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den Verlust in tiefe Trauer versetzt werden. Der Knabe ist muthmaß- lich beim Schlittschuhlaufen umgekommen. (H. M.)

— Kassel, 27. Dezbr. Ein Hauptgauner hat am Heiligenabend Vielen die Weihnachtsfreude verdorben und die Polizei in Bewegung gefeit. Es wurden nicht weniger als 5 Paletots gestohlen, die auf den Vorgängen der betr. Wohnungen an den Kleiderhaltern hingen. Die Entwendungen haben um die 7. und 8. Abendstunde stattgefunden Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Verschluß der Thüren durch sog. Drückerschlösfer nicht schützt; überhaupt wird es sich empfehlen auf den Gängen nichts offen hängen zu lassen. (K. Jl.)

— Fulda, 27. Dez. Soeben wurde die Consecration des Bischofs Kopp vollzogen. Derselbe hielt eine kurze herzliche Ansprache an die versammelten Gläubigen, die warme Fürsorge des Kaisers für die Kirche besonders betonend. — Heute Mittag wurde die Einweihung des neuen Bischofs Kopp vollzogen. Das Weihamt übte der Bischof von Hildes- heim, unter Beistand der Bischöfe von Trier und Würzburg. Die Bis- thümer Freiburg, Limburg, Mainz und Paderborn waren durch Dom­herr n vertreten. Der Oberpräsident und der Regierungspräsident wa­ren anwesend. 169 Geistliche wohnten der feierlichen Handlung bei. — Soeben findet ein großer Fackelzug und eine allgemeine Illumination zu Ehren des neuen Bischofs statt. Beim Festdiner wurden Toaste auf den Papst, den Kaiser, den Bischof u. s. w. ausgebracht. Der Ober- präsident Graf Eulenburg trank auf die Eintracht zwischen Staat und Kirche. (Fr. Pr.)

Aus der Umge$enb»

— Frankfurt a. M., 27. Dezember. In Sachsenhausen wurde ein alter Mann obdachlos und halb erfroren aufgefunden und in poli­zeiliche Pflege genommen. — Bei den Herren B. Roth Söhne hat sich die Fütterung der Pferde mit Mais sehr gut bewährt. Jetzt soll auch beim städtischen Fuhrparke die Maissütterung versuchsweise einge­führt werden. (Fr. Ztg.)

— Die Freunde des Preisturner Christ. Meller wird es interes- siren zu erfahren, daß derselbe in New-Iork ein Bier-Restaurant be­treibt. Es liegt uns ein Cirkular desselben vom 10. Dez. vor, worin er seine Freunde und Bekannte zu einer „Frankfurter Messe" freund!, einladet. — Vorige Woche weilten zwei russische Architekten in hiesiger Stadt und studirten mehrere Tage die Einrichtungen des Frankfurter Opernhauses. — Ein junges reiches Ehepaar machte feine Hochzeitsreise nach Paris, wo sich die Gatten sehr schnell entzweiten und die Gattin bestand darauf, sofort wieder hierher zurück zu ihren Eltern zu reisen. Der Gatte gab ihr nicht die nöthigen Geldmittel, allein sie wußte sich Rath, versetzte die Brillanten und fuhr ab. Der Gatte benachrichtigte seine Schwiegermutter telegraphisch von dem Vorgefallenen und diese fuhr, ohne sich zu besinnen, der Tochter entgegen. Sie beredete sie znr Rück­kehr und schloß ihren Strassermon mit den Worten: Töchter habe ich genug, aber nur einen Schwiegersohn. (G.-A.)

— Darmstadt, 24. Dez. Gestern fand die Sektion des er­schlagenen Gärtnerlehrlings Stein statt. Der Schädel ist in unzählige Stücke zerschlagen und das Hirn zu einem Brei zermalmt. Der Thäter ist noch nicht ermittelt.

