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^ Zürich Amtliches Organ für Kreis und GLüdtHW^
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Nr. 238
Erscheint täglich mit Ausnahme her Sonn* und Feiertage,------ ^-^
und Sonntags mit der Berliner ProvmziaL-Eorrespsnder^.
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Amtliches.
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Montag den 13. Oktober nia aiidupiJH
1879.
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Reden zu halten. In!
Bekanntmachung, &ä
Das Schülerhonorar für den Unterricht in der hiesigen Königlichen Zeich enakademie für die Monate Oktober, November und Dezember d. I. ist innerhalb des Zeitraums vom 16. bis 20. d. Mts., jedesmal von Vormittags 10 Uhr bis Mittags Vsl Uhr, an die unterzeichnete Kasse — Frohnhof Nr. 4 — zu entrichten. Nach Ablauf dieser Zeit verbleibende Rückstände werden exeeutivisch beigetrieben.
Hanau am 13. Oktober 1879. 7755
Königliche Zeichenakademiekasse.
Bell.
Wirthschasts-Berpachlung.
Das domaineu fiskalische Wirthschasts-Etablissement am Wilhelmsbade bei Hanau, bestehend aus der f. g. großen und kleinen Wirthschaft nebst Zubehörungen, soll vom 1. April 1880 ab auf 6 Jahre anderweit verpacktet werden.
Termin hierzu ist auf
Mittwoch den SA d. Mts.»
Morgens 10 Uhr, an Ort und Stelle anberaumt worden.
Die Bedingungen werde» im Termine bekannt gegeben. Die Localitäten können schon vorher durch Vermittelung des Castellans Deich man» zu Wilhelmsbad eingesehen werden.
Hanau am 11. Oktober 1879. 7767
Königliches Domainen-Rentamt.
B s l l.
Drohende Anzeichen in Frankreich.
(A. b. Schv. Merk.)
Es war zu erwarten, daß mit der Rückkehr der Deportirten aus Neukaledonien wieder ein lebhafteres Temperament in den Gang der öffentlichen Dinge in Frankreich kommen werde. Zwar im Anfang hielten sich die Anhänger der Kommune noch zurück, die Regierung schien vollkommen das Heft in der Hand zu halten, die Deportirten selbst machten, durch ihr Schicksal gewitzigt, wenig Miene, sich zu politischen Kundgebungen gebrauchen zu lassen. Allein es dMerte njcht; lange, so wurden die Jntranfigenten kecker und begannen ihre Kräfte zu versuchen. Die Wahl Blanqui's in Bordeaux, die Demonstrationsreise L. Blcuc'ö im Süden, die Aufstellung eines heimgekehrte» Depörtirtett als LWM baten für den Pariser Gemeinderath, das alles sind Anzeichens daß die Partei, welche den Kommuneaufstand von 1871 in Szensii gesetzt hah sich wieder zu fühlen beginnt. Reuestens kommt nun. dazu noch, eine
Kundgebung, die in PariS, auf dem Kirchhof vonsMY mit einer i der That auffallenden Dreistigkeit ins Werk gesetzt wurde. Ö wur! dort einer der heimgekehrten Amnestirten, Gras, der Haupimänn eine Bataillons der Pariser NÄiMÄgarke war,- beerdO. Bvm Mpib Piti^, wo er verstorben war, begleitete ein Zug von 2000 Mensch, die Leiche zum Kirchhof, wo eine' AWhl der aufreizendsten Rrden g halten wurden. Ein gewisser Sauthier richtete seineiMortri M drei Sl zialistev, welche das begonnene Werk, die Bourgevrfie zü bekämpfe! fortsetzen müßten. „Es müg gut fein", Mnte er, „Reden zu Halter vor Allem aber muß man handeln, von den Worten zu bett-' Thäte übergehen." C ~
mn ich diesen ehrlichen Wann, besten Qualen ohne ihm ein letztes und feierliches Lebe- r es, Gras ist in dem Hospital gestorben, IM;nennt. Die Barmherzigkeit! DreseS mde Bourgeoisie deut von einer schäm- und
ich getheilt, nicht verlast" Stä M
