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Nr. 256.
Freitag den 3. November
1882.
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Amtliches.
Bekanntmachung.
Die diesjährigen Herbstkontrolversammlungen im Kreise Hanau finden an nachstehenden Orten, Tagen und Stunden statt:
Bekanntmachnng.
Postpacketverkehr nach Belgien.
In Mittelbuchen
am
ff
ff
Windecken Hanau
Langenselbold Dies wird mit
ff
ff
6.
7.
8.
9.
10.
November, Vormittags 10 Uhr,
ff
ff
10
10
10
10
u. 11 Uhr, u. Uhr,
dem Bemerken veröffentlicht, daß
zu denselben sämmtliche Reservisten und die Landwehrleute der Jahrgänge 1868 und 1869, sowie diejenigen, welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1870 eingetreten sind, zu erscheinen haben.
Dispensationen von den Kontrolversammlungen können eintreten, und müssen darauf bezügliche Gesuche bis spätestens den 1. November cr. an den Bezirksfeldwebel in Hanau gerichtet werden.
Die Einberufung zu den Kontrolversammlungen erfolgt durch Aus- theilung von GestellungSordres und ist der Militairpaß sowie das Führungs-Attest mit zur Stelle zu bringen.
Zugleich werden die zum Erscheinen verpflichteten Mannschaften, welche etwaige Wohnungs Veränderungen bei dem Bezirksfeldwebel noch nicht gemeldet haben, aufgefordert, diese Meldung unverzüglich zu bewirken.
Zu Postpäckereisendungen nach Belgien sind fortan drei gleichlautende Zoll>Jnhaltserklärungen in Französischer Sprache erforderlich. Bei Sendungen mit Werthpapieren genügt jedoch die Beigabe von zwei Zoll-Inhaltserklärungen.
Berlin W., 28. Oktober 1882.
Der Staatssekretair des Reichs-Postamts.
_______________________Steph an._______________________
Der gegen die Militärpflichtigen:
1) Wilhelm Anton Andreas Pfeil von Hanau, 2> Otto Lenz von Großauheim, 3) Carl Andreas Conradi von Langendiebach, 4) Peter Leipold von Windecken, 5) Johann Philipp Hinkel von Seckbach, 6) Johann Heinrich Petri vonBocken- heim, 7) Carl Friedrich Spieß von da, 8) Franz Ferdinand Nieth von da, 9) Georg Carl Wilhelm Boos von da
am 27. Juli 1875 erlassene Steckbrief wird zurückgezogen.
Hanau den 31. Oktober 2882.
Der Erste Staatsanwalt ____________________Schumann.____________________
Bekanntmachung.
Veranlagung der Klassensteuer für 1883/84 betr.
Frankfurt a. M., den 7. Oktober 1882.
Königliches Kommando.
____des Reserve-Landwehr-Bataillons (Frankfurt a. M.) Nr. 80.
n die Herren Bürgermeister der Landgemeinden, zu Windecken und die Herrn Ortspolizei-Verwalter des Kreises.
Die Personenstands Ausnahme zum Zwecke der Veranlagung der Klassensteuer für das Etatsjahr April 1883/84 hat ausnahmslos am 13. November d. I. stattzufinden.
Es sind hierfür, sowie für die nachfolgende Einschätzung die Vorschriften der Instruktion vom 29. Mai 1873 — Amtsblatt S. 85 —, vom 19. Juli 1875 — Amtsblatt S. 205 —, ferner vom 3. Januar 1877 — Amtsblatt S. 34 —, sowie die Geschäfts-Anweisung vom 16. März 1877 maßgebend. Für eine gleichmäßige den gesetzlichen und sonstigen Vorschriften entsprechende Veranlagung ist Sorge zu tragen.
Die seitherige Einrichtung der d o p p e l t e n Aufstellung der Klassensteuer-Rollen und der einfachen Ausfertigung der Einkommens-Nachweisung wird beibehalten. Das erforderliche Formular wird geheftet, mit blauem Umschläge versehen an Sie hiernächst abgesandt werden.
Die Herren Bürgermeister wollen die Rollen und Einkommens- Nachweisungen möglichst selbst ausstellen, damit in den Angaben der sämmtlichen Einwohner der Gemeinde und des Personenstandes (vergl. §. 2 der Jnstr. vom 29. Mai 1873) nicht gefehlt wird.
