in der Fasanerie bei Hanau in einer Falle gefangen. — Der Frankfurter Lehrerverein hält nächsten Samstag seine Jahresversammlung im Saale der Loge zur Einigkeit. Nach Erledigung der Formalien (Jahresbericht, Vorstandswahl u. s. w.) folgt ein Commerz. (Fr. I.)
— (Noble Herrschaft.) Nach zehnjähriger treuer Dienstzeit hat eine in der Myliusstraße wohnende Herrschaft ihrem Kutscher vor einigen Tagen ein Geschenk von 250 Mark gemacht. — Am Samstag waren die Interessenten der Schleppschifffahrt auf dem Maine in Würz- burg versammelt, um sich von einem Dresdener Ingenieur das Modell eines kleinen Schraubendampfers erklären zu lassen. Es wurde einst- weilen ein Probedampfer bestellt. (G.-A.)
— Frankfurt a. M. 17. Januar. In einem Nachbarorte ist ein Schreiner mit Hinterlassung seiner Familie durchgegangen. Die
Kammer für Handelssachen dahier beschäftigte sich in mehreren Sitzungen mit seinen Wechseln, deren Summen ganz bedeutende sind. Der Ver- schwundene betheiligte sich bei allen in sein Fach einschlagenden Submissionen und war in der Regel um einige Hundert Mark billiger, als die Durchschnitts-Summe seiner Concurrenten. — Gestern Nachmittag wurde aus der Hauptwache ein Deserteur eingebracht. — Ein junger Mann von hier wurde wegen Wechselfälschung verhaftet. (Fr. Nachr.)
— Groß-Gerau, 16. Jan Uater Mitwirkung der Oelfabrik Groß-Gerau, vormals Schöneburg u. Comp., ist vom Lokal-Gewerbe- verein dahier eine Schule für Maschinenzeichner gegründet worden. Maschinenarbeitern jeder Branche soll damit Gelegenheit geboten werden, die für ihr Fach erforderlichen theoretischen Kenntnisse und die nöthige Uebung im Zeichnen von Maschinen zu erwerben. (O. M.-Z.)
Verloosungen.
— Berlin, 16. Jan. Ziehung der preußischen 3^/sproc. Prämienanleihe von 1855. Es fielen 18 000 Mark auf Nr. 115011, 3000 Mark auf Nr. 135161, je 1200 Mark auf Nr. 74318 92538 94359, je 750 Mark auf Nr. 8877 62898 104830, je 450 Mark auf
Nr. 6580 6598 8596 8838 37479 43477 43480 46145 59605 59612 59654 59667 62870 68545 68572 69312 69420 69388 73551 74396 82117 87135 92529 104869 116796 119280 132690 135147 140904 140949 140963 145488. '
Petersburg, 14. Jan. Ziehung der russischen Prämienanleihe von 1864. 200 000 Rubel Nr. 23 Serie 5303. 75 000 Rubel Nr. 6 Serie 11217. 40 000 Rubel Nr 35 Serie 8149. 25 000 Rubel Nr. 34 Serie 962; je 10 000 Rubel Nr. 37 Serie 18296, Nr 27 Serie 19384, Nr 44 Serie .12609 ; je 8000 Rubel Nr. 22 Ser. 10173, Nr. 22 Serie 17856, Nr. 5 Serie 8841, Nr. 21 Serie 15172, Nr.
28 Serie 19064; je 5000 Rubel Nr. 7 Serie 15628, Nr. 35 Serie 8651, Nr. 4 Serie 14704, Nr. 33 Serie 17594, Nr. 18 Ser. 10789, Nr. 11 Serie 13259, Nr. 6 Serie 19463 und Nr. 28 Serie 2673; je 1000 Rubel Nr. 48 Serie 4778, Nr 40 Serie 18352, Nr. 42 Serie 6932, Nr. 16 Serie 19443, Nr. 16 Serie 16428, Nr. 5 Ser. 7893, Nr 8 Serie 17520, Nr 24 Serie 5429, Nr. 43 Serie 10290, Nr. 27 Serie 11772, Nr. 24 Serie 12317, Nr. 9 Serie 11616, Nr. 15 Serie 2599, Nr. 21 Serie 12585, Nr. 3 Serie 16894, Nr. 45 Serie 2836, Nr. 40 Serie 15261, Nr. 22 Serie 12276, Nr. 48 Ser. 19953 und Nr. 50 Serie 4079.
Thermometer st and.
16 Januar Mittags 2 Uhr + 7°, Abends 7 Uhr *4- 6°;
17 Januar. Morgens 7 Uhr + 5°, Vormittags 10 Uhr + 31/ °.
Bekanntmachung.
