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tern, als prov. Lehrer an die städt. Volksschulen zu Bockenheim, Braun­gart zu Gewissenruh, Kr. Hofgeismar, als prov. Lehrer an die städt. Elementarschulen zu Hanau. Definitiv angestellt wurde: Rath­mann zu Hanau, als Lehrer an den städt. Elementarschulen daselbst. Provisorisch angestellt wurden: die Lehrer Mager zu Rittenweier als Lehrer an der Stadtschule zu Windecken, Hausmann zu Holler, Reg.- Bezirks Wiesbaden, als Lehrer an den städt. Elementarschulen zu Hanau. Die nachgesuchte Dienstentlassung erhielten: die Lehrer Wollen- haupt zu Windecken und Eschhofen zu Bockenheim.

Nach demAmtsblatt" Königl. Regierung zu Kassel Nr. 27 betrug das Vermögen der Hanauer evang. Pfarrer-Wittwen- und Waisenkasse am Schlüsse des Jahres 1880 Mk. 99 841.74 und hat sich gegen das Vorjahr um Mk. 4735.70 vermehrt.

Dasselbe Blatt veröffentlicht in einer Extrabeilage das mit dem 1. Juli d. J. in Kraft tretende Regulativ, die Gewährung der Zoll- und Steuervergülung für Tabak rc. betreffend.

Nach einer Bekanntmachung des Präsidenten des Oberlandesge­richts zu Kassel vom 17. d. Mts. beginnen die Gerichtsferien am 15. Juli und endigen am 15. September. Während der Ferien werden nur in Feriensachen Termine abgehalten-und Entscheidungen erlassen. Ferien- s a ch e n sind: 1) Strafsachen; 2) Arrestsachen und die eine einstweilige Verfügung betreffenden Sachen; 3) Meß- und Marktsachen; 4) Streitig­keiten zwischen Vermiethern und Miethern von Wohnungs- und anderen Räumen wegen Ueberlassung, Benutzung und Räumung derselben, sowie wegen Zurückhaltung der vom Miether in die Miethsräume eingebrach­ten Sachen; 5) Wechselsachen; 6) Bausachen, wenn über Fortsetzung ei­nes angefangenen Baues gestritten wird. Auf das Mahnverfahren, das Zwaugsvollstreckungsverfahren und das Konkursverfahren sind die Ferien ohne Einfluß. Auch auf die Angelegenheiten der nicht streiti­gen Gerichtsbarkeit, z. B. Grundbuchsachen sind die Ferien ohne Ein­fluß. Die Bearbeitung der Vormundschafts- und Nachlaßsachen kann während der Ferien unterbleiben, soweit das Bedürfniß einer Beschleu­nigung nicht vorhanden ist.

Kassel, 22. Juni. Am Sonntag Abend ist auf der Chaussee zwischen Ober- und Niederzwehren angeblich ein Raubanfall gegen zwei in Nordshausen wohnhafte Fabrikarbeiter gemacht worden. Der Räuber drang mit erhobenem Terzerol auf die Beiden ein und verlangte unter Drohungen für Leib und Leben die Herausgabe von Geld. Die Ange­griffenen ließen sich jedoch nicht einschüchtern, sie wußten den frechen Burschen zu fassen und ihn widerstandsunfähig zu machen, prügelten ihn verdientermaßen durch und überlieferten ihn der Polizeibehörde. Er nennt sich Brill und will aus Witz°nhausen gebürtig sein, wahrscheinlich sind dies jedoch fingirte Angaben. (H. M.)

Marburg, 21. Juni. In Battenfeld ereignete es sich Aus­gangs März, daß ein älterer Mann mit seinem Sohn in Zwist gerieth, der halb zu Thätlichkeiten ausartete. Hierbei biß der Sohn seinen Va­ter in die Hand. Der Verletzte legte der Wunde kein Gewicht bei, auch scheint die spätere Behandlung von ihm vernachlässigt zu sein. Der Zu­stand der Hand verschlimmerte sich jedoch derart, daß vor einiger Zeit dem Mann die Hand in hiesiger Klinik amputirt werden mußte. Wie man uns mittheilt, wird die Sache gerichtlich untersucht. Der Sohn soll seit jener Zeit verschwunden sein. (K. T. u. A.)

