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eit dem betreffen­den Postausschlag. Die einzelne Num­mer 10 Psg.

Nr. 201,.

tarntet Ameiaer.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Dienstag den 30. August

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Die lff>altie< . SarmondzeiL M^ deren Saiat

io Psg.

Die Sspalt. M 20 Psg.

DieSspalüg-K«, 30 Pfg.

1881.

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Amtliches.

Grundstücks-Berpachtung.

Zweiter Termin zur 6= oder 9jährigen Einzelverpachtung der in der Gemarkung Eichen belegenen Grundstücke des ehemals von Hut- ten'schen Hofgutes, zusammen 41,448 ha haltend, ist auf

Montag den 5« September d. ./.,

Vormittags 10 Uhr, in das Gemeindehaus zu Eichen anberaumt. Auf angemessene Gebote erfolgt der Zuschlag alsbald im Termin.

Hanau am 29. August 1881. 7548

Der Königliche Domainen-Rentmeister

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TsgeKschK«.

Der heutigeR. u. St-A." veröffentlicht folgende Danksagung: Da Ich nach langer, schmerzlicher Krankheit nunmehr durch Gottes Gnade in die Reconvalescenz trete, sehne Ich Mich von ganzem Her­zen danach, hierdurch den tief empfundenen Dank auszusprechen, den Ich allseitig für so große, Mich wahrhaft ergreifende Theilnahme schulde. Von Nah und Fern, von Vereinen und Privatpersonen, von allen Stufen der Bevölkerung wie aus allen Klassen der Gesellschaft, aus dem weiten Kreise aller Bekenntnisse und Stände und aus frem­den Landen sind Mir Zeichen jener Theilnahme zugegangen, die ihren Lohn trägt in dem Bewußtsein, Mir wohlgethan zu haben, die Ich aber nie vergessen darf, wenn es Mir gelingt, nach Wiederkehr Mei­ner noch fehlenden Kräfte Meinen Beruf an der Seite des Kaisers Pflichttreu weiterzuführen. Damit dieser Dank, warm und herzlich wie Ich ihn empfinde, Alle erreiche, die Meiner so mitfühlend gedacht haben, ersuche Ich Sie, das Vorstehende in entsprechender Weise be­kannt zu machen.

Coblenz, den 27. August 1881.

Augusta."

An den Reichskanzler.

Berlin, 29. August. Se. Majestät der Kaiser und König sind gestern Nachmittag von Schloß Babelsberg nach Berlin übergesie­delt. Allerhöchstdieselben hörten heute die Vorträge des Polizei-Präsi­denten von Madai, des Geheimen Ober-Regierungs-Raths Anders und des Chefs der Admiralität, Staats Ministers von Stosch, empfingen fer­ner den Besuch Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prin­zessin Wilhelm, nahmen die Meldung des Gouverneurs, Generals der Infanterie von Fransecky entgegen und konferirten alsdann mit dem Ge­neral-Lieutenant von Albedyll.

Augsbürg, 29. August. Se. Kaiserliche und Königliche Ho­heit der Kronprinz begab Sich heute Vormittag 8V2 Uhr in einer Kö­niglichen Equipage vom HotelZu den drei Mohren" nach dem Exer­zierplatz zur Inspektion des hier garnisonirenden Kavallerie-Regiments. Dieselbe dauerte bis 9 Uhr und schloß mit dem Vorbeimarsch des Re- giments. Der Kronprinz fuhr sodann unter den lebhaften Hochrufen der Bevölkerung und den Klängen der Regimentsmusik mit dem in der Nähe des Exerzierplatzes bereitstehenden Extrazuge um 9Ui Uhr in Begleitung des Kriegs-Ministers und der Generalität zur Inspektion nach dem Lech. selbe. Für heute Abend ist eine große Serenade der Augsburger Liedertafel in Verbindung mit sämmtlichen hiesigen Sängergesellschaften und die festliche Beleuchtung des Rathhauses und der sämmtlichen städti­schen Gebäude in Aussicht genommen.____

Berlin, 28. August. Die Zweifel an dem Zustandekommen eines Ausgleichs mit der Curie werden erheblich gemindert durch die jetzige Anwesenheit des Bischofs Korum bei dem Fürsten Bismarck in Varzin. ES liegt auf der Hand, daß es sich bei diesem Besuche nicht mehr um die staatliche Anerkennung des Bischofs handeln kann, sondern daß eben weitere Fragen zum Austrag gebracht werden, bezüglich deren der direkt von Rom kommende Prälat mit Weisungen versehen ist. Man wird nicht irren, wenn man annimmt, daß hierbei zwei Haupt­punkte im Vordergründe stehen: der Bischofseid und die Anzeigepflicht. Mau soll sich in beiden Angelegenheiten bereits sehr weit entgegenge-

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kommen sein. Im Ministerium für öffentliche Arbeiten werden die Entwürfe über Garantieen für die Staats-Eisenbahnverwaltungen jetzt umgearbeitet, um in neuer Form an den Landtag zu gelangen. (K. Z.)

