Einzelbild herunterladen
 

H6onnemetttS« Preis:

Jährlich 9 Mark. Halbj.tM.SVP. Vierteljährlich

8 Mark 25 Pfg. gär auswärtige Abonnenten

-Mit dem betreffen­den Postausschlag. Die einzelne Num­mer 10 Pfg.

Hnnaner LmeiM

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Ansertians- Preis:

Die ispaltige Garmondzeile eb. deren Raum

M Psg.

Die Lspalt. Zeile 20 Pfg.

DieSfpaltigeZeili 30 Pfg.

Nr. 177.

Dienstag den 2. August

1881.

Amtliches.

Amortisations-Erklärung.

Der dem Wilhelm Luft zu Eckenheim unterm 3. Dezember 1880 zur Nr. 662 ertheilte Legitimations-Gewerbeschein pro 1881 zum Sam­meln von Knochen, Lumpen und Metallbruch ist angeblich verloren ge­gangen.

Indem wir diesen Schein für ungültig erklären, bemerken wir zu­gleich, daß wir dem re. Luft unter dem heutigen Tage ein Duplicat des bezeichneten Scheines ertheilt haben.

Kassel, den 26. Juli 1881.

Königliche Regierung,

Abtheilung für direkte Steuern, Domainen und Forsten. _____________________________________Petersen.

Vom 3. d. Mts. an werden in der Nürnbergerstraße, von dem Gasthause zu den „drei Rindern" ab, in der Richtung nach dem Nürn- bergerthor, Pflasterungs - Arbeiten vorgenommen. Hierdurch wird eine zeitweise Absperrung dieser Straße erforderlich.

Hanau am 1. August 1881.

Dienstag den 9. und Mittw o ch den 1 0. August c., an beiden Tagen des Vormittags von 7J/2 bis 12 Uhr, finden nördlich von Wachenbuchen gegen den s. g. Schäferküppel in der Richtung auf Gronau und Vilbel von dem hier garnisonirenden Infanterie-Regiment Schieß­übungen mit scharfen Patronen statt. An den betreffenden Tagen wird während der angegebenen Zeit der Verkehr auf der Straße Wachen- buchen-Niederdorfelden, sowie auf der hohen Straße nach Kilianstädten hierdurch untersagt. Den ausgestellten Sicherheitsposten ist unbedingt Folge zu geben.

Die betreffenden Herrn Ortsvorstände haben dies in ortsüblicher Weise bekannt zu machen, sowie die Wald- und Feldschützen zu instrui- ren und daß dies geschehen bis zum 6. dieses Monats hierher anzu- zeigen.

Hanau am 1. August 1881.

Die Margaretha Mickel und die Dorothea Köhler aus Ostheim haben um Paß nach Amerika gebeten.

Hanau am 2. August 1881.

___Der Landrath.___

Der gegen den Schneider Robert Üllrich von Ruppertshutten am 7. März d. I. erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen.

Hanau, den 29. Juli 1881.

Der Staatsanwalt. __Sporled er.

Gnindhiid; ö-ffn'Mhtnug.

Die in der Gemarkung Eichen belegenen Acker- und Wiesengrund- stücke des ehemals von Hütten'sehen Hofgutes, zusammen 41,448 ha haltend, sollen anderweit vom 1. Januar 1882 ab auf 6 oder 9 Jahre im Einzelnen öffentlich meistbietend verpachtet werden.

Termin hierzu ist auf

Montag den K- dieses Monats,

Vormittags 10 Uhr, in das Rathhaus zu Eichen anberaumt.

Bei angemessenen Pachtgeboten wird der Pachtzuschlag ohne Ab­haltung eines weiteren Termins ertheilt werden.

Hanau am 1. August 1881. 6736

Der Königl. Domainen-Rentmeister ______________ Bell.___________________ Tagesschau.

— Se. Majestät der Kaiser haben im Namen des Reiches an Stelle des zum vortragenden Rath im Auswärtigen Amt ernannten Legations- Raths Brauer den bisherigen Konsul in Bukarest, Dr. Ed. Grisebach, zum Konsul in St. Petersburg, und an Stelle des auf seinen Antrag entlassenen Konsuls Ernst Reuther den Kaufmann Fedor Cubasch zum Konsul in Taganrog zu ernennen geruht.

— Berlin 1. August. Wie der „R. u. St.-A." aus Gastein meldet, badeten Se. Majestät der Kaiser heute früh und machten sodann mit der Fürstin Reuß eine Promenade in den Schwarzenberg-Anlagen. Am Sonnabend dinirten Se. Majestät in der Schweizerhütte im Gasteiner Thal.

