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Die Lspalt. AM» « Psg.

Die SspaltigeAM»

SO Pfg.

to* 202.

Mittwoch den 31. August

1881.

Amtliches.

Die diesjährigen öffentlichen Impfungen finden an den nachbe­zeichneten Orten und Tagen unentgeltlich statt:

I. Stadt B ockenheim:

1) Für die vor 1880 ge­borenen Kinder und

am 7. September, Nachm. 2

Uhr, Impfung,

der Zugezogenen

„ 14.

ff

2

ff

Revision.

2) Für die Schüler der

1 „ 7.

pp

ff

302

pp

Impfung,

Realschule

) „ 14.

pp

ff

3Vs

pp

Revision.

3) Für die von Januar bis April 1880 geborenen Kinder

| „ io. f „ 17.

pp

ff

ff

2

2

"

Impfung, Revision.

4) Für die Schülerinnen

„ io.

302

Impfung,

der höherenTöchterschule

5) Für die in den Monaten

„ 17.

„ 14.

ff

3^2

ff

Revision.

Impfung,

Mai bis August 1880

PP

ff

2

Pf

geborenen Kinder

n 21.

ff

2

ff

Revision.

6) Schüler der Knaben-

„ 14.

pp

3^2

Impfung,

Volksschule

7) Für die in den Monaten

„ 21.

„ 17.

„ 24.

ff

30s

ff

Revision.

September bis Ende De­

ff

ff

2

ff

Impfung,

zember 1880 geb. Kinder

ff

ff

2

ff

Revision.

8) Schülerinnen der Mäd­

„ 17.

pp

pp

302

Impfung,

chen-Volksschule

„ 24.

pp

ff

3O2

ff

Revision.

9) Schüler der katholischen

„ 21.

pp

ff

302

f f

Impfung,

Schule

„ 28.

pp

ff

2

ff

Revision.

10) Für die im Jahre 1881

„ 21.

geborenen Kinder (auf

fr

ff

2

ff

Impfung,

Verlangen der Eltern).

„ 28.

ff

2

ff

Revision.

II. Ginnheim

„ 12.

pp

Vorm. 10

f

Impfung,

III. Praunheim

„ 19.

pp

PP

10

ff

Revision.

„ 12.

pp

Mittags 12

ff

Impfung,

„ 19.

pp

PP

12

ff

Revision.

IV. Escherzheim

„ 19.

pp

Nachm.

2

ff

Impfung,

V. Eckenheim

„ 26.

pp

ff

2

pp

Revision.

„ 19.

pp

ff

302

pp

Impfung,

„ 26.

pp

pp

302

pp

Revision.

Bezüglich der vorzustellenden Kinder verweise ich

auf meine

Bekanntmachung vom 18. Juni d. I.

in

Nr. 145

des Hanauer An-

zeigers.

Hanau am 29. August 1881.

Der Landrath.

Grundstücks-Berpachtung.

Die Ende dieses Jahres pachtlos werdenden Grundstücke des vor­mals geschlossenen Domainengutes zu Niederdorfelden sollen vom 1. Januar 1882 ab auf 6 Jahre anderweit im Einzelnen öffentlich meist­bietend verpachtet werden, und zwar:

4 Parcellen Land und Wiesen von zus. 1,»? ha Fläche in der Ge­markung Gronau und

5 „ Wiesen von zus. l,078 ha Fläche in der Gemarkung Rendel

im Termin: Donnerstag, den 8. September d. I., Vormittags 10 Uhr, in der Gastwirtschaft des Peter Wenzel zu Gronau; sodann

15 Parcellen Land und Wiesen von zus. 52,549 ha Fläche in der Gemarkung Niederdorfelden und

2 „ Land und Wiese von zus. 4,772 ha Fläche in der Ge-

markung Bergen im Termin: an demselben Tage,

Vormittags 11 Uhr, im Gemeinderathhause zu Niederdorfelden.

Bei angemessenen Geboten wird der Pachtzuschlag, ohne Abhaltung eines weiteren Termins, ertheilt werden.

Hanau, am 30. August 1881.

Der Königl. Domainen-Rentmeister

Bell. 7563

TsgeBschsu.

