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Nr. 255.
Montag den 3. November
1878.
Amtliches.
Der Verkehr mit Nahrungs- »nd Genußmitteln, sowie mit Spielwaaren, Tapeten, Farben-, Eß-, Trink- und Kochgeschirren und mit Petroleum unterliegt der polizeiliche« Beaufsichtigung. Buch Anträgen aus Untersuchung derselben wird non hier aus nachgekommen.
Hanau am 30. Oktober 1879.
Der Landrath.
Gefun den: Ein karrirtes Taschentüchelchen. Ein weißes Taschentuch mit rothen Streifen. Eine blau-gedruckte Schürze. Ein Messer.
Zugelaufen: Eine Gans. Ein grauer Pinscher.
Hanau am 3. November 1879.
_________________Aus Königlichem Landrathsamt._________________
Bekanntmachung.
Bei der Postagentur in Schlierbach wird am 1. November d. JS. eine Telegraphen-Anstalt in Wirksamkeit treten.
Eassel, den 30. Oktober 1879.
Der Kaiserliche Ober-Postdirektor
In Vertretung:
_______________________zur Linde.______________________
Bekanntmachung.
Veranlagung der Klaffensteuer für 1880/81.
Zur Einhaltung des von dem Herrn Finanz-Minister für die Aufnahme des Personenstandes, Zwecks Veranlagung der Klassensteuer, auf den 12. November d. I. festgesetzten Normaltermins, werden jedem Hauseigenthümer bezw. dessen Stellvertreter im di«sseitigen Stadtbezirke schon mehrere Tage vorher die betreffenden Formulare eingehän- digt werden, um die Ausfüllung an dem genannten Tage unbeanstandet ausführen, d. h. den Personenstand in jedem Hause mit Zubehör am 12. d. Mir. in den Formularen genau eintragen zu können.
Ich darf zugleich die Erwartung ausfprrchen, daß das betheiligte Publikum sowohl im eigenen Interesse als insbesondere zur Förderung der Veraulagungs-Arbeiten darauf Rücksicht nehmen wird, daß der Abholung der vorschriftsmäßig ausgefüllten und unterschriebenen Listen am nächsten Tage (den 13. d. Mts.) kein Hinderniß entgegen steht.
Hanau am 3. November 1879.
Der Oberbürgermeister
_______________________Rauch.________________________
£ ß g e f $ a &
— Berlin, 1. Nov. Der Kaiser ist heute Nachmitiag 12 Uhr 40 Min. wohlbehalten aus Ludwigslust hreher zurückgekehrt.
— Berlin, 31. Okt. Abgeordnetenhaus. I« der heutigen (3.) Sitzung theilte der Präsident mit, daß von dem Minister der öffentlichen Arbeiten eine Uebersicht über die Verwaltung der fiskalischen Bergwerke, Hütten und Salinen während des Etatsjahres 1878/79 ein- gegangen sei.
Der Finanz-Minister legte mit Allerhöchster Genehmigung den Etatsentwurf pro 1880/81 vor und gab in längerer Rede eine Uebersicht über die Finanzlage sowie über die Ctatsveränderungen.
Der Präsident schlug hierauf vor, zur Verhandlung der aus dem Hause eingehenden Anträge und der Petitionen wiederum wie früher den Mittwoch jeder Woche zu bestimmen und ferner nach Schluß der nächsten Plenarsitzung zur Wahl der Fachkommissionen zu schreiten.
Sodann setzte der Präsident auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung die Vorlagen, betr. das Verfahren in Auseinandersitzunxssichen, die Konsolidation der Anleihen und das Forst- und Felkpolizeigesetz. Der Ab§, Rickert erklärte, er würde eine Aeußerung des Präsidenten darüber für sehr wünschenswerth halten, wann derselbe ungefähr den Etat und die Eisenbahngesetze zur Verhandlung zu bringen gedenke, damit man wisse, auf welche Gegenstände man zunächst seine Studien zu richten habe. Der Präsident erwiderte, daß er die Absicht gehabt habe, zunächst die Eisenlahugesktze auf die Tagesordnung zu setzen, daß er sich aber dem von derfchübenen Seiten des Hauses geäußert» n Wunsch, zunächst das Haus in die Ctatsberathung eintreten zu lassen, da sie die
Sisinbahngesitze dominire, gern füge. Hierauf vertazte sich das Haus um 2s/4 Uhr auf Dienstag 12 Uhr. (R. u. St.-A.)
