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Nr. 173
Donnerstag den 28. Juli
1881.
Amtlichss.
Die diesjährigen
öffentlichen
Impfungen finden an
den nachbe-
zeichneten Orten und Tagen unentgeltlich statt:
1) Erbstadt
am 2. August cr., Vormittags 8 Uhr, Impfung,
„ 9. „
O tf „ ° n
Revision.
2) Eichen
,, 2. „
„ „ 10^2 „
Impfung,
„ 9. „
11 11 10 „
Revision.
3) Ostheim
„ 2. „
„ Nachmittags 1 „
Impfung,
„ 9. „
„ Mittags 12 „
Revision.
4) Windecken
„ Vormittags 9 „
Impfung,
„ io. „
g
Revision.
5) Kilianstädten
n 3. „
71/2"
Impfung,
„ 12. „
" II • 1‘H
Revision.
6) Roßdorf
„ 5. „
II II 11 II
Impfung,
„ 12. „
II II 11 II
Revision.
7) Butterstädter-Höfe
„ 5. „
„ Nachmittags 1 „
Impfung,
„ 12. „
„ Mittags 12 „
Revision.
Bezüglich der vorzustellenden
Impflinge verweise ich
auf meine
Bekanntmachung vom 18. v. Mts.
in Nr. 140 des Hanauer Anzeigers.
Hanau am 27. Juli 1881.
Der Landrath.
Sonnabend den 6. August c., Vormittags von 9 bis 11 Ahr, findet auf den Wiesen zwischen dem Bruchköbler und Lamboiwald in der Richtung an Langendiebach vorbei von dem hier garnisonirenden Regiment eine Schießübung mit scharfen Patronen statt. Während dieser Zeit wird der Verkehr auf der Straße von Langendiebach nach Bruchköbel, sowie auf den Wegen, welche von Langendiebach über die Wiesen nach dem Bruchköbler Wald führen; ferner das Betreten des Bruchköbler und Langendiebacher Gemeindewaldes, sowie des Staats- waldes, insoweit diese Waldungen an den s. g. oberen Bruch grenzen, untersagt. Dem Schutzpersonal und den ausgestellten Sicherheitsposten ist unbedingt Folge zu leisten. Die betreffenden Herrn Ortsvorstände haben dies zu veröffentlichen und daß es geschehen bis zum 3. August e. Anzeige hierher zu erstatten.
Bei ganz schlechtem Wetter wird die Schießübung auf Montag den 8. August c. verschoben werden.
Hanau am 27. Juli 1881.
Der Landrath.
Bekanntmachung.
Briefverkehr mit Queensland.
Nach einer Mittheilung der Britischen Postverwaltung müssen Bnefsendungen nach Queensland, welche mit der in vierzehntägigen Zwischenräumen sich darbietenden Postdampfschiffverbindung über Brindisi- Point de Galle-Melbourne (aus Brindisi jeden zweiten Montag vom 1. August ab) Beförderung erhalten sollen, von den Absendern mit dem Vermerk „via Melbourne" versehen werden. Briefe ohne solche Leitangabe werden nur in vierwöchigen Fristen auf dem Wege über Brindisi-Point de Galle-Singapore (von Brindisi jeden vierten Montag vom 15. August ab) ihrem Bestimmungsorte zuqeführt
Berlin W., 23. Juli 1881.
Der Staatssekretair des Reichs-Postamts.
.In Vertretung: W i e b e.
Bekanntmachung.
Ermäßigter Tarif für Postpackete nach Algerien, Corsika, Tunis und den Französischen Kolonien.
Vom 1. August d. J. ab kommen für Postpackete ohne Werthangabe bis zum Gewicht von 3 Kilogramm nach Algerien, Corsika, Tunis und den Französischen Kolo- nren^ (Senegambien, Guadeloupe, Guyana, Martinique, Poudichöry Roumon und Cochinchina) die Bestimmungen der Pariser Uebereinkunft vom 3. viotiember 1880 und die daraus sich ergebenden ermäßigten Portosatze in Anwendung. Ueber die Beträge des Portos, welches vom
Absender im Voraus zu entrichten ist, sowie über die sonstigen Versendungsbedingungen ertheilen die Postanstalten auf Verlangen Auskunft.
Berlin W., 24. Juli 1881.
Der Staatssekretair des Reichs-Postamts.
Stephan.
