Gesucht:
wird zum 22. Februar eine tüchtige Köchin 1033_____________von Frau Justizrath Osius.
Ein durchaus tüchtiger Bijoutier wird gegen hohen Lohn und dauernde Beschäftigung nach Mainz gesucht, wer auch etwas fassen kann, wird bevorzugt.
Näheres Langstraße 28._______________1031
Schnurgaffe 14 eine Giebelwohnung mit Wasserleitung zu vermiethen. 960
Ein braves Kindermädchen wird gesucht, 999________________Webergasse Nr. 6, parterre.
In einem hiesigen feineren Manufak- turwaarengefchäfte ist eine Lehrlingsstelle unter Vortheilhaften Bedingungen zu be- fetzen._____________________________________958
Gesucht: zu Anfang April d. I. wird eine große verschließbare Scheuer oder ein Schuppen gesucht. Offerten mit Preisangabe bittet man unter Chiffre B. S. postlagernd Hanau abzugeb. 1109
Ein Laden mit Wohnung in guter Lage der Stadt zu miethen gesucht.
Offerten mit Preisangabe sind unter sub C. 1 an die Expedition erbeten. 1096
Ein Garten zu mieth. ges. Näh. Exped. 1097
Ein Junge, der das Schreinergeschäft erlernen will, findet Lehrstelle,
1107___________________Lothringergasse Nr. 15.
Am ersten April wird ein geräumiges trockenes Lokal zur Aufbewahrung von Möbeln ge- sucht. Näheres in der Expedition._________1101
Ein junges Mädchen, welches das Kochen zu erlernen wünscht, wird in einer feinen Restsu- ration gesucht. Näh, in der Exped.______1100
Für einen ordentlichen Jungen wird eine Lehrstelle bei einem Schuhmacher ges. 1094
Ueber Blähungen.
Das Einnehmen von Nahrung bringt stets auch einen Zugang von Luft in den Magen u. von da in die Gedärme mit sich. Dazu tritt die Entwicklung von Gasen, welche beim Verdauen von schwerverdaulichen Nahrungsstoffen, die sich leicht zersetzen in jenen Organen vor sich geht. Bei gesunden Personen werden solche Gase auf dem natürlichen Wege beseitigt. Steht jedoch dem Entweichen der Gase aus dem Darmkanal ein Hinderniß entgegen, oder entwickeln sie sich in zu großer Menge, wozu ein krankhafter Zustand des Verdauungsapparates den Anlaß gibt, so tritt ein kolikartiges Schmerzgefühl (Leibschneiden) ein, der Leib wird aufgetrieben, der Patient fühlt ausstrahlende Schmerzen in den benachbarten Organen und Körpergebilden, hat Athemnoth, Beklemmungen, ja Ohnmachten werden hervorgerufen, Blutandrang, Kopsweh, hartnäckige Verstopfung rc. stellen sich ein, der Kranke fühlt eine bedeutende Abspannung und Müdigkeit, die sich des Körpers bemächtigt und macht den Patienten glauben, er sei von einem schweren inneren Leiden ergriffen. Allerdings können Blähungen, welche ja meistens durch Unverdau- lichkeit und Verstopfung hervorgerufen werden, zu ernsteren Leiden Anlaß geben. Man behandelt und beseitigt die Blähnngen am besten, wenn man die Ursache derselben zu entfernen fucht und ihren Austritt auf natürlichem Wege gestattet. Scharf wirkende und stark abführende Mittel sind durchaus zu verwerfen, denn nur dadurch, daß man auf die Darmparthien in milder, anregender Weise einwirkt und die Thätigkeit des Darmes fördert und kräftigt, wird man sich dieses oft sehr lästigen und auch ge- gefährlichen Gastes entledigen. 1103
Unter denjenigen Arzneimitteln, deren Wirkung
Gedruckt und verlegt tu der Buchdruckerei.des vereinigt. evangel. Waisenhauses unter Verantwortlichkeit des Falters G. Ph. Weißdrod.
ärztlicher Seits sehr lobend anerkannt wird, wie sich Jedermann aus der Zahl ärztlicher Gutachten, welche in nachverzeichneter Apotheke zu haben sind, leicht überzeugen kann und welchesin ihrer Zusammensetzung keine dem Körper nachtheiligen Stoffe enthalten, nehmen die Apotheker Rich. Brandt's Schweizerpillen die erste Stelle ein. Allen Kranken, deren Leiden in der gestörten Thätigkeit des Verdauungsapparates zu suchen ist, wie Hämmorrhoiden, Hypochondrie, Magen- und Darmschmerzen rc. können diese wirklich heilenden Schweizerpillen bestens empfohlen werden. Ihr Preis ist ein so niedriger, daß selbst der Aermste sie anwenden kann und zwar werden dieselben nur in Blechdosen mit 50 Pillen zu 1 M. und 15 Pillen zn 35 Pf. verkauft. Auch verschickt der Vertreter des Herrn Brandt für Hanau Apotheker 3. Trompctter auf briefliche Bestellung.
Verzeichnis)
der bei den vereinigten evangelischen Waisen- Hause dahier vom 12. Juli 1880 bis 8. Februar 1881 eingegangenen Liebesgaben.
