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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial Correspondenz.
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Lie ispaMge Karmondzeile ob.
deren Raum
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Die 2fpalt Seite
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Die SipaltigeZeile
30 spfg.
Nr. 96.
Dienstag den 25. April
Amtliches.
Bekanntmachung.
Mittwoch den 17. Mai d. I., von 9 Uhr Vormittags ab, sollen hierselbst ungefähr 80 bis 90 Gestütpferde, bestehend aus Mutter- stuten, 4jährigen Hengsten, Wallachen und Stuten und jüngeren Fohlen, meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden.
Sämmtliche vierjährigen und älteren Pferde sind, mehr oder weniger geritten. Die zu verkaufenden Pferde werden am 15. und 16. Mai von 7 bis 10 Uhr Morgens geritten und von 4 bis 6 Uhr Nachmittags auf Wunsch an der Hand gezeigt.
Listen über die zum Verkauf kommenden Pferde werden Anfangs Mai zum Versandt rc. fertig gestellt sein und auf Wunsch zugeschickt werden.
Für Personenbeförderung zu den bezüglichen Zügen vom und zum Bahnhof Trakehnen wird am 15., 16. und 17. Mai gesorgt sein.
Trakehnen, den 24. Februar 1882.
Der Landstallmeister.
_____ gez. von Dassel.__
An die Herrn Bürgermeister der Gemeinden im Bücherthal.
Sie wollen nach vorherigem Benehmen mit den Herrn Pfarrern alsbald diejenigen armen Personen hier namhaft machen, welchen eine Unterstützung aus der Schlingloff'schen Stiftung zugewendet werden kann.
Hanau am 21. April 1882.
___________________________Der Landrath. __________________________
Bekanntmachung.
Vom 15. Mai bis Ende September findet im Verkehr zwischen den Postanstalten in Wildungen Stadt bz. Wildungen Bad einerseits und den Eisenbahnstationen Kassel, Marburg, Gießen und Frankfurt (Main) andererseits eine unmittelbare Personen- und Gepäckeinschreibung statt.
Es können demnach während der erwähnten Zeit bei den Postaustalten in Stadt Wildungen und Bad Wildungen neben den Postfahrscheinen für die Reise von Wildungen nach Wabern noch Eisenbahnbillets I., II. und III. Wagenklasse für die Bahnstrecken Wabern-Kassel, Wabern-Marburg, Wabern-Gießen und Wabern-Frankfurt (Main) gelöst werden.
Ebenso können bei den bezeichneten Bahnstationen neben den Eisen- bahnfahrbilletS L, II. und III. Wagenklasse für die Strecke Kassel-Wabern, Marburg-Wabern, Gießen-Wabern und Frankfurt (Main).Wabern noch Postfahrscheine für die Strecken Wabern-Stadt Wildungen oder Wabern-Bad Wilduugen gelöst werden.
Das Reisegepäck wird vom Abgangsorte bis zum Bestimmungsorte durchbefördert.
Das Personengeld und das etwaige Ueberfrachtporto wird nach dem gewöhnlichen Post- und Eisenbahntarif berechnet.
Kassel, 12. April 1882.
Der Kaiserliche Ober-Postdirektor.
_____Zur Lind e._______________________ Rundschau.
R. F. (Deutsches Reich.) Unser Kaiser erfreut sich in Wiesbaden des besten Wohlbefindens und unternimmt täglich kleinere oder größere Ausfahrten. Am Freitag empfing er und die Kaiserin, welche am genannten Tage früh 8 Uhr ebenfalls in Wiesbaden eingetroffen ist, den Besuch des auf der Rückreise nach Petersburg begriffenen Großfürsten Wladimir von Rußland. Letzterer traf am Sonnabend in Berlin ein und setzte nach mehrstündigem Aufenthalte Abends 11 Uhr die Reise nach Petersburg fort.
Angesichts der in dieser Woche erfolgenden Reichstagseröffnung mindert sich erklärlicher Weise das Interesse an den Verhandlungen der zur Zeit noch thätigen Sanbiage verschiedener Bundesstaaten, zumal diese Verhandlungen Gegenstände von allgemeinerem Interesse nicht berühren. Was das preußische Abgeordnetenhaus anbelangt, so sind von dessen Verhandlungen in der vergangenen Woche nur die Debatten am Donnerstag und Freitag über die Vorlage betreffend die Erweiterung, Ver-
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1882.