Die Arbeiten zum Ausbau mehrerer Uferbrüche am Kinzigflusse, zus. veranschlagt zu 1497.10 M., sind in öffentlicher Submission zu vergeben.
Termin ist auf
Sonnabend den 26. d. Mts.,
Vormittags 11 Uhr, im Geschäftslokal des Unterzeichneten anbe- raumt.
Offerten sind bis zur bezeichneten Stunde an mich einzureichen.
Kosten-Anschlag und Bedingungen liegen zur Einsichtnahme offen.
Hanau, 14. Januar 1884. 500
Der Königliche Bauinspektor _____________Arnold.__
Jagd Verpachtung
Samstag den 19. d Mts.,
Nachmittags 2 Uhr, joö auf dem hiesigen Rathhause das der hiesigen Gemeinde auf einem Flächeninhalt von 309 ha, bestehend in Ackerland und Wiesen, zustehende Jagdrecht unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen verpachtet werden. 537
Niederissigheim den 14. Januar 1884. _________Schröder, Bürgermeister.______
Meine Wohnung und Vermiethbüreau befindet sich von heute an
Glockeustraße 31, parterre.
576 Frau Lomb, Vermiethfrau.
Gesucht wird sofort: ein Mädchen, welches gut bürgerlich kochen kann und sich aller Hausarbeit unterzieht, 530 Frankfurterstraße 23, parterre.
Inserate« Frische....... Schellfische, „ „ Cahliae, Rheinsalm, Soh, Hechte, Karpfen, Zander, Forellen,
Schleie, Frische Austern u. Hummern.
585 ____ D. Dechert, Hoflieferant.
Geschäfts Empfehlung?
Geehrten Bewohnern Hanaus und Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich unter dem Heutigen ein
Woll- Bill WMMÄM
Schnurgasse Nr. 6 eröffnet habe und bitte bei reeller und billiger Bedienung um gefälligen Zuspruch. 529
Hochachtungsvoll zeichnet
Sebastian Dienald
Eine Wohnung von 6 Zimmern nebst Zubehör, Pferdestall, Eintritt im Garten rc. z. v.
Näheres vor dem Frankfurter Thor 4. 222
Einiges über Epilepsie (Fallsucht).
Im Interesse jener, wUche das Unglück haben, an Epilepsie (Fallsucht) zu leiden und welche bislang vergeblich Alles versuchten, sich von dem Leiden zu befreien, sei in Nachstehen
dem eine Corespondenz veröffentlicht, aus welcher ersichtl ch, daß mit dem durch seine großen Erfolge so rasch bekannt gewordenen Dr. Lie« baut'ichen Regenerationsverfahren auch bei epileptischen Erkrankungen sehr bemerkenswerthe Resultate in sehr kurzer Zeit erzielt wurden. Uebrigens sei bei dieser Gelegenheit auf Dr. Liebaut's Broschüre: Die Regenerationskur, welche in einer für Jedermann verständlichen Weise geschrieben, über die verschiedenartigen Nervenleiden sich eingehend verbreitet und auf 40jährigen reichen Erfahrungen basirende Rathschläge ertheilt, wie man diese schwere Leiden auf naturgemäße Weise beseitigen kann, ganz besonders aufmerksam gemacht.
Die Broschüre ist a“50 Pf. in Hanau in Fr. König's Hofbuchhandlung erhältlich.
Das Schreiben, welches Herr Professor Stern in Wien, Mariahilfgürtel 31, an Herrn Dr. Liebaut in Brüssel richtete, datirt vom 4. Juni dieses Jahres und lautet:
Mein Fall ist folgender: Ich bin 70 Jahre alt, noch ziemlich gut erhalten und seit SO Jahren Hämorrhoidarier. Vor zwei Jahren stellte sich Epilepsie ein, wie die zu Rath gezogenen Aerzte behaupten, was auch der Umstand zu beweisen scheint, daß die Anfälle in gewissen Zeiträumen folgen
Odwohl nun die Aerzte verschiedene Mittel dagegen verordneten, als: Brom-Kali, Brom- Natron rc. rc., so blieb doch alles ohne Enolg und ich freute mich sehr als ich neulich Ihre Broschüre las und bitte Sie um Rath
Am 9. August berichtet Herr Professor Stern:
Ihrem Wunsche gemäß, nach 4 Wochen Ihnen Bericht zu erstatten über mein Befindm, erlaube ich mir Ihnen urtheilen, daß ich keinen epileptischen Anfall mehr hatte und mein Befinden auch sonst zufriedenstellend ist.