„weißen Taube": Oeffentlicher biblischer Vortrag des Herrn F. Stoll. Abends 9 Uhr: Spritze Nr. 4 in den „3 Rindern" (oberes Sälchen); Nr. 5 im „goldenen Herz"; Brandwache und Rettungs-Corps bei Beck.
— (Berichtigung.) In dem Berichte über die Jubiläumsfeier des Herrn Pfarrer Rullmann (abgedruckt in Nr. 29 des „Hanauer Anzeiger) lies Zeile 16 des Berichts von oben statt gewissenhaft „gewissermaßen".
— Kassel, 4. Jan. Gestern Nachmittag wurde das neue Regierungsgebäude von dem Herrn Oberpräsidenten Graf zu Eulenburg und Regierungspräsidenten Herrn v. Brauchitsch unter Führung der Herren Reg.- und Baurath Lange und Bauinspektor Röhnisch besichtigt.
— Kassel, 4. Febr. Die gemischte Kommission, welche Vorschläge in Betreff der Verwendung des an die Stadt abgetretenen alten Regierungsgebäudes am Königsplatz zu formuliren hat, ist unserem Vernehmen zufolge keineswegs einig. Die Majorität will den Ausbau der unteren Räumlichkeiten zu Läden, während in den oberen Räumen die städtische Verwaltung untergebracht werden soll. Die Minorität empfiehlt den Verkauf des Grundstücks. (H. M.)
— Fulda, 14. Februar. Die „Fuld. Ztg." schreibt: Der heutigen „Rhabanusfeier" in der Aula des hiesigen Gymnasiums wohnte auch der Hochwürdigste Herr Bischof an. Es war dies seit vielen Jahren das erste Mal, daß unser Gymnasium wieder einen Kirchensürsten in seinen Räumen sah. — In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar sind einem Bauer in Lütter sämmtliche Würste, 180 Stück, gestohlen worden Derselbe halte kurz vorher 3 Schweine und ein Rind geschlachtet und aus dem größten Theil des Fleisches dieser 4 Thiere jene Würste gemacht.
AM der NMW^SWÄ
— Frankfurt a. M., 4. Februar. Ein hiesiger Handelsmann hatte verschiedene Wechsel acceptirt, die in Umlauf gesetzt wurden und jetzt fällig sind. Der Zahlung ist der Acceptant aber aus dem Wege gegangen, indem er, wie verlautet, eine Reise über den Ocean angetreten hat. — In der alten Mainzergasse erschien gestern ein Bettler bei einem Metzger und bat um eine kleine Unterstützung. Als ihm diese verweigert wurde, fing er an zu schimpfen, und nicht genug damit, schlug er dem Manne auch noch die Scheiben seines Erkers ein. Zufälliger Weise ging ein Schutzmann gerade vorbei und sorgte für die Festnahme des insolenten Strolches. — Wie sehr vorsichtig man beim Schneiden der Fußnägel sein soll, beweist folgender Vorfall. Ein hiesiger, mit Glücksgütern reich gesegneter Finanzier, schnitt sich ungeschickt den eingewachsenen Nagel der rechten großen Fußzehe; die hierdurch entstandene Verletzung war schlimm und führte schließlich zur Abnahme der Zehe, doch damit war die Operation noch nicht beendigt. Die Sache wurde immer schlimmer und mußte vorgestern, in der Hoffnung, dadurch der Blutvergiftung Einhalt zu thun, der Fuß sammt einem Stück Bein abgenommen werden. Wenige Minuten vor der Operation machte der "in vielen Kreisen beliebte Mann sein Testament und warteten die anwesenden Aerzte, bis dieser Akt vollendet war. Ruhig und ergeben vertraute er sich ihrer kunstfertigen Hand an. Die Amputation ging glücklich von Stetten. Wenige Stunden darauf trat der erlösende Tod ein. (G.-A.)
— Zum ersten Male auf dem Kontinent fand gestern Abend auf der Strecke Frankfurt-Hanau eine Probefahrt mit einem durch elektrische Glühlichter erleuchteten Eisenbahnzuge statt. Die von der Firma H. G. Moehring in Frankfurt zur Verfügung gestellte dynamo-elektrische Maschine wurde von der Wagenachse bewegt, so daß keine besondere Triebkraft erforderlich war. Außerdem wurde eine Anzahl Faure'scher Batterien benutzt. Die von dem Telegraphen-Jn- spektor Loebbccke in ingeniöser Weise angeordneten Apparate gaben eine ganz brillante Wirkung, die jeden Theilnehmer überraschen mußte. (Fr. ßtg.)
— Nauheim, A. Limburg, 2. Febr. Nachdem die Gewerkschaft „Nassoma" wiederholt Bohrversuche auf Eisenstein in der hiesigen Ge- markung hatte anstellen lassen, hat derselben endlich ein Glücksstern geleuchtet ; denn vor kurzer Zeit ist hart an dem Wege nach Dauborn ein 10 Fuß mächtiges Rothersensteinlager angebohrt worden. Ueber die Qualität dieses Eisenerzes läßt sich augenblicklich noch kein genaues Urtheil abgeben, doch darf als sicher angenommen werden, daß der Eisenstein bauwürdig ist. Für die hiesige, nur Landwirthschaft treibende Ge
NlMNr-sMMW.
Donnerstag den 9. Februar d. I.,
Nachmittags 1 Uhr, sollen im Langenselbolder Gemeindewald, Forst- ort Stümpfe:
49 Eichen-Abschnitte von 6—12 m Länge u. 30—94 cm Durchmesser, an Ort und Stelle verkauft werden.
Langenselbold den 2. Februar 1882. 1243
Der Bürgermeister Lehr.
