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DieSspaitigeZeile
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Nr. 231. Mittwoch
Amtliches.
Bekanntmachung.
Die diesjährigen Herbst-Kontrol-Versammlungen für die Ort- ch asten:
Bergen, Berkersheim, Bischofsheim, Bockenheim, Eckenheim, Enkheim, Eschersheim, Fechenheim, Ginnheim, Gronau, Mainkur, Praunheim, Preungesheim und Seckbach finden am:
10., 11., 12., 13., 14. und 15. Oktober,
früh 9 Uhr und Vormittags 11 Uhr, auf dem Hofe der neuen Infanterie-Kaserne hierselbst, Gutleutstraße, statt.
Dies wird mit dem Bemerken veröffentlicht, daß zu denselben sämmtliche Reservisten, sowie diejenigen Wehrleute zu erscheinen haben, deren gesetzliche Dienstzeit in der Periode vom 1. April bis zum 30. September ihr Ende erreicht.
Dispensationen von den Kontrol- Versammlungen können eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche bis spätestens den 7. Oktober er. an den betreffenden BezirkS-Feldwebel hierselbst gerichtet werden.
Die Einberufung zu den Kontrol-Versammlungen erfolgt durch Austheilung von Gestellungs-Ordres und ist der Mllitair-Paß, sowie das Führungs- Attest mit zur Stelle zu bringen.
Zugleich werden die zum Erscheinen verpflichteten Mannschaften, welche den Wechsel ihres Aufenthaltsortes, oder eine Veränderung der Wohnung bei dem Bezirksfeldwebel hierselbst noch nicht gemeldet haben, aufgefordert, diese Meldung unverzüglich zu bewirken.
Frankfurt a/M., den 9. September 1881.
Königliches Bezirks-Kommando
des Reserve-Landwehr-Bataillons (Frankfurt a/M.) Nr. 80.
Bekanntmachung.
Die diesjährigen Herbst-Kontrol-Versammlungen im Kreise Hanau finden an nachstehenden Orten, Tagen und Stunden statt:
In Mittelbuchen am 10. Oktober, Vormittags 10 Uhr,
„ Windecken „ 11. „ „ 10 „
„ Hanau „ 12.ii.13.,, „ 10 „
„ Langenselbold „ 14. „ „ 10 „
Dies wird mit dem Bemerken veröffentlicht, daß zu denselben sämmtliche Reservisten, sowie diejenigen Wehrleute zu erscheinen haben, deren gesetzliche Dienstzeit in der Periode vom 1. April bis zum 30. September ihr Ende erreicht.
Dispensationen von den Kontrvl-Versammlungen können eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche brs spätestens den 7. Oktober c. an den Bezirksfeldwebel in Hanau gerichtet werden.
Die Einberufung zu den Kontrol-Versammlungen erfolgt durch Austheilung von Gestellungs. Ordres und ist der Militair-Paß, sowie das Führungs-Attest mit zur Stelle zu bringen.
Zugleich werden die zum Erscheinen verpflichteten Mannschaften, welche etwaige Wohnuugs- oder Aufenthalts-Veränderupgen bei dem Bezirksfeldwebel in Hanau noch nicht gemeldet haben, aufgefordert, diese Meldung unverzüglich zu bewirken.
Frankfurt a/M., den 9. September 1881.
Königliches Bezirks-Kommando
des Reserve-Landwehr-Bataillons (Frankfurt a/M.) Nr. 80.
Bekanntmachung.
Die Ersatz-Reservisten I. Classe — Jahrgang 1876 — welche in der Stadt Bockenheim bezw. in den Ortschaften Bergen, Berkersheim, Bischofsheim, Eckenheim, Enkheim, Eschersheim, Fechenheim, Ginnheim, Gronau, Mainkur, Praunheim, Preungesheim und Seckbach ihren Wohnsitz haben, werden hierdurch aufgefordert, ihre Ersatz-Reserve-Scheine behufs Uebersührung zur Ersatz Reserve II. Classe unverzüglich dem Bezirks Feldwebel der 6. Compagnie (Bureau im Hauptwachtgebäude hierselbst) vorzulegen.
Frankfurt a/M., den 21. September 1881.
____________Königliches Bezirks-Commando.__________________
Durch Erlaß des Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 19. v. Mts. ist dem Kreisbauinspektor Arnold zu Carthaus die durch
den 5. Oktober 1881. den Tod des Kreisbauinspektors Grau vakant gewordene Kreisbauinspektor-Stelle zu Hanau verliehen.
