schm Adels und der Bürgerschaft wurden schöne Zeichen der Erinnerung auf dem Grabe niedergelegt.
— Cassel, 20. August. Die 10. Versammlung des „Hessischen Forst-Vereins" findet am 4. und 5. September 1882 zu Witzenhausen statt. Alle Mitglieder des Vereins, alle Fachgenossen, sowie alle Waldbesitzer und Freunde des Waldes zu der diesjährigen Versammlung in Witzenhausen sind hierdurch eingeladen. Die Anmeldungen zur Theil- nähme werden bis zum 24. August an Herrn Oberförster Ide zu Witzenhausen, welcher die Beschaffung der Wohnungen übernommen hat, erbeten.
— Eschwege, 18. August. Dem hierselbst verstorbenen Sanitätsrath Dr. Höfling, dem Verfasser des herrlichen Studentenliedes „O alte Burschenherrlichkeit", soll nun an dem Jerimias Schäfer'schen Hause, worin der Dichter gestorben, eine Gedenktafel gesetzt werden. Die Anregung hierzu wurde auf einem Kommers alter Korpsstudenten zu Godesberg gegeben, die Mittel sind in reichlichem Maße gesammelt worden. Die in Fulda lebende Wittwe hat die Widmung angenommen, Victor von Scheffel hat die Inschrift entworfen, der Besitzer des Hauses, Lederfabrikant Jeremias Schäfer, hat feine Einwilligung gegeben, und die Bestellung der Tafel ist bei dem Eisenhütten- und Emaillirwerk von Franz Wagenführ in Tangerhütte vor einigen Wochen gemacht worden, so daß die Vollendung binnen Kurzem erwartet werden kann.
— Fuld a, 19. August. Gestern Morgen fiel in der Kirche zu Poppenhausen ein 80jähriger Greis, nachdem er eben die hl. Sacramente der Buße und des Altars empfangen hatte, in seiner Bank, plötzlich vom Schlage getroffen, todt zu Boden nieder. (F. Z.)
Aus der Umgegend.
— Frankfurt a. M., 19. August. Die Notiz bezüglich der Errichtung von Haltestellen der Trambahn bedarf insofern einer kleinen Berichtigung, als diese Stellen nur für das Aussteigen errichtet werden, während das Einsteigen, wie bisher, an beliebigen Punkten der Strecke erfolgen kann. Die Maßregel ist jedenfalls dadurch hervorgerufen, daß das Publikum oftmals in Entfernung von einem Haus zum andern die Wagen anhalten ließ und dadurch den Betrieb störte. — Der mit den Sängern nach Hamburg gezogene 73jährige hiesige Gärtnermeister Günther aus der kleinen Bockenheimergasse wurde auf einem Spaziergang zwischen Hamburg und Altona plötzlich vom Tode ereilt. Die Leiche wurde vorgestern aufgefunden, gestern agnoszirt und wird nunmehr in die heimathliche Erde überführt werden. — Wie einem hiesigen Blatte mitgetheilt wird, haben die seit einiger Zeit bei Eckenheim und neuerdings in der Nähe von Hanau unternommenen Bohrversuche zur Entdeckung großer Braunkohlenlager geführt. — Das vorgestrige Gewitter hat bei Eschborn im Felde zweimal eingeschlagen, einmal in einen Haufen Hafer, zum anderen in einen Haufen Weizen. Beide Haufen verbrannten. (Fr. Ztg.)
— Der Sedantag wird heuer nicht durch ein Festbankett und anderes öffentliches Schaugepränge gefeiert. Die Schüler in den öffentlichen Schulen sollen nur an die Wichtigkeit dieses Tages erinnert werden. — In Polizeikreisen befürchtet man, daß zur Herbstmesse viel Gesindel hierherkommt, die Vorposten sind schon eingetroffen, aber sofort, wie verschiedene Aushebungen zeigen, auch angegriffen worden. Eine der ersteren Vedetten, welche kampfunfähig gemacht wurde, war eine angebliche Opernsängerin und ihr Beschützer. Beide wurden aus dem preußischen Staate hinausdirigirt. — Die hiesige Tapezirer-Genossenschaft
hat auf dem Congreß des deutschen Tapezirerbundes die Genugthuung erfahren, daß ihr Antrag, dem allgemeinen deutschen Handwerkerbund beizutreten und Gründung eines Agitations Comitès zur Verbreitung der Bundeseinrichtungen angenommen wurde. Bis zum nächsten Congreß müssen überall, so auch hier, Fachschulen für Tapezirer, ebenso wie Unterstützungskassen gegründet sein. (G.-A.)
— Darmstadt, 17. August. In einer größeren Nachbargemeinde ereignete sich kürzlich der wohl kaum jemals dagewesene Fall, daß einem dortigen Gesangverein wegen einer unbezahlten Schuld die erst kürzlich eingeweihte Fahne gerichtlich gepfändet wurde.
— Der allgemeine Verbandstag der deutschen Erwerbs- und Wirthschasts-Genossenschaften findet in diesem Jahre zu Darmstadt statt und dauert vom 24. bis 28. August.
