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Banner schaarte, in Folge dessen dem Blatte eine Zeit lang eine große Rolle in so eigenthümlicher Weise bereitet war, wie es wohl nirgends wieder Vorkommen bürste. Es war lange Zeit das in Hessen tonange­bende Blatt, und seine politische Aedeutung beruhte bis diesen Augen­blick darin, daß eS das Organ des bekannten hessischen Polit kerS Dr. Oetker war. Dieser scheint keineswegs gesonnen, sich von der Politik zurückzuziehen, indem er aus privaten Gründen sich blos von diesem Blatte trennt. Der natürlichste Nachfolger in der ganzen Stellung der bisherigen Ortker'schen Zeitung dürfte daS seitherige He fische Wochen­blatt sein. Bsm 15. d M an erscheint eS in vergrößertem Formate und sechsmal »Schmtlich unter dem Namen HrssischeS Tageblatt, redi- girt von Dr. Mitmer."

— Bsr zwei Jahren verunglückte ein Arbeiter in einer Werkstätte zu Frankfurt a. W. und starb. Ueber die Entschädigung entstand ein Prozeß zwischen Arbeitgeber und Wittwe, der nun, nach der „D.R.-P", seinen AnStraz dahin fand, daß die betreffende Firwa jährlich 400 M. auf die Dauer von 20 Jahren und ICO Ä für jedes der Verben Kin­der bis zum 15. Lebensalter zu bezahlen hat.

— Lasse l, 18. Dezbr. Die „C. Dpst." schreibt: Mst dem „tran» rigen Fall" des an der Fulda gefundmen Hnsarevmsrtels eines „Un- glückiichsn" der heutigen „N. Fr. H ff. Ztz." läßt sich in bedauerlicher Eelse kein Geschärt in roher Soldateska machen. Nach unserer Erkun­digung hat ein Taugenichts j nen HokuS-Pokus an der Fulda gemacht, als er in Civilkleidern desertirte, nachdem er kurz zuvor als Osfiziers- bursche seinem Herrn durch gewaltsamen Einbruch 800 Mark gestohlen hatte.

— Eschwege, 16. Dezbr. Heute wurde durch den Königlichen Landrath Herrn Groß dahier dem Brteranen Nikolaus Schsbacker und Hessen Ehefrau, Anna Katharina geb. Triller von Albunzen zur Feier ih es 60jährigen Ehestandes im Namen Seiner Majestät des Kaisers und Königs ein GeldgMenk von 30 Mark ansZezahlt. (KrSbl.)

— K ir tzh a in, 17. Dezbr. Ein bei hiesigem Postamte beschäftig­ter Lsndbrieftcäqer kam gestern von seinem Botengänge nicht zurück. Die in der Nacht sofort eingestellten Forschungen blieben ohne Erfolg. Heute Morgen langte der Vermißte hier wohlbehslten wieder an. Nach seiner Angabe ist er gestern Abend auf dem Heimwege von 3 Strolchen angehalten bezw. verfolgt worden, so daß er genöthigt war, durch den Wald zu entfliegen, um so auf Umwegen an feinen Stationiert zurück- zugelangm. (H. Z.)

— Von der Rhön, 17. Dezbr. Während in der Ebene und den tkfen Thälern strenge Kälte herrscht und der Nebel fast den gan­zen Tag andauert, erfreuen sich die Bewohner d?r Berge eines heiteren Himmels und sonniger Tage. Die Temperatur ist daseloft verhältniß- mäßig eine milde, indem das Thermometer den Tag über kaum unter Null steht.(F. K.)

UM $8$ Uulgtgertd.

— Frankfurt a M., 19. Dezember. Der Main wächst stetig dadurch, daß das Wasser in Folge des Zulaufens bei Griesheim keinen regelmäßigen Ablauf hat. (K.-A)

— Heute Morgen fiel auf der großen Eschenheimergasse in Folge des Bruchs eines Dachhakens eine Dachdeck-rleiter herunter, wodurch eine Frau, welche gerade vorübergins, schwer verwundet wurde. (Ar. Z.)

— In Rödeherm wurde gestern Vormittag ein Ehepaar be-r- digt, wovon am 17. d. zuerst der Mann (ein Bahnbcdisnfteter) und einige Stunden nachher auch dessr« Frau (letztere im Spital) gestorben ist. (B. A.)

— Offenbach, 18. Dezbr. Unsere gestrige Mittheilung über die Entfernung des Knaben Heinrich Brunner von hier müssen wir da­hin berichtigen, daß der Junge nicht Spenglerlehrling, sondern erst 13 Jahre alt, also noch schulpflichtig ist; er hat hellblendeS Haar, rundes Gesicht, mit spitzem Kinn, blaue Augen, dicke, etwas abwärts stehende Ohren und am linken Schlaf eine fingerbreite von einer Brandwunde herrührende Narbe. Bei feiner Entfernung trug er dunkelkarrirte Som- merhsse«, duukrlgraue Knabenjoppe ohne Kragen und Schnürschube; Kopfbedeckung hatte er nicht.