, Marburg, 22. Juni. Dem Gymnasiallehrer Dr. Wiskemann dahier ist das PrädikatOberlehrer" verliehen worden.

Homberg, 19. Juni. Heute Nachmittag fand die Beerdigung des am 16. b. M. verstorbenen Rechtsanwalts und Notars Sebold statt. Die Betheiligung an dem Leichenbegängniß war eine sehr starke und konnte dies auch wohl nicht anders erwartet werden, denn die hiesige Stadt und Umgebung hat in dem Verstorbenen einen edlen Charakter, einen Beschützer der Bedrängten und Unschuldigen und einen Helfer der Armen und Nothleidenden verloren. Der Verblichene, welcher sich na­mentlich in letzter Zeit einer für sein Alter nahezu 72 Jahre guten Gesundheit erfreute, wurde am 12. d. Mts. plötzlich von einer Lungenentzündung befallen, die wenige Tage nachher den Tod herbei- führte.

Aus der Umgegend.

Frankfurt a. M., 23. Sans Herr Achilles Wild, der Champion der Frankfurter Ruder-Gesellschaft Germania, hat heute Frank-

furt verlassen, um sich zu der am 30. d. Mts. stattfindenden Amateur- Regatta nach Henley (England) zu begeben. Er wird dort mit noch 8 Sciffruderern um den Diamond Skulls genannten Preis, welcher 3 Jahre lang gehalten werden muß, um in den endgültigen Besitz des Siegers Überzugehen, konkurriren. Unter Anderen trifft er in Henley mit A. Lieu aus Paris zusammen, welcher Herr s. Z. schon in Antwerpen ge­gen A. Wild fuhr. Heute Morgen wurde im Garten des Hauses Trutz 45 eine l1^ Meter lange Schlange bemerkt. Sie machte mehr­fache Versuche, aus dem Garten über die Straße zu entkommen. Man machte Jagd auf sie und es gelang, sie zu todten. Der Körper wurde Herrn Lehrer Dr. Roll eingeliefert. Einem unserer Rechtsanwälte wurde von einem hochstehenden Mitgliede des hiesigen Barreaus eine Forderung auf Pistolen zugestellt. (Fr. Ztg.)

In der Ausstellung wurde ein Kellner verhaftet, der das einem Gaste gefallene wohlgespickte Portemonnaie aufhob und als gute Beute in den Sack gesteckt hatte. An den Gutleuthöfen wurde gestern Nach­mittag die Leiche eines etwa 20 Jahre alten Mädchens aufgefunden. Bekanntlich herrscht am Eingang zur Patent-Ausstellung eine strenge Controle und wird unnachsichtlich der bekannteste Abonnent, wenn er keine Karte bei sich hat, zurückgewiesen. Gestern Mittag kam nun die Frau eines Wirthschaftskomitä-Mitgliedes, als dasselbe gerade Dienst hatte, an die Pforte, wurde aber von dem gestrengen Herrn Gemahl nicht eingelassen und bedeutet:Ohne Karte kein Eintritt, theure Frau". Kurz resolvirt, stieg die Frau in eine Droschke und kam nach 1'/» Stunden -wieder angefahren, präsentirte dem gestrengen Herrn die Karte und bemerkte:Herr Gemahl hier ist die Karte, zahle dem Kutscher 3 Mark!" Nolens volens mußte er sich dazu bequemen. Was er in seinem Innern dachte, können wir wohl errathen. Heute Morgen um 4 Uhr wurden am Schlachthaus 3 Menschen verhaftet, welche im Begriffe waren, gestohlenes Fleisch fortzuschleppen. (G.-A.)