Bis zum 20. November er. müssen mir die vorbereiteten Rollen und Einkommens-Nachweisungen zur Einsicht vorliegen.
Die Klasfensteuer-Einfchätzungs.Commissionen bestehen:
1) in Langenselbold außer dem Ortsvorstand in 7 Mitgliedern, 2) in Stadt Windecken und in den übrigen Landgemeinden aus 5 Mitgliedern,
3) in den Gutsbezirken aus 3 Mitgliedern.
Der Termin zur Wahl der Commissionen, sowie zur Vornahme der Einschätzung wird später von mir bestimmt werden.
Hanau am 23. Oktober 1882.
Behufs Veranlagung der Klassensteuer für das Steuerjahr 1883/84 findet im Monat November d. J. eine allgemeine Aufnahme des Personenstandes statt. Dieselbe ist nach dem Stande vom 12. November d. I., als dem von dem Herrn Finanz-Minister festgesetzten Normaltermine, zu bewirken.
Zu diesem Zwecke werden jedem Hauseigenthümer bezw. dessen Stellvertreter im hiesigen Stadtbezirke schon mehrere Tage vorher die benöthigten Formulare eingehändigt werden, um deren genaue Ausfüllung bezüglich des Personenstandes in jedem Hause mit Zubehör am 12. November d. J. hiermit ersucht wird.
Zugleich darf ich wohl die Erwartung aussprechen, daß das be« theiligte Publikum sowohl im eigenen Interesse, als insbesondere zur Förderung der Veranlagungs-Arbeiten darauf Rücksicht nehmen wird, daß der rechtzeitigen Abholung der vorschriftsmäßig ausgefüllten und unterschriebenen Personenstandslisten kein Hinderniß entgegensteht.
Hanau, am 30. Oktober 1882.
Der Oberbürgermeister
Rauch.
Diejenigen Eltern von Kindern in der Stadt Hanau, welche ihre im Jahre 1881 oder früher geborenen Kinder noch nicht haben impfen resp, revaciniren lassen, werden ausgesordert, dies ungesäumt nachzu- holen.
Binnen 4 Wochen ist durch Vorzeigung des Impfscheines oder EntschuldigungZatlestes vom Arzt in der Registratur des Landrathsamtes der Nachweis zu erbringen, daß den Vorschriften des Jmpfgesitzes ge- rügt sei. Andernfalls ist Strafe zu gewärtigen.
Hanau am 27. Oktober 1882.
Der Landrath.
Rundschau.
R. F. (Deutsches Reich.) Unser Kaiser ist vergangenen Sonntag von den Jagden bei Ludwigslust wieder wohlbehalten in Berlin eingetroffen. Das Allgemeinbefinden des greisen Monarchen ist fortdauernd ein günstiges, so daß sich derselbe voraussichtlich nächsten Sonntag auch zu den Jagden bei Wernigerode im Harz wird begeben können.
Die nun beendigte Wahlkampagr e und deren Ergebnisse liefert noch immer den Hauptstoff zu den Betrachtungen über unsere inneren Angelegenheiten. Auf allen Seiten ist man darüber einig, daß die Regierung und mit ihr die conservative Partei gestärkt aus den Landtagswahlen hervorgegangen ist, auch im liberalen Lager verschließt man sich dieser Erkenntniß nicht, aber man hilft sich hier über diese Niederlage mit allerlei Trostgründen hinweg, die wir indessen auf sich beruhen lassen wollen.
Graf Hatzfeldt, der neue Staatlsekretär des Auswärtigen, ist in den ersten Togen dieser Woche von Barzin wieder nach Berlin zurückgekehrt und hatte bald nach seiner Rückkehr eine längere Audienz beim Kaiser. Die Besprechungen des Grafen Hatzfeldt mit dem Fürsten Bis- marck entziehen sich natürlich der öffentlichen Kenntniß, doch wird man nicht irren, wenn man annimmt, daß sie sich auf die allgemeine politische Lage bezogen haben. Die großen Veränderungen in unserer Diplomatie, welche sich nach allgemeiner Annahme an die Ernennung des Grafen Hatzfeldt zum Chef des Auswärtigen Amtes knüpfen sollen, sind noch