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auf seinem früheren Standpunkte betreffs des WehrgesetzeS zu beharren, jedoch ist dieser Beschluß kein bindender für die einzelnen Mitglieder des Klubs. Der Obmann des Klubs, Weber, erstattete Bericht über seine Audienz beim Kaiser.

— London, 15. Dez. (K.- u. St-A.) Ein offizielles Tele­gramm des Genera S Roberts zeigt an, daß er auf der ganz-n Linie siegreich gewesen sei. Der kombinirte Angriff sei für die Nacht des 13 geplant gewesen; die afghanischen Stämme hatten sich in großen Messen angesammelt gehabt und mit bm Bewohnern der Stadt Kabul in Ber. bindung gestanden; der Verlust des Feind.s sei sehr groß. Indeß be­fänden sich noch afthanische Streithausen in der Nachbarschaft; er werde dieselben, wen« sie sich nicht sofort zerstreuen sollte«, auss Neue anzrei- fen. Der Verlust der Engländer in den während der drei Lage statt' gehabte« Gefechten betrage 43 Todte, darnnter 6 Osfijierx, und 76 Verwundete, worunter 10 Offiziere.

— Petersburg, 14. Dez. (K. Z.) Die officiellen Erken­nungen für verschiedene diplomatische Posten werden wahrscheinlich in diesen Tagen veröffentlicht werden. Für den Berliner BstschaftspoDn ist Herr s. SaLmow auSerschm.

Lokales.

Hanau, 16 Dizember 1879. -

— (The ate r.) Hiermit wollen wir noch einmal «i das Gast« spiel des HEn W. Knaack Hinweisen. D r Zettel zeigt uns schon die verschi^denartitzsten Rollm D-m alten »erbebten Marqius. den dummen Beter und zuletzt den Schneider F-PS, der eifersüchtig sein Mün­del bewacht. Knaack ist der Künstler, der Komiker der alle Tamigkeit besiegt, der Lachen macht, den wir zu-reich als vollendeten Chmakt-r- Darsteller bewundern. Man g he zu Knaack?

Bersteigerungs- und Berpachtungs- re. Kalender für Mittwoch den 17. Dezember.

Nachm 3 Uhr versteigert Herr Gerichtsvollzieher Eturm hier zu Hochstadt eine Zregelhütte mit den brünier befindlichen zwei Brenn- ösen, sowie 3 Hau-cn Kallsteme, etwa 12'/* Ruthen; Zusammenkunft im Rauch'schen Gasthause.

— Für heute. Kurstsidustrie- Verein: Abends 7^2 Uhr im Gafthofe zum ^Rüsen": Vor trog des Herrn Prof. Dr. Osthoff aus Heidelberg über „Schriftsprache und BolkSmundart". — Tmnzrmeivde: Generalversammlung; Tagesordnung: Weihu^chtsfeier.

— Die „Deutschen Monatshefte", redigirt von Direktor C. Schröder, bringen folgenden Artikel über „neue Muster für Stickerei und Häckelarbeiten" von Herrn Fr. Fischbach. Wir bemerken noch, daß diese Collektion als erste Serie mit 98 Mustern nunmehr auch im Buchhandel als elegantes Heft a 3 Mark (Commissions-Verlag von G. M. Alberti in Hanau) erschienen ist:

Die Erzeugnisse der Zwirnerei und Nähfaden-Fabrik Eöggiugen bei Augsburg.

Daß die Engländer gute Kaufleute sind, weiß Jeder, jedoch fällt häufig auf, daß sie zu sehr geschmacklosen Mitteln greifen, um die Aufmerksamkeit der Käufer auf eine Firma oder Marke zu lenken. So ist es üblich, daß Genrebildchen massen­haft verstreut werden, auf welchen Kobolde, Seiltänzer, Heuschrecken rc. mit etiquet- tirten Garnspulen spielen. Eine deutsche Fabrik, welche einsah, daß die Konkurrenz zu ähnlichen Mitteln nöthigt, hatte den glücklichen Gedanken, Reklame im besten Sinne des Wortes durch das Schöne und zugleich Nützliche zu machen. Hun­derttausende Vorbilder von bisher nicht publicirten Stickerei- und Häkel- Mustern versendet die Zwirnerei und Nähfadenfabrik Göggingen bei Augs­burg als Gratisbeilage ihrer Garnpackete an ihre Käufer. Die Vorbilder sind in opulentester Weise farbig ausgestattet und werden auch als komplette Hefte (40 Ta­feln und Text) gratis abgegeben. Alle Muster sind mit den Garnen der Fabrik gestickt und gehäkelt, um den Beweis zu führen daß nur noch ein altes Bor- urtheil die englischen Garne für besser hält. — Die Muster sind von Herrn Prof Fr. Fischbach in Hanau komponirt, dessen Richtung durch die im „Bazar" erschienenen Stickereiblätter und durch große Werke über „die Ornamen­tik der Gewebe" bestens bekannt ist. (Auch Prof. Dr. Wilh. Lübke hat in seiner oben angezeigten Broschüre „das Kunsthandwerk" auf S. 46 die hervor­ragenden Verdienste unseres sehr geehrten Herrn Mitarbeiters Prof. Fischbach rühmend anerkannt.) Ich habe die Kollektionen von Musterzeichnungen für Sticke­reien und Häkelarbeiten sorgfältig durchgesehen und bezeuge gern, daß sie zu dem Besten gehören, was auf diesen Gebieten geleistet wird. Unsere Mädchen und Frauen finden darin eine reiche Auswahl von Vorbildern zur Verzierung der einfachsten Ge­genstände des täglichen Gebrauchs, sowie auch zu größeren und prachtvolleren Arbei­ten, z. B. zu sehr effektvollen Stickereien und Häkelarbeiten im Renaissance-Stile, ferner zur sogenannten „Holbein-Technik" rc. rc. Einem der nächsten Hefte unserer Zeitschrift werden wir Probeblätter beilegen, damit unsere geneigten Leser selbst er­kennen, welche dankenswerthen Verdienste sich die Gögginger Fabrik um die Verbrei- tung guter Vorbilder erwirbt.

