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Zugleich AMtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial- Correspondenz.

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Nr. 70.

Donnerstag den 23. März

1882.

Abonnements-Ginladung.

Auf das mit dem 1. April b. I. beginnende neue Abonnement auf den

Hanauer Anzeiger,

amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau, welches im Berlage des hiesigen Waisenhauses täglich mit Unter- Haltungsblatt und Samstags mit derProvinzial-Correspondenz" als Gratis-Beilage erscheint, erlauben wir uns hierdurch ergebens! einzuladen.

Wir werden auch in diesem Quartal unser Hauptaugenmerk darauf richten, unsere geschätzten Leser mit den neuesten und wichtigsten po­litischen und provinziellen Tagesereignissen schnellstens bekannt zu macken, auch den städtischen Vorkommnissen stets unsere besondere Aufmerksamkeit schenken und ebenso amtliche, und kirchliche Nachrich­ten und sonstiges Wissenswerthe auf dem Gebiete des Handels und der Industrie bringen.

Für das Unterhaltungsblatt erwerben wir stets interessante und fesselnde Romane re.

Die große und stetig wach send e Abonnentenzahl unseres Blattes ist die beste Garantie, daß Anzeigen und Bekanntmachungen jeder Art im

Hanauer Anzeiger weiteste Verbreitung finden und von wirksamstem Erfolg sind.

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Tagesschau.

Berlin, 22 März. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen gestern Nachmittag 3 Uhr einen längeren Vortrag des Reichs- kanzlers Fürsten von Bismarck entgegen. Heute Vormittag 10 Uhr empfingen Se. Majestät die Gratulationen der Königlichen Familie und der hier eingetroffenen fremden Fürstlichkeiten.

Berl in, 22. März. (K. Z.) Der Reichskanzler hat heute an der Spitze d.r Stsalsmimster in der Mittagsstunde Sr. Majestät dem Kaiser seine ehrfurchtsvollen Glückwünsche dargebracht. Der Bun­desrath, vom Staatsminister v. Bötticher geführt, erschien V* vor 1 Uhr im kaiserlichen Palais. Das Wetter ist trübe und regnerisch.

DerR. u. St -A." Nr. 70 veröffentlicht: Gesetz, betreffend die Feststellung des Landeshaushalts. Etats von Elfaß-Lothringen für das Etatsjahr 1882/83, vom 12. März 1882.

Fürst Bismarck äußerte zu einem Abgeordneten:Ich habe jetzt wenig Zeit den inneren Angelegenheiten mich zuzuwenden, all' meine Sorge und Zeit gehört den Bemühungen, den europäischen Frieden vor Störungen zu bewahren." Das ist sehr glaublich; denn w,e viel Zeit und Geschick gehört dazu, ein so heißes Liebespärchen wie die Russen und Franzosen zu überwachen und es zu Rendezvous messt kommen zu lassen. Um so besser müssen wir Reichsbürger unsim Innern" auf­führen. (D.-Z.)

In Godesberg am Rhein hat kürzlich eine Zusammenkunft stattgesunden, die dem Kampfe gegen das maßlose Trinken galt. An der Versammlung nahmen mehrere ehemalige Abg., Aerzte (wie Finkeln­burg und Nasse), Geistliche, Industrielle u. s. W. Theil. Man hat be­schlossen, für ein kritisches Studium der meistgelungenen auswärtigen

Methoden und Organisationen zur Bekämpfung der Trunksucht, wie des sogen. Gothenburger Systems, der englischen Kaffeeschenken, des neuen französischen Strafgesetzes von 1873 u. s. f. zu sorgen, einflußreiche Mitstreiter zu werben und dann im Herbst die Konstituirung einer na­tionalen Mäßigkeitsgesellschaft zu versuchen, wozu aus Berlin, Hamburg, Frankfurt a. M. u. s. f. Beitrittserklärungen bereits vorlagen.

Braunschweig, 21. März. In der heutigen Sitzung des Landtags wurde ein Schreiben des Staatsministeriums verlesen, in wel­chem dasselbe das Ersuchen, die Aushebung der technischen Hochschule anzubahnen und .dem nächsten Landtage eine entsprechende Vorlage zu machen, ablehnt.