TagesschaA»
— Gastein, 26. Juli. Ueber die Dauer des Aufenthaltes Sr. Majestät des deutschen Kaisers hierselbst, sowie über die Abreise von hier ist gegenwärtig noch nichts Näheres bekannt. Verschiedentlich wird als Tag der Abreise der 5. August genannt, doch sind bis zur Stunde definitive Bestimmungen noch nicht getroffen worden. Das Befinden des Kaisers ist ausgezeichnet.
— Se. Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht den seitherigen Konsul in St. Petersburg, Legationsrath? Brauer, zum Wirklichen Legationsrath und vortragenden Rath im Auswärtigen Amt zu ernennen.
— Der „R. u. St-A." Nr. 173 veröffentlicht: Gesetz, betreffend die Bezeichnung des Raumgehaltes der Schankgefäße. Vom 20. Juli 1881.
— Der Kaiserliche Botschafter am Königlich italienischen Hofe, v. Keudell, hat Rom mit Urlaub verlassen. Während seiner Abwesenheit fungirt als interimistischer Geschäftsträger der Legationsrath von Deren- thall.
— Berlin, 26. Juli. Der Minister für öffentliche Arbeiten hat eine Neubearbeitung der Instruktion für den äußern Eisenbahn-Betriebsdienst angeordnet. — Nach den neuesten Berichtigungen der allgemeinen Dienstanweisung für Post und Telegraphie wird das Post- und Telegraphenwesen des deutschen Reiches „durch das dem Reichskanzler unterstellte Reichspostamt unter der Leitung des Staatssekretärs des Reichspostamts verwaltet". Demselben stehen diejenigen Befugnisse zu, „welche die Gesetze den obersten Reichsbehörden beilegen. Dasselbe zerfällt in drei Abtheilungen: die erste für die Post-, die zweite für die Telegraphen-, die dritte für die gemeinsamen Verwaltungsangelcgenheiten. Dem Staatssekretär des Reichspostamts ist außerdem die Leitung der Reichsdruckerei übertragen". Im Reichspostamte bestehen u. a. das Rechnungsperfonal, Bauverwaltungs-, technische Bau-, Verordnungs-, Curs-, statistische Bureau u. s. w. (K. Z.)
■— Berlin, 27. Juli. Die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für das Landheer und die Festungen, für Handel und Verkehr und für Eisenbahnen, Post und Telegraphen hatten heute eine Sitzung.
— Berlin, 27. Juli. (K. Z.) Der Botschafter Graf Saint Vallier ist heute Mittag nach Frankreich abgereist.
— M ünch en, 24. Juli. Das Festbankett der deutschen Schützen, an welchem 2600 Personen theilnahmen, begann gegen 3 Uhr. Der Ehrenpräsident des Bundesschießens, Prinz Ludwig von Bayern, begrüßte die Schützen in längerer Rede. Nachdem Dr. Sterzing aus Gotha, Vorsitzender des Gesammtausschusses des Deutschen Schützenbundes, das Hoch auf den König von Bayern ansgebracht hatte, erhob sich der Präsident des Bundesschießens, Ferdinand von Miller, zu einer Rede auf Se. Majestät den Kaiser, welche nach der „Allg. Z." wie folgt lautete: „Deutsche Männer von Süd und Nord, Ost und West, erhebt Euch von Euren Sitzen, denn mein Hoch gilt dem deutschen Vaterlande, dem Deutschen Kaiser! Wenn Deutsche in festlicher Versammlung vereinigt sind, so drängt es ihr Herz, des greisen Königs zu gedenken, der uns groß, einig und mächtig gemacht, es drängt, des Heldenkaisers zu gedenken, der uns wiedergegeben, was unsere Kinder erhofft, wofür wir gesümpft und gelitten haben; der uns wiedergegeben hat ein großes, einiges Vaterland! (Stürmischer Beifall). Es gab eine Zeit, wo derartige Ideen mir in Lied und Poesie berührt werden durften ; es waren Sänger- u. Schützen- und andere Feste, bei welchen die Liebe zum Vaterlande, zum großen deutschen Lande sich kundgegeben hat. Es wurde viel gelacht ob solcher unschädlicher Spielereien, denn nur Wenige kannten die Bedeutung eines patriotischen, begeisterten Volkes. Der greise König von Preußen vertraute dieser Begeisterung und führte uns dem Feinde entgegen, führte