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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial- Cvrrefpondenz.

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Nr. 24.

Samstag den 28. Januar

1882.

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Gestellungen

auf den Hanauer Anzeiger für die Monate Februar und März nehmen alle Postanstalten sowie die Expedition (Waisenhaus, Hammergasse Nr. 9) entgegen.

Amtliches.

Bekanntmachung wegen Ausreichung der Zinsscheine Reihe VI zu den Prioritäts-Obli­gationen der Münster-Hammer Eisenbahn.

Die Zinsscheine Reihe VI Nr. 1 bis 8 zu den Prioritäts-Obli­gationen der Münster-Hammer Eisenbahn über die Zinsen für die Zeit vom 1. Januar 1882 bis 31. Dezember 1885 nebst den Anweisungen zur Abhebung der Reihe VII werden vom 1. Dezember d. I. ab von der Kontrolle der Staatspapiere hierselbst, Oranienstraße 92 unten rechts, Vormittags von 9 bis 1 Uhr, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage und der letzten drei Geschäftslage jedes Monats, ausgereicht werden.

Die Zinsscheine können bei der Kontrolle selbst in Empfang ge­nommen, oder durch die Regierungs-Hauptkassen, die Bezirks-Hauptkassen in Hannover, Osnabrück und Lüneburg oder die Kreiskasse in Frankfurt a/Main bezogen werden.

Wer die Empfangnahme bei der Kontrolle selbst wünscht, hat der­selben persönlich oder durch einen Beauftragten die zur Abhebung der neuen Reihe berechtigenden Talons mit einem Verzeichnisse zu übergeben, zu welchem Formulare ebenda und in Hamburg bei dem Kaiserlichen Postamte Nr. 2 unentgeltlich zu haben sind. Genügt dem Einreicher der Talons eine numerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist das Verzeichniß einfach, wünscht er eine ausdrückliche Bescheinigung, so ist es doppelt vorzulegen. Im letzteren Falle erhalten die Einreicher das eine Exemplar mit einer Empfangsbescheinigung versehen sofort zurück. Die Marke oder Empfangsbescheinigung ist bei der Ausreichung der neuen Zinsscheine zurückzugeben. In Schriftwechsel kann die Kontrolle der Staatspapiere sich mit den Inhabern der Talons nicht einlassen.

Wer die Zinsscheine durch eine der oben genannten Provinzial- Kassen beziehen will, hat derselben die Talons mit einem doppelten Ver­zeichnisse einzureichen. Das eine Verzeichniß wird mit einer Empfangs­bescheinigung versehen sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der Zinsscheine wieder abzuliefern. Formulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten Provinzialkassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsblättern zu bezeichnenden sonstigen Kassen un­entgeltlich zu haben.

Der Einreichung der Prioritäts-Obligationen bedarf es zur Er­langung der neuen Zinsschein-Reihe nur dann, wann die Talons ab­handen gekommen sind, in diesem Falle sind die Prioritäts-Obligationen an die Kontolle der Staatspapiere oder an eine der genannten Pro- Vinzial-Kassen mittelst besonderer Eingabe einzureichen.

Berlin, den 21. November 1881.

Hauptverwaltung der Staatsschulden.

gez. Sydow, gez. Hering, gez. Merleker. gez. Michelly.

Kassel, den 29. November 1881.

Die vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch mit dem Bemerken veröffentlicht, daß die Formulare zu den Verzeichnissen über die Behufs Empfangnahme der neuen Zinsscheine einzureichenden Talons bei der Regierungs-Hauptkasse hier und den sämmtlichen Steuerkaffen unseres Bezirks unentgeltlich zu haben sind.

Königliche Regierung.