München, 22. März, 9 Uhr 50 Min. Abends. (Fr. Journ.) An dem Festmahl, welches zur Feier des Geburtsfesttages des Kaisers im Hotel zu denVier Jahreszeiten" heute veranstaltet wurde, nahmen sämmtliche Staatsminister und viele andere hohe Staatsbeamte Theil. Die preußische Gesandtschaft war durch den Grafen von Werthern per­sönlich vertreten. Mitglieder des Landtages, der Gemeindecollegien, Vertreter der Künste und Wissenschaften, des Handels, des Gewerbes hatten sich eingefunden. Im Ganzen waren 150 Personen erschienen. Zuerst toaste der preußische Regierungsrath und Reichsbevollmächtigte Gutsch auf den König. Alsdann Bürgermeister von Erhardt auf den Kaiser. Beide Toaste wurden von großem Jubel begleitet.

Nürnberg, 22. März. Zur Feier des Geburtstages des Kaisers hat die Stadt festlichen Flaagenschmuck angelegt. Von den Be­amten und O ficieren sind Festdiners veranstaltet. Am Abend finden Seitens mehrerer Vereine besondere Festlichkeiten statt.

Weimar, 22. März. Anläßlich des 50jährigen Todestages Goethe's fand in der Fürstengruft eine Gedächtnißfeier statt. An dem Grabe Goethe's wurden Lorbeerkränze niedergelegt: Namens der Stadt Weimar und des Weimarstcken Theaters, des deutschen Schriststellerver- bandes, der Concordia zu Wien, der deutschen Schillerstiftung, des Ver­eins Berliner Presse, des Symposion zu Leipzig, der deutschen Frauen Prags und der Cotta'schen Verlagsbuchhandlung.

Wien, 22. März. Zur Feier des Geburtstags des Deutschen Kaisers findet heute in der Hofburg ein Galadiner statt; zu demselben sind der deutsche Botschafter Prinz Reuß, die diplomatischen Vertreter der anderen deutschen Staaten, der Minister des Auswärtigen Graf Kalnoky, die obersten Hofbeamten und zahlreiche andere Notabilitäten geladen. Morgen findet bei dem Botschafter Prinzen Reuß ein Diner statt.

Wien, 22. März. Die amtlicheAbendpvst" schrei t: Kaiser Wilhelm, der erlauchte Freund und Verbündete unseres Monarchen, vollendet heute in geistiger und körperlicher Rüstigkeit das 85. Lebens­jahr. In herzlichster Weise schließt sich an die Familienfeier in Berlin unser Kaiserhaus an und an den Glückwünschen des deutschen Volkes nehmen auch die Völker Oesterreich - Ungarns in innigster Weise Theil. (Fr. I.)

St. Petersburg, 22. März. DerGolos" widmet dem Kaiser Wilhelm anläßlich des heutigen Geburtstages einen sympathischen Leitartikel, welcher mit den Worten schließt: In innigem Gefühle ver­einigen wir uns mit den Millionen Herzen, welche dem Kaiser Wilhelm eine noch lange und sriedliche Regierung wünschen.

Der alte russische Kanzler Gorlschakoff, der an einem Bündniß Rußlands mit Frankreich viele Jahre lang selber eifrig gearbeitet und von Bismarck dabei auf die Finger geklopft worden ist, hat sich das Verdienst erworben, sehr klar zu enthüllen, was für einen Sinn die Re­den und Wühlereien Skobeleffs in Paris haben. In einer Ge- fkllsckast in Petersburg sagte er: Das Auftreten Skobeleffs ist von größ­ter Wichtigkeit. Er hat endlich gesagt, was gesagt werden mußte und was in anderer Weise nicht gesagt werden ksnnte. Sehen Sie nicht die Ohnmacht Frankreichs und die Furcht desselben vor Deutschland, die durch den alten Glauben an die Innigkeit und Festigkeit eines deutsch-russischen Bündnisses erhöht wird? Wer konnte den Franzosen sagen, daß der Russe den Deutschen als seinen Feind be­trachtet, und die deutsch-russische Freundschaft nicht so fest ist, tote die