1880 M. Pf. Juli 12. Von Herrn Pfarrer Zimmer
mann dahier einen streitigen Betrag von 1 20 Juli 27. Von Herrn Ph. Eckhardt in
London den Ueberschuß für 1 Exempl. des Han. Anz. pro 2. Semester er. mit — 90 Aug. 3. Von einem Frankfurter Abonnenten des Han. Anz. den für eine nicht aufgenommene Annonce eingesandten und nicht reclamirten Betrag von — 90 Aug. 3. Von den Herren Einsendern einer mit „Mehrere Bürger" unterzeichneten leisen Anfrage, welche in den Han. Anz. nicht ausgenommen worden ist, wurde der von denselben beigefügte, aber nicht reclamirte Jnsertions- betrag als „Liebesgabe" belassen mit 3 — Dezbr. 4. Ueberschüsse von Bettagszetteln:
1. vom Kgl. Pfarramt zu Bruchkobel 1 90
2. „ „ „ „ Berkersheim — 40 Jan. 11. 1881. Bei heutiger Ausleerung der Opferstöcke und Büchsen fand sich vor:
a) in den Opferstöcken im Waisenhause:
1. in einem Papierchen mit der Inschrift: „Wegen erhalt. Arbeit" — 20
2. in einem desgl. mit der Jnschr.:
„Um einen Streit zu schlichten" — 12
3. in einem desgl. mit der Inschrift: „Zum Andenken den 22./11. 80 O. 1 —
4. blos gelegen 8 98
b) in der Büchse der Druckerei 10 90
c) in den Büchsen aus den G asth äusern:
1. in der Alemania
2. im deutschen Haus
3. in der Centralhalle
4. in der großen Krone daselbst in einer 2. Büchse
5. auf Dörr's Felsenkeller
6. in der Post
7. in den 3 Gänsen
8. im Riesen
9. im weißen Ochsen
10. auf der Rosenau
11. bei Hrn. Gastwirth Weismantel
12. im Schützenhof
daselbst in einer 2. Büchse
13. bei Hrn. Gastwirth Henrich
14. in der Stadt Bremen
15. bei Hrn. Gastwirth Ochs
16. in der Sonne daselbst in einer 2. Büchse
17. im goldenen Faß
18. im Hecht
19. im grünen Baum
— 09 — 19 — 32 — 46 — 12 — 11
1 14 — 01 — 10 — 19 — 12 — 60 — 31 — 04 — 52 — 54 — 17 — 88 — 22 — 51 — 24 — 31
M. Pf.
20. im Krahnen — 09
21. in der schwedischen Krone — 14
22. im Adler — 32
23. im goldenen Löwen 1 05 daselbst in einer 2. Büchse — 05
24. bei Frau Wittwe Kaiser 1 37
25 auf der Wiener Spitze 2 10
26. in der Geibel'schen Bierhalle — 27 27. in der Karthaune 1 22
28. im Tannenbaum — 25
29. im Frankfurter Bau — 14
30. in der Stadt Frankfurt — 26
31. in den 3 Schwänchen — 03
32. in den 3 Rindern 1 77
33. im Bürgerverein 2 45
34. im König von Schweden — 24
35. in der goldenen Rose — 21
36. in den 3 Hasen — 79
37. im Carlsberg — 67
38. bei Hrn. Gastwirth Brehm — 10
39. im Thiergarten — 29
40. in der goldenen Gerste — 07
41. im Elephanten — 15
Jan. 18. Von Herrn H. u. N. dahier
bei Vermiethung eines Logis 6 —
Febr. 1 Von Herrn Uhrmacher Gräber dahier bei Vermiethung eines Logis — 40
Febr. 7. Aus dem Opferstock unterm Thurm der Johanniskirche den Ertrag vom Jahre 1880, bestehend in:
1. einem Papier mit der Inschrift: „Für die Waisen. Wer Gott vertraut hat wohl gebaut" mit 5 — 2. einem desgl. mit Inschrift, und — 50 3. blos gelegen 7 67
Febr. 8. Von Ihrer Hoheit der Frau Herzogin Marie von Sachseu-Meinin- gen und Htldburghausen, geb. Prinzessin von Hessen, zu Meiningen, das gewöhnliche gnädigste Geschenk pro 1880 mit 26 —
Summa M. 96. 29
Ferner wurden dem Waisenhause im Jahre 1880 folgende Legate vermacht und eingezahlt: M. Pf.
1. Von Herrn Maurer Johs. Seikel ll. zu Großanheim 3 —
2. Von Herrn Holzhändler Karl Konrad Mehl et ux. hier 5 —
3. Bon Herrn Handelsmann Marda- chin Berberich et ux., Mina, geb. Rosenthal zu Großkrotzenburg 1 —
4. Von Privatier Georg Wiedersum dahier 20 —
5. Von der Wwe des Heinr. Saamer, 'Elise, geb. Schnitzer, zu Roßdorf 1 —
6. Von Hrn. Adam Senzel, ledig, in Bieber 10 —
7. Von Wwe. Adelheid Schneider hier 1 —
8. Von Hrn. Rentier Friedrich Robert Hartmann hier 25 —
9. Von Fräulein Auguste Wildeck hier 9 —
10. Von Hrn. Daniel Bechtold in Praunheim 3 —
11. Von dem israel. Lehrer Herrn Samuel Reumark in Windecken 3 —
12. Von Hrn. Bijouteriefabrikant Johann Philipp Fuchs dahier 17 14
Summa M. 98.14
Vorstehende Gaben der Menschenfreundlichkeit werden hiermit unter bester Danksagung öffentlich bekannt gemacht, und wird unsere Anstalt auch fernerem geneigten Wohlwollen angelegentlichst empfohlen.
Hanau den 25. Januar 1881.
Königliches Waisenhaus.Vorsteheramt: Schrötter. Junghenn. Wiß.
Jak. Wiedersum.
vt. Reuter.