— Mainz, 23. Dez. In einem unserer Nachbarorte wurde vor- gestern durch einen Metzger ein Schwein geschlachtet, wobei dieser sich eine kleine Verletzung an der Hand zuzog. Während der Arbeit schwoll dem Metzger die Hand bereits stark an, und bald darauf war auch schon der Arm zu einer unförmlichen Masse angeschwollen. Der Arzt kon- statirte eine Blutvergiftung. Die Untersuchung des Schweines ergab, daß dasselbe den Milzbrand hatte; die Fleischtheile wurden alsbald ver­scharrt. Der Metzger liegt lebensgefährlich krank danieder.

Marktbericht.

Frankfurt a. M., 27. Dezember. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren: ca. 330 Ochsen und ebensoviel Kühe, 200 Kälber und 400 Hämmel. Die Preise für 100 Pfund Fleischgewicht stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 65—67, 2. Qual. M. 62—64, Kühe 1. Qual. M. 56—58, 2. Qual. M. 45-50,

Submission.

Die Lieferung der Verpflegungsbedürfnisse und der Reinigungs-Materialien, sowie der Verkaus der Küchenabgänge, Knochen und Brodreste des hiesigen Garnison-Lazareths für das Etalsjahr 1882/83 soll im Wege der Submission vergeben werden, und werden lieferungs- bezw. kauflustige Unternehmer ersucht, ihre vorschriftsmäßigen Offerten bis zu dem auf

Mittwoch den 11. Januar 1882, Vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer des Garnison-Lazareths an- beraumten Termin, woselbst von heute ab auch

Inserate.

die Bedingungen zur Einsichtnahme ausliegen, einzureichen. 11549

Hanau den 27. Dezember 1881.

Königliches Garnison-Lazareth.

Auf den Schießständen im Lamboywalde sol- sen 4 Anzeigerdeckungen hergestellt und diese Zimmerarbeiten im Submissionswege verdungen werden.

Zu diesem Zweck ist ein Termin auf

Dienstag den 10. Januar k. I., Vormittags 10 Uhr,

— Schloßstraße Nr. 9 — anberaumt, wozu Unternehmer versiegelte Offerten mit der Auf- schrift: Submission auf Herstellung von 4 An­

Kälber 1. Qual. M. 54-56, 2. Qual M. 40-50, Hämmel 1. Qual M. 58—60, 2. Qual. M 40—50. Schweine wurden vorige Woche 680 Stück eingesührt und das Pfund mit 65 Pfg. bezahlt.

Thermometer st and.

27. Dezember. Höchster Stand + 2°, Abends 7 Uhr + IV20; 28. Dezember. Morgens 7 Uhr + 1/2°, Vormittags 10 Uhr + V20.

An die Freunde der einheimischen Vögel.

Wieder einmal nahet der Winter und mit ihm viele Drangsale und Sorgen für die im Winter bei uns bleibenden Vögel. Kälte und Hun­ger sind zwei hervorragende Feinde derselben. Der Hunger ist jedoch der schlimmste dieser Feinde, und an ihm gehen alljährlich viele Vögel zu Grunde. Wenn draußen alles mit Schnee bedeckt oder gar mit Glatt­eis überzogen ist, dann ist den Vögeln die Möglichkeit genommen, sich im Freien die Nahrung selbst zu suchen. Dann nähern sich viele der­selben den menschlichen Wohnungen, um dort zu finden, was sie im Felde in dieser bösen Zeit vergeblich suchen — das erforderliche Futter. Hau­benlerchen, Goldammern, Feldsperlinge, Stieglitze, Zeisige, Finken, Mei­sen, Goldhähnchen, Zaunkönige, Amseln und Raben sind in den Gärten und Anlagen, auf Straßen und freien Plätzen in der Nähe der Ort­schaften die täglichen Wintergäste. Jeder Thierfreund weiß, was seine Lieblinge zu finden hoffen und reicht ihnen gern etwas Futter. Aber auch die Thierschutzvereine sehen in jener Zeit einen wesentlichen Theil ihrer Thätigkeit darin, den hungernden Vögeln das entsprechende Futter zu reichen. Auch in dem bevorstehenden Winter wird der hiesige Thier- schntzverein bemüht sein, die Noth der armen Vögel nach Kräften zu lindern, wie derselbe auch überzeugt ist, daß alle wahren Thierfreunde ein gleiches Bestreben zeigen werden.