— Gießen, 19. August. In Groß-Linden gerieth gestern ein Kind von'4 Jahren mit der Hand in das Getriebe einer an der Dreschmaschine hängenden Häckselmaschine Die Hand wurde derart zerfetzt, daß dem Kinde in hiesiger Klinik 4 Finger abgenommen werden mußten. Vorsicht bei dem Betriebe der Maschinen auf den Ortschaften dürfte jedenfalls mehr obwalten. (G. A.)
Verloosungen.
Preußische Klassen-Lotterie. (Ohne Gewähr.) Bei der am 19. August fortgesetzten Ziehung der 4. Klaffe 166. königl. Preuß. Klassen-Lotterie fielen:
1 Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 79244.
3 Gewinne von 15000 M. auf Nr. 42485 66255 85546.
2 Gewinne von 6000 M. auf Nr. 126 87750.
47 Gewinne von 3000 M. auf Nr. 2317 2617 2955 5142 6799
6850 8161 8633 15573 16010 16121 18791 20283 22307
35526
50394
64102
83579
36222
51060
65048
87602
41580 45288 47118
51600 52262 53360
66006 66816 69146
90076 92147 92202.
23658
50238
60678
82810
47892 48151 50014
55263 56291 59517
70396 73117 78550
58 Gewinne von 1500 M. auf Nr. 1 3327 6373 6692
8978 10750 11653 12937 13510 14088 14470 15693
15978
8398
17154
18339 18370 20264
21186
22230
25822
29241
29840
31940
32558
34015
34657
36165
36639
37675
37694
41251
44051
45007
47757
48349
49449
49695
52331
53564
53802
54083
54246
57877
59853
61600
62507
65508
67856
68023
70136
73161
73162
73769 78353 83770 87644 92998 94532.
81
L Gewinne von 550 M. auf Nr.
302 4103 6619 6825 7407
9123
9783 13605 17163 18062 18461 19619 19822 20212
20674
21576
22274
22436
23936
24510
24815
25783
27540
28285
28589
28843
30985
31841
33639
33791
36136
37402
38281
39520
41728
43296
43881
44031
44185
46438
46987
48100
48888
50660
50842
52608
53037
53294
55609
57234
58913
59796
61665
63902
64013
65580
65737
66089
66572
69351
69648
71874
76583
76756
77825
77830
78451
80778
80818
81123
81495
83239
83464
83515
86035
91956
91998
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19. August. Mittags 2 Uhr +
17^2°,
Abends
7 Uhr + 15 ;
20. August. Morgens 7 Uhr + 13°, Bnrmittaas 10 Uhr + 16 ; Mittags 2 Uhr + 18°, Abends 7 Uhr + 14°; 21. August. Morgens 7 Uhr + 11°, Vormittags 10 Uhr + 13^°.
Im Auftrage Sr. Durchlaucht des Prinze» Wilhelm von Hanau sind der städtischen Armen-Verwaltung dahier 100 Mark zum Zwecke der Vertheilung an Arme übersandt worden, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen. 7471
Hanau am 17. August 1882.
Der Stadtrath.
___________ Nickel. ____________
Se. Durchlaucht Prinz Carl von Hanan hat sür die hiesigen Armen die Summe von 100 Mark übersenden lassen.
Wir bringen dies mit dem Hinzufügen zu öffentlicher Kenntniß, daß wir die Spende an die vereinigten städtischen Armenstiftungen überwiesen haben. 7472 Hanau am 17. August 1882.
Der Stadtrath.
___Nickel.____________
Preiselbeeren, la. Qualität, täglich frisch, pr. Liter 20 Pf., Dienstag u. Samstag auf dem Wochenmarkt.
7485__________ G. Schiller, Glockenstr. 27. Gebrauchte Dachziegeln werden billigst abgegeben, Sterngasse Nr. 8. 7479
jj ä j H ii i e. Neues Sauerkraut
7481 bei Carl Hebbel.
Caj^ee,
täglich frisch gebrannt, â M. 1.10 u. M. 1.20, kräftig und reinschmeckend, empfiehlt 7482 ___________Marcus Grünebaum.
Mehl Abschlag.
Feines Weizenmehl, â 20 Pf., empfiehlt 7483_________Marcus Grünebaum.
Braunschweiger JLeberwurst, Frische Gothaer Cervelatwurst, Gothaer Salami (Winterwaare), Feinste Schinkenroulade, auch im Ausschnitt, bei 7493
J. Gouze.
I Reisstärke,
los vorgewogen, billigst, bei 7492
J. Stroh & Cie., Bangertsg. 7.
Vorläufige Anzeige.
In den nächsten Tagen trifft Chr. Berg’s grande Menagerie hier ein und wird auf dem Paradeplah ein über 100 Fuß langes Zelt errichten, um auf der Durchreise einige Vorstellungen zu geben. Die Menagerie enthält eine reiche Sammlung junger wohlgenährter Exemplare, worunter Spezialitäten ersten Ranges.
Auftreten der berühmten Thierbändigerin jtfw Bora.
Alles Nähere durch weitere Annoncenu. Plakate.. 7487 Hochachtungsvoll
I Chr. Berg, Menageriebesitzer.