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Zugleich Amtliches Organ für Kreis and Stadt Hanau.
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Nr. 178. Mittwoch den
Amtliches.
Nachstehend wird das Verzeichniß und die Beschreibung der im diesjährigen Körungsgeschäft angekörten Bullen zur allgemeinen Kenntniß gebracht.
In Bruchköbel: Rothgescheckter Bulle mit Stern, Berner Abkunft, knapp IV2 Jahre alt, des Bullerhalters Johannes Schäfer III.; derselbe kann vorläufig nur für Rinder benutzt werden.
In Butterstädterhöfe: Rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, Berner Kreuzung, ungefähr V/2 Jahre alt, des Bullenhalters Johannes Pauli, kann für die nächsten 3 Monate noch nur für Rinder benutzt werden.
In Dörnigheim: Rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf und Spiegelaugen, ziemlich reiner Berner Abkunft, IV2 Jahre alt, ist Eigenthum der Gemeinde und steht bei der Gastwirth Peter Seng Wwe. in Futter und Pflege.
In Eichen: 1) Rothgescheckter Bulle mit Stern, hiesigen Landschlages, l3/4 Jahre alt, von dem Bullenhalter Wilhelm Daniel Werner selbst gezüchtet.
2) Rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf und Spiegelaugen, hiesigen Landschlages, 2^2 Jahre alt, des Bullenhalters Philipp Euler.
In Erb st ad t: Schwarzbraungescheckter Bulle mit weißem Kopf, Berner Kreuzung, 2 Jahre alt, des Bullenhalters Oekonom Georg Rausch.
In Eschersheim: Schwarzgescheckter Bulle mit Stern, P/2 Jahre alt, von reinem Holländer Vieh selbst gezüchtett von dem Bullenhalter OekoMmen Georg Rühl.
In Ginnheim: Rothgescheckten Bülle' mit Blässe, IV2 Jahre alt, Berner Kreuzung, von dem Bullenhalter Wilhelm Schönborn selbst gezüchtet.
In Gronau: Rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, Berner Kreuzung, 2^2 Jahre alt; Eigenthum der Gemeinde, bei Johann Ludwig Diehl in Futter und Pflege.
In Großauheim: 1) Gelbgescheckter Bulle mit Stern, Berner Kreuzung, etwas über 2^4 Jahre alt,
2) Schwarzgescheckter Bulle mit weißem Kopf und Spiegelaugen, Berner Kreuzung, 2^4 Jahre alt, und
3) Hellrother Bulle mit etwas unregelmäßiger Blässe, Berner Kreuzung, P/4 Jahre alt; sämmtlich dem Bullenhalter Bäcker Hermann Mangelmann gehörig.
Der Bulle Nr. III. darf aber erst in 2 Monaten zum Sprung zugelassen werden.
4) Braungescheckter Bulle mit Stern, Berner Kreuzung, IV2 Jahre alt, des Bullenhalters Gastwirth Philipp Huth.
In Großkrotzenburg: 1) Rothgescheckter Bulle, gewöhnlichen hiesigen Landschlages, 2^4 Jahre alt.
2) Braungescheckter Bulle, Berner Kreuzung, etwas über P/4 Jahre alt, beide dem Bullenhalter Gastwirth Magnus Krämer gehörig.
NB . Der Bulle Nr. 2 kann vorläufig nur für Rinder benutzt werden.
In Hochstadt: 1) Hellgraugescheckter Bulle mit Stern, Berner Kreuzung, 2 Jahre alt; der Gemeinde gehörig, bei dem Bullenhalter Wilhelm Ströhl III.
2) Grauer Bulle mit Stern, weißen Flecken auf dem Bug, eben solchen in den Flanken, 4 halbweißen Beinen, Berner Kreuzung, IV2 Jahre alt, vorläufig nur für Rinder zu benutzen; im Privatbesitz des Gastwirth Georg Rauch.
3) Schwarzgescheckter Bulle mit Stern, Berner Kreuzung, knapp l1^ Jahre alt, zur Benutzung für Rinder; im Privatbesitz des Wil- Helm Ströhl 3r.
' In Kilianstädten: Gelbgrau und schwarzgestreifter Bulle mit Blässe, reiner Schweizer Abkunft, P/2 Jahre alt, des Bullenhalters Johs. Heldmann.
In Langendiebach: 1) Rothgescheckt mit weißem Kopf, ziemlich reiner Berner Ratze, 2 Jahre alt, der Gemeinde gehörig, bei dem Bullenhalter Johs. Schlag.