Bekanntmachung auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878. Nach demR.- u. St.-A." Nr. 201 wurde unterm 25. August verboten: der VereinEimsbütteler Theaterclub" zu Altona.

S. M. S.Vineta", 19 Geschütze, Kommandant Kapitän zur See Zirzow, befand sich, telegraphischer Nachricht zufolge, am 25. Au­gust er. in Port Elisabeth (Kapland).

Der Minister des Innern hat die Oberpräsidenten von Neuem auf die Bestimmungen der §§. 10 und 11 der Verordnung vom 21. Dezember 1846, betreffend die bei dem Bau von Eisenbahnen und an­deren öffentlichen Bauten beschäftigten Handarbeiter, aufmerksam gemacht und aufgefordert, dafür unter Androhung einer entsprechenden Polizei­strafe Sorge zu tragen, daß seitens der Aufseher und Schachtmeister nicht durch Lieferung von Bedürfnissen den Arbeitern Credit gegeben, auch nicht von diesem Aufsichtspersonal oder deren Familiengliedern Schankoerkehr oder Handel mit Bedürfnissen der Arbeiter betrieben werde.

Der von Tahiti in Sidney angekommene deutsche Kriegsschoo- nerNautilus" meldet, eine äußerst stürmische Reise zurückgelegt zu ha­ben. Am 11. Mai Nachmittags schien der ganze Himmel in Pechschwarze Wolken eingehüllt zu sein, Wodurckp eine solche Dunkelheit entstand, daß man kaum die Schiffslänge sehen konnte. Der Donner wurde betäubend und die Blitze blendeten die Mannschaft derart, daß sie für ihr Augen­licht fürchteten. Jedermann an Bord erwartete eine Katastrophe, da der Blitz fortwährend rings um das Fahrzeug herum in's Wasser schlug, was einen großartigen und eigenthümlichen Anblick gewährte. Das an­haltende Leuchten der Blitze gab dem Schiffe das Aussehen, als ob es in einem Dutzend verschiedener Stellen zu gleicher Zeit in Flammen stünde. Mehreremale schlug der Blitz innerhalb einer Entfernung von 20 bis 40 Nards vom Schiffe in's Wasser. Während dieses Unwetters regnete es nur wenig und das Meer war fast ruhig. Dieser schreckliche Kampf der Elemente soll ein erhabenes Schauspiel dargeboten haben, wenngleich Jedermann an Bord sich lieber auf's Trockene wünschte.

Kiel, 29. August. (K. Z.) Das deutsche Uebungsgeschwa­der ist heute früh nach der Neustädter Bucht in See gegangen und wird Mitte nächsten Monats hierher zurückkehren.

Nach einem Privattelegramm der Voss. Ztg. aus Kiel ver­lautet dort über die amtliche Untersuchung der Howaldtschen Dampfer bis jetzt nur, daß sich verschiedene Momente ergeben haben, welche für Handelsschiffe auffällig sind, z. B. das Liegen der Maschinen unter Wasser.

DieDorf-Ztg." schreibt: Sicherem Vernehmen nach hat die königl. preuß. Regierung dieThüringer Bahn", richtiger das Bahnnetz, käuflich an sich gebracht und übernimmt in 3 Monaten den Betrieb.

Der vorausgesehene Krach in den Oelheimer Actien hat sich vollzogen, oder wenigstens ist das Steinchen derart ins Rollen gekom­men, daß es nicht mehr wird aufzuhalten sein. Bei der Berliner Börse war der Verkaufsandrang in diesen Actien am 25. d. M. so groß, daß sie um 20 Procent sanken. Man sah von jeder Coursnotirung ab.

Wien, 28. August. Heute hat in der Benediktiner Abtei zu Kremsmünster unter Assistenz der Bischöfe von Linz und St. Pölten und im Beisein des Cultusministers und der Behörden sowie einer großen Menge von Andächtigen die feierliche Consecrirung des neuen Wiener Fürst-Erzbischofs Ganglbauer durch den päpstlichen Nuncius Vanutelli stattgefunden. Bei der Festtafel brächte der neue Fürst-Erz­bischof den Toast auf den Papst, der Nuncius den Toast auf den Kai­ser Franz Joseph in lateinischer Sprache aus.

Washington, 29. August. Nach einem gestern Den dem Staatssekretär Blaine versandten Telegramm ist man in Betreff des Präsidenten Garfield etwas hoffnungsvoller geworden; der Puls ist niedriger, der Kranke hat etwas Milchzwieback verlangt und gegessen, seit vielen Tagen die ersten festen Nahrungsmittel. Das einzige neuer­dings hervorgetretene weniger günstige Symptom ist eine geringe Er­höhung der Athmungsthätigkeit.