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Die IsPaMge ; Sarmondzetle ^ deren Raum
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DieSspaltig-ZeU«
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Nr. 225. Mittwoch den 27. September 1882.
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Lagesschau.
— Berlin, 26. Septbr. Se. Majestät der Kaiser und König hörten im Laufe des heutigen Vormittags im Palais die Vorträge des Polizeipräsidenten von Madai, des Chefs des Civilkabinets, Wirklichen Geheimen Raths von Wilmowski und des Chefs des Militärkabinets, General-Adjutanten von Albedyll, nahmen in Gegenwart des General- Lieutenants von Kleist, welcher den kommandirenden General des Garde- Corps vertritt, und des Kommandanten, General-Majors von Oppeln« Bronikowèki, militärische Meldungen entgegen und empfingen hierauf den zum Schloßhauptmann von Quedlinburg ernannten Kammerherrn Grafen von Königsmarck-Plaue.
— Berlin, 26. Septbr. Die zur Kenntnißnahme von den Einrichtungen des Reichspost- und Telegraphenwesens hierselbst aus London eingetroffenen höheren Postbeamten Mr. Baines, Jeffery und Forman sind heute von dem Staatssekretär des Reichs-Postamts Dr. Stephan empfangen worden. Dieselben haben sodann unter Führung eines höheren Beamten des Reichs«Postamts mehrere der hiesigen Postanstalten, ferner das Telegraphenamt, die Rohrpost, die Fernfpr-chstelle besichtigt und namentlich von den für den Packetdienst getroffenen Einrichtungen eingehend Kenntniß genommen.
— Der Kaiserliche Botschafter Fürst von Hohenlohe hat Paris mit Urlaub verlassen. Während seiner Abwesenheit fungirt der Botschafts-Rath Dr. Freiherr von Thielmann als interimistischer Geschäftsträger.
— In neuerer Zeit siud mehrfach durch plötzliche Wasseransammlungen an einzelnen Stellen der Eisenbahnen Züge gefährdet, theilweise auch Unfälle herbeigeführt worden. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat es, nach einem Cirkularerlaß vom 14. d. M., wenn auch derartige Einflüsse elementarer Gewalten durch Vorsichtsmaßregeln nicht völlig unwirksam gemacht werden könnten, doch für geboten erachtet, sorgfältig zu prüfen, ob die dem Bahnpersonal ertheilten Weisungen bezüglich seines Verhaltens in Fällen der bezeichneten Art einerseits aus
reichend und bestimmt genug sind, andererseits mit der nöthigen Präzision befolgt werden. Hierbei werde es zunächst darauf ankommen, dem Bewachungspersonal diejenigen Stellen der Bahn speziell zu bezeichnen, an denen die Fahrbarkeit der Geleise durch starke Wasseransammlungen gefährdet werden könnte, namentlich also Dammstrecken auf sumpfigem Untergrund, Einschnitte, deren Böschungen in Folge des Vorhandenseins wasserreicher, nach der Bahn zufallender Schichten zu Rutschungen geneigt sind, sowie Stellen, an denen bei starken Regengüssen das zusammenströmende Wasser sich vorzugsweise konzentrirt und durch Ausstauung das Planum zu beschädigen droht, rc. Wenn solchen Stellen schon für gewöhnlich eine erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden und eventuell für verstärkte Bahnbewachung zu sorgen sei, so erscheine dies bei sehr an« haltendem oder bei ungewöhnlich starkem Regen doppelt nöthig. Da gerade bei solchen Witterungsverhältuiffen die Bahnwärter vielleicht in ihren Buden gern Unterkunft suchten und die - vorschriftsmäßige Bahnrevision hinausschöben, auch die Bahnmeister es vielleicht nicht immer für nöthig halten würden, sich sofort nach Eintritt heftiger Gewitter oder ungewöhnlicher Regengüsse von dem Einfluß derselben auf den Zustand des Bahnkörpers persönlich zu überzeugen, so empfehle es sich, dem ge- sammten mit der Bewachung und Unterhaltung der Bahn betrauten Personal unter Hinweis auf die erfahrungsmäßigen Vorkommnisse wiederholt die gewissenhafteste Revision der ihnen zugetheilten Bahnstrecken, gerade für solche Ausnahmefälle zur Pflicht zu machen und denjenigen Beamten, welche durch Umsicht und treue Erfüllung ihrer Obliegenheiten den Gefährdungen von Eisenbahntransporten vorgebeugt haben, angemessene Belohnungen zu gewähren. Die Vorsteher derjenigen Stationen, zwischen denen sich Bahnstrecken der vorbeschriebenen Art befinden, seien anzuweisen, daß sie sich bei den erwähnten Vorkommnissen in geeigneter Weise, nöthigenfalls durch rechtzeitige Entsendung von Boten, über den fahrbaren Zustand der Bahnen informirten, und erscheine es zu diesem Behuf besonders angezeigt, diejenigen Wärterposten, in deren Strecken Betriebsstörungen durch Wolkenbrüche, plötzliche Anschwellung von Flußläufen rc. vorzugsweise leicht herbeigeführt werden könnten, mit elektrisch.n Hülfsapparaten zu versehen, welche eine schnelle Verständigung mit den Nachbarstationen gestatten.
Den Lokomotivführern sei für alle Fälle die Anwendung ganz besonderer Vorsicht beim Passiren überschwemmter oder vom Wasser bedrohter Bahnstrecken vorzuschreiben.
— Die Börse ist sich doch überall gleich, mitunter falsche Sensationsnachrichten aufzubringen. Dies beweist eine Skandalgeschrchte, welche sich die „N. Fr. Pr." von ihrem Correfpondeuten aus Athen berichten läßt: Während das Ministerium amtliche Depeschen über den Gang der Unterhandlungen in Konstantinopel veröffentlichte, ließ der Direktor einer gewissen Agence in Athen eine Depesche erscheinen, worin gesagt wurde, daß die Unterhandlungen gescheitert seien und man die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten erwarte. Diese Depesche, welche das Datum „Konstantinopel" trug, rief eine wahre Panik an der Athener Börse hervor, was wieder einen förmlichen „Courssturz" zur Folge hatte. Das Ministerium, welches hinter der erwähnten Depesche ein Börsenmanöver vermuthete, ließ auf dem Telegraphenbureau Abschriften von sämmtlichen während der letzten drei Tage daselbst eingelaufenen und für die genannte Agence bestimmten Telegramme verlangen und konstatirte nach vorgenommener Verifikation derselben, daß der Direktor der Agence von keiner Seite die inkriminirte Depesche erhalten habe. Infolge dessen leitete das Ministerium das Ergebniß seiner Nachforschungen an den königlichen Prokurator mit dem Auftrage, nach dem Gesetze vorzugehen. Eine gerichtliche Untersuchung wurde eingeleitet und hierbei festgestellt, daß die Depesche von Anfang bis zu Ende erfunden war.
— Die Deutschen in Odessa haben dem Fürsten Bismarck zu seinem Jubiläum eine Bowle und 6 Becher aus Silber zum Geschenk gemacht.
— Baden-Baden, 26. September. J. M. die Kaiserin ist heute früh um 4Va Uhr wohlbehalten hier eingetroffen.
— Wien, 26. September. Der Kaiser spendete hunderttausend Gulden für die Ueberschwemmten Tirols und Kärnthens.
— London, 26. September. Die „Times" behandelt die Frage,