2) Rothbrauner, etwas gescheckter Bulle, hiesigen, doch veredelten
2. August 1882. Landschlages, 2 Jahre alt, von dem Bullenhalter Konrad Schneider 3r selbst gezogen.
3) Rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, Berner Kreuzung, knapp P/4 Jahre alt, dem Bullenhalter Jost Fucker gehörig, darf in den nächsten 3 Monaten nur in schonender Weise bei Rindern benutzt werden.
4) Rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, Berner Kreuzung, 2 Jahre alt, des Bullenhalters Jakob Rieger 4r.
In Langenselbold: Rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, Berner Abkunft, etwas über P/4 Jahre alt; Eigenthum der Gemeinde, bei dem Bullenhalter Wilhelm Lohfink II.
In Ostheim: Gelbrother, etwas gescheckter Bulle mit großer Blässe, Berner Kreuzung, etwas über P/4 Jahre alt, des Bullenhalters Kaspar Brodt IV.
In Ravolzhausen: Rothgescheckter Bulle mit Blässe, Berner Kreuzung, etwas über P/4 Jahre alt; zum Gebrauch für Rinder; Eigenthum der Gemeinde, bei dem Bullenhalter Wilhelm Bauer.
In Rüdigheim: Gelbrother Bulle mit weißer Stirn und zwei weißen Hinterfüßen, Berner Kreuzung, P/a Jahre alt; Eigenthum der Gemeinde, bei dem Bullenhalter Peter Dörr 3r.
In Wind ecken: 1) Schwarzbraungescheckter Bulle mit Stern, Berner Kreuzung, 2 Jahre alt, des Bullenhalters Heinrich Schmidt II.
2) Rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, Berner Kreuzung, P/a Jahre alt, des Bullenhalters Heinrich Schmidt III.
Hanau am 26. Juli 1882.
Der Landrath.
I. V.: Dr. Kl emm, Regierungs-Referendar.
Gefunden: Ein Fünfmarkschein. Eine kleine Scheere. Ein farbiges Taschentuch. Ein Stück schwarzes Wachstuch. Auf dem gestrigen Wochenmarkt stehen geblieben ein schwarzer Zanella Regenschirm mit Horngriff.
Verloren: Eine lange Wagenkette.
Entflogen: Ein Kanarienvogel (Hahn).
Hanau am 2. August 1882.
Aus Königl. Landrathsamt.
Tagesschau.
— Berlin, 1. August. Se. Excellenz der Staatsminister und Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten von Goßler ist nach Tarasp abgereist. — Der Ministerial Direktor im Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten, Wirkliche Geheime Ober- Regierungsrath de la Croix ist aus der Schweiz angekommen.
— S. M. S. „Nymphe", 9 Geschütze, Kommdt. Korv.-Kapitän Dietert, ist am 27. Juli cr. in Plymouth, S. M. S. „Niobe", 10 Geschütze, Kommdt. Kapt. z. S. Mensing, am 29. Juli er. in Swine - münde eingetroffen.
— Breslau, 1. August, 4 Uhr 20 Min. Nachm. Der Kongreß deutscher Eisenbahn-Verwaltungen beschloß nach der „Frankf. Ztg." heute, Schutzmaßregeln gegen die Entzündung der Baumwolle- und Wolle-Sendungen durch Lokomotivsunken zu schaffen. Zum Zwecke einer solche Transporte sichernden Bedeckung beschloß er die allgemeine Einführung des von der königl. rechtsrheinischen Eisenbahn-Direktion in Köln entworfenen bezüglichen Dienstbefehls. Als Ort der nächsten Generalversammlung ist Wien bestimmt.
— Die „Dfz." schreibt: Wenn wir Deutschen glücklicherweise an den egyptischen Wirren auch weniger betheiligt sind als anders Völker, so sind sie doch auch für uns mehr als eine aufregende Unterhaltung. Sie fangen an, immer weitere Kreise in ihre Wirbel zu ziehen. Das Ministerium Freycinet in Frankreich ist über Egypten gestolpert und gefallen, und das kann uns nicht gleichgültig sein. Ministerpräsident Freycinet verlangte von der Kammer 9^2 Millionen Francs, um den Suez- Kanal an zwei Punkten mit 4000 Mann zu besetzen. Bescheidener konnte er nicht sein, die Kammer schlug ihm aber die Forderung mit 450 Stimmen gegen 75 ab. Die Minister erbaten sofort ihre Ent-