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mit bem betreffes« den P-stEchI»». LieeinzelnsAm«- am- 10 Pfg.
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ZNgleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausuahine der Sonn- und Feiertag, mit belletristischer Beilage, und Tom ags mit der Berlin« Provmzisl-Esrrespondenz.
JnftrtiouS-
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Die IspaMge Garmondzeile ob. deren Sattln
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Die Lipalt. Zeile
20 Pig.
DieLsPaltigeZeile
30 Psg
M. 286
Dienstag den 9. Dezember
187».
Amtliches, kaudwirthsldafllicher Kreis-Verein Hans«.
Nächste Versammlung Samstag den 13, Dezember, Nachmittags 2^2 Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen zu Hanau.
Tagesordnung:
1) Bespreckung über den von Hru. Dr. Hesse gehaltenen Vortrag iret Molkereiwestn;
2) Fmifetzung d's BortragS über Milzhrand^Wdandere Viehseuchen, von Herrn Kreilthierarzt Eollmann;
3) Kort' ag über die KntB ckelung der Vaterländischen Landwirthschaft UNS über das AbgabsKesen.
Der Vorstand.
Die Herreu Bürgermeister werden um Veröffentlichung deS Bor- ßchendm ersucht.
Hanau am 9. Dezember 1879.
__Der Landrath.__
Betanntmachung.
Psstanweisungen nach Italien.
Zur Vermeidung von Verzögerungen bei Uebermittelung der Post« anweisungen auS Deutschland nach Italien wird wiederholt darauf aus- merk am gemalt, daß in den Postanweisungen die au8iu;e^'enbea Beträge in der Franken Währung angegeben werden müssen, und die wörti-che Wüdergase der Beträge mit lateinischen Schriftlichen zu erfolgen Het
Berlin W., 4. Dezember 1879.
Kaiserliches General.Postamt.
Wiebe.
Der gegm Lnr.a Kesselring von Orb am 22. November d. J. erlassene Et ckblief wird als erledigt zurückgezogen.
Hanau den 6. Dezember 1879.
Der Staatsanwalt.
Gporl eder.
Louis« Heck, Tochter von Friedrich Heck II. basier, 19 Jahre alt, mittlerer Glasur, blondes Haar, wird seit 14 Tagen im eitert chen Hause vermißt; sie war hochschwanger. Die Nachsorschunge» waren birtzer vergeblich. Da sie mitteLos ist, läßt sich nicht annrhmen, daß sie in einer cuswärüßen Anstalt Aufnahme gesucht hat. Zur Annahme ernes UKglüdäfaBtS fehlt bis jetzt genügender Anhalt, es bestehen die- ferhalb nur Bermuthungen. Im Auftrage deS Vaters macht Bsrfiehe«- des in weiteren Steifen bekannt.
Dörnigheim, den 6 Dezember 1879.
Die Ortspolizeibehörde ________Läpp.______
Rundschau.
B. F. Die letzten Tage standen «och unter dem Eindrücke des furchtbaren Verbrechers, welches in Rußland gegen den Zaren unternommen wurde. Alle Fürsten und Völker Europas haben ihre Theil- «ahme für die Errettung des Zaren Alexander in entsprechender Weise bekundet und man kann wohl sagen, daß man allenthalben in der sittlichen Entrüstung über diese Unthat einig war, ein Beweis dafür, daß Europa «och weit davon entfernt ist, ein Epielball in den Hände» einer Anzahl Verbeechergeiellen zu werde«.
Unser Satfet Wilhelm widmet ununterbrochen seine Kräfte den Regierungsgeschäften und hat zumal in letzter Zeit den Bicepräsidenten deS EiaatLmrncherlums Graf Etolberg, feste andere hohe RegierungS- becmte zu Verträgen empfangen Richt unbemerkt bleibt dabei, daß der Kronprinz einen außerget»ähnlichen Antheil an den RegierrvgsMchäften nimmt und in ähnlicher Weise wie der Kaiser Bsrträge empfängt.
Der Bundisath hat in seiner letzten Plenarsitzung am 5. Dezember die auf Llsatz-Lothringe« bezöZlichen EesetzeLvorlagen, die nun unverzüglich an den elsaß-lothrirzischen LandesauSschuß gelangen werden, angenommen. Zurückgezogen wurde nur der Entwurf über ein Schank- I steuergesetz, welches in Anbetracht der eigenartigen Verhältnisse in Elsaß- j
Lothringen große Bedenken erweckt hat. Der Bundesrath erledigte außerd m noch mehrere kleinere Anträge und Eingaben.