O ffenbach, 22. Juni, $ente Mittag gegen 2 Uhr traf bei der Billetexpedition der Lokalbahn hier Plötzlich Telegramm der Eisen­bahndirektion ein, welche die fernere Ausgabe von Billeten zur Frank­furter Ausstellung inhibirte. Diese Maßregel rief große Entrüstung unter den zahlreich erschienen Personen hervor, die zum großen Theil nun nicht wußten, was sie Angesichts dieser Situation thun sollten. Die Preisdifferenz beträgt die Hälfte der Fahrt und 75 Pfennige im Eintrittsbillet. , (F. I.)

Büdingen, 21. Juni. Heute Vormittag gegen acht Uhr durcheilte die Schauerkunde die Stadt, daß der in allen Kreisen beliebte und geachtete Bürger, Herr Fr. Reichert, in der Lehmgrube hinter der Saline verunglückt sei. Herr Reichert war damit beschäftigt gewesen, in einer Höhlung Lehm loszuhacken und währenddem ist die Grube einge­brochen. Hülfe war ziemlich rasch zur Stelle, dem Verunglückten war es nur vergönnt noch wenige Worte zu sprechen und starb als er herauZ- gezogen wurde. Möchte dieser so sehr traurige Fall zur größeren Vor­sicht bei ähnlichen Arbeiten ermähnen und uns jederzeit daran denken lassen, daß uns der Tod in der angenehmsten Lebensstellung ereilen kann.

Von der Nahe, 20. Juni. Unter allen Culturpflanzen nimmt gegenwärtig unstreitig der Weinstock die erste Stelle bezüglich seines ausgezeichneten Wachsthums ein. Wenn auch die Gescheine nicht auf einen ganzen Herbst Aussicht geben, so könnte doch eine gute Qua­lität den armen Winzer endlich einmal für die vielen Mißjahre etwas entschädigen. Im Laufe dieser Woche dürfte der Weinstock allgemein in Blüthe stehen; von einer günstigen Witterung wird deren Verlauf abhängen. (M. N.)

Schiffsnachrichten.

(Mitgetheilt durch Agent A Treuich in Hanau./

Das Hamburger PostdampfschiffFrisia", Capitän Meyer von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, welches am 8. Juni von Hamburg via Havre abging, ist nach einer glücklichen Reise am 22. Juni wohlbehalten in New-Aork ein­getroffen.

Thermometer st and.

24 Juni. Höchster Stand -4- 21W, Abends 7 Uhr 44 19'//;

23 Juni. Morgens 7 Uhr 4- 14°, Bormittags 10 Uhr + 1 öW.

Mainwasserwärme 19 Grad.

Nachdem der Alignements-Plan behufs Ver­breiterung der Haingasse gemäß § 7 des ®e= letzes vom 2. Juli 1875, betreffend die An­regung und Veränderung von Straßen und Plätzen in Städten und ländlichen Ortschaften, vier Wochen lang zu Jedermanns Einsicht offen- gelegt gewesen ist, und innerhalb dieser präclu- sivischen Frist eine Einsprache gegen diesen Plan nicht erhoben wurde, wird derselbe auf Grund des § 8 des angezogenen Gesetzes hiermit förm­lich festgestellt.

Inserat e.

Ich bringe dies unter dem Beifügen zur öffentlichen Kenntniß, daß der Plan ferner auf dem Rathhause jederzeit eingezogen werden kann.

Hanau am 23. Juni 1881. 5597

Der Oberbürgermeister __________Rauch.___________

Ein braver Junge gesucht, welcher in seiner freien Zeit die Commissionen zu bes. hätte. 5532

M. 3600 sind bei einer Stiftungskasse gegen hypothekarische Sicherheit auszuleihen. Näheres in der Expedition.

Feistste Isländische

Matjes Häringe

5608 bei *1- GwiSC.

Prima

Gothaer Cernelatwurft,

feinste Winterwaare, empfiehlt 5599

Georg Reitzel Nachfolger.