^JH^S^^ES» vollständigung und bessere Ausrüstung des Staatseisenbahnnetzes hervorzuheben. Das Haus genehmigte schließlich den Bau einer Anzahl von Linien untergeordneter Bedeutung und ebenso die zur Anlage zweiter Geleise und zum Umbau und zur Erweiterung von Bahnhoss-Anlagen geforderten Summen durchweg nach den Commissionsanträgen. Von weiterem Interesse war lediglich die Diskussion über die Umgestaltung der Kölner Bahnhöfe. Die Budgetkommission hatte beantragt, die von der Regierung zu diesem Zwecke verlangte Summe von 22^2 Millionen Mark einstweilen zu verweigern, damit die Regierung vorerst zu einem befriedigenden Abkommen mit der Stadt Köln gelange, bezüglich des von dieser zu leistenden Kostenbeitrages. Obwohl die Abgeordneten für Köln, Dr. Röckerath, Dr. Reichensperger (Köln) und Bachem sowie Abg. Berger für die Bewilligung der verlangten Summe eintraten, beschloß das Haus doch gemäß dem Anträge der Budgetkommission. Ob die Vorlage betreffs der Kreis- und Provinzialordnung für Hannover in dieser Session mit zur Erledigung gelangt, ist noch zweifelhaft.
In der Kirchen-Commission des Herrenhauses finden augenblicklich die Verhandlungen über die kirchenpolitische Vorlage statt. Im Plenum des Herrenhauses wird über letztere wahrscheinlich Ende dieser Woche berathen werden, zu welchem Zeitpunkte der Wiederzusammentritt des Hauses erfolgen wird. Was das Schicksal der Vorlage anbelangt, so bezweiselt man nicht, daß sich das Herrenhaus im Großen und Ganzen den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses anschließen werde, wenn vielleicht auch unter Annahme der von der Regierung gewünschten Aenderungen hinsichtlich de Fristbestimmung und des Cultusexamens.
Die bayerrsche Reichsraths-Kammer erledigte am Freitag die Berathung des Cultusetats zumeist nach den Beschlüssen der Abgeordnetenkammer, doch wurde der von letzterer gestrichene Dispositionsfonds einstimmig wiederhergestellt, dagegen der Antrag auf Ertheilung des kon- sessionellen Geschichtsunterrichtes mit allen gegen 10 Stimmen abgelehnt. Der Antrag auf Umwandlung des Simnltan-Schullehrerseminars zu Bamberg in eine konfessionell-katholische Anstalt wurde ebenfalls abgelehnt.
(Schluß in der Beilage.)
Tagesschau.
Einweihung des deutsch-amerikanischen Kabels.
Emden, 22. April. (R.- u. St.-A.) Zur Feier der Einweihung des deutsch-amerikanischen Kabels hatte sich die Stadt Emden festlich geschmückt. Außer dem Staatssekretär Dr. Stephan, welcher das Kabel heute dem Verkehr übergeben wollte, waren zu diesem Akte eingetroffen: der General-Direktor der Telegraphen der Niederlande, Staring, mehrere höhere österreichische Telegraphenbeamte, Direktor Shuter und Chef-Ingenieur Lucas, die Elektriker Forde und Ash, Konsul Meier von Bremen, Ober-Postdirektor Starkloff und Geh. Postrath Kempski von Oldenburg, der amerikanische Geschäftsträger Everett aus Berlin und Repräsentanten auswärtiger und hiesiger Behörden. Dr. Lasard, Direktor der „Vereinigten Deutschen Telegraphengesellschast", gab in seiner Rede eine Darstellung der Entstehung und Ausführung des Kabels, worin er hervorhob, daß die erste Anregung zu dem heute vollendeten Werke von dem Staatssekretair Dr. Stephan vor drei Jahren auf der Insel Sylt gegeben worden sei. Er beleuchtete die technischen Schwierigkeiten, welche der Legung des Kabels ohne Zwischenstation entgegengestanden, und berührte den Vertragsabschluß mit der anglo-amerikanischen ÄabelAescll« schaft wegen Benutzung des transatlantischen Kabels, welcher in Verbindung mit dem Entgegenkommen der englischen Regierung das Zustandekommen des Werkes ermöglicht habe. Redner bezeichnete die in sieben Tagen erfolgte Legung des 894 Seemeilen langen Kabels als die gelungenste Operation auf dem Gebiete der submarinen Telegraphie, dankte dem Staatssekretär Stephan für die Förderung des Unternehmens und ersuchte denselben, den Befehl zur Eröffnung des allgemeinen Betriebes geben zu wollen. Dr. Löwe Calbe, Vorsitzender der unternehmenden Gesellschaft, gab der Genugthuung über die Vollendung des Werkes Ausdruck und zollte gleichfalls dem Verdienste des Staatssekretärs Dr. Stephan um dasselbe dankende Anerkennung. Staatssekretär Dr. Stephan dankte in feiner Erwiderung dem Verwaltungsrathe für