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Jährlich 9 Mark. Halbj.äM. SSPfg. Bierteljährlich

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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner ProvinzrabCorrefpondenz.

InsertionS»

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Die IspalNge G«rmondzeile ob.

deren Raum

10 Psg.

Die Sspalt. geile 20 Psg.

DieSspaltigeZeile

30 Psg.

Mittwoch den 31. Mai

Nr. 125.

-SMNEEUEWE»

Durch Verfügung der Königlichen Regierung zu Cassel ist die für das Etatsjahr 1882/83 veranlagte Klaffensteuer auf den

Erhebungs-

betraa nach Ausfall der Monate Mai-

-Se

ptember bezw. JuniSeptember

wie folgt festgestellt worden

M.

1)

Stadt Hanau

39112

75

19)

Gemeinde Oberissigheim

523

50

37)

Gemeinde Marköbel

1158

50

2)

Gemeinde Großauheim

1930

50

20)

Niederdorfelden

498

38)

Ostheim

1102

50

3)

Großkrotzenburg

1068

75

21)

Roßdorf

874

25

39)

Stadt Bockenheim

24925

25

4)

Niederrodenbach

1007

25

22)

Rüdigheim

445

75

40)

Gemeinde

Eckenheim

1005

5)

Oberrodenbach

253

75

23)

Gutsbezirk Rüdigheimerhof

5

25

41)

Ginnheim

1142

6)

Gutsbezirk Pulverfabrik

607

25

24)

Gemeinde Wachenbuchen

1100

25

42)

ff

Praunheim

606

25

7)

Wolfgang

57

50

25)

Gutsbezirk Wilhelmsbad

120

43)

kl

Bergen-Enkheim

2591

50

8)

Gemeinde Bruchköbel

1050

75

26)

Wilhelmsbaderhof

48

75

44)

fr

Berkersheim

504

25

9)

Gutsbezirk Kinzigheimerhof

28

27)

Stadt Windecken

2068

25

45)

rr

Eschersheim

996

50

10)

Neuhof

63

75

28)

Gemeinde Langenselbold

2743

50

46)

ff

Bischofsheim

978

50

11)

Gemeinde Dörnigheim

1327

75

29)

Hüttengesäß

910

47)

ff

Fechenheim

2712

50

12)

Hochstadt

1049

50

30)

Langendiebach

1200

50

48)

ff

Gronau

485

50

13)

Kesselstadt

2002

25

31)

Ravolzhausen

775

50

49) Gutsbezirk Gronauerhof

55

14)

Gutsbezirk Philippsruhe

546

50

32)

Rückingen '

570

50

50)

Dottenfelderhof

7

15)

Gemeinde Kilianstädten

1208

33)

Neuwiedermuß

144

75

51) Gemeinde Preungesheim

1599

75

16)

Mittelbuchen

1095

25

34)

Guisbezirk Baiersröderhof

12

25

52)

ff

Seckbach

2551

17)

Niederissigheim

511

50

35)

Gemeinde Eichen

609

50

18)

Oberdorfelden

216

36)

Erbstadt

538

50

den in ihren Händen befindlichen Duplikat-Klasiensteuer-

in

Die Herren Orts- bezw. Gutsbezirks-Vorstände des Kreises werden veranlaßt Rollen auf der Titelseite derselben den erforderlichen Vermerk zu machen.

Hanau am 26. Mai 1882.

Der Königliche Landrath.

Gefunden: Eine Mütze. Eine weiße große Badehose. Ein schwarzer Henkelkorb. Ein kleines Portemonnaie mit einigen Pfennigen. Eine weiße Windel. Ein Cigarren-Etui mit Inhalt. Eine schwarze Armspange mit silbernem Reif. Ein Weißes Taschentuch mit schwarzem Rand. Ein silberner Hacken von einem Pferdegeschirr. Ein Messer.

Verloren: Ein schwarzer Glacehandschuh, linker. Ein Porte­monnaie mit 2 Mk. 50 Pf.

Entlaufen: Ein gelber Pinscher. Ein getiegerter Doggenhund, m. Geschl.

Hanau am 31. Mai 1882.

Aus Königl. Landrathsamt.

Tagesschau.

Das Eisenbahnunglück bei Heidelberg.

