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Kasten, die mitgenommen sein wolle«, streng genommen könnten deren Äümer jedoch nichts dagegen erinnern, wenn sie liegen »lieben, liegen, wenn auch mit roch so schönem Inhalt gefällt, und das Schiff ohne sie in See ginge; eS wird aber so grausam wohl nicht verfahren werdest und eine» oder zwei Taze wird es vsranSstchtlich noch Währe», -iS unS das altbekannte Schiff — auf Wiedersehen hoffentlich in zwei Jahre« — verläßt. (K Z)
— Metz, 13. Okt. Wie alljährlich, so sind auch in diesem Jahre viele französische Officrere und Soldaten nach Beendigung der Hrrhst- ühu»gen zum Besuche ihrer Angehörige» sowohl nach Metz und Um» gegend, wie überhaupt nach Elsaß- Lsthringen bsurlMbt Norden, Diesen Militärs wird der Aufenthalt im Rrichslasde nur dann verstattet, wenn sie mit einem UrlsniSpaß drs französischen Kriegsministers versehen find; dieselben sind auch verpflichtet, in den Gsrmsonstüdt«» sich auf den Gouvernements- bezw. Lommandaniur-Bureaux anzumAtzm; eben so sind sie zur Meldung bei den Polizeibehörden verpflichtet. Dagegen ist den französischen Soldaten das Tragen ihrer Uniform während ihres Aufenthaltes in den Nsichslanden nicht gestattet, und in dieser Hinsicht Wird auch für die Osficiere keine Ausnahme gemacht. Es treffen jetzt noch fast täglich zahlreiche derartige Urlauber mit der Ostbah» hier ein. ^MK. Z.)
— Asm, 13. Okt. Der Minister des Innern Bills hielt auf einem ihm zu Ehren zu BiTanova von seinen Wählern veranstalteten Banket, an welchem 600 Personen theilnahmen, eine Rede, worin er sich über die einzuführenden Reforme« verbreitete; als solche hob Redner hervor die Einziehung der Unterpräfekturen nnd die Vermehrung der Präfekturen, deren Autonomie erweitert werden soll. Der Minister führte ferner aus, daß das Defizit die Folge neuer Ausgaben sei und konstatirte, daß man allgemein darüber einig sei, das politische Stimm- recht zu erweitern. Die Rede fand große« Weifall.
— London, 13. Okt. Die Blätter melden den am Donnerstag erfolgten Tsd des vorletzten der vor fünfzig Saiten eingesetzten zwölf „Apostel" der iroingianischen Kirche, Namens Nicholas Armstrong. Der letzte der Apostel ist alt und gebrechlich. Ein bekannter Glaubensartikel der Jrvingianer erklärt, daß der Untergang der Welt vor dem Tode des letzten der zwölf Apostel z» erwarten ist. Wir stech'« also vor einem bösen Dilemma; entweder wird die Welt sehr bald ihr letztes Ständlein kommen sehen oder — die Jrvingianer werde» ihr GlaubenS- bekeuntniß ändern müssen.
— London, 15. Okt. Ein Telegramm auS Simla von gestern meldet: DsS englische Lager bei Alikheyl wurde von großen Streitkräften der benach arten eingeborenen Stämme angegriffen. Der Angriff wurde aber abgeschlagen; die englische« Truppen machten einen Ausfall und zerstreuten den Feind, welcher 23 Todte zurückließ. Die englischen Truppen hatten 5 Verwundete.
— London, 15. Okt. Auf dem Meeting der Tsnservativz» in Cliterhoe (Lancaster) vertheidigte der Staatssekretär des Innern, Croß, das Verhalten der Regierung in der Orient frage und das Princip der Beobacht«nz der Verträge. Crsß ist überzeugt, daß alle wesentlichen Punkte der Berliner Vertrages auSgeführt würden. Die Liberalen würden, wenn sie am Ruder gewesen wären, ebenso gehandelt und die Ruffe« gehindert haben, nach Koustantiuopel zu gehen. Die Regierung werde fortfahre«, ihre bisherige Politik auch ferner zu verfolgen. (D. R -P.)
