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8 M«r! 25 Sfe.

Für au8»i»ü4e Abaxneni««

mit dem bct«fK»- ben Psstsusschlsg. Lieciiizc!n-Au«- met 10 Pfg.

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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Ss««- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und SamÄags mit der B«li»er P^ovinzigl-^LorrespondLnz.

Ansertions- Preis: Die ispaltize Garmondzeile ob. deren Raum 10 Pfg.

Die Lipalt. Zeile

20 Psz.

DieSsPaltigeZcile

30 Pfg

Montag den 1. Dezember

1879»

Amtliches.

Gefunden: Eine schmale Serviette, C. B. gez. Ein dunkeler Muff. Eine hölzerne HLckeln'adel. Ein einzelner Zugstiefel mit Gummi­zügen. Ein eiserner mit einer Schraube versehener Bestandtheil von einer Nähmaschine.

Verlören: Eine graue wollene Decke. Ein Paar Pantoffeln.

Entlaufen: Ein junger gelber Leonberger, m° Geschlechts.

Hanau am 1. Dezember 1879.

Königlichem LarrdraWamt.

Bekanntmachung.

In Folge der am 1. Dezember d. Js. fictifindenden BetriebSer- öffnung auf der neuerba»ten Eisenbahnstrecke Hanau-Windeckeu-HeldkN- bergen wird

1. die Personenpost zwischen Hanau und Heldenbergen Abgang aus Hanau bisher 415 Nackm.,

Abgang aus Heldenbergen bisher 630 Vorm., in ihrer ganzen Rusdehnung,

2. die Personenpost zwischen Hana« und Niederwöllstadt

Abgang aus Hanau bisher 720 Früh,

Abgang aus Niederwöllstadt bisher 550 Nachm., auf der Strecke Hanau-Windecken

von dem angegebenen Zeitpunkte ab aufgehoben.

Auf der Strecke Windecken-Niederwöllstadt bleibt die Personenpost bestehen und sind für dieselbe vom 1. Dezember ab folgende Kurszeiten festgesetzt worden:

Aus Niederwöllstadt 6 Uhr Nachm.,

über Heldeubergen,

in Windecken im Sommer 725 Nachm., im Winter 785 Nachm.;

AuS Windecken 7 50 Norm, über Heldenbergen,

in Niederwöllstadt im Sommer 915 Vsrm., im Winter 925 Vsrm.

Die Personenpost zwischen Hanau und Marköbel bleibt bis auf Weiteres mit ihren seitherigen Kurszeiten fortbestehen.

Hanau, 29. November 1879.

Kaiserliches Postamt.

____________________ Lins.___________________

T a g es s

Berlin, 29. Novbr. Beide Kaiserliche Majestäten begleiteten heute Morgen die Königlich dänischen Majestäten nach dem Hamburger Bahnhose, wo Sich Allerhöchstdieselben freundlichst verabschiedeten.

Das dänische Königspaar wohnte mit dem Kaiser, der Kaiserin und dem Kronprinzen der Vorstellung im Opernhause (Lxcia mit Patti als Gast) in der mittleren königlichen Seitenlege bis zum Schlüsse bei. Die übrigen Mitglieder des königlichen Hauses Prinz Karl, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl, Prinz Wilhelm, Erbprinz und Erb- Prinzessin gen Meiningen hatte» in den anderen königlichen Logen Platz genommen. Im ersten Zwischenakte fand eine sehr lebhafte Unter- Haltung in den Logen, im zweiten Cercle in dem nebenan gelegenen Salon des Kaisers Statt. Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach der Vorstellung war Familien-Souper in den Gemächern des dänischen Königspaars.

B erlin, 30. Nov. DieTrib." schreibt: Daß die silberne Hochzeit der Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl ganz in aller Stille und im engsten Familienkreise geseiert werden würde, haben wir bereits mehrfach erwähnt und an diesim Programm ist auch nichts ge­ändert worden. Schon vorgestern hatte die Frau Prinzessin die Glück­wünsche einer Deputation von Damen des vaterländischen Frauen« und Jungfrauenvereius, dessen hohe Protecterin dieselbe ist, entgegengenom- wen. Ebenso waren aus Anlaß dieser Feier Deputationen derjenigen Regineuter nach Berlin gelummen, deren Chef Prinz Friedrich Karl ist. Gestern erschien zunächst ?m Königlichen Schlosse das Wufilkorps des Leibgreuadier-RegimemS (1. Vrandenb.) Nr. 8, um dem prinzlichen 3u» belpaare eine Morgeuwusik zu bringen. Gestern Mittag zwischen 12 md 1 Uhr fuhren die sämmtlichen Hofstaaten im Schlöffe vor und

stattete» AratulatioMbesuche ab. Um 2V- Uhr erschienen die Majestäten und die Mitglieder der königlichen Familie zur Beglückwünschung bei dem Silber-Jubelpaar und um 3 Uhr fand bei dem Prmzen und der Prinzessin ein ddjeuner dinatoire statt, an welchem jedoch nur die Fa- milienmitglieder theilnahmen. Zahlreiche Glückwunschschreiben und De­peschen wäre« für das Brautpaar eingelaufen, ebenso waren demselben eine große Anzahl schöner Geschenke von nah und fern zugegangen. Die kömglichen und die prinzlichen Palais, sowie viele Privatgebäude hatten gestern z«r Feier des TageSsdie Flaggen aufgezogen.

