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Haliauer An;ri(ifr.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
ArtsrrtiAizK» Preis- Die Ifpetttgi Sarmondzet^ «t» deren Ren« 10 Pf,.
Die Ssp-lt. AM» 20 Wg.
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Freitag den 23. September
Skr. 221.
|ffliimr-aagi!Bag£gSliiiiBmn[BiwiMiMi«aMmjiiil'wiMMiiiw Äbonnemmts-Einladung.
Mit dem 1. Oktober d. J. beginnt ein neues Quartal des im
Verlage des hiesigen Waisenhauses
täglich mit „UrlterhaLtungMatt"-»
erscheinenden
„Hanauer Anzeiger,“
amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Wir erlauben uns hiermit zu recht zahlreichem Abonnement auf denselben einzuladen und bemerken, daß wir auch fernerhin bestrebt sein werden unsern werthen Abonnenten stets nur das Neueste und Interessante auf politischen Gebiete, die wichtigsten Cours- und Marktberichte, sowie amtliche, kirchliche und gemeinnützige Mittheilungen, insbesondere auch Privat- u. Geschäftsanzeigen jeder Art in reichster Fülle zu bringen.
Für das Unterhaltungsblatt erwerben wir stets interessante «. fesselnde Romane rc.
Die große und stetig wachsende Abonnentenzahl unseres Blattes ist die beste Garantie, daß Anzeigen jeder Art im
Hanauer Anzeiger weiteste Verbreitung finden und von wirksamstem Erfolg sind.
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Die Expedition des „Hanauer Anzeiger".
Amtliches. Bekanntmachung.
Um bezüglich derjenigen bei unserer Hauptkasse als Hinterlegungskasse dermalen hinterlegten ausländischen Werthpapiere, welche der Versteuerung nach Maßgabe des Reichsgesetzes vom 1. Juli d. Js., betreffend die Erhebung von Reichsstempelabgaben, unterliegen, die Ab- stempelung in möglichst einfacher Weise herbeizuführen, haben wir die hiesige Regierungs-Hauptkasse angewiesen, auf Antrag der Betheiligten und nach Einsendung der entsprechenden Stempelbeträge die Abstempe. lung der betreffenden Werthpapiere durch die zuständige Steuerbehörde ihrerseits zu veranlassen.
Es ist daher zu dem fraglichen Zweck die Herausgabe der Werthpapiere an die Betheiligten und die zu solcher etwa erforderliche Genehmigung anderer in dieser Beziehung zuständiger Behörden, insbesondere der Gerichte nicht nöthig.
Die Anträge auf Herbeiführung der Abstempelung sind bei unserer Hauptkasse zu stellen, unter gleichzeitiger Einsendung der tarifmäßigen Stempelbeträge, welche, wenn die Abstempelung innerhalb der im Tarif zu obigem Gesetz unter Nr. 1 u. 2 gedachten, mit dem 29. Dezember d. Js. ablaufenden 90tägigen Frist beantragt wird, bei ausländischen Actien und Actienantheilscheinen auf 50 Pfg., bei ausländischen Renten- und Schuldverschreibungen (mit Ausnahme der auf Grund des Reichsgesetzes vom 8. Juni 1871 abgestempelten ausländischen Juhaberpapieren mit Prämien) auf 10 Pfg. für jedes Stück sich belaufen.
Kassel, den 10. September 1881.
Königliche Regierung.
___v. Brauch itsch.__________________________
Die Ehefrau des Diamantschleifers Adolph Becker, Emilie, geborene Reinhard, von hier hat um einen Paß nach Amerika für sich und ihre beiden Kinder nachgesucht.
Hanau am 19. September 1881.
1881.
Von Freitag den 23. ds. Mts. ab werden Pflasterarbeiten in der Vorstadt hier in der Richtung nach der Kinzigbrücke vorgenommen und die Straße deshalb für Fuhrwerk abgesperrt werden.
Hanau am 22. September 1881.
