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fUonit emeiti*« Preis:

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1 Marl 95 Pf,. Für auswärtig« Abonnenten mit dem betreffen­den Postauffchlag. Die einzelne Num­mer 10 Pfg.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samüags mit der Berliner Provinzial Correspondenz.

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Die ispaltige «nrmondzeile ok deren Raum

10 Pfg.

Die LfPalt. Zeile 20 Pfg.

Die SfpaltigeZeile 30 Pfg

Nr. 122.

Freitag den 26. Mai

1882.

Amtliches.

Die diesjährigen öffentlichen Impfungen finden an den nachbezeich-

neten Orten und Tagen unentgeltlich statt:

1) Bruchköbel am

27.

Mai c.,

Vorm.

9 Uhr, Impfung,

3.

Juni,

W

9

Revision.

2) Langendiebach

31.

Mai,

ff

9

Impfung,

7.

Juni,

ff

9

Revision.

3) Oberissigheim

1.

ff

ff

8

Impfung,

ff

8.

ff

ff

8

Revision.

4) Nied erissigheim

1.

ff

ff

9

Impfung,

ff

8.

ff

ff

9

Revision.

5) Rückingen

2.

ff

f/

8

Impfung,

ff

9.

ff

ff

8

Revision.

6) Niederrodenbach,,

5.

Nachm.

4 ,

Impfung,

ff

12.

ff

ff

4

Revision.

7) Oberrodenbach

5.

Ff

ff

5

Jmpsung,

12.

ff

ff

5

Revision.

8) Ravolzhausen

7.

ff

ff

2%,

Jmpsung,

14.

ff

ff

2^2

Revision.

9) Rüdigheim

7.

ff

ff

4

Jmpsung,

ff

14.

ff

w

4

Revision.

10) Marköbel

7.

ff

ff

6

Jmpsung,

Betreffs Gestellung de

14.

ff

6

Revision.

r Impflinge,

Herrichtung

der Jmpflokale

rc. verweise ich auf meine Bekanntmachung von

t 2. d. Mts. in Nr.

103 des Hanauer Anzeigers. Hanau am 25. Mai 1882.

Der Landrath.

Die diesjährige öffentliche Impfung findet an den nachbezeichneten Orten und Tagen unentgeltlich statt:

1) Hüttengefäß am 7. Juni c., Nachm. 3 Uhr, Impfung,

2) Neuwiedermuß,, 7.

14........

Betreffs Gestellung der Impflinge, Herrichtung der Jmpflokale u. s. w. verweise ich auf meine Bekanntmachung vom 2. d. Mts. in

3

ff

ff

6

6

ff

ff

ff

Revision.

Impfung, Revision.

Nr. 103 des Hanauer Anzeigers.

Hanau am 25. Mai 1882.

Der Landrath.

Die Gebrüder Kalbhenn zu Bergen beabsichtigen die Anlage einer Russensteinfabrik auf den denselben gehörigen Grundstücks-Parzellen Karte W. Nr. 371, 372, 373, 374, 375, 417/376 und 379, belegen zwischen der von Mainkur nach Vilbel führenden Chaussee und dem sog. Klingenweg.

Mit Bezugnahme auf den §. 16 der Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869 wird obiges Projekt hierdurch zur öffentlichen Kenntniß ge­bracht ; Pläne und Zeichnungen liegen im Königl. Landrathsamt zur Einsicht offen, und sind Einwendungen zur Vermeidung der Ausschließung innerhalb 14 Tagen hierselbst anzubringen.

Hanau am 24. Mai 1882.

Der Landrath.

Gefunden: Ein schwarzer Henkelkorb. Ein abgetragener sei­dener Sonnenschirm. Eine schwarze Orleansschürze. Zwei Hundemaul­körbe. Ein Messer. Ein Zollstock. Ein rothes Kindertaschmtuch. Eine Fibel. Eine Damen-Photographie. Eine Nadelbüchse.

Hanau am 26. Mai 1882.

Aus Königl. Landrathsamt. ____________________

Rundschau.

R. F. (Deutsches Reich.) Pfingsten, das echte, rechte Früh- lingsfest, steht im Schmucke des jungen Maiengrün wieder vor der Thür rnd überall hat man sich schon zum Empfange des willkommenen Gastes gerüstet. Auch in der Politik macht sich die beseligende Nähe des Pfingstsestes geltend, denn die Parlamente find in die Ferien gegangen,