Berli«, 28. Nov. Wie man-t, hat sich der Arzt des Fürsten Biömmck, Direktor des ReichS-Gesundheitsamts, Geheimrath Dr. Struck, wiederum nach Barzin begeben. Die wiener N. Fr. Pr. versichert heute, zwischen dem Ministerium des Neußern und der hiesigen deutschen Botschaft hätte» gestern Gesprechunzen wegen Vereinbarung eines zsllpolitischen Provisoriums begonnen. Die handelspolitischen Ber- Handlungen mit Oesterreich stoßen auf große Schwierigkeiten. Die Oesterreicher verlangen, daß, wenn sie Zugeständnisse im Veredlungsver- sahren machen, deutscherseits das Material österreichischer Eisenbahnen nicht mit Beschlag belegt werden dürfe. Die deutsche Regierung ant­wortet, sie sehe kein Mittel, die Tutscheidung darüber den Gerichten zu entziehen.

Berlin, 29. Nov. Fürst Gertschakow ist gestern Abend 8 Uhr 50 Minuten hier ein getroffen und in der Botschaft abgestiegen. Wie lange er hier bleibt, ist noch unbekannt. Der italienische Bot­schafter Graf Launay und Gemahlin sind gestern Abend aus der Schweiz h ^^^^^^ 30. Nov., 12 Uhr 32 Min. Nachm. (Privatdp. der Franks. Ztg"). In hiesigen Regierungskrisen herrscht die Ansicht vor, daß die Verlängerung der deutsch-österreichischen Meistbegünstizungsver« trags doch noch zu L lande kommen werde, da Oesterreich schließlich auf die freie Rohleinenaussuhr verzichten müsse. Bismarck ließ durch eine Vertrauensperson der nationadiberalen Fraktion seinen Dank sür deren Verhalten in der Eiseubahusrage aussprechen. Die Eisenbahnkommis- sion nahm das ganze Gesetz mit 9 gegen 5 Stimmen an und beschloß auf AntroZ Miquel's, daß die vier anzukausenhen Bahnen bis zum Er« laß des Kommunalsteuergesetzes Kommunalsteuer zu zahlen haben. Gortschakow hat bis jetzt hier keinen offiziellen oder diplomatischen Be­such gemacht. Bismarck ordnet aus Anlaß der Affaire des Dampfers Falke" eine genaue Untersuchung der Tampsschifffahrt auf dem Riemen an. Bismarck wird am Donnerstag zu kurzem Aufenthalt hier er­wartet. Die preußische Krone ist zur Herausgabe des WelfensondS nur unter der Voraussetzung geneigt, daß der Herzog von Cumberland nicht nur auf den Hannover'schen Thron, sondern auch auf die Succes­sion in Braunschweig verzichtet.

15. Plenarsitzung des Hauses der Abgeordneten am Montag, den 1. Dezember 1879, Vormittags 11 Uhr. Tagesordnung: Fort­setzung der zweiten Berathung des Entwurfs des Staatshaushalts'Etats für 1880/81, und zwar: Lotterieverwaltung, SeehandlungS - Institut, Münzverwaltung, Eesttzsammlungs-Amt, Deutscher Reichs- und Preußi­scher Staats-Anzeiger, Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten, Kriegs-Ministerium, Zuschuß zur Rente des Kronfideikommißfonds, Herrenhaus, Haus der Sbgeordreten, Bureau des Staals Ministeriums, Staatsarchive, General- Ordenskommission, Geheimes Civilkabinet, Ober- Rechnungskommer, Prüfungskommission für höhere Nerwaltungsbeamte, DiSziplinarhof, Gerichtshof zur Entscheidung der Kompetenzkonflikte, für Zwicke der Landesvermessung, Ministerium des Innern.

Paris, 28. Nov. Wie derTemps" meldet, haben sich die Deputirten Lavergue, Langlois, Sie und Devör als Delegirte der Linken heute zu dem Conseils-Präsidenten Waddington begeben, um demselben den Wunsch der Linken auf Beseitigung der antirepublikanschen Beam­ten vorzutragen. Der Conseils-Präsident erklärte den Delegirten: Die Regierung betrachte ihre Aufgabe keineswegs für beendet, vielmehr sei sie mit der Vorbereitung eines Gesetzes, betreffend die Reform des Be« amtensiandes, beschäftigt. Der Minister versprach, daß weitere Abbe-