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Die SspaltigeZeile
SO Psg.
Nr. 105.
Freitag den 5. Mai 1882.
Amtliches.
(Nr. 8840.) Bekanntmachung, betreffend den Steuererlaß und das Ergebniß der Klaffensteuer-Veranlagung für das Jahr vom
1. April 1882/83, vom 21. März 1882.
In Folge des Gesetzes vom 10. März 1881 (Gesetz-Samml. S. 126) wird hiermit bestimmt, daß die Monatsraten sämmtlicher Stufen der Klaffensteuer und der fünf untersten Stufen der klassifizirten Einkommensteuer für die drei Monate Juli, August und September des Jahres 1882 unerhoben bleiben.
Eine Ermäßigung der veranlagten Jahressteuer auf Grund der Bestimmungen im §. 6 des Gesetzes vom 25. Mai 1873 (Gesetz-Samml. S. 213) und in §. 5 des Gesetzes von demselben Tage (Gesetz-Samml. S. 222) sowie im Artikel II des Gesetzes vom 12. März 1877 (Gesetz-Samml. S. 19) findet für das Steuerjahr 1882/83 nicht statt. Der Normalbetrag der Klaffensteuer ist gesetzlich festgestellt auf
42,100,000 M.
Aus dem Jahre 1881/82 ist nach der Bekanntmachung
vom 21. März 1881 (Gesetz-Samml. S. 137) im
Jahre 1882/83 auszugleichen ein Ausfall von . 689,109 „ Hinzuzurechnen ist der Betrag von .... 54 „
um welchen sich das Veranlagungssoll eines Bezirkes
für 1881/82 in Folge nachträglicher Berichtigung
eines vorgekommenen Irrthums ermäßigt hat.
Der durch Reklamationen und Rekurse entstandene
Ausfall gegen den Normalbetrag des Jahres
1881 82 ist festgestellt auf. . . _____ 745,145 „ zusammen . . 43,534,308 E
Veranlagt sind für das Jahr 1882/83 . . 43,922,238 „
Mithin mehr . . 387,930 M.
Hiernach würden, um die berichtigte Soll-Einnahme von 43,534,308 Mark zu erhalten, auf jede 3 Mark der veranlagten Jahressteuer zu entrichten seinH
2 Mark 97 35/ioo Pfg.
Dieser Betrag ist in Folge der gesetzlichen Bestimmungen auf 3 M. abzurunden (Artikel II des Gesetzes vom 12. März 1877 Gesetz-Samml. S. 19) und kann deßhalb eine Ermäßigung der veranlagten Jahres- steuer nicht stattfinden. Die Ausgleichung des Mehrbetrages von 387,930 Mark ist in dem nächsten Jahre vorzubehalten.
Berlin, den 21. März 1882.
Der Finanzminister gez. Bitter.
Der Herr Finanzminister hat durch Erlaß vom 5. d. Mts. aus Grund des §. 5 des Gesetzes vom 16. Juli 1880 und mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 21. März d. J. (Ges.-S. S. 119 und 120) bestimmt, daß im Steuerjahr 1882/83
1) die vier Monatsraten der fünf untersten Einkommensteuerstufen — einschließlich der zum Satze der zwölften Klassensteuerstufe veranlagten Einkommensteuerpflichtigkn — und der Klassensteuerstufeu sieben bis zwölf einschließlich für die vier Monate
Juni, Juli, August und September;
2) die fünf Monatsraten der sechs untersten Klassensteuerstufen für die fünf Monate
Mai, Juni, Juli, August und September nicht erhoben werden selten.
Kassel, den 15. April 1882.
Königliche Regierung,
Abtheilung für direkte Steuern, Domainen uud Forsten. C I 4475. gez. Schönian.
Wird veröffentlicht mit dem Hinzufügen für die Ortsvorstände und Ortspolizeiverwalter, daß die seither in Gebrauch gewesene Tabelle zur Berechnung der Klassensteuer-Zu- und Abgänge für das Steuerjahr 1882/83 nicht anwendbar ist. Bei Berechnung von Zu- und Abgängen ist die nachstehende Tabelle zu benutzen.
Hanau, am 24. April 1882.
Der Landrath.
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