_______________________ v. Brauchitsch.__

Nachdem der als Schiedsmann-Stellvertreter gemäß der Schieds­mann-Ordnung vom 29. März 1879 für die Gemeinden und Guts­bezirke Oberissigheim, Rüdigheim, Rüdigheimerhof, Ravolzhausen und Baiersröderhof welche einen Schiedsmannbezirk bilden vom Kreistage gewählte Bürgermeister Klein in Ravolzhausen, verstorben

ist, hat der Kreistag den jetzigen Bürgermeister Johannes Clauß II. in Ravolzhausen zum Stellvertreter des Schiedsmanns Oekonom Schuppius zu Rüoigheimerhof gewählt.

Hanau, den 24. Januar 1882.

Der Landrath.

Nachstehende Bestimmungen, betreffend die Nachsuchung der Berech­tigung zum einjährig freiwilligen Dienste, werden hierdurch wiederholt bekannt gemacht:

Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre nachgesucht werden. Der Nachweis derselben ist bei Verlust des Anrechtes spätestens bis zum 1. April des ersten Militärpflichljahres zu erbringen.

Wer die Berechtigung nachsuchen will, hat sich bei der Prüfungs- Commission, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist, spätestens bis zum 1. Februar des ersten Militärpflichtjahres schriftlich zu melden.

Alljährlich finden zwei Prüfungen statt, die eine im Frühjahr, die andere im Herbst.

Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Frübjahrs- prüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüfung spätestens bis zum 1. August angebracht werden.

Hanau, den 28. Januar 1882.

Der Landrath.

Der Heinrich Philipp Hock aus Oberdorfelden hat einen Paß für sich nach Amerika beantragt.

Hanau am 25. Januar 18*2.

Der Landrath.

Entlau fen: Ein Rauhpinscher.

Verloren: Ein weißer Damen-Ballschuh. Ein großer weißer Manschettenknopf. Ein Portemonnaie mit ca. 5 Mark. Eine graue Pferdedecke mit rothen Streifen, von Hanau bis Langenselbold.

Zugelaufen: Ein junger Dachshund, weiß, mit braunen Ohren, m Geschlechts; Empfangnahme bei Jakob Basermann zu Bruchköbel.

Gefunden: Eine braunseidene Kordel mit Quasten. Ein kleines Mefferchen. Ein goldener Fingerring.

Hanau am 28. Januar 1882.

_____________________Aus Königl Landrathsamt. ____________________

Tagesschau.

Se. Majestät der Kaiser haben im Namen des Reichs den bis­her bei dem Konsulat in Iokohama angestellten A. Schaeffer zum Vize- Konsul in Buenos-Aires zu ernennen geruht.

Berlin, 27. Januar. Se. Majestät der Kaiser und König hörten heute Morgen den Vortrag des Polizeip-äsidenten von Madai und empfingen um 3Vs Uhr den General-Superintendenten Dr. Kögel und darauf den Botschafter Grafen von Hatzfeldt.

B erlin, 27. Jan. (K. Z.) Es bestätigt sich, daß Herr v. Schlèzer sich in den ersten Tagen nächster Woche, wahrscheinlich Montag, nach Rom begeben wird. Nachrichten zufolge, die aus den Kreisen der hiesigen russischen Botschaft stammen, wird bezweifelt, daß für jetzt ein Wechsel in der hiesigen russischen Botschaft stattfinden werde.

Berlin, 27. Jan. (Reichstag, 36. Sitzung.) Das spärlich besetzte Haus erklärt zunächst die Wahl des Abg. V. Pilgrim (Goslar) für gültig und setzt dann die dritte Berathung des Etats fort. Aus durchweg kurzen Bemerkungen der einzelnen Redner, die an die aller- verschiedensten Etatèartikel anknüpften, setzten sich Debatten zusammen über die Polenfrage, die Handhabung des Socialistengesetzes in Sachsen, den Nutzen der Weltausstellungen, das Auswanderungtwesen und die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in der Hausindustrie. Beim Post­etat werden zwei in zweiter Lesung abgelehnte Titel wiederhergestellt und erste Bauraten für Postdienstgebäude in Erfurt und Marburg mit 125 000, bezw. 80 000 M. bewilligt. Es folgt wiederholter Bericht der Budgetkommission, die Neubreisecher Militärinstitute betreffend. Der