P«U:
Ehrlich » »«-S ^ilW-i»«.
Wtauwude
»Stets 26 w
Mr m»»Mge gbaimestex ltit dem betreuen, »«n Postausjchlag. Lieeinzelne Nummer 10 Pfg.
M 890.
Hamuer Anzei^r
Zugleich Amtliches Orga» für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sorrn- und Feirrta^, mit bellewiskscher Beilage, und Samstags mit der BrrÜE Pr-sviM-Äl Ls«refpo«d^z.
3nferiioit8- Preis: Sie Up-Mz- VamwuLzeile ob. beten Raum 10 Pi«.
Sie Walt. Zeile 28 Psg.
Sie ZsPalttgeZeile
30 Pfg
SaMstag se« 13. Dezember
187$.
Amtliches.
WkrmKtMkHmGM Mf Grund des ReichSzefehes tzsm S1. Oktober 1878.
Das durch meine Bekanntmachung vorn 17te« Fauuar 1879 (Reis s-Lnzeiger Nr. 15) erlaffene Verbot der vom kommunistische« ArbeiterbildungSverein in London herauSregebenen periodische« Druckschrift: „Freiheit" erstreckt sich auch aus diejenigen Nummer« dieses Blattes, welche unter der Aufschrist „Das alte Hanner" zur Ausgabe gelangen.
Berlin den 1. Dezember 1879.
Der Reichskanzler. In Bertr.: Eck.
DaS durch meine Bekanntmachung vom 17ten Januar 1879 (ReichS-Anzeiger Nr. 15) erlassene Verbot der vom kommunistischen Arbeiterhüdung.^Verein in Seifen herauSgegebenkN periodischen Druck- sch rift: „greifet!" erstreckt sich auch auf diejenigen Nummern dieses Blattes, welche unter der Aufschrift „Die Geißel" zur RuSgabe gelangen.
Berlin den 8. Dezember 1879.
Der Reichskanzler. I« Bertr.: Eck.
Nachdem durch die Bekanntmachung des Königlich preußischen Polizei-Präsidüms zu Berlin vom 17ten v. Mts. (Reichs-Anzeiger Nr. 271) die Nummer 1 der I. Jahrgangs der i« Reichenberg (Böhmen) erscheinenden periodischen Druckschrift: „Bolkssreund, Zentralorgan der so zi ald emo kratis chen Arbeiterpartei Oesterreichs", verboten worden ist, wird auf Grund der §. 12 des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 die fernere Verbreitung deS Blattes „Volks- freund" im Reichsgebiete hierdurch verboten.
Berlin den 1. Dezember 1879.
Der Reichskanzler. In Vertr.: S ck.
DaS von der Königlich sächsischen KreiShauptmannschaft zu Zwickau unterm 6. September d. I». ausgesprochene, in Nr. 310 des „Deutschen Reichs- und Königlich Preußvchen Staats-Anzeigers" vom 8ten September d. JS. publizirte Verbot der
„Beilage zum Chemnitzer Tageblatt und Anzeiger, Nr. 214, Freitag den 5. September 1879"
ist durch Cnt.cheidurg der Reichs-Kcmmi.sion vom 28st« d. M. aufgehoben worden.
Berlin den 30. November 1879.
Die Reichs-Kommststo«. Starke.
Die Königliche Kreishauptmannschaft bringt hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß sie in ihrer Eigenschaft als Landerpolizeibehörde die Druckschrift:
| „Der Kampf deS Großen und des Kleinen Kapitals oder die Schneiderei in London von J. G. EccariuS, Leipzig, 1876, Druck und Verlag der GenosirnschaftS-Buchdruckerei", nach Maßgabe von §. 11 Absatz 1 des ReichkgesetzeS gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober vorigen Jahres verboten.
Leip iig den 4. Dezember 1879.
________Königl. KreiShauptmannschaft. Graf zu Münster.
S « p I ||@ %
Ein neuer Mordplan gegen Kaiser Alexander.
