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M«|wtw»lwfa in Birli« auf Null S«schligt. — Eine weitere Dir- lupften knüpfte sich bann an den Titel: Polizeidirektion in Posen, in* -kW sich Mg. Santa! tarSber beklagte, daß die Straßenschilder der gladt Pose« nur deutsch bezeichnet würden, welcher Umstand ans einer faischen Interpretation der Gesetzes über die amtliche Geschäftssprache resultire. Ter Herr Minister widersprach dieser Bvffassuntz und wurde von dem Abg. Dr. Wehr unterstützt, während die AtM. Zlle, Reichen- sperger (Creseld) und Frhr. v. Schorlemer-Alst dem Abg. Santa! sekuu- Hirten. Eine große Reihe fernerer Etats-Titel wurde ohne b« merkerrS- werthe Debatte bewilligt. (Pest)
— Berlin, 1. Dez. Zn Folge der in der letzten Zeit wiederholt vorgelonmenen Eisenbahn-Unfälle hat der Minister für öffentliche Lauten nach der „S. Z" durch einen an die königlichen Tirretionm gerichteten Erlaß vom 20 November sich dahin ausgesprochen, daß ein großer Theil deser Unfälle durch Nachlässigkeit einzelner Beamten entstanden sei. Der Minister veranlaßt daher die Direktionen, bez. Behandlung derjenigen Instruktionen, durch deren ungenügende Beachtung die Sicherheit des Betriebs euu find! ch beeinträchtigt werden kann, eine nachdrücklich verschärfte Controle eintreten zu lassen. Ta in einzelnen Fällen Uebertretungen gewisser UetriebLvorschnsten gewohnheitsmäßig unter den Augen der zur Controle anwesenden Beamten Statt gefunden hätten, ohne fertigt worden zu sein, so wird darauf Angewiesen, wie sich die Aussichtsbeamten durch ein solches Verhalten selbst strafbar wachten. Sollten jedrch Bestimmungen bestehen, die in der Praxis sich nicht bewährt haben, so sei deren Abänderung zu »cranlsffen. Die weitere Anschaffung von Apparaten zur Sicherung richtiger Weichenstellung und richtiger Signalisirung sei mit Aufmerksamkeit zu bew.rken. Es sei ferner beobachtet worden, daß an den gewöhnliche» Telegraphen in einzelnen Fällen sich Mängel herausgestellt habm. Es sei dayer die größte Aufmerksamkeit bei der Controls und bei Anlegung d r Signal- einrichtungen geböten. Ueberall aber fall auf strengste Befolgung der gegebenen Vorschriften und unnachsichtige Bestrafung der Nachlässigkeit gehalten werden.
— Berlin, S. Dez Die hier comsirenden Gerüchte über ein Attentat auf den Kaiser Al-xander auf dem Wege nach Moskau, wo derselbe bereits gestern Abend wohlbehalten angekngt ist, werden auf die hierher erfolgte Meldung zurr ckgeführt, daß einem dem kaiserlichen Zuge folgtnben Güterzuge, auf welchem die Dienerschaft sich befand, ein Unfall widerfahren sein soll. Authentische Mittheilungen fehlen. (R. Fr. Pr.)
— Berlin, 2- Dez. (K. Z.) Eine ojficiöse Mettüng aus Petersburg, 2. Dezember, besagt Folgendes: „In der auswärtigen Presse ist wiederholt von der Eruknnung deS jetzigen DornLnenmimsterZ Walujew zum Minister der ausDärtige« Angelegenheiten gesprochen worden; diese Nachrichten oder Vorausfetzunzen entbehren jeder Begründung. Der Domänenminister Waluj-w hat nie zum diplomatischen Ressort gehört und nie Steigung gezeigt, in dieses Ressort überzutreten. In hiesigen Regierungskrisen ist auch gegenwärtig nicht das Geringste über die Ernennung zu hören. Fürst Girtschakow hat bis jetzt feine Entlassung nicht nachgesucht, und sollte er eS thun, so scheint in der Person seines Ministergehülsin v. Kiels, der das Auswärtige Amt einen großen Theil des Jahres thatsächlich leitet, ein Nachfolger zur Hand zn fein.“
— Bekanntmachung auf Grund des ReichsgesetzeS vom 21. £to?. 1878. Nach dem „K. u. St.-A." Nr. 283 wurde unterm 1. Dezember verboten: die fernere Verbreitung der in Reichenberg (Böhmen) erscheinenden periodischen Druckschrift: „VolkSfeeund, Zer tralorgkn der sozial- demokratischen Arbeiterpartei Oesterreichs".
