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VersteigerungS- und Ve rp achtungs- 2c. Kalender für Donnerstag den 6. November.

Nachmittags 2 Uhr versteigert Herr Taxator W. Geistert im Hause Altstädter Markt Nr. 4 gegen Baarzahlung, den Nachlaß der verstor­benen Schutzmann Theile, bestehend in Möbeln, Spiegeln, Porträts, Leitwerk, Herrenkleidern und sonst verschiedenen Hanshaltungsgegeustän- den.

— Für heute. Hammer Stadttheater: „Dr. Robin", Lustspiel in 1 Akt von W. Friedrich; hierauf: „Zwischen zwei Stühlen", Lust­spiel in 2 Mten von K. Sr6e; zum Schluß: „Sachsen in Preuße»', Genrebild in 1 Akt von Emil Pohl. Musik von A. Csnradi; AnfanZ 7 Uhr. (Erstes Auftreten einiger Debütanten) — Abends 9 Uhr: Männer-Abtheilung: Turnen; Steiger-Corps bei Beck; Spritze Nr. 1 in den „drei Gänsen". — Turs- und Fecht-Club: GeNeralverssm»- lung.

— Morgen Nachmittag beginnen im „Nürnberger Hof" die „Näh- tage d s hiesigen FrauenvereinS; die Damen sind gebeten, Stoffe, ge­tragene sorootzl als neue, zur Verarbeitung mitzubringen.

— Seitens der General-Commandos sind die Landwehr- Bezirks- Commandos, wie alljährlich, angewiefe«, Vorschläge is Betreff der Be­setzung der Geconde-LieutenantsstelleR bei den Ersatztrirppen, den Garni­son-Bataillonen und Landsturm-Formationen zu machen. Bekanntlich körnen zu diesen Stellen diensterfahrene inactive Unteroffiziere, welche nicht mehr d enstpflichtig sind und sich z»m Wiedereintritt für den Fall rimr Mobilmachung bereit erklären, in Aussicht genommen werden. Dieselben muffen sich in geordneten Verhältnissen und in einer ent­sprechenden bürgerlichen Lehmsstellung befinde». Haben diese Unteroffi­ziere ihre dienstliche Brauchbarkeit dar gethan, so können sie nach Maß­gabe der für b.e Besatzungsarmee gegebenen Bestimmungen ohne vvrge- gangene Wahl des Offizier-Corps d.m Kaiser durch die Gesucheliste« zu Ernennung zum Feldwebel-Lieutenant vorgeschlagen werden. Die Feldwebel-Lieutenants gehören zu den Landwehr-Offizieren, und zwar zur Hauptklasse der Subaltern-Offiziere im Range der Sekonde-Lieute- nants. Sie erhalten die Offizier-Pension nebst Pensionszulage, wenn sie als Feldw-bel-Lieutenants eine dre Invalidität bedingende Verwun­dung oder Dienstbeschädigung erleiden. Auch die Bewilligung für ihre Hinterbliebenen regelt sich eintretenden Falls nach den Bestimmungen des Militär-Pensions-Gesetzes.

A«S der Umgegend.

— Frankfurt a. M., 4. November. Die Submission für die Glaserarheiten in der Dreikönigskirche hatte folgendes Resultat: H. Hahn M. 7207.50, H. Snttler M. 7440, Teiler in H-idelberg M. 6200, Lehmann in Hanan M. 7347, P. Rahlef M. 8680, Gebr. Wei- gand W. 8680. C. Haas M 6187 50, Schroph in Heilbronn W. 7130, C. Kahn M. 9920, J. Lettos M. 6866 50, Schulz in Marburg M. 8060 und v. d. Forst in Münster M. 9300. Die Submission für die Spenglerarbeiten an der Wötzlerschule ergab: G. Knodt M. 6928.90, Leschhorn und Henrici M. 7823.50, J. G. HeH M. 5774 70 und Camozzi und Schlosser M. 6091. (G.-A.)

— Heute Nachmittag verursachte- ein elegant gekleidetes Frauen­zimmer auf dem großen Kornmarkt einen kolossalen Memchenzusammen- lauf. Die Schöse hatte sich vor einem Laden in der Tuchgasse psstirt und den im Laden befindlichen Personen die Zunge herauSgestreckt. Als sie die Thüre öffnete und zu Verbali-jurim überging, sandte man nach einem Schutzmanne, der sie auch zu entfernen trachtete. Es war dies jedoch für ihn keine kleine Aufgabe und büßte er ihre Ausführung mit Verlust seines halben Bartes und einem Biß in den Arm. Nachdem er sie glücklich in den „tzrautwagen", so wird dermalen i« Volkimund der grüne Ariestameswagen genannt, gebracht, sprang sie darin wie eine Tigerin umher und demolirte mit ihren Fäusten die Fensterscheibe« Erst als das Blut in Strömen floß, fing die Wüthende sich zu beruhigen an. Man hatte es natürlich mit einer Betrunkenen zu thun. (Fr. Z.)

— Offenbach, 3. Nov. Am Samstag wurde unterhalb DieteS- Heim am Ufer des MainS in den Weiden die Leiche des vierjährigen Mädchens aufgesunden, das von feiner Mutter kürzlich, wie man noch immer annimmt, in einem Anfall von Wahnsinn, in den Main geworfen

wurde und ertrank. Gestern Morgen nahm das UntersuchungSgericht die Lokal Inspektion der Leiche an Ort und Stelle vor, worauf Nach­mittags die Beerdigung stattfand. Dem Vernehmen nach ist die Be­schuldigte heute in das Gefängniß nach Darmstadt verbracht worden, wo sie ihrer Aburtheilung in der nächsten öffentlichen Sitzung des Land­gerichts entgegen sieht.