Ein Muster-Sortiment von Nähfaden, Stick-, Häkel-, Zeichen- und Stopfgarnen

aus der genannten Fabrik habe ich fachkundigen Leuten zur Prüfung übergeben. Das Urtheil dieser Sachverständigen geht dahin, daß die Erzeugnisse der Gögginger Fabrik in Reinheit, Schönheit und Aechtheit der Farben, so­wie in Gleichmäßigkeit und Festigkeit des Fadens von keinem englische« Fabrikate übertroffen werden. Möge darum die deutsche Fabrik, die unter allen Nähfaden-Fabriken Deutschlands auf der Wiener Weltausstellung allein die Zortschritts-Medaille erhielt, auch Seitens der deutsche»! Konsumenten die wohl­verdiente Anerkennung finden!

— Cafsel, 16. Dezbr. Mit dem gütigen Tage erscheint dss frühere „Heffische Wochenblatt" in einem größeren Formate unter dem Titel „H-ffifch S Tageblatt". Das „Hessische Wochenblatt" wurde drei Wal in der Woche ausgegeben, das Hessische Tageblatt", mit Ausnahme der auf Sonn- und Feiertage fallende Wochentage, täglich.

— Marburg', 13. Dezbr. Die Zahl der Studirenden im ge- genwärtigen Wintersemester beträgt 552, außerdem besuchen noÄ 16 mit Erlaubniß des Rectors Vorlesungen. (O. Z.)

— F «lda, 15. Dezbr. Die St. SturmiuS-Feier begann am ver- gangeren Sonnabend Nachmittag 3 mit Glockengeläute und Böllerschüssen und sah man auch hierauf eine große Anzahl Gläubiger nach der Kirche A llen. (H. B.)'

Rügen und Wünsche.

Eingesandt.

- i — Die Pumpe in der Lothrinzerstraße ist seit einige« Tagen eingefroren und hierdurch Wie Nachbarschaft in nicht geringe Verlegen­heit versetzt. Dieselbe recht bald w-eder is brauchbaren Zustand setzen zu lassen ist der Wunsch, deu man hiermit maßgebender Stelle zur Be- tzerziguntz unterbreiten möchte.

AM der Umgegerrtz,

— HraK?furt s, M., 15. Dezember. Gestern zog eine fröh­liche Sängerschaar hinaus in den Waid, um sich gegen ihre SangeS- brüder, die Bögel, erkenntlich und dankbar zu erweisen. Am Königs- brünnchen ließen sie zuerst ihr frisches Lied erschallen und dann deckten sie den armen Vögeln den Tisch; der Einladung folgten eine Masse hungernder Distelfinken und namentlich Staare, selbst die Krähe ver­schmähte die Krumen nicht. Mit schwerem Futtersack zogen die Sän­ger aus, mit leerem und dem Bewußtsein ein edles Werk vollbracht zu haben, kehrten sie heim. (G.-B.)

— Der Main hat sich bei Griesheim gestellt und beginnt nun zuzufrieren. Zum letzten Mal war der Main im Winter von 1870—71 zugesroren. — Ein Dienstmädchen hörte gestern im 4. Stock eines Hau­ses in der Neuen Mainzerstraße ein verdächtiges Geräusch, ähnlich dem­jenigen, welches beim Erbrechen einer Thüre entsteht. Das Mädchen eilte hmauf und bemerkte einen jungen Burschen, welcher sich anschickte, eine Mansarde zu öffnen. Als der Spitzbube sich überrascht sah, ergriff er die Flucht. Aber das Dienstmädchen schlug ihm mit dem Besenstiel so gut auf den Kopf, daß er taumelte, fiel ux-d die Stiege hinab kollerte. Leider gelang es ihm, hier sich aulzuraffen und davon zu springen. (Fr. Z.)

Marktberichte.

Frankfurt a. M., 15. Dezember. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren 350 Ochsen, 210 Kühe und Rinder, 220 Kälber und 500 Hämmel. Die Preise stellten sich für Ochsen 1. Qualität per Pfd. 68—70 Pf., 2. Qualität 64—66'Pf., Kühe und Rinder 1. Qualität 58-60 Pf., 2. Qualität 50—52 Pf., Kälber 1. Qualität 54—56 Pf., 2. Qualität 48-50 Pf., Hämmel 1. Qualität 52—54 Pf., 2. Qualität 40—42 Pf.

(Frankfurter Produktenmarkt vom 15. Dezember 1879.) Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier 2404, Mark, Weizen fremder, je nach Qualität, 23V,—243/4 Mark, Roggen 18—20^4 Mark, Gerste 17-18 Mark, Hafer 13-15 Mark, Kohlsamen 27—28 Mark, Erbsen 19—27 Mark, Wicken 16—17 Mark, Linsen 20—40 Mark, «ohne«, weiße, 23—25 Mark, Rüböl, detail, 65 Mark.

Thermometerstand.

15. Dezbr. Tiefster Stand — 11°, Abends 7 Uhr — 81/*0:

16. Dezbr. Morgens 6 Uhr — m®, Vormittags 10 Uhr —121/»".

An das tägliche Bestreuen des Bürgersteigs fei freundlichst erinnert.

BÄ* Gedenket der hungernden Vögel. "MU

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