Soll aber den nothleidenden Vögeln durch Ausstreuen von Futter wahrhaft genützt werden, so darf man nur solches Futter reichen, das die Vögel in der besseren Jahreszeit draußen suchen und finden. Brot, Semmel und gekochte Hülsensrüchte dürfen nicht ausgestreut werden, da diese Stoffe bei feuchter Witterung leicht sauer werden und dann bei den Vögeln Durchfall erzeugen, welcher in der Regel mit dem Tode endigt. (Sperlinge und Dohlen darf man auf trockenem Fensterbrett mit Brot­krümchen füttern).

Ebenso ist auf zweckmäßige Wahl von Futterplätzen zu achten. Wenn in einem Garten Meisen, Baumläufer und Finken sich aufhalten, so befestigt man am besten etwa mannshoch in den Siesten eines Bau­mes ein wagrechtes mit Leisten umgebenes Brett, welches mit Kürbis-, Gurken-, Sonnenblumenkernen, Hanf, Rübsen, Nußkernstückchen, Talg und ungekochtem Mark bestreut wird.

Goldammern, Haubenlerchen, Feldsperlinge und nordische Gäste fin­den sich am häufigsten auf mit Bäumen bepflanzten Landstraßen in der Nähe der Ortschaften ein. Wenige Schritte von der Landstraße entfernt, kehrt man den Schnee hinweg, bestreut diese freie Stelle mit Spreu oder Heilsamen, und bedeckt dieselbe lose mit sparrigen Dornen. Das zu reichende Futter besteht in Hafer und geringem Getreide.

Im freien Felde, in großen freiliegenden Obstgärten, an gegen Sü­den gelegenen Abhängen, z. B. Paffenden Eisenhahnböschungen lassen sich mit Vortheil Futterplätze für Stieglitze, Hänflinge, Finken und Zeisige anlegen. Nachdem solche Plätze, wie vorher angegeben, zabereitet sind, bestreut man sie mit Mohnsamen, Rübsen, Hanf und öligen Gartensä­mereien. Daneben kann man einige Pfähle einschlagen und kleine Bün­del von Distel-, Möhren- und Cichorienstauden daran befestigen.

Für Drosseln kehrt man am besten unter einem dichten Lebens­baume oder Tannengebüsch den Schnee hinweg, streut etwas Geniste, z. B. abgefallenes Laub dahin und füttert dann mit Vogelbeeren, Weiß- dornfrüchten, Trauben des wilden Weines, Hagebutten, getrockneten Hollunder- und Heidelbeeren sowie mit feingehackten Fleischstückchen.

Zur Fütterung der Zaunkönige verwendet man am besten das Dorn­körbchen, in welches man Ameisenpnppen (vielleicht auch etwas Mohn­samen für Braunellen) legt. Jedoch muß dasselbe möglichst versteckt und an einem solchen Platze angebracht werden, an welchem der kleine Schlüpfer sich täglich anfhält.

zeigerdeckungen", vor dem Termin einzureichen haben.

Bedingungen liegen in unserem Geschäftszim­mer zur Einsicht auf. ' 11552

Hanau den 28. Dezember 1881.

Königliche Garnison-Verwaltung. Aal in Gelee, Geräuch. Aal, „ Dorsch, Kieler Bäckinge.

11566 Fischhandlung Dechert.

Ein ordentliches Mädchen wird gesucht, 11551 Neust. Markt 7, 1 Tr. hoch.