Berloosungen.

Stadt Lüttich 100 Fr.-Loose vom Jahre 1868. Ziehung am 3.

November 1879. Auszahlung am 1. Februar 1880. Hauptpreise: Nr. 108220 a 10,000 Fr. Nr 31145 44754 106105 a 1000 Fr. Nr.

19335 90439 98672 108647 ä 500 Fr.

Stadt BervierS 100 Fr.-Loose vom Jahre 1873. Ziehung am 3. Nsvember 1879. Auszahlung am 1. März 1880. Hauptpreise: Nr. 1243 ä 10,000 FrcS. Nr. 47553 a 500 FrcS. Nr. 38723 63949 45782 a 300 Fr. Nr. 5634 41252 ä 250 Fr. Nr. 6948 26175 31160 a 200 Fr.

Oldenburg'fche 40 Thlr.-Loose vom Jahre 1871. Ziehung am 1. November 1879. Auszahlung am 1. F^nr^r 1880. Hauptpreise: Nr. 28156 a 30,000 Mk. Nr. 37489 ä 1500 Mk. Nr. 8004 28774 54954 L 600 Mk. Nr. 20927 32660 41366 99700 108073 ä 300 Mk. Nr. 15181 16594 17953 21539 43009 69967 73646 78500 116068 a 180 Mk. Nr 2754 7666 10089 10478 11280 18353 20217 21036 21683 22688 22941 23045 24130 27100 28726 28782 31437 31484 31783 33659 34979 36063 37009 37421 37515 37551 40125 41321 42977 46909 47654 48021 50506 51356 52777 53668 54749 52192 56139 56253 57381 57916 57998 58390 50905 59888 60311 60838 61304 62223 63984 64520 64536 65740 65960 68294 69014 69169 70099 72024 75020 75295 76493 77631 28692 79548 79563 80050 81698 82317 85568 85615 86051 87489 91119 92547 93043 93171 93272 93549 95863 99625 106938 107310 109974 110590 110937 111364 111929 11260 114821 118644 a 120 Mk.

Finnlänvische 10-Thlr.-Loose v. 1868. Zei der am 1. d. Statt gefundenen Berloosung wurden folgende höhere Gewinne gezogen: 15,000 Thlr. auf Nr. 19 der Serie 9534; 1500 Thlr. auf Nr. 7 der Serie 2155; 1000 Thlr. auf Nr. 3 der Serie 5690, Nr. 19 der Serie 4282 und «uf Nr. 18 der Serie 2227; 300 Thlr. auf Nr. 11 der Serie 5867, Nr. 3 der Serie 7571, Nr 10 der Serie 3253, Nr. 2 der Serie 2227, Nr. 12 der Serie 3317, Nr. 14 der Serie 7382 und auf Nr. 18 der Serie 8273. Die Zahlung erfolgt am 1. Febr. t J.

Eingesandt.

Die Erwiederung in Nr. 255 d. Bl„ auf unser Eingesandt vom 30. v. Mts., hat unsere Behauptung und Ueberzeugung: 1) daß bei Ütnn beschränkten Lehrkräften die Hienge israel. Religionsschule ihr Ziel ohne Heranziehung des Sonntags nicht erreichen kann (mit Anstellung und Besoldung weiterer RelrgionSlehrer, wäre ein event. Entgegenkom­men der städtischen BehördiN, doch etwas zu theuer erkauft); 2) daß die hiesige städtische Behörde das Gesuch des Vorstandes der israelitischen Gemeinde, um Ueberlassung zweier Klassenzimmer in einer unserer städt. Schule« zur Eitheiluvg des israel. Religionsunterrichts, rundweg ab­geschlagen, also der israelitischen Gemeinde die betr Räume auch für den Mittwoch und Samstag versagt hat; 3) daß man in Hanau einen bedeutenden Unterschied macht, wenn in unseren städtischen Schul- lokalen am Sonntag Zeichnen nnd Rechnen (die Fortbildungs­schule ertheilt diese Fächer am Sonntag in emem städtischen Echullokale), oder aber hebr. Sprache und jüdische Religion ge­lehrt werden soll — nicht wiederlezt, was wir hiermit constatiren.

Mehrere jüdische Bürger.

Nachdem wir pbem der Herrn Einsender in dieser Angelegenheit zweimal die Spalten unserer Blattes bereitwilligst geöffnet haben, möch­ten wir bitten, die Entschndung dieser Frage nunmehr der zuständigen B-Hürde zu überlassen. Die Red.

Thermometer st and.

4. Novbr. Höchster Stand 4- 8»/,°, Abends 7 Uhr 4. 6°;

5. Novbr. Morgens 7 Uhr + 5V,°, Vormittags 10 Uhr + 81/»0.

Bekanntmachung.

Der am 20. Oktober er. auf dem Ostbahn­hof Hanau stattgefundene Verkauf alter Schwel­len hat die Genehmigung erhalten. 8360

Frankfurt a. M., 3. November 1879.

Bau-Inspektion I.

Schmidt.

/Achützengasse 19 eine Wohnung von 3 Zim- ö mern nebst Zubehör. 8369

Inserate.

Masse im 1” ’ Bei Auflage jeden Samstag Abend von 8—9 Uhr.

8240 Der Vorstand.

Lederöl

empfehlen 8372

r J. Stroh & €^-

Fischereiverpachtung.

Zur Verpachtung der Fischerei der in der Nie- derrodenbacher Gemarkung belegenen Fischwasser ist Termin auf

den 1 9. November d. I.,

Nachmittags 1 Uhr, bei Gastwirth H. Lucas in Niederrodenbach anberaumt. 8358

Niederrodenbach den 4. November 1879.

Der Bürgermeister Strutt.