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Hanauer Amtier.
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Montag den 9. Mai
Nr. 107.
Amtliches.
Landwirthschastlicher irds-Derdu M Hanau.
Nächste Versammlung Samstag den 14. Mai, Nachmittags
2v2 Uhr, im Gasthaus zum „goldenen Löwen" in Hanau.
Tagesordnung:
1) Geschäftliche Mittheilungen.
2) Vortragen des Rechnungsabschlusses und Ertheilen der Decharge an den Kassirer.
3) Besprechung, ob und wann ein landwirthschaftliches Fest, verbunden mit einer Viehausstellnng, in Bergen abgehalten werden soll.
4) Anschaffung von Vieh- oder Brückenwaagen. Die Gemeinden, welche von dem Anerbieten des Vereins Gebrauch machen wollen, werden gebeten, sich bis dahin definitiv zu erklären.
5) Ernteaussichten. Referent: W. Koch, Bruderdiebacher-Hof; O. Münch, Wilhelmsbader Hof; Bürgermstr. Kopp, Großkrotzenburg.
Der Vorstand.
Die Herren Bürgermeister werden um Veröffentlichung des Vorstehenden gebeten.
Hanau am 6. Mai 1881.
Der Landrath.
Tagesscha«.
— Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht den Geheimen Ober-Regierungsrath und vortragenden Rath im Reichsamte des Innern, Dr. v. Moeller zum Unter-Staatssekretär im Ministerium für Handel und Gewerbe zu ernennen.
— Prinz Wilhelm von Preußen ist in Wien der Ueberbringer von vier Briefen, deren zwei, eigenhändige Schreiben Kaiser Wilhelms an Kaiser Franz Josef und den Kronprinzen Rudolf sind. Die beiden anderen Briefe sind ebenfalls eigenhändige Glückwünsche unseres Kronprinzen an den Kaiser von Oesterreich und den österreichischen Thronfolger. (D. Mont.-Bl.)
— Berlin, 6. Mai. Heute Mittag wurde in Gegenwart des Kronprinzen der Grundstein zu einem Neubau für die Loge Royal Iork gelegt. Der Platz, an welchen das Gebäude zu stehen kommt — zur Seite der alten Loge in der Dorotheenstraße —, war bis zu beträchtlicher Höhe mit rothen und gelben Tüchern und Draperieen umgeben uns so von der profanen Außenwelt abgeschlossen. Während der Feier selbst durfte kein Uneingeweihter diesen Raum betreten. Der Kaiser, als Protektor der Freimaurerlogen, hatte aus Wiesbaden ein Telegramm gesandt, worin er sein Bedauern anssprach, der Feier nicht beiwohnen zu können
— Berlin, 6. Mai. In der Petitionskommission des Reichstags beschäftigte man sich mit einer Petition der Deutschen aus Brasilien um Abschluß eines Consularvertrages zwischen Deutschland und Brasilien, besonders behufs Aufhebung eines früheren VerbstS der Auswanderung nach Brasilien. Die Vertreter des Auswärtigen Amtes, welche in der Commission anwesend waren, erklärten, daß Verhandlungen wegen eines solchen Vertrags eingeleitet seien, daß es deswegen aber wünschenswerth erscheine, eine parlamentarische Verhandlung darüber im Augenblick möglichst zu vermeiden. Die Commission beschloß, aus diesen Gründen die Petition für jetzt für zur Berathung im Plenum ungeeignet zu erklären.
— Berlin, 7. Mai. In der heutigen (40.) Sitzung des Reichstages erledigte das Haus in dritter Berathung die allgemeine Rechnung über den Haushalt des deutschen Reichs für das Jahr 1875, sowie den Bericht der Rechnungskommission, betreffend die Uebersichten der Ausgaben^ und Einnahmen des deutschen Reichs für das Etatsjahr 1879/80 auf Grund der respektiven, in zweiter Berathung unverändert angenom- n enen Kommissionsbeschlüsse. Dieselben wurden ohne Abänderung genehmigt. Demnächst wurden mehrere Petitionen als zur Erörterung im Plenum nicht geeignet erachtet und eine Reihe anderer, die zum Küsten- frachtfahrtsgesetze eingegangen waren, und bezüglich deren die Beschluß- fassung aus Versehen unterblieben war, durch die zu dem betreffenden Gesetze gefaßten Beschlüsse für erledigt erklärt.
1881.
Hierauf trat das Haus in die dritte Berathung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend Abänderung des Gesetzes vom 13. Febr. 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden.
— Berlin, 7. Mai. (K. Z.) Der Vertrag, betreffend den Ankauf des fiskalischen Terrains der alten Enceinte zur Erweiterung der Stadt Köln, wurde am 5. d. vom Reichskanzler Fürsten Bismarck bestätigt.
