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1713

scheerung, die räLfien Sonntag im Skale des „Nürnberger Hof* statt, findet, nicht fehlen.

— An das tägliche $ (streuen deS BürgersttixS fei hiermit, weil so Manche hierfür gar kein Verständniß zu haben scheinen, wiederholt erinnert. Wenn es schon die Pflicht »heifcht (nebenbei bemerkt ner« l angt es auch das Gesetz) im Interesse deS allgrmeinen Verkehrs sich dieser geringen WLHe zu urterziehen, so tritt diese Pflicht in der Weihnachtszeit A des besonders an den Abenden gesteigerten Strsßen- verkehrS doppelt an Zedermarn heran.

— Em hiesiger Einwohner erhielt gestern auf der Jagd durch die UnvorsichticM' eines Betheiligten einen Schuß in den Kopf. Wie wir hören scll b;e Verwundung nicht gefährlich fein.

— Für heute. Hanauer Stadttheater: Einweliges Gastspiel des Herrn Wilh. Snaed vom k. k. privilegnt-n Karl-Theater zu Wien: 1) „Im S pätsommer*, Lustspiel in 1 Akt von M'ilhac und L. Havely; 2) „Der Sol n auf Reisen*, Original «Lustspiel in 2 Akten von L. Feldmak«; 3) „Schneider Fips, oder: Die gesährliche NaSvarschast", Puste mit Gesang in 1 Akt von 8. 6. Kotzebue; Bnsa? g 7 Uhr. — Im großen Saale des „NürnLerxer Hot*: Erstes Auftreten der migi, nal-chiuesischen Künstlergesellichast Mr. & Miss Ai r-You; Kesselstrung

7 Uhr, Anfang 8 Uhr. — Abends 9 Uhr: Männer-Abtheilung: Turnen; Steiger-Corps bei Beck; Spritze Nr. 1 in den „biet Gän­sen*. — Turn- und Frcht Club: Arß-rpewöbnbche Generalversammlung; Tagesordnung: Leihuichtsseierlichleit, BorstandS-Trsatzwahl.

k — Bocken heim, 16 DeM. Heute Mor^n wurde hier die Leiche eines Erfrorenen gefunden. (F. Z.)

— Die aus Nr. 9468 der „H. M." entnommenen Nc-tizm ü aer die Verjährung von Förde-ungen emspreche» dem im Gebiete b'8 vor­maligen Kurfürstenthums Hessen ge-tenden Rechte durchaus nicht. Das­selbe Blatt schreibt in seiner Nr. 9472 weiter: Die regelmäßige Ver- jährungssrist, welche auf weitaus die meisten Rechtig? chäste d s täg lichkn Lebens Anwendung leidet, beträgt vi«lmehr bei uns «ach dem voch gültigen Gesetze vom 14 Juli 1853 drei Jshre. Dieser Ve jäh-ungs- frist unterliegen insbesordere die Fardkrungen der Kaufl-ute, Künstler, Handwerker und Kpothkker — sofern nicht die gelieferten Gegenstände zum Zweck der Weitervnäußervng im Handels betrübe oder zur Ver­wendung im Gewerbebetriebe angeichafst worden sind —, ferner die Lohnforderungen der Arbeiter, ^agdö^ner, Gesellen, HaridlungSgehülfm und Dienstboten, die Honorariorderungen der Aerzte und Lehrer, die Forderungen der Gast- u«d Speisewirthe, ferner der Nnch'uch auf rück­ständige KapitalMsen, sofern es sich nicht um ein hyputhkksr,sch einge­tragenes Kspital handelt, sowie die Ansprüche aus Miethserträgen Md Viihhändeln. Die Verjährung beginnt mit dem 31. Dezember desjeni­gen Jahres, in welchem die Forderung fällig geworden ist, so daß die­selbe mit dem 31. d. M. bezüglich der im Laufe deS Jahres 1876 entstandknen Forderungen vollendet sein würde. Unterbrochen w rd die Bkrjährurg durch Behändigung einer Klsze oder eines Zahlung-- beft^.3, sowie durch Anerkennung der Forderung von Seiten des Echuld- ners dann, wenn dieselbe in schriftlicher Form gkschieht. Erne mündliche oder gar stillschweigende, d. h. sich aus kre- didenten Handlungen ergebende Anerkennung ist dursch. aus einflußlos. Es empfiehlt sich daher, Forderungen auS dem Jahre 1876 entweder alsbald von dem Schuldner schriftlich anet» kennen zu lassen, oder sie schleunigst gerichtlich geltend zu machen, damit der ZahlungSbefehs, die Klage noch in diesem Monat dem Schuldner behändigt werden kan«. Eine» Zs-hlüngsbifehl, für befien Ertheilung stets und ohne Rücksicht auf den Betrag das Amtsgericht zuständig ist, erbitte man im Interesse der Kostenersparniß immer bann, wenn ein Widerspruch des Schuldners nicht zu erwarte« steht; andernfalls erhebe man lieber bei dem mit Rücksicht auf die Höhe des Objekts zuständigen Gericht (Amtsgericht bis 300 Mark, Landgericht über 300 Mark) Klage. — Eine vurjätzrige Verjährungsfrist, ringeführt durch Gesetz vom 29. Mai 1873, haben wir nur für den Abspruch auf rückständige Zinsen von hypothekarisch eingetragenen Kapitalien; doch empfiehlt eS sieb, solche gor bei ur gen stets weit früher, nicht erst kurz vor Ablauf der Verjäh­rungsfrist einzutreiden, weil bei etwaigem Zwangsverkauf des verpfän­deten Grundstücks, wenn der Erlös zur Befriedigung aller eingetra­genen Gläubiger nicht autreicht, nur zweijährige Zinsrückstände vergütet werden.