— Der Einzug General Roberts in die Hauptstadt Afghanistans, Kabul, ist am Sonntag Mittag erfolgt. In seiner Begleituug befand sich der Emir, Jaeub Khan, die enzliche» Truppen bildeten vom englischen Lager an Spalier, die englische Artillerie feuerte beim Aushissen der Flagge am Eingänge der Stadt Salutschüsse ab. Balarhissar und die Anhöhe dabei wurde von zwei Regimentern besetzt.
— Neapel, 1b. Okt. Das Journal „Piccolo" meldet, am 26. Oktober werde in Neapel ein Meeting zu Gunsten einer gleichzeitigen theilweisen Abrüstung der europäischen Mächte stattfinden; alle Friedens« vereinigunge» JtaliesS, Englands, Frankreichs und Deutschlands seien zur Theilnahme an dem Meeting geladen, welchem auch mehrere italienische Depuürte beiwshne« würden. (Fr. Z)
— St. Petersburg, 15. Okt. Der Staatsekretär im Ministerium des Aenßern, Geh. Rath von Hamburger, ist zum Gesandtes in der Schweiz ernannt worden, an Stelle des Geh. Raths von Kotzeb «e, welcher aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten ist.
— Rew-Aork, 15. Okt. (S. Z.) Nach den bisher vorliegende« Begebnissen haben bei den gestrigen Staatswahlr» im Staate Ohio die Republikaser mit einer Mehrheit von 25,000 Stimmen gesiegt.
— (Der Panamakanal.) Bekanntlich hat sich der internationale Kongreß in Paris am 28. Mai d. Js. für das Leffeps'sche Projekt entschiede», den amerikanisch-« Isthmus durch den Kanal Panama- Tolon (im Mee.is»iveau ohne Schleusen, aber mit einem 6 km langen T»n»el) zu durchstechen. Gegen dieses Plan aber hat sich von Seite« der Ber. Staaten von Nordamerika eine so bedeutende Opposition erhoben und die von dem Credit LysnnaiS in New-Aork eröffnete Sub« fkriptios aas die Aktien der isterszeanischen Kanalkompagnie hat eine so geriMe Unterstützung gefunden, daß die Ausführung des Kanals unter
den beabsichtigten Bedingungen unmöglich geworden ist. Am 19. Rüg! hat drShals auch L-ss ps an seine Agenten ein Rundschreiben versendet» in welchem er mittheilt, daß in Folge der unHsnüßenden Subskription auf die Kanslaktien das eingezahlte Geld zurückge^ihlt werde. Miltler-- weile hat die Regierung der Ber. Staaten den Ingenieur MenZral beauftragt, die »och nicht ganz vollendeten Messungen für die Kanallinie über den Riagarasee zu beendigen, die von den nordamerikaniichrn Ingenieuren als die relativ beste bezeichnet wird. Nun taucht plötzlich ein 3. Projekt auf, das den beiden früheren vielleicht den Rang ablaafm dürfte, nämlich das des Kapitän KsdB, eine Sch-ffseiseuhahn über den Jsthmns zu legen. Tads, dessen Name durch die Regulirung der Mis- fisfippimündung berühmt geworden ist, berechnet, daß die AMühranz des Leffeps'schen KsualS 700—80s Mill. Mark kosten und 15 -20 Jahre zu seiner Herstellung erfordere, daß unsere Generation also w chr- scheinlich keinen Nutzen mehr davon haben würde. Er schlägt nun vor, eine Eisenbahn mit 4 bis 5 SchiensAgeleisen zu bauen, auf welch r die größten Schiffe mit der ganzen Ladung in 24 Stunsen über die Landenge vs» Panama trantzportirt werden könnten. Die Schiffe soll en durch eine Art Schleuse auf einen Fahrstuhl gefplen nnd am ansern Ende des Kanals ebenso wieder ins Meer hiNabgelaffen werden. Die Erbauung einer solchen Bahn und die Herstellung des nöthigen Fahrstuhls liegen jedenfalls im Bereich der Möglichkeit, und d, d-rs Projekt nach Eads nur etwa 200 Mill. Mark kostrn und eine AauZeit von 4 Jahre» erfordern würde, so hat eS jedenfalls ßegründetere Aussicht auf BerGirklichung. Die Rentabilität stünde außer Frage, ebenso die Beschaffung des Kapitals, zumal da sich die Amerikaner für dieses neue und einheimische Projekt leicht begeistern werden. Zu den schon erwähnten Bmtheileu dieser Eisenbahn käme n^ch der, daß sie auch für Segelschiffe bsnutzdar wäre, für welche der Leffeps'sche Kanal, obgleich deffen Tunnel auf 34 m (!) Höhe veranschlagt ist, doch nichts «Ätzen würde. (Schw. Merk.)