Hanau am 1. Oktober 1881.
Der Landrath.
Gefunden: Ein katholischer Katechismus mit der Inschrift M. Linke. Ein Sack mit verschiedenen Arbeitskleidern, Stefeln rc. Ein Portemonnaie mit 5 kleinen Schlüsseln.
Verloren: In der Altstadt ein Bambusrohr mit weißem Hirschhorngriff; dem Wiederbringer eine Belohnung.
Hanau am 5. Oktober 1881.
____________________Aus Königl. Landrathsamt.____________________
Steckbrief gegen den heute Nacht aus hiesigem Landkrankenhaus entwichenen rechtskräftig wegen Diebstahls und Betrugs zu 4 Jahren Zuchthaus verurtheilten Taglöhner Johannes Oppermann von Rückingen, mit Ersuchen um Festnahme und Ablieferung anher.
Hanau, den 3. Oktober 1881.
Königliche Staatsanwaltschaft.
Sp orleder.
Beschreibung: Alter 35 Jahre, Größe 1,75 m, Statur schlank, Haare blond, Stirn hoch, Bart blond, Augenbrauen blond, Augen grau, Nase dick, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn oval, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe gesund.
TaKetzschau.
Zur Sicherung der Zukunft der Privatbeamten und ihrer Familien
— unter dieser Ueberschrift bringt die Volks-Zeitung beachtenswerthe Mittheilungen über eine Bewegung, die sich ganz in der Stille in Magdeburg vorbereitet hat und bei der es sich um nichts weniger, als um die Sicherstellung der Zukunft der über zwei Millionen Privatbeamten, die im Deutschen Reiche als Buchhalter, Ingenieure, Architekten, Wirthschaftsinspektoren, Fabrikmeister, Chemiker u. s. w. in großen kaufmännischen, industriellen oder landwirthschaftlichen Unternehmen ihren Lebensunterhalt erwerben. „So lange ein Privatbeamter in Stellung und bei gesundem Körper ist, kann zwar von einer Noth in den Familien — wenn nicht gerade Krankheit oder Unglück Störungen in dem Haushalsetat heroorgerufe» haben — nicht die Rede sein. Wenn aber Arbeitsunfähigkeit den Mann um seine Stelle gebracht, oder gar der Tod der Familie den Ernährer genommen, wie dann? Ist kein Vermögen hinterlassen, sind keine begüterten Anverwandten, die sich der Wittwe und der Waisen annehmen, dann verfällt der mühsam zusammengebrachte Hausstand, die Wittwe verbringt den Rest ihrer Tage in Noth und Sorge, und die Waisen sinken, wegen Mangel der Mittel zu einer höheren geistigen Ausbildung, herab zu den gewöhnlichen Handarbeitern. Diesen traurigen Zuständen soll jetzt im Wege der Selbsthilfe abgeholfen werden. Einige energische Personen des Privatbeamtenstandes haben sich zusammeugethan, Normen aufgestellt, unter welchen eine Sicherstellung der Zukunft der Privatbeamten und ihrer Familien möglich oder wün- schenswer.h ist, und dann hiermit die Oeffentlichkeit betreten. Selbstredend ist von dieser Bewegung jedes politische Interesse ausgeschlossen, es handelt sich nur um Lösung dieser brennenden Versorgungsfrage, und Männer aller Parteistellungen und aller Stände wurden aufgefordert, rathend und materiell unterstützend die Sache zu fördern. Zuerst entstand aber die Frage, ob Verein oder Genossenschaft die richtige Form ist, unter welcher ein solches Unternehmen ins Leben gerufen werden müßte. Hier war es der Direktor der Kaiser-Wilhelmsspende, Herr Justizrath Stammler, der durch ein ausführliches Gutachten darlegte, daß der Zweck nur durch einen Verein, dem schließlich Korporations- rechte verschafft werden müßten, erreicht werden könnte. Die Montag iu Magdeburg im Hotel „Kaiserhof" tagende und die Grundsätze für das Unternehmen berathende Versammlung erkannte die Gründe des Herrn Justizrath Stämmler als vollständig richtig an und entschied sich für die Gründung eines Vereins unter der Firma: „Verein zur Förderung der Sicherstellung der Zukunft der Privatbeamten und ihrer Familien". Der Verein sollte seinen Sitz in Magde