Pf. und Eier 9 Pf. das Stück; Kartoffeln 10 Pf., Zwiebel 18-20 Pf., Welschkorn 23-25 Pf., Wohnen 30-36 M, Erbsen 36-40 Pf. und Linsen 38-40 Pf. das DoppeMer; Weißkraut 6-8 Pf. und Rothkrant 10—25 Hf. das Hempt; Meerrettiz 10—12 Pf. die Stange; daS Hundert Nüsse 20—25 Pf.; Kastanien V* kg 18—20 Pf.; Waizenmehl 1. Seite 24 Pf., 2. Sorte 22 Hf., 3. Sorte 20 Pf. und 4. Sorte 17 Pf. = 0,50 kg; Geflügel: ein Hahn 80- 90 Pf., ein Huhn 90 Pf. bis 1 N., ein? Gans 3,50 bis 4 M (gerupfte V* kg 60—70 Pf); Fische: Barben 35-40 Ps. ----- 0,50 kg; Stroh 2,30 bis 2,50 M «nd Heu 2,50 bis 2,60 M. = 50 kg; Holz der Meter 9,20 bis 9,30 Mark.

ThermsMeterstand.

19. Dezbr. Tiefster Stand - 61 V, Abends 7 Uhr — 3*/su;

20 Dezbr. Morgens 7 Uhr — 71/.’ Vormittags 10 Uhr - 61/«' .

Börfennschricht-'K.

N—r. Ha na«, 19 Dezember 1879

Die Woche begann bei ^äßige« Geschäft in abwartender Haltung. Die letzten Ts^en brachten Belebung und ßeigeutze Tsmss, die sich aber fürerst noch auf einen engeren Kreis von Mopreren erst-eckien, so daß denn unsere Aergleichktaße feine einheitlichm Resultate zeigt.

Den Änßoß zur Belebuna des Geschäfts »ab die neueste General­versammlung der rheinischen Bahn, deren Ausfall die Berstaatlichung dieses großen Urternetzmens ganz außer Zweifel erstellt hat. Sehr förderlich sind ferner die vielseitigen Meltznugen über Besserung im Kohlen- und Eisengeschäft Es sei jedoch hier auch daranf hingewiese», daß sie Presse solche Meldungen häufig recht gedankenlos in Umlauf setzt. So berichtet ein sehr sngeseEes Frankfurter Watt mit großer Genugthuung von der g besserten Laqe der H-sf LndwigSbahn, weil die November-Einnahme» gestiegen, ohne zu berucksicht'gm, daß hier die Wirkung einer StreckmoermehruRg (Frankfurt -- Mannheim) vorliezt. Trotz alledem ist immerhin ar-zunehmen, daß das kommende Geschäfts­jahr für sitle Granchrn bessere Resultate als das zu Wade grhmde brin­gen dürfte und daß daher die steigende BeA?guug der Course innerhalb vernünftiger Ganzen wohl gerechtfertigt erscheint.

Die offizielle Künd-gung der 5 pCt. Württember^er ist nunmehr erschienen. Der Eintösuntzstermm ist der 1. Mai 1880, mit welchem Tage die Verzinsung austzört. El ist frnzestellt dir Obligationen gegen 4 pCt. su conoertiren und hat die Anmeldung hierzu vom 17, Dezbr. cc. bis 24. Januar 1880 zu erfolgen. Es wrd eine Bonifikation uon 2'/. pC^. gewährt und die 5pTt. Zinsen bis 1. Mai vergütet. Dieses Anerbieten ist nicht sehr verlockeno, da in der langen Zeit bis Mai rächsthin gar leicht 4 pCt. deutsche Papiere Ui.ter dem gebotenen Course zu haben sein dürsten.

Frankfurter CsursZ am 11 Dezember am 18. Dezember.

4% Reichsanleihe

98Vi

98

4% Bayern

979/i6

97-/»

Oester. Creditaetie«

240’/»

244

Oesterr. StaaLsbahussvs

231^,

231'/.

Oefterr. Goldrente

Oeftrr. 60er Loofe

70

70^/8

126'/.

125"/i«

Ungar. Goldrente Tuffen von 1877

83V16

82'-/»

89'/,

881'8

Heff. LudwigSbahnscUsn

88'/.

87-/»

Reichsbankactien

153'/.

154'/»

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Regie­rung zu Tsfsel.

Niedergründau. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der ZwangSverkauf des auf den Namen des Trust Wiegand (Peters Sohn) und Ehefrau, Wilhelmine, geb. Maurer, von Niedergründau, in dasiger Gemarkung katastrirten Grundeigenthums erkannt und erster Berkaufstermin auf den 22. Januar 1880, hülfsweise zweiter und dritter auf den 19. Februar 1880 und 18 März 1880, jedesmal des Bormit­tags 10 Uhr, sämmtlich an Königlicher Amtsgericht Gelnhausen anbe- raumt.

Marktbericht.

Ha «an, den 20. Dezember. Der heutige Markt war ziemlich gut befahren; Preise wie folgt: Butter 1,15 bis 1,20 M., Käse 4—5

WK- An das tägliche Bestreuen des Bürgersteigs sei freundlichst erinnert.

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