Die „Nat.Ztg." erhält die folgende Mittheilung, die, so außerordentlich sie klingt, ihr, wie sie schreibt, vo« einer Weite zukömmt, welch« der Milchestung die volle Zuverlässißkeit sichert. Der Plan war vorbereit-t und der Ausführung «atze, den Zarrn in semem eigenen Palast in die Luft zu sprengen. Die betreffende Mittheilung lautet:
„Ncch ist nicht das Entsetzen über das verwegene Attentat von Moskau beruhigt und noch wcht einmal dessen Urheber aufgefunden, und
schon ist wiederum ei« neues Attentat, furchtbarer als alle andere«, am Tage, wo es in Gerne gesetzt werde« sollte, entdeckt «nd vereitelt. Unmittelbar nach dem Moskauer Attentst bekam nämlich Kaiser Alexander eine gedruckte Hrsklamstion zugelündt des ungefähren Inhalts, dem Tode sei er zwar entro«ne», aber derselbe werde ihm nicht geschenkt, wen» er Richt alle seine Reste in die Hände einer National-Bersammlnnß lege; UNd zwar solle er und das ganze Winterpalais, mit Dynamit i« die Luft gesprengt werden. Die eifrigsten Nachforschungen in St. Petersburg erzaben zunächst nichts, am Sonnabend aber, — und die Nacht auf den'folgenden Tag soll zur Ausführung des gräßlichen RlaRes be^ stimmt gewesen sein, — verhaftete man im Maschaw Pereulk, «icht weit vom Winterpalais eben Mann, der bis jetzt hartnäckig jede Aussage verweigert; bei ihm fand man eine Anzahl elektrischer Batterie« ausgejeicknetfter Ksnftrvktion und eine Karte deS Winterpalais, auf welcher jedes Lckch?n, jedes Möbel aus's Genaueste angegeben war, sowie eine Luzail von Dynamitpatronen; ob Leitungk« übrigens schon in'S Palais hinein gelegt waren, wird man bezweifeln müsse«. Genug, daß die Wachsamkeit der Polizei das Unglück verhütet hat; aber es wird der angestkengtestm Thätigkeit derselben bedürfen, um dieser ver- zweifelten Pläne Herr zu werden, die mit beispielloser Verwegenheit von einer kleinen Zahl gut organistrter BcrschZörer andauernd festgehalte-r werden. (Post)
— Berlin, 12. Dezbr. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen heute Morgen des Polizei-Präsidenten v. Madai m>d bega- den Sich Nachmittag um 21/s Uhr zu Wagen zur Abhaltung einer Jagd nach dem Grunewald.
— Berlin, 11. Dez. (K. Z.) Die Rordd Kllg. Ztg. bringt einen längeren Artikel über die Vortags n des Ministers des Innern betreffend die Fortführung der Berwaltungsreform. Das genannte Watt hofft, das Abgeordnetenhaus werde in Erwägung der Dringlichkeit des Gegenstandes trotz seiner vielen anderen Arbeiten dennoch eine solche neue Zeitemtheilung treffen können, welche demselben noch bei seinem jetzigen Zusammensein vor den Ferien die erste Lesung ermöglichen würde. — Dasselbe Blatt spricht sich gegen den Beschluß der rumänische» Dsputirtenkammer in der Ersenbahnfraxe betreffend die Zurückoerlegung des Sitzes der Gesellschaft noch Bucharest aus und schreibt: „Es erscheint ja unglaublich, daß eine Fundamentalbestimmung des Vertrages, über deren Bedeutung vor Allen der rumänische Minister völlig klar sein muß, welcher in Berlin persönlich die betreffenden Verhandlungen geführt hat, nun so ohne Weiteres fallen gelassen werden sollte, während man in Bucharest auch über die Folgen nicht im Irrthum sein kann, die an ein derartiges Botum unausweichlich sich knüpfen müßten."
— Berlin, 12. Dezbr. In der heutigen (24.)Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses wurde, nachdem ein Antrag der Abg. Kantak, das Strafverfahren gegen den Abg. Ezuman einzustelle«, wie üblich, ohne Debatte anKenomme» worden war, in die dritte Berathung des Gesetzes über den Erwerb mehrerer Privatbahnen durch den Staat eingetretm und nachdem in der SpezialdiKkussion noch verschiedene Redner zur Sacke gesprochen, schließlrch gmehmigt; darauf wurde die fester» abgebrochene Diskussion über die zu dem Gesetze beantragten Resolutionen fortgesetzt. Zur Debatte stand nur noch der dritte Theil dieser Resolmion, welcher die Einrichtung und Kompetenz des Landes- und Bezirks-Gisenbahnraths regelt. Abg. Frhr. v. Minnigerode wünschte keine Mitglieder der Landtages in diese Behörden zu deputiren, um nicht zum Schaden des sachlichen den politischen Gesichtspunkt überwiegen zu lassen. Die Abgg. Dr. Löwe und Larenstein befürworteten die Wahl von Mitgliedern aus dem Kreise der Handelteeibenden und Industriellen durch die betreffenden Jutereffeuten, wogegen sich Abg. v. Wedell-Malchow erklärte, indem er davon eine Benachttzeilrgung der kleineren Gewerdtreibende» befürchtete.
(Post)
— Die freie Bereinigung des Tbgeordnetenhauses setzte gestern eine Subkommifstou, bestehend aus den Aligeordneren Miqurl, Liebiger, Grimm, Pktri und Reichensperger (Oipe) nieder, welche die bezüglichen Abänderustgsantröge zu den KsmmifsivnLbejchlüssen über das Feld- und