— Berlin, 2. Nov., 1 Uhr 45 M. (Prisatdp. der „Franks. Z/). Das Gesetz betr. Ueberweisung von Reichssteuern an Preußen bestimmt, daß in Zukunft die Überschüsse für eine oder mehrere Monatsrate» zur Entlssiung der fünf untersten Klassen- und klassifizirten Einkommensteuer, also bis unter 6CC0 Mk. Einkommen, verwendet werde« sollen. — In ? bgeordnetenkreisen ist von der Einbringung eines Antrags oder einer Interpellation wegen des deutsch - österreichischen Defensivvertrags nichts bekannt. — Der Czar wird bei seiner Reise nach Cannes Berlin nicht berühren. — Das Präsidium des Abgeordnetenhauses wurde heute vom Kaiser empfangen.
— Berlin, 2. Nov. General Schweinitz, der deutsche Botschafter am Hofe von St. Petersburg, ist gestern (Sonnabend) Abend von einem dreitägigen Besuche beim Fürsten Bismarck, von Varzin hier wieder eingetroffen und ist heute (Sonntag) Mittag zum Kaiser ins königliche Palais befohlen. (D. Montags Blatt.)
— Ueber das Befinden des Fürsten Bismarck, dem unser Botschafter in Paris, Fürst Hohenlohe, so eben in Varzin einen Besuch abstattete, lauten die Nachrichten nicht befriedigend- Die Kreiszeitung schreibt darüber: „Zwischen hier und Varzin findet ein lebhafter De« pescheuwechsel Statt. Fürst Bismarck nimmt an allen Fragen der innern und äußern Politik regen Antheil und arbeitet auf seinem Landsitze unaushörlich trotz der Steigerung seines neuralgischen Leidens bis zum Unerträglichen. Bekanntlich hatte der 8-e chskanzler bei seiner Abreise von hier bereits darüber geklagt, daß er in allen Gliedern Schmerzen fühle. Seitdem haben sich diese, wie aus den neuesten Mittheilungen hervorgeht, bedeutend verstärkt und versetzen durch ihre ununterbrochene Fortdauer den Leiderden in Erregung und Schlaflosigkeit." Desto erfreulicher lauten die Nachrichten über das Befinden unseres Kaisers. Er jagt augenblicklich in Mecklenburg bei Ludwigslust, wo Großfürst Wladimir von Rußland, Sohn des Kaisers, sich in seinem Jagdgefolge befindet; dieser wurde vom Kaiser, seinem Großoheim, sehr herzlich ausgenommen.
— Podbielski, als Verfasser der klassischen, schlichten und wahren Kriegsd! peschen von 1870 dem ganzen deutschen Volke ein bekannter Name, ist, 65 Jahre alt, am 31. Okt. in Berlin gestorben.
— Der „R. u. St.-A." Nr. 257 enthält eine Allerhöchste Verordnung vom 31. Oktober 1879, betr. das Verbot der Einsuhr von Reben und sonstigen Theilen des Weinstocks.
— In den deutschen Münzstätten sind in der Woche vom 19. bis 25. Oktober 1879 an Goldmünzen geprägt worden: 319,100 Mark Kronen, und zwar auf Privatrechnung. Vorher waren geprägt: 1,267,644,340 Mk. Doppelkrönen, 421,085,880 Mk. Kronen, 27,969,925 Mark Halbe Kronen, hiervon auf Privatrechnung 396,951,740 Mark. Summa 1,716,723,685 Mark (nach Abzug der wieder eingezogenen 165,680 Mark Doppelkronen, 129,100 Mark Kronen und 780 Mark Halbe Kronen).
— S. M. gedeckte Korvette „Bismarck", 16 Geschütze, Kommandant Korv.>Kopt. Deinhard, hat am 8, August cr. Apia verlassen und ankerte am 24. deff. Mts. im Hafen von Sidney. — S. M. Kanonenboot „Comet", 4 Geschütze, Kommandant Kopt. Lt. Freiherr von Sen- den-Bibran, ist am 30. d. Mts. in Kiel eingetroffen. — S. M. Glatt- decks-Korvette „Freha", 8 Geschütze, Kommandant Korv.-Kapt. von Hippel, ist am 28. d. Mts. in Plymouth eirgett offen.
— Die über Rom und Wien gekommene Nochricht von einem Unwohlsein der Kronprinzessin ist rasch von günstigeren überholt. Wie der Weser-Ztg. gemeldet wird, hat nicht allem der älteste Sohn beg Kronprinzen, der gestern Abend in Potsdam angekommene Prinz Wil- Helm, seine Mutter int besten Wohtsim v rlassen, svnd in auch die neuesten bei Hof eingegangenen Drahrber-chte wissen zu melden, daß das kronprinzliche Paar sich eines durchaus befriedigenden Befindens erfreue.
— Die Nordd. Allg. Ztg. schreibt officiös: Im Staatshaushalt ist ein Fonds für Verbesserung von Lehrerbesoldungen bestimmt. So weit nicht der ganze Betrag Verwendung für dauernde Ächaltserhöhun- ke« gefunden hat, ist von Seiten des Cultusministers die Summe von 500,000 M. behufs einmaliger Zuwendungen zur Verfügung gest Lt