— Der Sed antag naht wieder und es ist abermals viel darüber gestritten worden, ob er gefeiert werden solle oder nicht. Die Einen sagen Nein. An Gründen fehlt es nicht, wir wollen sie aber nicht an­führen und auch nicht zu widerlegen suchen, sondern möchten auf eine Ursache Hinweisen, die nicht auf der Oberfläche liegt, aber doch vielleicht zur Erklärung des ablehnenden Votums dienen kann. Als unsere Väter die Schlacht bei Leipzig geschlagen und gewonnen hatten, wurden sie dadurch von einem Joche, von einer Last befreit, unter welcher sie viele Jahre — und wie sehr! — gelitten und geseufzt hatten; was Wunder, daß die Befreiungsschlacht ein immerwährender Gedenktag blieb, den sie durch Freudenfeuer und Freudenfeste feierten? Erst, als das Geschlecht, welches damals unmittelbar unter der Noth gelitten hatte, anfing, aus- zusterben, erblaßte die Erinnerung und naturgemäß wurde auch die Feier immer schwächer und hörte zuletzt ganz auf. Das Geschlecht aber, wel­ches Sedan erlebt hat, ist noch so gut wie vollständig vorhanden und doch zweifelt man hier und da schon, ob sich eine Sedanfeier noch ver­lohne. Wie das zugeht, haben wir schon angedeutet: wir sind durch den Sedantag nicht aus persönlicher Noth erlöst worden, darum werden wir schon lau gegen die Sedanfeier. Durch Gottes Hülfe und durch die Tapferkeit unserer Heere ist der Feind unseren Grenzen fern geblieben, nur von Weitem haben wir von den mörderischen Schlachten gehört, unsere Hand lag schwer auf dem Feinde, aber seine Hand nicht auf uns. Sollten wir aber nicht darin einen desto größeren Antrieb finden, den Tag zu feiern, welcher uns von schwerer Gefahr befreit hat? — Und dann noch Eins. Ist Sedan nicht der Tag, der uns einen Kaiser ge­geben ? Am 18. Januar freilich ist die Proklamation des neuen Kai- serthums erfolgt, aber — erfochten wurde die Kaiserkrone bei Sedan: der Sedantag ist der eigentliche Kaisertag! — Sollten diese Gründe nicht mit ins Gewicht fallen, das Nein zu entkräften ? Sollte es nicht wohlgethan sein, das Sedanfest auch weiterhin zu feiern? Wir meinen: Ja! So läßt sich die Magdeburger Zeitung vernehmen.

— Berlin, 30. August. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen heute die große Parade des Garde-Corps auf dem Exerzierplätze an der Tempelhofer Chaussee ab.

— Augsburg, 30. August. Zu Ehren der Anwesenheit Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen war die Stadt gestern Abend festlich illuminirt. Der Kronprinz machte eine Rundfahrt durch die Hauptstraßen der Stadt; bei der Rückkehr Höchstdesielbsn nach dem Hotel bildete die Feuerwehr Spalier. Von sämmtlichen hiesigen Gesangvereinen, unter Mitwirkung der Veteranenkapelle, wurde Sr. Kai­serlichen Hoheit eine Serenade dargebracht. In das vom Vorstand der Liedertafel auf den Kronprinzen ausgebrachte Hoch stimmte die dichtge­drängte Menge begeistert ein. Se. Kaiserliche Hoheit erschien auf dem Balkon und dankte, Sich freundlichst nach allen Seiten verneigend.

— Der Reichskanzler hat zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dem Dr. Franz Maßmann in Petersburg für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September d. J. auf Grund der Wehrordnung vom 28. September 1878 die Ermächtigung zur Ausstellung der dort erforderlichen Zeug­nisse über die Untauglichkeit bezw. bedingte Tauglichkeit derjenigen mili­tärpflichtigen Deutschen ertheilt worden ist, welche ihren dauernden Au­fenthalt im Innern Rußlands haben.

— S. M. S. „Stosch", 16 Geschütze, Kommdt. Kpt. z. S. von Blanc. am 24. Juli er. in Singapore eingetroffen,^beabsichtigte am 30. dess. Mts. nach Hongkong zu gehen.

— Wie die N. Ev. Kirch.-Z. meldet, hat die seiner Zeit vielbe­sprochene Angelegenheit des Gymnasiallehrers Dr. B. Förster (die sog. Kantorowicz-Affaire, welche in einem Pferdebahnwagen begann und mit