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herzlosen Oligarchie ausgebeuteten, unterdrückt!n Volke bewilligt. Die Barmherzigkeit ist das Hospital, also der Tod. Die Barmherzigkeit ist t die partielle Amnestie, die Rmnestie der Sterbenden und Todten." Die letzte und heftigste Rede hielt ein gewisser Delaborde. Der Schluß derselben lautet: Bürger, Bürgerinnen! Der RUf: „Es lebe die Republik!" läßt heute nicht mehr die, welche aus der Ausbeutung des Proletariats Nutzen ziehen, von denen, welche ihre Opfer find, unterscheiden. Da wir, die Enterbten der sozialen Ordnung, unsern Antheil an der Erde, der Sonne, der Freiheit, auch unsern Antheil an dem Produkt der Arbeit der Vergangenheit haben wollen, so muß ein anderer Ruf ertönen, der jede Zweideutigkeit beseitigt. Der Ruß: „Es lebe die Republik!" genügt uns nicht mehr. Proletarier! Fügen wir die proletarische Rückforderung hinzu. Rufen wir: «Es lebe die soziale Republik! Es lebe der Sozialismus!" Was freilich am Ende noch bedenklicher ist, als dieses Wiederaufleben der wildestm sozialen Leidenschaften, das ist der Umstand, daß die regierenden Kreise dieser neuen Bewegung gegenüber offenbar unsicher, ja gespalten sind. Der Feldzug für die volle Amnestie wird am eifrigsten geführt von der Republique frarhaise, dem Organ der opportunistischen Linken, dem Organ Gambetta's. Ob dieser selbst hinter dem erhobenen Feldge'chrer steht oder persönlich außer dem Spiele ist, ist noch unklar; aber es steht ganz so aus, als ob die volle Amestie das Mittel sein soll, womit Gambetta den jetzigen am Ruder befindlichen Männern die Gewalt aus der Hand reißen will. In diesem Fall stünde freilich dicht hinter Gambetta eine andere Partei, die wieder ihn zu beerben hofft. Daß unter solchen Umständen auch der Bonapartismus sein Haupt erhebt und sich wieder in Erinnerung bringt, ist nicht zu verwundern. Und zu dem allem kommt noch der an der Pariser Börse seit lange drohende, nunmehr anscheinend unvermeid ich gewordene finanzielle Krachund trägt das ©einige dazu bei, die Lage in Frankreich wWe dttWus unsrchsre und in der That beunruhigende
erscheinen zu lassen. —-----------
— Der „R. u. 6t^Sl." Nr. 239 enthält folgende amtlichen Er- laste: 4) Allgemeine Verfügung vom 2. Oftober 1879, betreffend die t$n EWichtMMkW uvd den Gerichtsvollziehers für die Mitwirkung bei der Erhebung der Kosten zu gewährende Vergütung. — 2) Allge- ' ' ' - Z.l-Oktoher 1879^ betreKend die den Gerichts-
iKMMey^u gWhÄÄe Dienst aufwandsentschä« I derMeMschrifien der Kostenrechnungen.
Oft.-Mr Kaiser wich nach den fitzt feststehen- 1Ö. b.. 3^ Baden-Bedkw verlassen und am 20. rn Krrd^ Lber einen Weiteren kurzen Aufenthalt rden ktitWdm werden. Nach dem Ausfall der ^sGOltWE des Monarchen, vorausgesetzt, mit zu-dürfens daß der Kaiser in Person den Land- itärFtS sind endSültige Festsetzungen darüber noch !gS - (D. Montags-Blatt.)
Dibr. Die vereinigten -Ausschüsse des Bundes« SftueKesest und W Handel Und Verkehr traten zstsammeW ili c? "
— Der Gesundheitszustand des Justizministers Leonhardt gibt, nach MontssW^, allerdings zu krustlichen Befürchtungen Anlaß; chMath Wilms als Arzt zugezogen worden. U dos Gerücht," daß in nicht zu ferner Zeit der Unterstaat?sekretär v. Schelling der Nachfolger Leotthardts werden soll.
— Nachdem die Mersendong von Geldern bis 400 Mk. einschließlich durch Ppstanweisung zufolge der in Nr. 72 des „Deutschen Reichsund Preußischen Staats-AnLeigers" vom 25. März b. J. enthaltenen Bekanntmachung des EenerÄ - Postmeisters vom 16. desselben Monats gestattet ist, hat das Königliche Staats-Ministerium beschlossen, daß die durch den Beschluß vom 3, September 1875 allgemein für alle Staats»
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Lepelletier (von der „MarsMaift") veWMWe»' wie .^B.chdeM M. W°MM^ Ä 5 SaöS- SääS 8k B® im Augenblick der Gefahr verzweifelten, die kämpsten, litten, und die " ' " ‘“r * "' " "
in Ermangelung des Sieges die Hoffnung bewahrten!“ Humbert (der Kandidat für den Gemeinderath im Bezirk Javel) benutzte die Gelegenheit, um sich eine Wahlreklame zu machen. Er sagte: „Die, welche aus den neukaledonischen BagnoS zurückkamen, die, welche 1871 von jener Proftituirten, welche sich die Gerechtigkeit zu nennen wagte, auf der Stirn gezeichnet wurden, sind nicht nach Frankreich zurückgekommen, um
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