Durch Anschlag am Hauseingang meldeten wir gestern Nachmittag bereits das schwere Eisenbahnunglück. DemFr. Jl." entnehmen wir über dasselbe weiter:

Heidelberg, 30. Mai, 12 Uhr 15 Min. Der Schnellzug nach Mannheim ist vorige Nacht gegen den von Mannheim kommenden Per­sonenzug gefahren, wobei beide Maschinen sehr schwer beschädigt wurden und viele Waggons in Trümmer gingen. Die Ursache des Unglücks ist falsche Weichenstellung. Der schuldige Weichensteller lief davon und ver­steckte sich in seiner Scheuer, um späterhin zu fliehen. Er wurde aber gefunden und verhaftet. Bis jetzt sind hier zehn Todte constatirt und 3040 Verwundete, die theils ganz hoffnungslos darniederliegen. 2 Uhr 24 Min. Der Zusammenstoß fand beim Güterbahnhof vor Hei­delberg statt zwischen einem Extrazug von Mannheim und dem Schnell­zug nach Mannheim Nachts 3/»12 Uhr. Die Ursache war, daß ver­gessen worden war, die Weiche des ^9 Uhr-Zugs zurückzulegen, es war also diese falsche Weichenstellung stehen geblieben. Der schuldige Weichen­wärter heißt Berger und ist aus Blankstadt. In einer Scheuer versteckt wurde er verhaftet. Es waren auf der Stelle todt 6 Personen, 2 sind auf dem Transporte gestorben, 3 bis jetzt im Krankenhause ihren Wun­den erlegen, 47 Verwundete, größtentheils schwer verwundet. Vom Bahnpersonal befindet sich ein Packmeister unter den Todten, sämmtliche Zugführer und Conducteure sind verwundet; der Bahnwart hatte beim Uebergang die falsche Richtung bemerkt und das Signal gegeben, der Zug von Mannheim hielt dann still; derselbe erlitt verhältnißmäßig we­nig Verluste, an dem Schnellzug aber, der mit aller Wucht herausfuhr,

1882

I wurden ungefähr 8 der mit Pastagieren vollgepfropften Wagen schwer beschädigt. Unter den Todten befinden sich zwei Dragoner, wovon einer förmlich durchgequetscht wurde. Um 3 Uhr heute Morgens erfolgte hier das Alarmblasen der Feuerwehr und des Militärs. Die Stadt ist in großer Aufregung

Unter den durch den Zusammenstoß der Bahnzüge Verunglückten befindet sich nur einer aus Frankfurt a. M. Max Lederer, welcher ver­letzt wurde. Die übrigen Verwundeten sind folgende: Tod: Zugmeister Gmelin von Freiburg, Carl Rosenfeld aus Hoffenheim, Graveur Rasch aus Mannheim, Schmid Kopschansky aus Posen, Peter Lichtenberger, Dragoner Maier aus Mannheim, Iakob Rosenfeld aus Hoffenheim. Verwundet: Ferdinand Brems, Christoph Brems und Margarethe Brems aus Mannheim, Johann Bögel, Johann Besche aus Ludwigshafen, Wil­helm Barweiß, Wilhelm Berberich aus Mannheim, Ludwig Bege aus Ludwigshafen, Johann Feuerstein, Wilhelm Gilbert aus Manicheim, Michael Gürtner aus Heidelberg, Wilhelm Göbel aus Reutlingen, Gustav Glatt aus Mannheim, Karl Heinrich, Anna Heinrich aus Mannheim, Ludwig Hamersdorff, Ludwig Hirfchbach, Luise Hirschbach, Eduard Heller aus Neckarsteinach, Joseph Jlg aus Karlsruhe, Wilhelm Klein ans Mannheim, Johann Kramer aus Neckarzimmern, Gottlob Kemmlein aus Ludwigshafen, Wilhelm Kahn aus Eschelbach, Heinrich Leitz aus Eber- bach, Karl Ludwig und Emanuel Lang aus Mannheim, Louis Metzger aus Fohlingen, J. Jacob Rumpf aus Ludwigshafen, Wilh. Ritter aus Karlsruhe, Herm. Scharenberger, Christoph Seitz, Carl Sachs, Heinrich Schroth aus Mannheim, Jakob Stark aus Mundenheim, Heinrich Schnei­der aus Heidelberg, Gustav Schwarztrauber, Karl Tafel, Frau Vatter- Max Wolf, Conrad Würmel aus Mannheim, Friedrich Ruf aus Seiten, heim, Heinr. Oehning, Wilhelmine Oehning aus Mannheim. Nach­träglich gestorben Karl Ludwig und Rosenfeld. Von den Schwerver­wundeten werden voraussichtlich noch 4 bis 5 ihren Leiden erliegen; die größte Anzahl der Verwundeten hat eombinirte Fraction erlitten; Leicht­verwundete in geringer Anzahl wurden verbunden und nach ihrer Wohn­stätte gesendet.

Berlin, 30. Mai. Se. Majestät der Kaiser und König be­gaben Sich gestern Morgen 9 Uhr nach dem Neuen Palais bei Pots­dam, um der Weihe der den neuen Regimentern rerliehenen Fahnen beizuwohnen, sowie zum Stiftungsfest des Lehr.Jnfanterie-Bataillons. Um 502 Uhr kehrten Se. Majestät nach Berlin zurück. Heute empfingen Se. Majestät militärische Meldungen und hörten die Vorträge