Das durch Bekanntmachung vom 17. Januar d. I. (Reichs-An- züger Nr. 15) erlassene Verbot der vom kommunistischen Arbeiter- bildungSverein in London herausgegebenen periodischen Druckschrift: „Freiheit" erstreckt sich auch auf diejenigen Nummern dieser Blattes, welche unter der Aufschrift „Las alte Banner" zur Ausgabe gelang-N.
— Stuttgart, 1. Dezbr. DieGesammtzahl der bei derReichS- lagS-Ersatz im 15. württeAdergischen Wahlkreise (Blaubeuren- Ehingen) abgegebenen Stimmen betrug laut amilicher Zählung 15,691; hiervon erhielt der zum Abgeordneten gewählte Sta-tchultheiß Joseph Müller in Ehingen (konservativ) 8106, dessen Gegenkandidat Landrichter Landauer in Ellwangen (Centrum) 7585 Stimmen.
— Chemvitz, 2. Dez., Borm. (K. Z) Wie dem Chemn.
' .»rmeleet wird, ist gestern Abend in dem zweiten zwickauer Brückenbechjchachte die Belegmannschaft durch schlagende Wetter verunglückt. Man befürchtet, daß 70 bis 80 Personen dabei ums Leben gekommen sind. Die Rettungkarbnten sind in vollem Gange.
— Lipsa (Oberlausitz), 29. November. (ReichStagSwahl.) Bei der R-ichstagsersotzNehl, welche in Folge der Beförderung deS Herrn v. Seydewitz zum Oberprästdenten von Schlesien und der dadurch be- dingten Mandatsniederlegung stattfindet, ist bei der Abstimmung em 3. Wahlbezirk deS Kreises HeyerSwerda heute einstimmig der Oberpräsident v. Seydewitz gestählt.
. Hamburg, 1. Dez. Wie all heutiger Börse bekannt wurde, hat die Firma I. C. Godeffroy u. Sohn ihre Zahlungen eingestellt.
— Paris, 2. Dezbr. Wie mehrere der hnsitzen Journale versichern, haben die Minister in einer gester» beim Conseils - Dräfidente« Waddi«gtk« abgehaltenen Zusammenkunft beschloffen, von der Drputir- tenlemmer unverzüglich ein Vertrauensvotum zu verlangen.
— London, 1. Dezbr. Der „Ti»eL" wird aus Kabul, von heute, gemeldet: In Gemäßheit der Anordrurg deS VizekönigS ist der Emir heute in Begleitung der Kapitäns Turner von Kabul nach P«. schawur ebge reist.
— Moskau, 1. Dezbr. Der Kaiser ist heute.Abend 9 Uhr hier eingetroffen; die Stadt ist reich beflaggt.
— Trieft, 1 Dezember. Der Lloyddampfer „Avstria" ist heute Nachmittag mit der ostindisch-chinesischen Ueberlandpost aus Alrxan- drien hier eingetroffen.
— New-Aork, 1. Dezember. Der Dampfer „Canada" von der National-Tampffchiffs-Compagnie (C. Messingsche Linie) ist hier eingetroffen.
Lokales.
Hanau, 3 Dezember 1879,
— Seit gestern ist der Kommar deur deS hiesigen Bataillons, Herr Major von Lütt Witz, beurlaubt und Herr Harptma«» von Apell, in dessen Behausung sich auch die Fahne zur Aufbewahrung befindet, mit der einstweiligen Führung deS Bataillons betraut.
— Heute Morgen 7 Uhr führte die Kapelle biS hiesigen Bataillons zur Feier des Gedurtsfestes eines ihrer Offiziere vor dem Backes- schen Hause eine Morgenmusik auS.
— Der nächste Sortrag- im Kunstindustrie. Verein, welcher auf gestern bestimmt war und wegen des von dem Oratorien- Verein angekündigten Co-ceris auSgesitzt wurde, wird Dienstag den 16, d. stattfinden.