— Nach einer kürzlich ergangenen Ministerial-Berfügunz haben die Gerichtsschreiber aus den von tönen eingehobenen GerichrSkoßen die Ge­bühren der Zeugen und Sachverständigen, die Tränt Partkosten, die Tage­gelder und Relsrkostt« der GtschwoikNkN, Echöffen und Mitgleder bei Wahlautschufst» zu zahlen und die darüber sprechenden Belege bet bett Ablreserung»« in Anrechnung zu bringen. (H. T.)

— Vermöge Allerhöchsten Erlasse» vom 1. d. MtS. wurde geneh­migt, daß für die Bauinlp-ctorm fortan allgemein der Rang der fünf­ten C affe der höheren Beamten der Provinzialbehörden anerkannt werde. (M. T.)

— HerSkeld, 15, Dezbr. Heute ist hier, wie erzählt wird, die Nachricht eir.getroffen, daß der pensionirte Major Krause, der Mitte

Oktober zum Bürgermeister erwühlt wurde, von der Regierung in Sofie1 als solcher bestätigt sei. (H. M.)

— In dem Torfe Falkenberg bei Hrmberg in Niederhessen lebt ein W mIitM er Handelt wann Namens Tonnenberg, der jetzt bereits das 103. LeberSjabr überschritten hat, trotzdem aber sich noch der voll- stündißpen peistpin Frische erfreut. Leider ist derselbe sehr arm und besitzt kaum so viel, um die nothwendigste Nah ung zu beschaffen. Der dantsck e Kaiser hat dem alten Wanne eine jährliche Subventien von 180 Ä ausgesetzt. (Hofg. Ztg.)

Rms der Nmßege«tzo

— Frankfurt e. W., 16. Dezember. Nach dem Borbilde von Berlin und orderen Etödbv legt man die Lbsicht, auch am hiesigen Platz? einen Verein zu gründen zur Sammlung von CigarrenspHen, beschädigtet Cigarren, Cigarrenahlchritten,C-garrmbändern und Kiste» rc. und den Crlös zur Bekleidung bedürftiger Armen zu verwenden. Um zu dieser Socke eine ollg-m-'nere Ibeili ohme wackzurufen und bei humane Zwick die möilchst prüfte Unterstützung deS Publikums findet, Werben m vielen offkntl'chkn Lokalen Sowwe-büchirn zur Aufstellung kommen. — Die Kälte in verfiofi-mr Nacht war die größte von den bis jetzt zmückgklegt n, das Lberwometer zeißte 18^.', Grad. . (G.-A.)

— Heute Morgen fand ein großer Röhrenbruch in der Kofilstraße statt. De Halste di fer Straße wurde überschwemmt. „ (Fr. Z.)