Lokales.
Hanau, 16. Oktober 1879.
— Ungeachtet der zahlreich vorliegenden Anweisungen und Belehrungen über die neuen Gerichtsgesttze und die nach diessn dem Recht- suchende« rc. obliegenden Pflichten find die Begriffe über die Einzelheiten der bezüglichen Bestimmungen im Publikum noch durchaus unklar. In mehreren Städten haben Richter oder RechtSanwälte sich dazu ver- ■ stände«, dieser Unkenntniß durch entsprechende öffentliche Borträge Ab- hülfe zu verschaffen. Uns scheint, so schreibt das „Marb. Tgbl.", dieses der beste Weg der Belehrung über einen das allgemeine Jntireffe so sehr beanspruchenden Gegenstand und erlauben wir uns zu Gunsten unseres Bürgerstandes diese Angelegenheit hiermit avz«regen. (Wir schließe« uns dieser Anregung anch für Hanau an. D. Red.).
— Um die Abhaltung einiger Streich-Concerte der vorzüglich?« Waßmann'schen Kapelle zu ermöglich befindet sich eine Gubskripti-m s- liste in Umlauf, die wie wir höre», günstige Aufnahme findet. Falls sich recht bald die genügend Zahl Subskribenten zeigt, soll das erste Concert schon Samstag den 25. d. M. im „Centtaltzallen-Saale" statt- habe«.
— Bon heute ab bis zum 20. d. M. ist das Schülerhonorar für den Akademie-UNterricht in den Monaten Oktober bis Dezember d. I., bei Meidusg exekutivischer Beitreibung, an die Zeichen-Akademiskasse (Frohnhof Nr. 4) in den Stunde» von Vormittags 10 Uhr bis Mittags ^sl Uhr zu entrichten.
BersteiI«s«KgL- nnd BerpachtRAgs- rr. Kalender für Freitag den 17. Oktober.
Holzversteigerung in der Oberförstern Wolfgang; Termin Norm. von 10 Uhr ab bei Wirth Amrhein zu Neuwirthshaus. Berkaaft werden aus den Schstzbezirken Oberrodenbach, Niederrodenbach und Chauffee- Haus: 240 Kiefern-Stämme und 208 do. Stangen 3r Klasse (f. Nr. 221 „Han. Anz.").
— Für heute. Nachmittags 5 Uhr: Oeffentlichr Sitzung des Gemeinde-Ausschuffes im unteren Saale des Neustädter Rathhauses.
— Der Feldmesser MirSberger ist von derSpezial-ComNissto» in Hanau an diejenige in Rintelu versetzt.
— Gastwirth Sittinzer inDettmgm, eine von vielenHanauer« gekannte Persönlichkeit, ist dieser Tage eines plötzlichen Todes verstorbe». ; Derselbe war im Begriff auwesendm Gästen eine Flasche Wein aus dem Keller zu holen, wollte und wollte aber mit dem edlen Naß nicht zu- rückkehre«. Als man nach ihm schaute, lag er todt im Keller, die gewünschte Flasche in der Hand haltend; ein Schlaganfall hatte seinem Leben ein Ende gemacht.
— Bei der Anfangs dieses Monats zu Schlüchtern ab gehaltenen Abganzsprüfung der obersten Klasse des hiesigen Seminars ereignete sich der seltene Fall, daß sämmtliche Konkurrenten bestanden. Vier der Herren konnte sogar in Fsigr abgelegten auszeichaeten schriftsichen Examens der mündliche Theil derselben erlaffen werden. Ein solcher Erfolg dürfte gewiß allen sich dem Lehrfach widmmdm jungen Leuten
I ein Spor« der Nacheifemng sein.