Inserate.
Die in den hiesigen Garnison-Anstalten pro Etatsjahr 1882/83 auszuführenden Hafnerarbeiten sollen am 10. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, in unserem Geschäftszimmer, Schloßstraße Nr. 9, an den Mindestfordernden verdungen werden. Die betreffenden Offerten mit der Aufschrift: „Submission auf Hafnerarbeiten" sind uns vor dem Termine einzureichen.
Hanau den 4. Februar 1882. 1235
Königliche Garnison-Verwalter.
Kirchgasse 16 eine kleine Wohnung. 1236
gend wäre ein Aufblühen der Montanindustrie oder auch nur eines Zweiges derselben von großer Wichtigkeit. Wir rufen darum der betr. Gewerkschaft ein fröhliches „Glück auf!" zu. (Rh. K.)
— Niederbrechen, 3. Febr. Gestern gegen ^27 Uhr Abends brach hier in dem Hause des Maurermeisters Schneider Feuer aus, welches das Wohnhaus und einen anstoßenden Stall in Asche legte. Die beiden Spritzen versagten merkwürdigerweise ihren Dienst, so daß man im Orte sagt: „Die Spritzen waren eingefroren". Die Hauptspritze haben wir erst vor wenigen Jahren von Idstein für 800 Thlr. bezogen. Thatsache ist, daß eben die Spritzen ihren Dienst versagten.
Verloosungen.
— Berlin, 4. Febr. Bei der heute beendeten Ziehung der
4. Klasse 165. Königlich preußischer Klassenlotterie fielen:
1 Gewinn Don^SOOOO M. auf Nr. 68186.
2 Gewinne von 15000 M. auf Nr. 35503 48011.
49 Gewinne von 3000 M. auf Nr. 7348 10104 19778 20405 22417 24915 24999 26102 28634 30033 34320 35505 35678 35854
36510 37316 37800 42029 42687 42721 43792 44708 45844 53062
54253 54906 55608 56165 58593 53973 63260 63361 65177 69985
70572 70964 72058 72190 75253 78328 79998 80100 83469 84512
84791 85616 89069 89744 93779.
45 Gewinne Inon 1500 M. auf Nr. 1211 1272 3248 3398 5727 7892 9766 10106 11652 12660 12930 22687 23544 23844
28277 30423 35006 36356 36384 37341 39679 41014 41090 41574
41685 44731 46592 48323 51403 52902 55704 62553 64574 66419
67028 69995 71633 73352 75517 77609 81633 85821 87645 93566
93584
55 Gewinne von 600 M. auf Nr. 783 1732 4740 8060 8269 8864 10304 11085 12127 14679 16626 17512 19510 20213 21350
22340 22436 26868 27540 29174 30810 34921 52044 55098 57530
58605 59188 61655 64998 65357 67778 67803 69126 69244 69490
70066 70342 70369 70462 71822 73197 74917 77899 79972 81448 8178282205 82747 83019 84635 90956 91156 93403 94413 94913.
Thermometer st and.
4. Februar. Höchster Stand + 1°, Abends 7 Uhr — Vk6; 5. Februar. Morgens 7 Uhr — 4°, Vormittags 10 Uhr — l1^0; Tiefster Stand — 4e, Abends 7 Uhr — 1°; 6. Februar. Morgens 7 Uhr — P/20, Vormittags 10 Uhr — l1^0.
Auszüge aus dem Amtsblatt Königlicher Regierung zu Cassel.
Breitenborn. Auf Antrag eines Pfandgläubigers wird zur zwangsweisen Versteigerung der in der Gemarkung von Breitenborn gelegenen Grundstücke des Bauers Johannes Stübing 2r (Georg Philipps Sohn) zu Breitenborn erster Verkaufstermin auf den 30. März d. I., event, zweiter auf den 27. April d. I, und dritter auf den 25. Mai d. I., jedesmal Vormittags von 11 bis 12 Uhr, an Königliches Amtsgericht Wächtersbach angesetzt.
Langendiebach. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverksuf der auf den Namen des Johannes Konradi 4r und dessen Ehefrau, Margaretha, geb. Dit ter, von Langendiebach katastrir- ten, in der Gemarkung von Langendiebach belegenen Immobilien erkannt und zu dessen Vollziehung Verkaufstermine und zwar: erster auf den 16. März 1882, eventuell zweiter auf den 20. April 1882, event, dritter auf den 25. Mai 1882, jedesmal Vormittags von 11 bis 12 Uhr, an Königliches Amtsgericht Langenselbold anberaumt.
Hüttengesäß u. Langenselbold. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverkauf der auf den Namen des Schuhmachers Johannes Lochmann zu Hüitengesäß, katastrirten, in der Gemarkung von Hüttengesäß und Langenselbold belegenen Immobilien erkannt und zu dessen Vollziehung Verkaufstermine und zwar: erster auf den 9. März 1882, eventuell zweiter auf den 13. April 1882, eveniuell dritter auf den 11. Mai 1882, jedesmal Vormittags von 11 bis 12 Uhr, an Königl. Amtsgericht Langenselbold anberaumt.
Bekanntmachung.
Dienstag den 7. Februar er.,
Nachmittags 2 Uhr, sollen im Versteigerungslokal des Herrn August Berg, Lothringergasse Nr. 27:
32 Bimssteine, 1 Kanne mit Leinöl, 1 Kanne mit Terpentinöl, eine mit Schleislack und eine mit Wagenlack, Chromgelb, 1 Farbmühle und verschiedene Mobiliargegenstände verkauft werden. 1247
Sturm, Gerichtsvollzieher.