— B erli n, 1. August. Die Ihre Majestät die Kaiserin und Kö­nigin behandelnden Aerzte haben heute folgendes Bulletin ausgegeben: „Die in dem letzten Bulletin vom 17. cr. über den Verlauf des Krank- Heitsprozesses Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin dargelegte An­sicht hat sich im Allgemeinen bestätigt. Die Operationsstelle ist fast voll­ständig geheilt. Die Hebung der Kräfte, obwohl unverkennbar, nimmt jedoch einen äußerst langsamen Fortgang, so daß Ihre Majestät noch für längere Zeit absoluter Ruhe und großer Schonung bedarf. Die früher erwähnten Störungen dauern, wenn auch verringert, noch fort, und verhindern bis jetzt die vollständige Rekonvalescenz, deren Eintritt indessen entgegen gesehen werden darf. Coblenz, den 31. Juli 1881. Busch. Veiten."

— Berlin, 1. August. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist der kürzlich von ihr veröffentlichte Drohbrief gegen den Reichskanzler dem Justizminister behufs weiterer Erhebungen durch die Staatsanwalt­schaft vorgelegt worden, und zwar gleichzeitig mit einem zweiten, späte­ren, von Frankfurt am Main datirten Drohbriefe, in welchem dem Reichskanzler angekündigt wird, daß 13 Männer zusammengetreten seien und sich das Wort gegeben hätten, den Fürsten Bismarck ums Leben zu bringen; sie seien entschlossen, einer nach dem andern das Attentat zu begehen, wenn die ersten Versuche mißlängen.

— Der Königlich dänische Gesandte zu Berlin, Kammerherr von Quaade, hat einen ihm von seiner Regierung bewilligten Urlaub ange­treten. Während seiner Abwesenheit von Berlin fungirt als interimisti­scher Geschäftsträger der Legations-Sekretär, Freiherr von Gyldenkrone.

— Die Bestimmung des §. 559 der Civil-Prozeßordnung, wonach im Urkundenprozeß der Kläger, ohne daß es der Einwilligung des Be­klagten bedarf, bis zum Schlüsse der mündlichen Verhandlung von dem Urkundenprozeß in der Weise abstehen kann, daß der Rechtsstreit im ordentlichen Verfahren anhängig bleibt, findet, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, V. Civilsenats, vom 11. Juni d. I., nur auf das Ver­fahren in erster Instanz Anwendung. In der Berufungsinstanz ist ein vom Kläger gestellter Antrag auf Umleitung des Prozesses in das ordent­liche Verfahren nicht mehr zulässig.

— In Wilhelmshaven naht die Umpanzerung der Panzer- fregatte König Wilhelm jetzt ihrem Ende. Zur Ausgleichung des hin­zugekommenen stärkeren Gewichts werden einige Geschütze eingehen und einige Panzerungen am Oberdeck wegfallen.

— Wieder hat in der Nähe von Essen eine jener scheußlichen Schandthaten stattgefunden, die jene Gegend in bösen Ruf gebracht ha­ben. Auf einem der Berge bei Rellinghsusen in der Nähe eines Wäld­chens wurde die 12jährige Tochter eines Taglöhners Hämelmann furcht­bar verstümmelt und ermordet gesunden, der ganze Leib war ausgeschnit­ten. Abends vorher war das arme Mädchen noch auf der Rellinghäu- ser Kirmse gesehen worden. Der Schrecken über diese scheußlichen und geheimnißvollen Grüuelthaten ist furchtbar. (Dieser Mord ist der 6. in jener Gegend. Hüllesem ist noch dort und verfolgt bereits die Spuren. Seinen Bemühungen ist die Verhaftung des Besenbinders Schiff zu danken, welcher der Ermordung der Schülken, der Pott und der I. Kost überführt ist) (D.-Z )

— Ein Kongreß von rheinischen Zigarrenabschnittsammlern tagte nach dem „Berl. Tgbl." am 24. Juli in Bonn. Der Vorsitzende er­öffnete die Versammlung mit der Mittheilung, daß von den 26 Ver­einen des Verbandes 11 durch Delegirte vertreten seien. Die 10 Ver­eine, welche ihre Statistik angegeben hatten (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Elberfeld, Hilden, Köln, Mettmann, Oberbilk, Radevormwald und So­lingen), zählen nach kurzem Bestehen zusammen 1602 Mitgl., haben 1478 Behälter aufgestellt und eine Einnahme von 25 475 M. erzielt, wovon 22 490 M. zur Bescheerung von 1726 Kindern verwandt wur­den, während der Ueberschuß den späteren Bescheerungen zu Gute kommt. Der Verein zu Bonn allein zählt 216 Mitglieder, hat 121 Behälter