Die Herrn Ortsvorstände von Oberrodenbach, Pulverfabrik, Neu- Hof, Bruchköbel, Hochstadt, Mittelbuchen, Oberissigheim, Roßdorf, Rü- digheim, Wilhelmsbader Hof, Kinzigheimer Hof, Bergen, Bischofsheim, Fechenheim, Gronau, Seckbach, Dottenfelder Hof, Eckenheim, Langen- diebach, Ravolzhausen, RückingerO Eichen, Erbstadt, Niederdorfelden, Ostheim, Bayersröder Hof werden an die ungesäumte Einsendung der Nachweisung über die Zahl der dauernd rc. aus öffentlichen Armenmitteln unterstützten Personen erinnert.
Hanau am 23. September 1881.
___________________________Der Landrath.__________________________
Der gegen den Goldarbeiter Johannes Frank von Hanau am 7. d. M. erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen.
Hanau, den 18. September 1881.
Der Erste Staatsanwalt. Schumann.
Rundschau.
R. F. (Deutsches Reich.) Wenn zu einer Zeit, wie gegenwärtig in der Wahlbewegung zu den Reichstagswahlen, die politischen Leidenschaften immer höher schwellen und der Kampf der Parteien die unerfreulichsten Erscheinungen zeitigt, dann wendet sich der Blick des Politikers wohl gern einmal freundlicheren Bildern zu, die sich von dem aufgeregten Strom der politischen Tagesgeschichte in strahlender Reinheit abheben. Ein solches Bild bot uns aber in dieser Woche das am 20. September in Karlsruhe gefeierte Doppelfest der silbernen Hochzeit des großherzoglich badischen Paares und der Vermählung der Prinzeß Victoria mit dem Kronprinzen Gustav Adolf von Schweden dar, welchem außer dem Kaiser-Paare und den schwedischen Majestäten noch eine glänzende Reihe anderer Fürstlichkeiten beiwohnte. Wenn schon das Jubelfest des badischen Fürstenpaares auch über die Grenzen des badischen Landes hinaus freudige Theilnahme erweckte, so ist dies doch noch mehr mit dem Ehrentage der Enkelin des deutschen Kaisers der Fall, welcher im ganzen deutschen Volke einen lauten Widerhall gefunden hat, denn gern und freudig wird jeder echt patriotisch denkende deutsche Mann die Tochter der Hohenzollern dereinst auf dem Throne sehen, den der große Gustav Adolf zierte, der für die Rettung der protestantischen Freiheit in Deutschland selbst sein Leben dahingab. Das Bündniß, welches der schwedische Königssohn und die deutsche Fürstentochter geschlossen haben, ist der Bürge auch für eine innigere Verbindung der beiden stammverwandten Völker, der Schweden und der Deutschen, mit einander und in dieser festen Zuversicht begleiten unsere Glückwünsche die Enkelin unseres Kaisers in ihr neues Vaterland.
Prinz Wilhelm von Preußen ist durch Kaiserliche Cabinets-Ordre vom 16. d. M. unter Beförderung zum Major ä la suite gestellt und vom 1. Oktober c. ab auf ein Jahr zur Dienstleistung beim Garde- Husaren-Regiment kommandirt worden.
Herr von Schlözer, der deutsche Gesandte in Washington und gegenwärtig bekanntlich Träger der Verhandlungen Preußens mit dem Vatikan, ist am Dienstag von Rom in Berlin eingetroffen. Man darf sich nun der Hoffnung hingeben, daß die Regierung endlich das Geheimniß, das bis jetzt über den Verhandlungen mit Rom schwebte, durch eine offene Darlegung des Erreichten lüften werde; bis zu diesem Zeitpunkte wird man aber gut thun, all' dem Chaos von Meinungen, Behauptungen, Hoffnungen und Befürchtungen über den Stand der kirchenpoliti- schen Ausgleichsverhandlungen gegenüber eine abwartende Haltung ein- zunehmen.
Am Mittwoch hat in Berlin unter äußerst zahlreicher Theilnahme das Leichenbegängniß des verdienten kommandirenden Generals des 3. Armeekorps, von Groß, gen. von Schwarzhoff, stattgesunden, welcher am vergangenen Sonntag den Folgen eines vor einiger Zeit geschehenen Sturzes mit dem Pferde erlegen ist.