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Nr. 220. Donnerstag den
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Mit dem 1. Oktober d. I. beginnt ein neues Quartal des im Verlage des hiesigen Waisenhauses täglich mit „Unterhaltungsblatt"
erscheinenden
„Hanauer Anzeiger“,
amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Wir erlauben uns hiermit zu recht zahlreichem Abonnement auf denselben einzuloden und bemerken, daß wir auch fernerhin bestrebt sein werden unsern werthen Abonnenten stets nur das Neueste und Interessante aus politischen Gebiete, die wichtigsten Cours- und Marktberichte, sowie amtliche, kirchliche und gemeinnützige Mittheilungen, insbesondere auch Privat« und Geschäftsanzeigen jeder Art in reichster Fülle zu bringen.
Für das Unterhaltungsblatt erwerben wir stets interessante u. fesselnde Romane re.
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Hanauer Anzeiger weiteste Verbreitung finden und von wirksamsten Erfolg sind.
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Bestellungen nehmen alle Postanstslte», sowie die Expedition, Waisenhaus (Harnwergaffe 9) entgegen.
Die Expedition des „Hanauer Anzeiger.^ ' NÄÜches.
Bekanntmachung.
Die Ersatz-Reservisten I. Classe — JahreSklasse 1877 —
der Stadt Bockenheim, und der Ortschaften Bergen, Berkersheim, Bischofsheim, Eckenheim, Enkheim, Eschersheim, Fechrnheim, Ginnheim, Gronau, Mainkur, Praunheim, Preungesheim und Seckbach
werden hierdurch anfgefordert, ihre Ersatz-Reserve-Scheme behufs Ueber- führung zur Ersatz-Reserve II. Classe unverzüglich dem Bezirks-Feldwebel der 6. Bezirks-Compagnie (Bureau im Hauptwachtgebäude hier- selbst) vorzulegen.
Frankfurt a/M., den 18. September 1882.
_______Königliches Bezirks-Commando.
Der Bericht über den Wand der Industrie ist von einigen Orts- vorstehern noch zurück, ich ersuche denselben schleunigst einzusenden.
Hanau am 21. September 1882.
_______________________ Der Landrath. LasdioirtMastllcher Lreis-Verein M flauen.
Nächste Versammlung am 23. September, Nachmittags 2V2 Uhr, im Gasthaus zum „goldenen Löwen" in Hanau.
Tagesordnung:
1) Geschäftliche Mittheilungeu.
2) Ernteergebnisse; RefsreAtev: Bürgermeister Ko pp-Großkrotzenburg, Bürgermeister Fröbe-Fechenheim, Bürgermeister Goy- Roßdorf.
3) Mittheilung über die Zuckerfabrik und Besprechung über die gemeinschaftliche LtöschHung von künstliche« DÄigemitteln.
4) Anschaffung von guten Obststämmen.
b) Versteigerung eines englischen Zuchtebers.
Der Vorstand.
21. September 1882.
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Die Herren Bürgermeister werden um Veröffentlichung des Vorstehenden gebeten.
Hanau am 16. September 1882.
Der Landrath. ___________________________
Bekanntmachung.
Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die Urwählerlisten für die Wahl zum Hause der Abgeordneten vor» 23. d. Mts. ab drei Tage lang in dem Dienstlokale des Steuer. Commisssciats (Neustädter- Rathhaus, 1 Stiege hoch, rechts) während der üblichen Dienststunden öffentlich ausgelegt sein werden.
Innerhalb dieser Frist steht es Jedem frei, gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Listen bei dem Unterzeichneten seine Einwendungen schriftlich anzubringen oder zu Protokoll zu geben.
Die Entscheidung darüber erfolgt durch den Stadtrath bezwse. die Gemeinde-Verwaltungsbehörde dahier.
Hanau, am 20. September 1882.
Der Oberbürgermeister
Rauch.
Tagesschau.
— Berlin, 20. September. Se. Maj. der Kaiser ist mit den Prinzen des königlichen Hauses heute Nachmittag um 4^4 Uhr wohlbehalten auf dem Bahnhöfe Tempelhofe eingetroffen und nach kurzem Aufenthalte nach Babelsberg weiter gereist.
— Berlin. Der glänzende Empfang, der unserm Kaiser in der sächsischen Hauptstadt bereitet worden ist, kann als eine Thatsache von weitreichender politischer Bedeutung angesehen werden. Er beweist, daß in den letzten Jahren die Liebe zu Kaiser und Reich selbst da tiefe Wurzeln geschlagen hat, wo sie seitdem nur in geringem Maße vorhanden war. So rückhaltSlos und enthusiastisch die Stadt Leipzig von Anfang an die Begründung des neuen Reiches begrüßt hatte, so kühl und mißtrauisch verhielt sich Dresden jahrelang diesem Ereigniß gegenüb«. D«S Orxm der sächsischen Partikularisten, die „Dresd. Nachricht«", f^Tte zeitweise eine Sprache, die sich von derjenigen der grundsätzlich porrrZerc- feindlichen Stuttgarter und Münchener Blätter, wie „Beobachter" und „Vsterlaud", nur wenig unterschied. Jetzt bringen diese nämlichen „DreSd. Nachrichten" zur Begrüßung des Deutschen Kaisers ein schwungvolles, echt patriotisches Gedicht und einen warmgeschriebenen Artikel. Diese Wandlung, die in allen nationalen Kreisen mit größter O^mz- thuung wahrgenommen werden wird, dürste auch im Ausland? Ctosr*# machen. (StlW.-Ztg.)
— Berlin, 20. September. Bezüglich drè Wunsches der Tagespresse, die Regierung möge mit einem klaren Progra»W> fto die Wahlen hervortreten, sagt die „Provinzial-Korresondenz", dazu liege sachlich keine Nothwendigkeit vor; die allgemeinen Ziele der Regierung seien in amtlichen Kundgebungen und Parlamentsreden, sowie in sonstigen schriftlichen und mündlichen Aeußerungen so oft dargelegt worden, daß Jeder, der sie kennen wolle, darüber genau unterrichtet sein könne. Die Regierung halte an diesen Zielen fest und wenn es nicht gelinge, dieselben in dem gewünschten Umfange durchzuführen, so werde dir Regierung damit eben stückweise und allmählich vorgehen.
— Dos Kaiserliche Konsulat zu NiiMu (Japs«) ist aufgehoben.
— In Ergänzung der in Spanien ergangenen Vorschriften über die Ausstellung von Ursprungszeugnissen für die nach Spanien bestimmt?« deutschen Exporte ist jetzt bestimmt worden, daß auch die von HarÄelS» und Schiffahrtskorporationen sowie von Polizeibehörden ausgesertigtrn Ursprungszeugnisse, nachdem sie von dem betreffenden spanische K»s«l mit Beglaubigung versehen worden, zum Gebrauch bei den spanischen Zollstellen zugelasfen werden.
— Staatsminister von Bötticher hat, nach der Staatsb. Zt^, am 14. d. M. in Gladbach eine Deputation von Handwerrervereinen, empfangen, welche in der Zwangsinnung das Heil ihres Standes erblicken. Damit war der Minister nicht einverstanden: Er erwiderte, daß die Reichsregierung das Wohl des Handwerkerstandes im Auge habe; be-