Da§ HerrenhasiS wird nächsten Freitag seine Sitzungen wieder ausnehmen und in denselben die Eisenbshnvorlage berathen. — In unserem Ahgemdneter Hause hat man die zweite Berathung deS Etats schon fast vollendet. Die ©elbbmißigungen boten als solche bei den Etatsberothungen keine Schwierigkeiten dar, wohl waren aber die verschiedenen Parteiführer bemüht, auf Mißstände in der Verwaltung der einzelnen Ressorts Hinzuwersen und die Debatten bewegten sich daher meistenthe ls auf wirthschafüichem und socialem Gebiete, auch sorgten die Abseortneten des Centrums dafür, daß bei passenden Gelegenheiten die Stiere des Culturkampfes in die Debatten verwebt wurde. Interessant: Momente bot der Debatte über die Position „Besängnißwefen" dar, wobei sogar Fachleute ßsnz entßegengesetzter Meinung waren, inbcm die einen die Einsührunß strengerer Strafen für die Gefangenen befürworteten, währe: d die anderen noch eins humanere Behandlung der Gefangenen verlangten. Die Wahrheit bei diesem Streite liegt wohl in der Mitte und man darf annehmen, daß nach Einführung der angestrebt-m Ginzelha^t j ber Gefangene in der Weise behemdelt wird, wie es gebührt. Beim Etat der Staatrsmsten wurde der Regierung zum Vorwurfe gemacht, ba$ sie nicht in genügender Weise für die äuffaiftung neuer Fläche» sorge, welchen Borwurf der Minisier Lucius indeffen als unbegründet zurückwies. SZwohl bei der Berathung deS Etats der Forst- verwalt«ng als such bei derjenigen der Hüttenverwaltung wurde auch der Nothstand in Oberschlesien in die Deba-te gezogen und der Regierung snS Herz gelegt, den hungernden Arbeitern soviel als möglich Arbeit zu verschaffen. Am Schlusis der SonnabndKjitzung erledigte das Ubgeö'd- netenhaus dann noch die Berathung der Bauverwaltung und vertagte sich dann bis zum Dienflaa, wo der GefetzestNurf betreffend den Erwerb von Pnvathrchsen in zweiter LesuKg berachen wurde.
Die bayerische Abßesrdnrt«kammsr rmhm am Freitag einstimmig einen von Stauffenberg, Jörg und Ma quardse» unterzeichneten Antrag an, d -hin ßch-nd, den Gefttzentwurf über die Steuerreform einem Aus- schuffe von 21 Mitglieder» zu Überwerfen und demselben die Befuzniß einzuräumen, seine Geschäftsordnung selbst festzust Hen.
Nach langen Debatten und leihaften Kämpfen der Parteipresse hat die Abst mmunß im österreichischen Abgeordnetenhsuse über das Wehrgtzsetz vÄrläufig ein negatises Resultat ergeben. Die österreichische BerfassuNg schre-bt vor, daß eine ZweidrittAm hrheit von Stimmen vorhanden sein muß, ehe ars den WehrgesetzeN etwas geändert werden kann, die Zweidlittelmehrheit wurde aber weder bei dem Antraze des ÄuS« schusseS, betreffend zeh-jährige Verlängerung der WehrgefetzeS, noch bei dem Äntrage des Zbg. LsWaszuk, betreffend dreijährige Berlänzerung des Wehrgesetzes, erreicht. Die Regierung Oesterreich Ungarns legt in- beffen einen sehr hohen Werth auf die Ko tdauer des bisherigen Wehr- gesetzes, weil dies die auswärtige Lage erheischt, und sie wird versuchen, auf die eine oder andere Art die Fortdauer des bisherigen Wchrgesetzes zu erreiche«.
Das hervorragendste Jxteresse auf dem Gebiete der auswärtigen Politik nehmen gegenwärtig unzweifelhaft die Vorgänge in Rußland für sich in Anspruch. Des R-ffe des Kaisers folgend, kehrten am Anfänge dieser Woche mit dem Satfer zugleich die einflußreichsten Diplomaten Rußlands nach St. Petersburg zurück, um unter dem Vorsitz deS Kaisers über die erneuerte Stellung zu berathen, welche Rußland dem Aus- lande gegenüber einzuehmen durch die Gestaltung der Dinge an feiner Westgrenze gezwungen wurde. Aber der um den Kmser versammelte russische Staatsrath ist durch das Moskauer Attentat in die Nsthwen- digkert versetzt werden, seine Aufmerksamkeit mehr den schreckenerregmden Zuständen im Innern deS Landes zuzuwenden, eine R chtnvg der russischen Politik, welche die Worte des Czareu, kurz nach der Katastrophe in Moskau: „bet ansrührerische Geist muß auSgerottet werden", vorye- zeichnet haben dürften. — Bezüglich der mit großer Spannung erwarteten PersMalverändemnßeu in den obersten StaatSämtern Rußlands muß die Nachricht überraschen, daß allen bisherigen wiederholten und bestimmten Versicherungen entgegen, der heimgekehrte greife Fürst Gsrt- schakoff die Geschäfte des rsssischen ReichskanzleromteS und der auswär- tigen Angelegenheiten wieder übernommen hat. Dem Vertreter des