Minister und Diplomaten haben das Gleiche gethan und so ist in der kleinen wie in der großen Politik im Allgemeinen eine vollkommene Ruhepause eingetreten. Wir sagen, im Allgemeinen, denn in dem Ge­triebe der großen Politik stehen die Räder nie ganz still und gerade jetzt drehen sich dieselben auf einem gewissen Punkt doppelt rasch, nämlich in Bezug auf die egyptischen Angelegenheiten. Die Lage der Dinge am Nil ist neuerdings wieder in ein kritischeres Stadium getreten, aber noch ist Hoffnung vorhanden, daß die Kanonen der westmächtlichen Panzer- flotte vor Alexandrien nicht ihr gewichtiges Wort zur Lösung der Wirren in Kairo mitzusprechen brauchen und so darf man erwarten, daß die allgemeine Pfingststimmung durch keine kriegerischen Ereignisse wenn sich dieselben auch im fernen Egypten abspielen sollten unterbrochen werde. Wenden wir dagegen den Blick von den Gestaden des Nils wieder nach Europa, so steht uns ein freudiges Ereigniß vor Augen, geeignet, dem diesmaligen Pfingstfeste noch eine höhere Weihe zu geben die Eröffnung der Gotthardbahn. Mit der Vollendung und Ein­weihung dieses neuesten und direktesten Schienenweges zwischen Deutsch­land und Italien ist in der Reihe jener Eisenstraßen, die vor Allem bestimmt sind, dem internationalen Verkehre zu dienen, ein neues und überaus wichtiges Glied eingefügt worden und besonders wir in Deutsch­land werden in nicht allzuferner Zeit die Vortheile empfinden, welche uns sowohl in handelspolitischer als auch im allgemein kultureller Be­ziehung aus der neuen, mitten durch die Granitmassen des gewaltigen St. Gotthard nach dem sonnigen Italien führenden Eisenbahn erwachsen werden. Aus vollem Herzen begrüßen wir daher die Vollendung dieses Riesen-Unternehmens, das in den jüngsten Tagen auf Schweizerboden seine Weihe empfangen hat.

Bezüglich der Dispositionen für den Rest der Reichstagssession verlautet, daß der schriftliche Bericht der Tabakkommission dem Reichs­tag unmittelbar nach Wiedereröffnung seiner Sitzungen zugehen und daß wahrscheinlich schon am Donnerstag den 8. Juni die zweite Lesung der Monopolvorlage im Plenum stattfinden werde. Den Gerüchten von der im Centrum bestehenden Absicht, die Monopolvorlage noch einmal an eine Commission zurückzuverweisen und so die Entscheidung bis in den Herbst hinaus zu verschieben, wird nirgends Glaubwürdigkeit bcigemessen. Der Vorschlag einer permanentes Zwischenkommission könnte höchstens bezüglich der Versicherungsgesetze ernstlich in Erwägung kommen. Die Arbeiten des Reichstages hofft man nach Erledigung der Monopolvor­lage in längstens drei Wochen zu Ende führen zu können.

(Oesterreich-Ungarn.) Den Oesterreichern will es noch immer nicht gelingen, den geeigneten Mann für den nun schon circa fünf Wochen erledigten Posten ihres Reichsfinanzministers zu finden. Es sind in dieser Richtung schon eine Menge Namen genannt worden, aber alle Mittheilungen, daß dieser oder Jener ganz bestimmt zum Nach­folger des Herrn v. Szlavy besignirt fei, haben sich als unzutreffend erwiesen; der Posten des österreich-.sch-ungarischen Finanzministers mit seiner Verantwortlichkeit nach links und nach rechts, d. h. nach beiden Reichshälften hin, ist gerade auch nicht sehr verlockend und wenn, wie es scheint, die bosnisch-herzegowinischen Angelegenheiten dem Ressort des Reichsfinanzministeriums vollständig entzogen werden, so geht dasselbe eines guten Theiles seines Einflusses verlustig. Neuerdings verlautet wieder, Herr V. Szlavy sei unter gewissen Bedingungen nicht abgeneigt, das von ihm abgegebene Portefeuille wieder zu übernehmen, doch Nä­heres ist auch hierüber nicht bekannt. Das österreichische Herrenhaus hat den von der Regierung zur Pacificirung des aufständischen Gebietes verlangten Credit debattelos genehmigt und auch den Zolltarif unver­ändert nach der Regierungsvorlage angenommen.

(Frankreich.) In Frankreich bildet die Demission des Finanz­ministers Löon Say das Ereigniß der Woche, ßéon Say reichte seine Entlassung infolge des Beschlusses der Deputirtenkammer, einen Antrag auf Umwandlung der Wein- und Biersteuer in eine Spritsteuer in Er­wägung zu ziehen, ein, er erklärte sich entschieden gegen die Annahme dieses Antrages, in welchem er eine verhängnißvolle Störung des Gleich­gewichts des Budgets erblickte, und da trotzdem die Kammer aus ihrem Votum beharrte, so trat Say zurück. Der Ministerpräsident de Frey- cinet berief seine Ministerkollegen sofort zu einer Berathung über diesen