— M ainz, 15. T zbr. Re sende brachten Hute Morgen das Gerücht hierher, daß bei Eo«b ein Lehrer mit seiner Schule sich auf dem Rhrrmie vergnügten, al- plötzlich dasselbe gebrochen urb ci ca 20 der Schüler Mit dem Lehrer er trunken seien, während es den übrigen noch gelang, sich zu rett n. (80

Verloosungeu.

P e st, 15. Dez. Bei der heutig»« Ziehung der Ungarischen 100= fl.-Loose fiel der Haupttreffer van 150,000 fl auf Serie 3944 Nr. 29, der Trasier von 15 000 fl. auf Serie 1926 Nr. 31 uns dar Treffer von 5010 fl. auf Serie 4581 Nr. 30. Ueber baupt wurden folgende ' " --------- ---- 1926 2182 2656

Serien ge-r ger : 55 575 799 1110 1362 1724 2944 3119 3384 3398 3638 3 944 39-6 4102 4551 4581 4604 4691 5b85 5775 5874.

4148 4296 4327

Literarische s.

In Pforzheim rrschic« dieser Ta.e eine kleine Lokalnovelle: „Maidle nimm kein' Goldschmied* von Graveur Ludwid R hl, welcher die Berbreitung in weiter» Kreisen sehr zu wünschen ist. Es ist selbst- versändlich keine künstle-isch durchgebi-dete Arbeit, ab>r dafür um so ansprechender. v® 3 gibt uns ein Sittenbild aus jener Zeit, da Pforz» heim er fing, sich aus einem Heit bürget r$m Landstädtchn zu einem

kosmopolitisch anxel suchten Jvduflrieplätz zu entfalten md das Herge« brächte Patrizierthum der Flößer Ursache zu haben glaubt-', sich mit Hürden und Füßen, wohl euch mit seinen langen Flöße; stangen g'gen die BijrutierS zu wehrsn, die nicht nur in der Etadt ihr Wesen trie­ben, sondern sogar über lir Auer Bricke hinüber zu spazieren und in den Herzen der hübschesten Fiöß-rltöLter Verwirrung anzurichten be­gannen. — Einen hieraus entspringenden Konflikt zwischen ein m jun­gen Bijoutier und dem Papa einer hübschen Flüßerstochter bearbeit das besprochene Büchlein. Die Schilderung ist einfach natmwüchsig rnd gibt ein unmiltelbbres Bild der damaligen, unS bereits ziemlich fremdartig anmuthenden Berhälimffe. Echrtdrrun^en von lokalen Celebri« taten jener Zeit, sowie Wüste! ch-n von freiwilligem und unfreiw-lliZem Lokalwitz in durchschlagender Wirkung sind dem Ganzen eingeflockten und verleihen ihm eine lebendige Lokalfarbe. Aufmerksamen Le e^ n wird

das ten.

17.

Büchlein nicht blos Unterhaltung, sondern wirkliche Belehrung Lie< E» sei dasselbe angelegentlichst empfohlen. Preis 1 Mark.

Thermometerstand.

16 Dezbr. Tiefster Stand — 141// Abend» 7 Uhr — 9"; Dezbr. Morgen» 7 Uhr — 12* Bormütags 10 Uhr — 9*/**.

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königliche« Regie­rung zu Cassel.

Wüstwüllenroth. Zur Zwangsversteigerung der auf den Namen des Gastwirth» Ludwig Muth von Wüstwüllenroth zuk ehenden, in der Gemarkung von Wüstwüllenroth gelegenen Grundstücke sind fol­gende Termine: erster auf den 6. F-bruar 1880, event, zweiter auf bin 5. März 1880, event, dritter auf den 2. spril 1880, allemal Morgen- von 11 bis 12 Uhr, an Königl. Amtsgericht Birstein anbe­raumt.

Heiter» oth. Zur Zwangsversteigerung der auf des Dübers Wilhelm Fuchs auf der Loosemühle bei H

den Namen

Heiter» roly zu-

stehenden, in der Gemarkung Het^erSroth gelegenen Grundstücke sind folgende Termine: erster Verkaufst» min auf den 6 Februar 1880, eventuell zweiter auf den 5. März 1880, allemal Vormittags von 11 bis 12 Uhr, an Königl. Amtsgericht Birstein und dritter auf den 2. April 1880, Nachmittag- 3 Uhr, nach HetterLroth in die Wirthschaft des FuhS anberaumt. „