— Nachdem wir in voriger Woche deS öOjahrigen Jubiläums unseres Mitbürgers Herrn Lorenz Holzapfel gedacht, erfahren wir, daß in dem selben Geschäft (Rößler'sche Fakrrk) sich ein Arbeiter, Herr Daniel Dörr, befindet, der seit 1825 (also nahezu 55 Jahre) mit Treue und Fleiß, zu ütßfkr Zufriedenheit seines jeweiligen Kr?r,n- pals seine Obliegenheit-, n erfüllt h t. Auch diesen Fall, der in gleichem Maße ehrenvoll für Principsl als Nrßerter ist, wollen wir nachträglich m t dem Wunsche erwähnen, daß drm waseren alten Manne der Herbst seines Lebens ein sonniger sein möge.
— Für heute. Hansurr Stadtthesier: Kest^piel bei HerrnB. derlei vom Args bull» Stadtthrater: „Dr. Klaus", Lusispiel in 5 Akten vo« A. L'Mronge; Anfang 7 Uhr. — Abends 9 Uhr: Männer- Abtheilung: Turnen; Steigcr-EorpS bei Keck; Spritze Nr. 1 in den „drei Gänsen".
— (Aufgepoßt.) D-.r in Berlin erscheinende „Export", Organ drs Centlal-Verit s für Hcudtls'Gekgrephie rc., schreibt: Nach uns zugegaugenen glautwürdigen Nachrichten versucht eine Firma in Neapel durch Angabe mwahrer Vethällnisse rc. deutsche Industrielle und Fabrikanten zur Abgabe größerer Posten der verschiedenardigsten Waaren zu beweg-n, die dann, am Platze augekommen, zu Schleuderpreisen verkauft werden, während der Lieferant das Nachsehen hat. Wir theilen dies den Lesern mit, damit dieselben bei B-stellurgen von Seiten unbekannter ginnen in Neapel erst die nöthigen Erkundigungen einziehen, ehe sie liefern.
— Cassel, 2. Dezember. (Hess. Communallandtag, 5. Plenarsitzung.) In der heutigen Sitzung wurde nach Erledigung einiger unwesentlicher Punkte in die Tagesordnung ring, treten: Forts tzung der Berathung über die Vorlage des VeewaltungSausschusjes, die Gründung einer Witwen- und Waisen- Versorgur gsanstaltt für die Hinter- bliebtmn kommunaiständiger Beamter betreffend. Zunäckst erhob sich über den Inhalt der §§. 10 und 11 eine eingehende Debatte, an wel- cher steh die Abgg. Enmecerus, Harr ier, der Präsident und LandeSrath Echneidev beiheiligten. Alle den Anträgen des HauptausschusseS im weiteren Verlauf der Berathung entgegen eingebrachten Anträge wurden abgelehnt. In Bezug auf den Antrag deS Abgevreueten Rauch, welcher bekanntlich den Jntertsfentenkreis auf die Beamten der KreiSverbände und Gemeinden erweitert, hatte der HauptauSschuß aus rein formalen Gründen beschlossen, vorläufig einen Specialantrag zu Protokoll zu gel-n. Die Abgg. Klöffler und Rauch wundertyr sich, daß die materielle Seite des Antrags lediglich aus formalen Gründen in der Schwebe erhalten bleibe. Ueber die Frage, ob die landesherrliche Genehmigung zu dem Statut erfrrdrrl ch sei, hielt Landesrath E chmider einen eingehenderen klaren Vortrag und gelaugte zu der Anschauung, daß weder aus civilrechtlichen Gründen, noch aus den Gründen, welche mit dem Communalverband in Verbindung gebracht werden könnten, eine staatliche Genehmigung erforderlich fei. Der Ober- präsident war entgenengesetzter Meinung und befeuchte dieselbe aus dem preußischen Strafgesetzbuch mit dem Hinweis auf ein Ober- tribunalerkenntniß. Abg. Klöffler glaubt, daß das Ansehen des Landtags nicht geschmälert werde durch das Nachsuchen der staatlichen Genehmigung. Abg, Enneccerus schließt sich den Aussührungm der