— Bekanntmachung auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878. Nach dem „R.- u. St.-A." Nr. 107 wurde unterm 5. Mai verboten: die Druckschrift: Der Schutz des Arbeiters in den internatio- len Arbeiter-Gewerksgenossenschaften." „Ein Mahnruf an alle deutschen Arbeiter von A. Otto-Walster." Dritte gänzlich umgearbeitete Auflage. Dresden. Expedition des Dresdner Volksboten 1871.
— Der Nachricht gegenüber, daß der Reichstag noch vor Pfingsten geschlossen werden würde, ist hervorzuheben, daß über diesen Schluß durchaus noch keine Bestimmung getroffen worden ist und auch nicht getroffen werden kann, da der Zeitpunkt der Abwickelung der Arbeiten sich im Augenblicke noch nicht übersehen läßt. Vermuthet wird allerdings, daß es dem Reichstag gelingen wird, bis zum Pfingstfeste die hauptsächlichsten Aufgaben gelöst zu haben.
— Osficiös wird geschrieben: Die Kommission des Reichstags, welche über das sog. Unfallversicherungs- Gesetz in Berathung getreten ist, hat statt der Reichs-Versicherungs-Anstalt — Versicherungs-Anstalten der Einzelstaaten vorgeschlagen. In wie weit eine solche Aenderung des Gesetzes die Zustimmung der Reichsregierung erhalten wird, darüber kann man jedenfalls heute noch kein Urtheil haben; doch möchten wir bemerken, daß eine solche Einrichtung sich schwerlich auf die Dauer bewähren würde. Es ist ziemlich wahrscheinlich, daß eine Anzahl kleinerer Staaten sich an die in Preußen zu fundirende Staatsanstalt anschließen würden. Hierdurch schon ginge der Zweck der Staatsanstalten zum großen Theil verloren. Noch weniger «ber dürfte sich die von der Kommission vorgeschlagene Einrichtung in der Praxis bewähren, wenn man bedenkt, daß die Einheitlichkeit der Geschäftsprinzipien eines solchen Instituts, die doch für den Zweck unentbehrlich erscheint, alsdann nicht bestehen würde, da die verschiedenen Staaten, je nach ihren Verhältnissen und Bedürfnissen wohl verschiedene Prinzipien festsetzen möchten. Hieraus könnte alsdann eine gewisse Rivalität unter den einzelnen Staaten entstehen und den Intentionen des Gesetzes nicht nur nicht entsprechen, sondern auch zu Mißhelligkeiten Veranlassung geben. Der Vorschlag der Kommission wird daher schwerlich als eine Verbesserung der Bestimmungen des Entwurfs anzusehen sein. (D. Tgbl.)
— Paris, 6. Mai. (K. Z.) Nachdem der Präsident der Münzkonferenz gestern den Delegirten der Staaten, die Vorbehalte machen wollten, das Wort ertheilt hatte, erklärte der deutsche Bevollmächtigte, Deutschland werde seine einfache Goldwährung beibehalten, es sei jedoch geneigt, die Verpflichtung einzugehen, daß der Verkauf der alten Silberthaler auf einige Jahre eingestellt und dann nur in jährlich festzustellenden Verhältnissen wieder ausgenommen werden solle; auch wäre Deutschland geneigt, die Menge der in Umlauf befindlichen Markstücke zu vermehren und vielleicht auch den Gehalt an feinem Silber in den Markstücken zu vermehren und die Fünfmarkstücke in Gold aus dem Umläufe zurückzuziehen. Die englischen Bevollmächtigten erklärten, sie nähmen.an der Conferenz bloß aus Rücksicht gegen die Staaten, von denen die Einladungen ergangen, Theil und seien geneigt, Auskunft zu ertheilen, wenn sie darum gebeten werden, würden jedoch nicht an der Abstimmung theilnehmen. Die Bevollmächtigten Indiens und Canadas gaben ähnliche Erklärungen; die Bevollmächtigten Rußlands, Norwegens, Schwedens, der Schweiz und Griechenlands machten Vorbehalte über die Annahme der Doppelwährung, während der österreichische Bevollmächtigte auf seine heikle Stellung als Vertreter eines Staates, der Zwangs- curs hat, hinwies. Die Bevollmächtigten der übrigen Staaten gaben keine Erklärung ab; der spanische, Moret, beantragte Vertagung der Conferenz bis zum nächsten Samstag, damit bei den betreffenden Regierungen Weisungen eingeholt werden könnten. Die Conferenz wird mar» gen, Samstag, über diesen Antrag Beschluß fassen.
— Rom, 7. Mai. Howard arbeitet mit Macht für die diplo-